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Regionalmuseum Krockow/Krokowa


Die
Aktivitäten des Regionalmuseums Krockow werden in den lesenswerten und informativen Jahresberichten 2008, 2009, 2010, 2011, 2012 und 2013 ausführlich beschrieben.  Zu  den Attraktionen des Jahres 2010  zählte ein  Workshop, den die Künstlerin Marie-Luise Salden in den Räumen des Museums durchführte.

Die neue Museumsleiterin Frau Grazyna Patryn stellte 2013 ein reichhaltiges Programm
vor. Der ausführliche  Jahresbericht 2013 verdeutlicht die umfangreichen Aktivitäten..

Frau Patryn leitet das Krockower Regigionalmuseum nunmehr überaus erfolgreich.  Einen Eindruck vermittelt ihr jüngster Jahresbericht 2014, den es zu lesen sich empfiehlt, zumal er zeigt, was eine  einzelne, engagierte Person zu leisten imstande ist.

Nunmehr liegt auch der Jahresbericht 2015 vor.  Er macht deutlich,  wie umfangreich und zugleich erfolgreich die kulturellen Aktivitäten des Regionalmuseums Krockow geworden sind. Für diesen Erfolg steht (fast) allein die Leiterin des Museums, Frau Grazyna Patryn.

Einen Überblick über die musealen Aktivitäten 2016 in Krockow  gibt der  Jahressbericht 2016  mit einer zusätzlichen tabellarischen Übersicht.

Eine besonders eindrucksvolle Ausstellung wurde unter dem Titel “Verliert ein Volk sein Gedächtsnis, verliert es auch sein Leben” gezeigt. Diese Exposition präsentierte wiederentdeckte Sepulkralrelikte  der früheren  deutschen Dorfbewohner in der Krockower Umgebung.

Der Erfolg des Regionalmuseums in Krockow/Krokowa  läßt sich auch an den Besucherzahlen ablesen:
2015 kamen 3.777 Einzelbesucher und 1.959 Besucher mit Gruppenführung in das Museum, zusammen 5.736 Museumsgäste. Rechnet man die Gäste des Schlosses hinzu, die dort die vom Museum inszenierten Ausstellungen und Veranstaltungen gesehen oder besucht haben, kann man die Zahl der Gäste aller Museumsveranstaltungen gut und gern verdoppeln.

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Neue Ausstellung im Regionalmuseum Krockow

Am 17. Juni 2017 eröffnete  Museumsleiterin Gra ¿yna Patryn ihre neue Ausstellung  Jósef Semmerling - Bildhauer aus  der Krockower Gegend. Den schönen, lesenswerten - und zweisprachigen Katalog schrieb Elwira Worza³a unter der Redaktion von  Gra¿yna Patryn.
Man kann dem Regionalmuseum nur wünschen, daß viele Besucher sich diese gelungene Ausstellung ansehen werden.

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Die Bilder sind dem Ausstellungskatalog  entnommen.  Sie zeigen den Künstler  Jósef Semmerling, “Ein Engel” (aus Lindenholz, 35 cm hoch), “Ein wandernder Hirte, die Schäfchen hütend” (Lindenholz, 35 cm hoch). (von li. nach re.)

Sonderausstellung Mein Königsberg in Krockow

Gra¿yna Patryn, der Krockower  Museumsleiterin, gelang es,  Sammlungssteile aus dem  Nachlaß des polnischen Diplomaten Jerzy Bahr, der sich über längere Zeit in diplomatischer Mission in Königsberg aufhielt, zu erwerben. Dieser Nachlaß wird ab dem 11. März bis Mai 2017 im Regionalmuseum Krockow in Anwesenheit der Erben gezeigt. Später wird die Sammlung in das Ostpreußische Kulturzentrum nach Ellingen überführt.

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Wir laden Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung

Jerzy Bahr - Mein Königsberg

am 11. März 2017 um 17.00 Uhr in das Museum in Krockow ein.

