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Aktivitäten des Museums und Jahresbericht 2016

Ausstellungen

„Krockower Gegend –
damals und heute“

 

Dauerausstellung

Archiwum Crocovianum

 

Dauerausstellung
im Schloß

„Verliert ein Volk sein Gedächtnis, verliert es auch sein Leben”

Auf den Spuren der Ewigkeit im Herzen der Krockower Landschaft.

7.11.2015 – 31.03. 2016

„Darüber, wie Chelmowski Kant überlisten wollte”

Józef Che³mowski als kaschubischer Philosoph

09.04.2016 – 15.11.2016

„Backsteinarchitektur im Ostseeraum“

Ausstellung unter der Schirmherrschaft des Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen aus Bonn

20.11.2016 – 28.02.2017

„Karnevalsmasken”

Eine Exposition zum Karnewal

11.01.2016 – 29.02.2016

„Jacek im Schloß Krockow“

Malerei von Jacek Gorzawski

05.03.2016 – 05.05.2016

„Aus der Provence – aus dem Land der Sonne, Lavendel, Mandeln und den duftenden Kräutern…“

Malerei von Maria Elsner-Michalska

05.05.2016 – 31.08.2016

„Das Leiden im Holz“

Sakrale Skulpturen von Jan Chmielek

02.08.2016 – 30.09.2016

„Farbenwelt”

Malerei von Katarzyna Nguyen

01.09.2016 – 03.11.2016

„Gefangen in einer Linse”

Fotografien von Piotr Kanigowski

04.11.2016 – 28.02.2017

Zentrum für philosophische Praxis im Schloß Krockow

Zentrum für philosophische Praxis

Eröffnung

09.04.2016

„So sein wie Johann Fichte“

Buch-Promotion

09.04.2016

„Die Quelle des Glücks in Dir“

Philosophischer Workshop mit Marcin Fabjañski

09.04.2016-10.04.2016

„Friedrich Nietzsche – Rückkehr zum Körper“

Philosophischer Workshop mit Marcin Fabjañski

13.04.2016-17.04.2016

„Die Frage nach der Schönheit in der Philosophie des heiligen Thomas von Aquin“

Philosophische Vorlesung von Gabriela Kurylewicz

20.08.2016

„Die Quelle des Glücks in Dir“

Philosophischer Workshop

23.09.2016-25.09.2016

Workshops

Kalligraphie zur Ostern

Einführung in die Kalligraphie mit Dekorationselementen für Ostern

19.03.2016

Kalligraphie im Alltag

Workshop für Schulen

12.05.2016

Józef Che³mowski – Kaschubischer Künstler aus Brusy Jaglie

Einführung in das künstlerischen Schaffen eines bekanntesten kaschubischen Schöpfers

03.06.2016

Józef Che³mowski – Kaschubischer Künstler aus Brusy Jaglie

Einführung in das künstlerischen Schaffen eines bekanntesten kaschubischen Schöpfers

07.06.2016

Hinterglasmalerei 

Workshop für Schulen

08.06.2016

Józef Che³mowski – Kaschubischer Künstler aus Brusy Jaglie

Einführung in das künstlerischen Schaffen eines bekanntesten kaschubischen Schöpfers

22.06.2016

Hinterglasmalerei

Workshop für Schulen

21.10.2016

Weihnachtliche Lebkuchen

Workshop für Kinder

11.12.2016

Wettbewerbe

„Der Wind vom Meer“

III Edition vom Wettbewerb zu Stefan Zeromski

März - Finale 09.11. 2016

„Mit Buntstiften ausmalen“

Ein Wettbewerb für Kinder – Schloß-Bilder zum Ausmalen in der Publikation unter dem gleichen Titeln

