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Die Ostdeutsche Galerie im neuen Gewand

Seit dem 23. Oktober 2005 präsentiert sich die Ostdeutsche Galerie in einer ganz neuen Aufmachung. Grund genug, sich die Aufgabenstellung der Stiftung Kulturforum Ostdeutsche Galerie zu vergegenwärtigen. In den letzten beiden Dekaden entwickelte sich die Ostdeutsche Galerie wohl zum bedeutendsten Museum moderner Kunst in Regensburg und dem Umfeld von Nürnberg bis  München. Ganze Werkkomplexe wie auch Hauptwerke Lovis Corinths, Käthe Kollwitz´, Adolf Hölzels, Otto Freundlichs, Karl Schmidt-Rottluffs, aussstellung8Oskar Kokoschkas, Bernhard Schultzes, Katharina Sieverdings und vieler anderer präsentiert dieses Spezialmuseum zur deutschen Kunsttradition im östlichen Mitteleuropa. Seinaussstellung5e Besonderheit gewinnt die Ostdeutsche Galerie aus § 96, dem Kulturparagraphen des Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetzes aus dem Jahre 1951.
Danach definiert sich die Kernaufgabe, das künstlerische Erbe und die fortwirkende kreative Substanz des historischen deutschen Ostens zu sichten, zu bewahren und für das Europa von heute und morgen fruchtbar zu machen. Dabei rücken jene signifikant deutsch geprägten mittel-osteuropäischen Kulturlandschaften zwischen Baltikum und Banat in den Fokus, die bei der geopolitischen Neuordnung der europäischen Landkarte nach dem Zweiten Weltkrieg von Deutschland abgetrennt worden sind - etwa Schlesien, Ost- und Westpreußen und mit ihnen die geistig- politischen Metropolen Breslau, Königsberg und Danzig oder Böhmen und Mähren, wo das deutsche Element Jahrhunderte fruchtbar wirkte. Folglich richtet sich das Hauptaugenmerk auf die deutsch imprägnierten künstlerisch-kulturellen Impulse im und aus dem östlichen Europa, die den internationalen Kontext von der Romantik bis in die Gegenwart bereichert und geprägt haben. Innerhalb der deutschen Museumslandschaft ist das Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg die einzige aussstellung4Institution, die die Geschichte der modernenaussstellung3 Kunst im 19. und 20. Jahrhundert aus ostdeutscher Perspektive beleuchtet - dies definiert den Ausnahmecharakter des Spezialmuseums sowie den Eigensinn seiner Sammlung [Ulrike Lorenz/ Gerhard Leistner, Erinnerung & Vision. 100 Meisterwerke der Sammlung. Regensburg 2005, S. 8].Die Ostdeutsche Galerie stellt als weiteres Anliegen die Bedeutung der traditionellen und modernen Kunstzentren (wie die von Königsberg oder Breslau mit ihren unvergleichlichen Kunstakademien, Kunstvereinen und Privatsammlungen oder von Prag als ethnisch-kulturellen Schmelztiegel) und der Künstlerkolonien auf der Kurischen Nehrung und im schlesischen Riesengebirge heraus. Ein Zukunftsaspekt ist es, den künstlerischen Eigentümlichkeiten ostdeutscher Kulturlandschaften nachzuspüren und damit den kulturmorphologischen Wechselwirkungen von Landschaft und Geist. Dies hat die identitätsstiftende Vielfalt Europas mitgeprägt. Somit kommt grenzübergreifenden Kooperationen mit Museen im östlichen Europa wie auch Austauschprojekten mit Künstlern eine bedeutsame Rolle zu. Auf diesem Weg will sich das Kunstforum Ostdeutsche Gaaussstellung6lerie als Partner im geistigen Austausch zwischen Ost und West positionieren. Letztlich geht es in diesem offenen Prozeß wechselseitiger Praxis darum, ein genauer noch zu definierendes nationales Kunsterbe gemeinsam mit den Nachbarn im östlichen Europa als unverzichtbare Ingredienz in eine europäische Kultur der Zukunft einzubringen - eine Europakultur, die sich nicht an dialektischen Syntheseleistungen überhebt, sondern vielmehr ihre zahllosen Antithesen auszuhalten und in chronischer Spannung produktiv zu machen versteht [Ulrike Lorenz/Gerhard Leistner, Erinnerung & Vision. 100 Meisterwerke der Sammlung. Regensburg 2005, S. 9]. Kurzum: Als Vermittler zwischen Ost und West arbeitet das Kunstforum im Spannungsfeld zwischen historischen Kulturlandschaften und aktuellem Kunsaussstellung7tgeschehen. »Erinnerung & Vision« ist das Leitmotiv der OstdeutschenGalerie. Damit ist zugleich die Thematik der Neukonzeption des Museums genannt. Erinnerung an das Vergangene und Vision, Vergangenheit aktuell zu aussstellung1gestalten und visionär in Gegenwart und Zukunft zu transferieren. Das Team um Ulrike Lorenz hat die Schausammlung erheblich erweitert und dafür 12 Räume im oberen Geschoß thematisch neu erschlossen und die Kunstwerke in farblich eigens auf sie abgestimmten Räumlichkeiten präsentiert. In drei weiteren Sälen des Erdgeschosses finden weitere beeindruckende Zeugnisse der Moderne im jeweils genau definierten thematischen Umfeld ihren Platz.
Mit dieser Neugestaltung hat das Kunstmuseum Ostdeutsche Galerie erstmals die Möglichkeit, im Erdgeschoß über mehrere großzügig zu gestaltende Säle für Sonderausstellungen wie auch darüber hinausgehende Veranstaltungen zu verfügen. Ein Glanzstück der Neukonzeption ist zweifellos der modernster Lichttechnik ausgestattete Graphiksaal, in dem die wertvollen Graphikbestände des Muse
ums hinfort dem Publikum präsentiert werden.