Irena Bahr-Swidziñska
Tadeusz Swidziñski
Gra¿yna Patryn


Mamy przyjemnoœæ zaprosiæ Pañstwa w dniu 11 marca 2017 na godz. 17.00 do Muzeum w Krokowej na otwarcie wystawy

Jerzy Bahr - Mój Królewiec

Irena Bahr-Swidziñska
Tadeusz Swidziñski
Gra¿yna Patryn

 

Ihre Ausstellung Mein Königsberg hat die Kuratorin Grazyna Patryn im  Der Westpreuße, 60. Jg. April 2017, S. 24, beschrieben. Aus dem Beitrag sei auszugsweise hier zitiert::

»Königsberg« — ein stolzer Name, der den Blick nach oben lenkt zu einer Karte, die einen ersten Eindruck von dieser prachtvollen Stadt gewährt und selbst den Unwissenden eine Vorahnung von deren widersprüchlicher Geschichte vermittelt. Und was diese Vorhinweise versprechen, vermag die »Königsberger Sammlung« des im letztebahr1n Jahr verstorbenen Jerzy Bahr wohl in hohem Maße zu halten. Dabei hoffen wir, dass die Exponate im Krockower Museum einen würdigen Platz gefunden haben und in überzeugender Weise präsentiert werden..
»Seit meiner frühen Jugend habe ich meine Leidenschaft auf alles gerichbahr2tet, was Königsberg betraf«. Was Jerzy Bahr mit dieser Äußerung gemeint hat und wie ernst es ihm damit war, wird den Besucherinnen und Besuchern unmittelbar verständlich. Sie treffen auf Relikte aus der Zeit der Stadtgründung, wie z. B. einen Stein, der eine Wolfspfote zeigt und in die Mauern des Schlosses eingefügt worden war — als Fluch-Zeichen der Jatwinger, die beim Burgenbau zur Fronarbeit gezwungen wurden. Der Schild einer Grenadiermütze lässt über die Aufgaben der Eliteeinheiten in der preußischen Armee nachdenken. Ein Stuhl aus dem Jahre 1765, verziert mit einer Stern- Windrose, scheint auf seinen ehemaligen Besitzer zu warten. Ein Metallschild der »Deutschen Ostmesse« erinnert an die erfolgreiche Idee, die Stellung Königsbergs im Handel mit der Sowjetunion und den skandinavischen Ländern in der Zwischenkriegszeit wieder hbahr4erzustellen. Aus dem Radio (dessen Identifizierung Herrn Thomas Nickel von der Stiftung Radiomuseum Luzern zu danken ist) werden die Gäste vielleicht auf das bekannte Masurenlied hören, das der Sender Königsberg ab 1930 als Pausenzeichen nutzte. Einige Alltagsgegenstände wie etwa ein wunderschön verziertbahr3er Teesieb-Löffel, Maggi-Flaschen, ein Gurkenfass der Essigsprit-Fabrik George Riechert, ein Fahrrad-Klingeldeckel aus Memel, verschiedene Bierflaschen oder nicht zuletzt eine Brille der Roten Armee aus den 1950er Jahren, mit der sich die Kaliningrad-Einwohner bei einem amerikanischen Atombombenangriff schützen sollten, bringen uns mitten in das reale Leben dieser geheimnisvollen Stadt, erlauben uns, den Königsbergern in unterschiedlichen Epochen gleichsam über die Schulter zu schauen. [...] Nicht nur das Geheimnisvolle des Stadtnamens »Königsberg«, sondern auch der wohlklingende Name des früheren Botschafters und (seit dem Ende des Zweiten Weltkrieg ersten polnischen Generalkonsulbahr5s in Königsberg haben viele auf die Präsentation neugierig gemacht, darunter auch einige Persönlichkeiten, die hier eigens vorgestellt werden sollen. Neben den Stiftern der Sammlung Irena Bahr-Œwidziñski, der Schwester von Jerzy Bahr, und ihrem Mann, Dr. Tadeusz Œwidziñski, war auch Jerzy Sadecki anwesend und erläuterte die Entstehung seiner Biografie Der Botschafter. Über die feinen Nuancen und Risiken eines Diplomatenlebens sprach die Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Danzig, Cornelia Pieper; und Wioletta Sokó³, die ehemalige Mitarbeiterin von Jerzy Bahr, die einige Jahre später selbst als Vizekonsulin in Königsberg tätig war, erinnerte mit großer Sympathie an den verstorbenen Botschafter und überreichte dem Museum schließlich ein wertvolles Geschenk, und zwar den Band Archeologiczne ksiêgi inwentarzowe dawnego Prussia-Museum / Die archäologischen Inventarbücher aus dem ehemaligen Prussia-Museum in Königsberg, an dem sie gemeinsam mit Jerzy Bahr mitgewirkt hat.