Juni – September 2016

Events, Treffen mit… und andere Ereignisse des Museum-Kulturlebens

„In der Krockower Krypta“

Museumsnacht

21.05.2016

Deutsch-Polnische Zusammenarbeit in Krockow

Ein Treffen mit Gymnasiasten aus Groß-Starsin

02.06.2016

„Swietojanki“

Sommersonnenwendabenteuer für Kinder

23.06.2016

Schloß-Märchenwelt:
„Das Märchen vom Krockow-Schloß“

Erzählreihe mit Kinder-Workshops: Mannequin mit kaschubischen Mustern

06.07.2016

Schloß-Märchenwelt:
„Das Märchen von Teufeln aus der Krockower Gegend“

Erzählreihe mit Kinder-Workshops: Kalligraphie mit Gänsefedern

13.07.2016

Schloß-Märchenwelt:
„Das Märchen vom Schloß-Bach“

Erzählreihe mit Kinder-Workshops: Hinterglasmalerei

20.07.2016

Schloß-Märchenwelt:
„Das Märchen vom Krockow-Schloß“

Erzählreihe mit Kinder-Workshops: einen Schatzkasten dekorieren

27.07.2016

Schloß-Märchenwelt:
„Das Märchen von dem Wilden Grafen“

Erzählreihe mit Kinder-Workshops: Die Figur des Wilden Grafen künstlerisch gestalten

03.08.2016

Schloß-Märchenwelt:
„Das Märchen vom Herrenberg“

Erzählreihe mit Kinder-Workshops: das Basteln einer beweglichen Silhouette

10.08.2016

Schloß-Märchenwelt:
„Das Märchen vom Meer bei Krockow“

Erzählreihe mit Kinder-Workshops: mit Sand und Muscheln Bilder gestalten

17.08.2016

Schloß-Märchenwelt:
„Das Märchen vom geheimnisvollen Schweigen“

Erzählreihe mit Kinder-Workshops: ein Stein als Kunstwerk

24.08.2016

Ferien mit Yoga

Yoga-Treffen

12.07.2016 / 19.07.2016
26.07.2016 / 02.08.2016
16.08.2016 / 23.08.2016

Historischer Spaziergang
„Auf den Spuren von Louise“

Schloßführung – Die Gärten von Louise und der Spaziergang zur Eulenschlucht

14.07.2016
28.07.2016
11.08.2016
25.08.2016

„Die Pracht der Farben“

Ein Treffen mit der Malerin Katarzyna Nguyen

24.09.2016

Weihnachtsmarkt

Markt mit lokalen Künstlern, Schulen, Vereinen

11.12.2016

Konzerte

„Der Geiger zum Vermieten” – Ein Neujahrskonzert

Ein Spektakel von Quartet „Les Femmes”

01.01.2016

„Mit Musik durch die Welt”

Ein Konzert mit Natalia Capelik-Muianga

23.07.2016

„Summertime”

Aleksandra Mañkowska – Saxophon und Rafa³ Lewandowski - Klavier

13.08.2016

Andrzej Kurylewicz – Muzyka i poezja

Gabriela Kurylewicz und Piotr Latoszyñski

21.08.2016

Museumsbericht für 2016

So sein wie Johann G. Fichte nannten wir das Jahr 2016 in Krockow, das nach dem Jahr Auf den Spuren von Louise logischerweise nun folgte. Die Gräfin Louise war diejenige, die Johann Gottlieb Fichte in Krockow einführte, der hier vor Ort eine seiner glücklichsten Zeiten erlebte:

…“Meine Lage hat sich seitdem sehr geändert…Ich habe nemlich meinen Ekel gegen das Hofmeister Leben noch einmal überwunden, und lebe seit October vorigen Jahrs in Krockow, bei Neustadt, in West Preußen hart an der Ost See, 6. Meilen westwärts Danzig als Führer des Sohns des Königl. Preußischen Obrist Grafen von Krockow. Diesmal hat mich meine Entschließung nicht gereut, und wird mich warscheinlich nie reuen. Ich bin in einem Hause, das in seiner Art einzig ist, weil es in unsrer Gräfinn durch eine wohlthätige Göttin beseelt wird, geehrt, und geliebt; …Macht Ihnen also das Glük Ihres Sohns Freude, so erhalten Sie hierdurch die Versicherung, daß ich jetzt so glüklich lebe als ...”
 - so schrieb Johann Gottlieb Fichte im Jahre 1792 an seine Eltern.