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Die Ostdeutsche Galerie feierte ihren 50. Geburtstag

Am 16. November 2016 feierte das Kunstforum Ostdeutsche Galerie seinen 50. Geburtstag. Viele Freunde des Hauses waren erschienen, um die Feier im bis auf den letzten Platz besetzten Grafiksaal mitzuerleben. Nach den freundlichen Glückwünschen des Regensburger Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs überbrachte auch der Vertreter der bayerischen Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Intergration, MinDirig Eugen Turi, die guten Wünsche der bayerischen Staatsregierung.
Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Dr. h.c. Walter Koschmal. Nach Dafürhalten des Chronisten stellte der Vortrag zu sehr auf die neue Konzeption der Bundesregierung „Weiterentwicklung der Konzeption zur Erforschung, Bewahrung, Präsentation und Vermittlung der Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa nach § 96 des Bundesvertriebengesetzes“ vom 25.02.2016 ab. Diese neue Konzeption betont den europäischen Gedanken der Geschichte und Kultur der Deutschen aus den Vertreibungsgebieten östlich von Oder und Neiße sowie deren Siedlungsgebiete im östlichen Mitteleuropa unter Vernachlässigung nationaler Aspekte. Diese Überlegungen flossen betont in den Festvortrag ein. Zudem brachte der Festredner Überlegungen zu einer (erneuten) Namensänderung der „Ostdeutschen“ ein, die hoffentlich nicht eine Namensänderungsdiskussion, die bereits vor mehr als 10 Jahren geführt wurde, wieder beleben wird. Von der Entstehung der Ostdeutschen Galerie aus der Sudetendeutschen Galerie des Adalbert Stifter Vereins und aus der Ostdeutschen Galerie aus der Esslinger Künstlergilde erfuhr der Zuhörer nichts. Damit blieben der Gründungsdirektor Dr. Walter Boll und so bedeutsame Förderer der Ostdeutschen Galerie wie Ernst Schremmer, Johanna Beronin von Herzogenberg oder Sieghard von Köckritz und andere bedeutsame Persönlichkeiten der ersten Stunde ungenannt. Bei diesem 50jährigen Jubiläum des Kunstforums Ostdeutsche Galerie hätte ein Rückblick in die Geschichte dieser bedeutenden Kunsteinrichtung in Regensburg einfach dazugehört.

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