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Die Museumsleiterin Grazyna Patryn eröffnet die Ausstellung
Darüber, wie Che³mowski Kant überlisten wollte
 
und
das Philosophische Projekt
am 9. April 2016 in Krockow.


Am 9. April 2016 wurde in unserem Krockower Regionalmuseum eine ganz besondere Ausstellung mit dem Titel „Darüber, wie Che³mowski Kant überlisten wollte“ eröffnet. Es schien so, als ob Kant persönlich heute an diesem Ort anwesend sei. Józef Che³mowski, ein einfacher Mann, aber durch sein hinterlassenes Werk bedeutsam,  las Kants Schriften im Original und kann zu seinen bedeutsamsten Schülern zählen. Wie Kant verfaßte er Schriften in der Form mittelalterlicher Bücher zu Regionalaspekten(z. B. ein Engel-Traktat oder ein handgemachtes Buch „Die Propheten, Religionen und ihre Symbole“), Beiträge zu Astronomie und Geowissenschaften, beschäftigte sich mit Ethik und stellte fast jede Theorie zur Diskussion. Es gab kaum ein Thema, das nicht im Mittelpunkt seiner Gedankenwelt stand. Und es gab keine künstlerische Form, die er sich nicht  angeeignet hätte, und keine erschien ihm vollkommen genug. Man hat den Eindruck, daß seine Gedanken auf der Staffelei, auf der Leinwand, in der Glasmalerei, in den geschnitzten Figuren, in seinen technischen Erfindungen immer noch leben. Und natürlich: Wie man Leonardo da Vinci als den bedeutendsten Universalgelehrten der Renaissance darstellte, bezeichnete man den Künstler aus Brusy Jaglie (Bruß/Pommern) oft als den Leonardo aus Kaschubien.
Immanuel Kant in Form einer eingeschnitzten Figur – in den Händen der Museumsleiterin Grazyna Patryn - übernahm an diesem Tag die Schirmherrschaft über den Ausstellungsbeginn. Die Familie des verstorbenen Künstlers hatte sie wohl zu der Eröffnung mitgebracht. Und wie zu Kants und Che³mowskis Zeiten kam es wiederum zu einem philosophischen Treffen in Krockow. Den Kreis der Kantschüler ergänzten zudem Johann Gottlieb Fichte und Marcin Fabjañski. Johann G. Fichte war der Hauslehrer für die Kinder der Gräfin Louise auf Schloß Krockow und zugleich philosophischer Diskussionspartner der Gräfin. Nun lädt er aufs Neue in den Schlossmauern die Besucher zu philosophischen Überlegungen ein, da zu dem gleichen Zeitpunkt das Zentrum für philosophische Praxis eröffnet wurde. Dieses Vorhaben basiert auf Dr. Marcin Fabjañski nicht zuletzt mit der Publikation „So sein wie Johann Fichte – Philosophische Übungen in der Eulenschlucht“. Sie enthält eine Reihe von philosophischen Übungen, die man in der Nähe des Schlosses, in der Eulenschlucht, ausführen kann. Dr. Fabjañski wird uns in Krockow mit philosophischen Seminaren begleiten, er wird uns an die Quelle unseres Glücks führen, er wird uns zeigen, wie man sich ein bewusstes Leben gestaltet, und er wird helfen, kreativ den Alltag zu ergründen.
Richten Sie Ihre Augen auf Krockow, auf einen Ort, der, wie man es aus der Antike her kannte, wiederum zu einem Ort des Glücklichseins und zur Medizin für Ihre Seele werden kann.

Text: Grazyna Patry
(Nutzung des Textes mit freundlicher Genehmigung der Autorin)

Fotos: Grazyna Patryn
(Wiedergabe der Fotos mit freundlichern Genehmigung
 Grazyna Patryns)

Aus Anlaß der Saisoneröffnung 2016 in Krockow erschien auch das von Marcian Fabjañski verfaßte zweisprachige Projektbuch So sein wie Johann [Gottlieb] Fichte - Philosophische Übungen in der Eulenschlucht.