Sein Dasein als Lehrer der jüngsten Kindern und als mentaler Begleiter von Gräfin Louise hinterließ Spuren in Krockow, die 2016 wieder lebendig wurden. Es wurde das Zentrum für philosophische Praxis im Schloß geöffnet. Zu diesem Anlaß erschien eine Publikation von Marcin Fabjañski „So sein wie Johann Fichte“, die sich genau auf die Zeit seines Aufenthalts in Krockow konzentriert. Sie gibt Hinweise auf ein glückliches Leben in Form praktischer Übungen, die man am besten in der Nähe des Schlosses, in der Eulenschlucht ausführt. Zu dieser Stelle führen alle philosophischen Seminare, die während des Jahres in Krockow durchgeführt wurden. Auch die historischen Spaziergänge im Sommer fanden ihren Endpunkt genau am Fichte-Denkmal in der Eulenschlucht und stützten sich auf die philosophischen Themen. Das Thema der Philosophie unterstützte auch die Ausstellung „Darüber wie Che³mowski Kant überlisten wollte“ und wurde zum wichtigsten Ereignis der Museumsaktivitäten. 

In der Saison 2016 präsentierte das Museum folgende Ausstellungen:

  • Verliert ein Volk sein Gedächtnis, verliert es auch sein Leben – Friedhöfe und einsame Gräber - versteckt in den Wäldern: die Gräber in der Krypta der Kirche Krockows, die Friedhöfe, die wir immer noch besuchen, aber auch jene schon vergessenen, leider von der Zeit und von menschlicher Hand zerstörten Grabstätten sind die Essenz dieser Ausstellung. Sie wirkt in der Schönheit der Fotografien junger Menschen, die sich bereit erklärt haben, dieses Krockower Erbe als das eigene anzunehmen, es kennen zu lernen, Verständnis für die Geschehnisse um die Vorfahren zu zeigen und die lebendige Geschichte, die die Gräber erzählen, zu bewahren. Diese Ausstellung wurde am 7. November eröffnet und bis Ende März im Museum präsentiert. Darüber hinaus wurden in dieser Zeit Ausflüge mit den Schulklassen zu den Grabstätten organisiert, um die örtliche geschichte den jungen Menschen nahe zu legen.
     
  • Darüber wie Che³mowski Kant überlisten wollte – Józef Che³mowski aus Brusy Jaglie (Bruß/Pommern) diskutiert in dieser Ausstellung mit Kant und kann zu dem Kreis seiner Schüler zählen. Wie Kant verfaßte er Schriften in der Form mittelalterlicher Bücher zu Religionsaspekten (z.B. ein Engel-Traktat oder ein handgemachtes Buch „Die Propheten, Religionen und ihre Symbole“), Beiträge zu Astronomie und Geowissenschaften, beschäftigte sich mit Ethik und stellte fast jede Theorie zur Diskussion. Es gab kaum ein Thema, das nicht im Mittelpunkt seiner Gedankenwelt stand. Und es gab keine künstlerische Form, die er sich nicht  angeeignet hätte, und keine erschien ihm vollkommen genug. Man hatte den Eindruck, daß seine Gedanken durch die Staffelei, durch die Leinwand, durch die Glasmalerei, durch die geschnitzten Figuren und seine technischen Erfindungen zu uns durchdringen, um wahrgenommen zu sein. Ein einfacher Mann leitete die Besucher durch philosophische Fragen, die auch den Kleinen während ihrer Besuche im Museum gestellt wurden. Die Ausstellung von Che³mowskis Werken mit Blick auf seine Werkstatt vermittelte unvergeßliche Eindrücke über seinen Lebensstil, Künstlerwerkstatt und Ideen, die in den Figuren großartig leben. 
     
