Aktuelles
 

Das Hamburger Marienburg-Archiv 2018 nach Marienburg/Malbork überführt

1952 erneuerte die Hansestadt Hamburg ihre seit 1930 bestehende Patenschaft für Marienburg/Westpr. In Hamburg befand sich das Marienburg-Archiv, das historische Dokumente und Quellen zu Kreis und Stadt Marienburg bewahrte. Zu den Archivbeständen gehörten Dokumente, Bilder, Modelle, Bücher, Stadtpläne, Kreiskarten, Landkarten, Medaillen, Orden und die Marienburger Zeitung. Thematisch behandelte das Archiv Bereiche wie Wirtschaft, Verkehr, Industrie, Geschichte, Religion sowie Marienburger Persönlichkeiten.
Obwohl 2007 auf einer landsmannschaftlichen „Tagung zu Heimatstuben und Ortbeschreibungen“ der Beschluß gefaßt wurde, daß bei Bestandsgefahr für Heimatstuben und Heimatstuben deren Sammlungen vom Westpreußischen Landesmuseum übernommen werden sollen, wurde dieser Beschluß in der Vergangenheit nicht eingehalten, sondern unterlaufen.
Das Beispiel des Marienburger Archivs verdeutlicht dies. Denn es wurde vom Heimatkreisbetreuer Bodo Rückert Anfang 2018 in das heutige polnische Malbork überführt. Ob die Mehrheit der Angehörigen des Marienburger Heimatkreises diesen Schritt gebilligt haben, ist hier unbekannt. Jedenfalls hat die Landsmannschaft Westpreußen nichts unternommen, die Überführung deutschen Kulturgutes nach Polen zu verhindern. Überdies wurde das Westpreußische Landesmuseum bei der Überführung der Marienburger Sammlung nach Polen übergangen.
Die Verlagerung von deutschem Kulturgut ins Ausland ist deshalb besonders mißlich, weil Museen wie das Westpreußische Landesmuseum, die das Kulturgut der historischen deutschen Ostprovinzen und einstigen deutschen Siedlungsgebiete im östlichen Mitteleuropa im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags der interessierten Öffentlichkeit präsentieren, selbst über keine operativen Mittel verfügen, um entsprechende Exponate anzukaufen.
Es steht zu befürchten, daß das Marienburger Beispiel bald Nachahmer findet. Deshalb sind die öffentlichen Förderer der ostdeutschen Landesmuseen, aber auch die Museumsleitungen und Landsmannschaften gefordert, verantwortungsbewußt die Verbringung von deutschem Kulturgut ins Ausland unter dem Etikett einer falsch verstandenen Verständigungspolitik in Zukunft zu verhindern
.

Kunstforum Ostdeutsche Galerie
wird 50 und feiert dieses Jubiläum am 16. November 2016 ab 19.00 Uhr.

ogjubiläum1

ogjubiläum2

Schlesisches Museum zu Görlitz

am 16.April 2016 feiert es sein 10jähriges Bestehen. Zugleich wird an die vor 20 Jahren unterzeichnete Stiftungssatzung erinnert.

Siehe Bericht über die festliche Veranstaltung unter Schlesisches Museum:

Der Deutsche Bundestag billigt die ihm mit Schreiben der BKM vom 24. Februar 2016 zugeleitete

Weiterentwicklung der Konzeption zur Erforschung, Bewahrung, Präsentation
und Vermittlung der Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
nach § 96 des Bundesvertriebenengesetzes

Siehe den Text der Bundestagsdrucksache 18/7730 vom 25.02.2016 Neue § 96-Konzeption!

plm14112015

Das Pommersche Landesmuseum
gestaltet seine Gemädegalerie neu.

Museumsdirektor Dr. Uwe Schröder deutete vor einem kleinen Kreis gesprächsweise am 23. Oktober 2015 an, die Gemäldegalerie seines Museums zu einer “Galerie der Romantik” umgestalten zu wollen. Schwierigkeiten bereiteten die Finanzierung, denn die Umgestaltung der bestehenden Galerie verlangt zwingend eine bauliche Erweiterung. Wie  DIE WELT am 14. November 2015 (S. 25) berichtete, ist die Finanzierung gesichert und die Erweiterung kann beginnen. Für alle Freunde des Pommerschen Landesmuseums und der Hansestadt Greifswald ist dies eine ausgesprochen gute Nachricht.