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MUSEUMSSAISON 2015

Grazyna Patryn, unsere engagierte Museumsleiterin im Regionalmuseum Krockow, eröffnete am 29. Mai 2015 die diesjährige Museumssaisson in einem Kreis von Freunden ihres Museums und des aus diesem Anlaß angereisten Ulrich Graf von Krockow. Bedauerlich war, daß der Leiter des Westpreußischen Landesmuseums Dr. Lothar Hyss, der derartige Anlässe in der Vergangenheit immer begleitete, fehlte.
Nachstehend wird ein kurzer, einführender Bericht von Gracyna Patryn zur Ausstellungseröffnung Auf den Spuren von Luise wiedergegeben:

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Wenn man den Spuren von Louise folgen möchte, sollte man zuerst die Ausstellung im Regionalmuseum in Krockow aufsuchen, die ihre Silhouette präsentiert. Dort können Sie nicht nur sehen, wie diese Dame aussah und was für ein Kleid sie trug, sondern auch erfahren, wer diese mutige Frau war, die in den für Frauen schwierigen Zeiten lebte. Das Louise-Kleid wurde von Frau Anna Nurzyñska, auf der Basis eines Porträts eines unbekannten Künstlers aus der Zeit um 1793 rekonstruiert. Die Ausstellung präsentiert Louise als Schirmherrin der Künste und der Philosophie und reflektiert ihre kreativen Träume, ihren Weg der Umsetzung ihrer innovativen Ideen.
Dank der Zusammenarbeit mit Museen, Bibliotheken und Privatbesitzer kann man einige ihrer literarischen Veröffentlichungen und alte Originaldokumente sehen, die ihren Mut und Kultiviertheit beweisen. Eine kleine Rekonstruktion der alten Schule und Privatsammlung von Textilien aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die Frau Nurzyñska zur Verfügung gestellt hat, ergänzen die Ausstellung.

Die Besucher des Museums und des Schlosses Krockow werden sich an dieers exzellenten Ausstellung, die einen kleinen Einblick in die adlige Kultur  auf dem Lande im zu Ende gehenden 18. Jahrhundert gibt, erfreuen dürfen.

Seit dem 7. November 2015 zeigt das Regionalmuseum Krockow die Ausstellung Auf den Spuren der Ewigkeit im Herzen der Krockower Landschaft.

Siehe Bericht

Museumssaison 2014
Die neue Museumssaison begannam 12. April mit einem Highlight. Frau Patryn hatte im Luisensaal des Schlosses zu einem beeindruckenden Passionskonzert eingeladen. Im fast vollbesetzten Saal spielte eine Band eigene Passionkompositionen und untermalte ihre akustische Darstellung mit ungeahnten, die Sinne einnehmenden Lichteffekten.

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Am gleichen Tag erhielt das Museum für seine kleine, im Aufbau befindliche Bibliothek ein Geschenk älterer deutscher Bücher, darunter ein vollständiges   Meyers Konversationslexikon des Jahrgangs 1887. Die Sammlung befindet sich nunmehr in einer schönen Vitrine im Museum.

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Von l. nach r.: Graf Krockow, Direktor Piotr Selonke,  Zdzis³awa Gorazd, Andrzej Gorazd (das Ehepaar Gorazd schenkte die Bücher), Gräfin Krockow, Museumsleiterin Grazyna Patryn

Ulrich Graf  Krockow  betrachtet voller Interesse  die Büchergabe.

Seit dem 7. Juni 2014 präsentiert das Museum die Ausstellung “Engelboten aus der Kaschubei”. Diese Ausstellung  entwickelt sich zu einer Erfolgsgeschichte. Frau Patryn hat seit über einem Jahr an der Exposition gearbeitet: Exponate aus der Region zusammengetragen, vor allem fotografiert, mit Sammlern gesprochen und Texte geschrieben. Besucherführungen  gestaltet Frau Patryn geschickt, sie erzählt spannend von der Ausstellung und über die Geschichte des Schlosses und vermag die Besucher zu fesseln.

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Krockower Museumssaison 2012