  • Backsteinarchitektur im Ostseeraum – eine Ausstellung der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, an der Prof. Christofer Herrmann von der Universität Danzig, Prof. Matthias Müller aus der Universität Mainz und Dr. Ernst Gierlich aus Bonn gearbeitet haben. Die anziehende Bauweise in allen Ländern rund um die Ostsee, die bis heute in vielen Kathedralen, Klöstern, Kirchen, Burgen, Bürgerhäusern präsent sind, verbirgt immer noch Rätsel über ihr Phänomen, Technologie, Bedeutung und Quelle, die weiterhin auch die modernste Forschungsuntersuchungen nicht bis ins letzte beantworten können, auch wenn die Erkenntnisse erheblich erweitert wurden. Ob die rote Farbe des Baumaterials der prächtigen Architekturdenkmäler immer noch als die „Herrschaftsfarbe“ anzusehen ist, kann man auf den wunderschönen Tafeln bis Ende Februar noch erkunden.

Weiterhin waren im Museum zu sehen:

  • Krockower Gegend – damals und heute als Dauerausstellung, die immer wieder mit neuen Exponaten ergänzt wird. In diesem Jahr ist es uns gelungen, mehr als 30 neue ausgeliehene Exponate zu präsentieren.
     
  • Auf den Spuren von Louise – die Ausstellung aus dem Jahr 2015 blieb den Besuchern teilweise erhalten und bildete einen wichtigen Teil der Familiengeschichte vor Ort. Die wichtigsten Motive der Louise-Aktivitäten: romantischer „Panoramapark”, das Theater, das philosophische Werk „Pädagogische Ideen“, ihre Briefe und Dokumente zeigen, wie bedeutend ihr Tun für Krockow war.
     
  • Das Leiden in Holz – präsentierte sakrale Skulpturen von Jan Chmielek, einen Schüler u. a. von Wladyslaw Hasior und Arkadiusz Waloch. Die Werke von Chmielek bezeichnet man oft als Zakopane-Ikone des 21. Jahrhunderts.
     
  • Im Schloß wechselten seit Anfang des Jahres mehrere individuelle Expositionen von Karnevalsmasken in der Winterzeit über düstere Malerei von Jacek Gorzawski, provencalische, nach Lavendel duftende Malerei von Maria Elsner-Michalska und farbenfrohe, japanische Ansichten in der Malerei von Katarzyna Nguyen. Zu Jahresende waren wunderschöne Landschaften  in den Fotografien von Piotr Kanigowski zu sehen.

Ein bemerkenswertes weiteres Ereignis konnte 2016 realisiert worden: die erste in der Geschichte des Museums - die Museumsnacht. Eine becsondere Attraktion wartete auf die Besucher: der Eingang in die sonst verschlossene Krypta in der Katharina -von- Alexandria-Kirche. Die Besucher konnten die Eingänge der Krypta mit den Sarkophagen der dort begstatteten Krockow-Familienmitgliedern  beschauen  und den Geschichten über ihr Leben zuhören. Auch die Filmprojektion „Der Wind vom Meer“, die  nach Stefan Zeromskis Romans  von 1930 in Krockow gedreht wurde, gehörte  auch zu den Programmpunkten der Museumsnacht. Die Erzählungen des Grafen Albrecht von Krockow   aus der Publikation von K. Wójcicki: „Gespräche mit Graf Albrecht von Krockow“ ergänzten die Dreharbeiten  an der Projektion des letzten Stummfilms aus der polnischen Kinematographie im Schloß.

Stiftung “Europäische Begegnung” Kaschubisches Kulturzentrum Krockow/Krokowa
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