Die neue Museumssaison in Krockow begann mit einer Einladung zur Eröffnung am 28. April 2012. Der Titel der neuen Ausstellung lautet  „Von einem unbekrockow12akannten Volke … Geschichte der Holzarchitektur in der Kaschubei“. Die Besucher erwarteten herrlichkrockow12be Fotos aus den unterschiedlichsten Regionen der Kaschubei; natürlich war es nicht möglich, Originale in den beengten Räumlichkeiten des Museums zu zeigen. Dieser Ausstellung ging einher die Vorstellung eines 1911 in Berlin erschienenen Buches mit dem Titel „Von einem unbekannten Volke in Deutschland“. Verfasser war Ernst Seefried- Gulgowski, der einen bis heute unübertroffenen Beitrag zur Volks- und Landeskunde der Kaschubei veröffentlichte und damit den Kaschuben ein historisches Denkmal setzte. Polnischerseits hielt man diese volkskundliche Arbeit für so bedeutsam, daß Józef Borzyszkowski sie 2012 zweisprachig (als deutscher Text wurde die Ausgabe von 1911 wieder verwandt) unter dem Titel „O niesnanym ludzie w Niemszech“ herausgab.
krockow12cDie Ausstellungseröffnung wurde begleitet von einer Musik- und Erzählstunde mit kleinem Imbiß in den Räumlichkeiten des Schlosses Krockow.
Eine besondere Veranstaltung fand in Krockow am 25. Mai statt. Die Kulturreferentin am Westpreußischen Landesmuseum, Magdalena Oxfort M. A., hatte mit Danziger und Thorner krockow12dKollegen einen Vortragszyklus organisiert. Thematisch handelten die polnisch-sprachigen Vorträge von der Danziger Malerei des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts. Überdies wurden die Johanniter mit ihren Kommenden des Mittelalters in den historischen deutschen Ostgebieten vorgestellt. Für die deutschen Besucher hatte Frau Oxfort Übersetzungen vorbereitet, so daß sich die Vorträge über eine Beamerprojektion gut verfolgen ließen.
Den gekrockow12glungenen Vortragsnachmittag ließ Frau Oxfort mit einer gelungenen Grillparty mit Lagerfeuer im Schloßpark ausklingen. Manch gutes Gespräch konnte dabei in einer aufgelockerten Runde geführt werden. Ein gutes Teil zum Gelingen trug die kaschubischeTrachtengruppe  mit ihren musikalischen Darbietungen bei. Für diesen unvergeßlichen Nachmittag und Abend sei Frau Oxfort sehr herzlich gedankt.krockow12f
Ein wenig wurde die museale Arbeit in Krockow überschattet vom plötzlichen Fortgang der neuen Leiterin  Patrycja Szczerba aus persönlichen Gründen. Sie war auf Anja Adamonis M. A. gefolgt und hatte sich auch aufgrund ihrer hervorragenden deutschen Sprachkenntnisse – sie sind für die Museumstätigkeit in Krockow unerläßlich – gut in die Museumsarbeit eingefügt. Die Verantwortlichen für die Krockower Museumsarbeit sind Frau Adamonis außerordentlich dankbar, daß sie in dieser schwierigen Situation helfend einsprang und damit dazu beiträgt, die diesjährige Sommersaison im Museum zu gestalten. Seit Ende 2012 leitet Frau Grazyna Patryn - eine Persönlichkeit mit hervorragenden Deutschkennntnissen (ihr Jahresbericht 2012 gibt davon Zeugnis) - das Regionalmuseum Krockow. Mögen Erfolg und Glück ihre Arbeit in Krockow begleiten
!

Neues aus Krockow und vom Regionalmuseums in der Präsentationssaison 2011

Die Ausstellungssaison 2011,aussteröffng die am 12. Mai mit einer Neugestaltung der bereits früher gezeigten Ausstellung „Krockower Gegend damals und heute“ begann und zugleich eine Reihe von Bildern zeigte, die gleichsam als Nachlese zu einem wissenschaftlichen Symposion zur kaschubischen Mythologie entstanden waren. Die mystische Geisterwelt der Kaschuben paronwar von verschiedenen Künstlern auf die Leinwand gebannt worden. Eine für viele Besucher des Museums unbekannte Welt! In die Ausstellung führte die neue Museumsleiterin Patrycja Szczerba ein. Sie spricht genauso wie ihre Vorgängerinnen ein hervorragendes Deutsch – eine Grundvoraussetzung für das Krockower Regionalmuseum.
Am Abend des 11. Mai verabschiedete sich unsere bisherige Museumsleiterin Anna Koziróg M. A. in den geheimnisumpatriciarankten Kellergewölben des Schlosses mit der von ihr konzipierten Buchvorstellung und Lesung der polnischen Autorin Kornelia Stepan. Der Titel des Buches lautet „Die Frau des Astronomen Johannes Hevelius“. Der Danziger Astronom Johannes Hevelius – deutscher Name Johannes Hevel oder auch Johann Hewelcke (1611-1687) - gilt als Begründer der Mondkartographie und ist leider in Deutschland mehr oder weniger vergessen, in Polen hingegen erlebt er eine Renaissance.
Mit Anna Koziróg verliert die Krockower Museumseinrichtung eine sehr tüchtige Leiterin, die sich immer wieder mit innovativen Ideen und damit auch Ausstellungen hervorgetan hat. Für ihr Wirken in Krockow gilt ihr unser herzlicher Dank verbunden mit den besten Wünschen für einen beruflichen Neuanfang in Danzig. 
Den Abschluß  der Eröffnungsveranstaltungen bot dann das wissenschaftliche Symposion zur Geschichte der Kreise Neustadt und Putzig. Unter anderem referierte der Danziger Historiker Prof. Dr.  habil. Andrzej Groth über den Kulmer Franz Schultz und stellte den Nachdruck von dessen „Geschichte der Kreise Neustadt und Putzig“ aus dem Jahre 1907 vor. Ganz besonders ist zu begrüßen, daß es der Initiative von Magdalena Oxford, der Kulturreferentin am Westpreußischen Landesmuseum für Westpreußen, Posener Land, Mittelpolen, Wolhynien und Galizien zu verdanken ist, daß dieser wichtige Nachdruck erfolgen konnte. Ohne die Bereitstellung wesentlicher Mittel aus dem Kulturreferat wäre diese Neuerscheinung unmöglich gewesen. Zu hoffen ist, daß in Kürze auch eine polnische Übersetzung dieses für die Regionalgeschichte immer noch unentbehrlichen Werkes von Franz Schultz erscheint
.

Jubiläum in Krockow - Juli 2010

Am 17. Juli 2010 eröffnete das Krockower Regionalmuseum - Außenstelle des Westpreußischen Landesmuseums - offiziell seine diesjährige Ausstellung. Gezeigt werden in einem Modell die bis 1960 durch Krockow führende Eisenbahnlinie und eine Grafikausstellung aus Beständen des Westpreußischen Landesmuseums. Die bekannte Präsentation von Gebrauchsgegenständen aus der Region zeigte sich in einem neuen Gewande. Für die Gesamtpräsentation zeigte sich die neue Leiterin des Museums - Frau Anja Koziróg M. A. - verantwortlich. Es gelang ihr hervorragend, ihre museumspädagogischen Kenntnisse in die Ausstellung einzubeziehen. Die Ausstellungseröffnung war der Anfang der Krockower “Sommertage”, die zugleich ein dreifaches Jubiläum darstellten:

  • 10 Jahre Museum mit neuer Leitung
  • 15 Jahre Bestehen der Partnerschaft der Gemeinden Krokowa - Schweich und Wiederherstellung des
  • Schlosses Krockow
  • 20 Jahre Bestehen der Stiftung Europäische Begegnung/Kaschubisches Kulturzentrum Krokowa.

Daß diese Ereignisse gebührend gefeiert wurden, und zwar mit großer Beteiligung der deutschen Gemeinde Schweich, versteht sich von selbst. Großen Anklang fand die deutsche Bigband, die die Schweicher mitgebracht hatten. Zuhörer und Musiker lioeßen sich dabei auch von heftigen Regengüssen, die spürbare Abkühlung brachten, nicht aus der Ruhe bringen: Man feierte!

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Das Regionalmuseum Krockow im Jahre 2010

Nachdem Frau Dr. Sacha nach 10jähriger verantwortlicher Tätigkeit am Regionalmuseum Krockow diese Wirkungsstätte verlassen hat, um sich ganz ihrer akademischen Lehrtätigkeit an der Universität Danzig zu  widmen, bereitet man sich in Krockow intensiv auf die neue Saison, beginnend im April 2010, vor. Erstmals wird die Nachfolgerin im Museum, Frau Anja Koziróg, hauptamtlich als Lehrerin für deutsche Sprache am Gymnasium Krockow tätig, verantwortlich die Ausstellungen vorbereiten. Sie wird dabei auch intensive Unterstützung aus dem Westpreußischen Landesmuseum in Münster- Wolbeck erhalten. Gezeigt werden soll krockow22010“Grafik aus den Beständen des Westpreußischen Landesmuseums”. Außerdem werden die Ausstellungen “Die Krockower Gegend damals und heute” und “Vor Vergessenheit bewahren” präsentiert. Diese Expositionen hatten bereits großen Anklang im letzten Jahr gefunden und werden daher wiederum  - z. T. mit ergänzenden Ausstellungsstücken - gezeigt. Gedacht ist überdies daran, kaschubische, aktuelle Volkskunst zu  präsentieren. Wieweit dies gelingt, ist abhängig von den noch zu führenden Gesprächen mit kaschubischen Künstlern.
Das Interesse an diesem Sujet ist jedenfalls sehr, sehr groß. Daneben stehen Ende März, Anfang April des Jahres wichtige, abschließende Verhandlungen zwischen der Stiftung Europäische Begegnung/Kaschubisches Kulturzentrum Krokowa, der Trägerin des Regionalmuseums, mit dem Nationalmuseum Danzig und der Gemeinde Krockow an, um sie enger als bisher in die Krockower Stiftung und ihr Museum einzubinden. Dann gewinnt die bisherige Bindung des Westpreußischen Landesmuseums an das Regionalmuseum Krockow an zusätzlicher Bedeutung. Es liegt im Interesse aller Beteiligter, dieses völkerverbindende, grenzüberschreitende Museumsmodell in seiner Arbeit auf Dauer zu sichern. Den Museumsbesucher erwarten in Krockow nicht nur spannenden Ausstellungen mit informativen Begleitkatalogen (die “Grüne Reihe” des Museums), er findet außerdem in unmittelbarer Nähe des Ortes einen phantastischen Ostseestrand vor. Und ein besonderer Anziehungspunkt ist überdies das Schloß Krockow. Denn es bietet dem Besucher nicht nur ein sehr familiäres Hotelangebot in historischen Räumlichkeiten, sondern auch eine ungeahnt reichhaltige Küche mit immer neuen, überraschenden Speiseangeboten.

Neues aus Krockow

Geht es nunmehr endlich voran mit der vertraglichen Einbindung der Gemeinde Krockow/Krokowa in die Geschicke des dortigen Regionalmuseums einerseits und die des Danziger Nationalmuseums in seinem Bestreben, in Krockow eine museale Abteilung zu etablieren, andererseits? Jedenfalls sind die Ergebnisse der letzten Stiftungsratssitzung der Stiftung Europäische Begegnung/Kaschubisches Kulturzentrum Krokowa vom 15. April recht ermutigend. Der Vorstand der Stiftung wurde einstimmig vom Rat gebeten, die Vertragsentwürfe mit der Gemeinde und dem Danziger Nationalmuseum bis zur Mitte des Jahres soweit voranzutreiben, daß sie bei den Jubiläumsfeierlichkeiten am 17./18. Juli des Jahres unterzeichnet werden können. Das Krockower Jubiläum bietet dafür besondere Anlässe: Die Stiftung Europäische krockowergegenddanzigzimmerBegegnung/Kaschubisches Kulturzentrum Krokowa feiert ihren 20. Geburtstag und 15 Jahre ist es her, daß das Schloß Krockow im alten Glanz wiederhergestellt werden konnte.  Vor 10 Jahren öffnete das Regionalmuseum, das zugleich eine Außenstelle des Westpreußischen Landesmuseums in Münster-Wolbeck ist, seine Pforten für die ersten interessierten Besucher. Bis zum letzten Jahr leitete Dr. Magdalena Sacha den Museumsbetrieb sehr erfolgreich trotz aller Probleme, die auf sie im Laufe der Jahre einstürmten.
Nochmals sei ihr für ihre fruchtbare Arbeit, die nicht zuletzt der Begegnung von Deutschen und Polen vor Ort dienten, sehr herzlich gedankt.
Bevor sie sich endgültig an die Universität Danzig verabschiedete, gab sie die zweisprachige Publikation „Krockower Gegend – 1939-1945“ heraus, zweifelsohne die bislang bedeutendste Schrift in der „Grünen Reihe“ des Regionalmuseums Krockow. Dem ersten Teil der Schrift sind   Erinnerungen von Zeitzeugen aus der Gemeinde Krockow gewidmet. So unterschiedlich diese Zeugnisse von Zeitzeugen von der Zeit des Zweiten Weltkrieges und der Geschehnisse unmittelbar nach Kriegsende sind, gemeinsam ist ihnen, daß sie vor Nationalismus und Totalitarismus warnen wollen. Der zweite Teil der Schrift publiziert einen Bericht von Doering Graf von Krockow, dem letzten deutschen Eigentümer des Gutes und Schlosses Krockow, wie er 1945 zum Verlassen seiner nordkaschubischen Heimat veranlaßt wurde. Den dritten und abschließenden Teil bildet eine Zusammenstellung der Geschehnisse in Krockow und Umgebung vom 1. September 1939, dem Tage des Kriegsbeginns, bis zum 29. April 1948. An diesem Tage wurde Gauleiter Albert Forster zum Tode verurteilt.
Die Herausgeberin der Publikation, Magdalena Sacha, sollte sich für den Fall, eine überarbeitete Ausgabe zu veröffentlichen, vielleicht überlegen, einen vierten Teil anzuhängen. Er könnte lauten: Wiederbegegnung von Kaschuben, Polen und Deutschen in Krockow seit 1990. Thematisch ließe sich nicht zuletzt die von ihr verantwortete, überaus erfolgreiche Museumsarbeit darstellen.Abschließend noch ein Blick auf das für das Jubiläum vom Regionalmuseum unter der Verantwortung seiner neuen Leiterin Anna Koziróg Geplante:
Zusätzlich zu den Ausstellungen “Die Krockower Gegend damals und heute” und “Vor Vergessenheit bewahren” zeigt das Regionalmuseum Krockow eine Präsentation zur einstigen Verkehrsinfrastruktur (u. a. Eisenbahnen) der Region und eine Exposition von Graphiken des Westpreußischen Landesmuseums in Warendorf.

Eintragungen im Gästebuch der Ausstellung DIE VERGÄNGLICHKEIT DES ALLTAGS - AUS DEM TAGEBUCH EINES BAUERNHAUSES (deutsche Besucher)

Die Ausstellung hat mir gut gefallen. Die gezeigten Exponate sind sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder interessant. Ursula Wirtz aus Oberhausen, 6.7. 07.

Ausgezeichnet! So viele Anregungen zum Weiterdenken und „In-Frage-Stellen“ von alten Denkmustern! Ein Kompliment an die Ausstellungsmacher! Dr. Luchinelli, Wien.

Kompliment an die Ausstellung. Durch ihre Anregungen kommen jetzt die Fragen, wo die „Antwort“ bei unseren Grosseltern, Eltern geben wird. Sehr schön. (Unlesbar)

Herzlichen Dank zu diesem schönen feinen Museum! Vielen dank für die zweisprachigen Texte in diesem doch lange Zeit zweisprachigen Land und im künftigen gemeinsamen Europa! Dorothea Rednan aus Köln am Rhein

Das Suchen der Marienkäfer hat mir und uns viel Spaß gemacht. Die Bilder fanden wir auch sehr schön.
(mehrere Kinderunterschriften)

Heute hatten wir eine gute Führung hier im Museum. Es ist eine schöne Tradition, dass in der Ausstellung die Geschichte gezeigt wird. H. Reis, Ortsbürgermeister Mehring/ Mosel, Kreisabgeordneter

Aus der Schweiz hat es uns per Zufall hier verschlagen. Ich finde es sehr interessant und schön. Gerne möchte ich wieder einmal herkommen. (Unlesbar)

Wieder hat Frau Dr. Magdalena Sacha es fertig gebracht eine schöne und informative Ausstellung zusammenzustellen. Sie erinnert mich auch etwas an meine Heimat an der Mosel. Hans Malburg, Schweich

Eine faszinierende Reise in die Vergangenheit, außergewöhnlich kluge Texte, nicht floskelhaft und – tümelnd, sondern nachdenklich machend… Nachdem man die Gegend hier ein wenig erkundet hat, öffnen sich noch einmal viele Fenster. B. Krauefor

Eine liebevoll konzipierte Ausstellung zum bäuerlichen Leben der Region vom Beginn des 20. Jahrhunderts! Ein besonderer Dank gilt der Initiatorin der Ausstellung Frau Dr. M. Sacha und ihrer Mitstreiterin Frau Kulikowska vom Nationalmuseum Danzig. Hoffentlich werden noch viele weitere, so interessant gestaltete Ausstellungen in Krockow/ Krokowa zu sehen sein. Jürgen Martens, Königswinter.

Diese Ausstellung war für uns sehr interessant. Besonderer Dank gilt Ania Koziróg. Jörg, Ramona und Toni aus Oppin bei Halle / Saale in Sachsen-Anhalt

Die Ausstellung hat mir sehr gut gefallen!!!! Besonders da wo man fühlen muß was im Kästchen drin ist!!!! Alles liebe, Katrin und David (Kinderschrift)

Darüber hinaus gab es mehrere hundert Eintragungen auf Polnisch, einzelne auf Kaschubisch, Ukrainisch, Weißrussisch, Litauisch und in skandinavischen Sprachen.