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Westpreußisches Landesmuseum

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Museumsleiter Dr. Lothar Hyss hat das Westpreußische Landesmuseum verlassen

Das Westpreußische Landesmuseum entwickelte sich aus dem von dem Elbinger Hans-Jürgen Schuch 1975 gegründeten Dokumentations- und Kulturzentrum Westpreußen. Es fand seinen Sitz im Wolbecker Drostenhof, dessen Erhalt vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sichergestellt wurde. Der LWL hatte 1962 eine Patenschaft mit der Landsmannschaft Westpreußen begründet; von daher ergaben sich enge Kontakte, die zunächst auf das Dokumentationszentrum, später auf das entstehende Westpreußische Landesmuseum ausgeweitet wurden.
Am 1. April 1998 übernahm Lothar Hyss von Hans-Jürgen Schuch die Leitung des Westpreußischen Landesmuseums. Lothar Hyss, 1960 im oberschlesischen Friedrichsfekde geboren, mußte mit seinen Eltern zunächst in seiner schlesischen Heimat verhyss_beckumbleiben, bevor der Familie die Ausreise nach Deutschland genehmigt wurde. Hyss´ Vater gehörte zur Gruppe deutscher Spezialisten, die die Polen zum Aufbau Schlesiens in ihrem Sinne benötigten. Die späte Übersiedlung war der Grund, daß Hyss Polnisch als zweite Muttersprache in Wort und Schrift beherrscht. Das deutsche Abitur machte er nach und studierte in Bonn Kunstgeschichte. Er promovierte zum Thema Goethe und das Residenzschloß in Weimar. Auf das Studium folgte ein Praktikum im Haus Schlesien. Nach dem Praktikum wurde er im Haus Schlesien fest angestellt und arbeitete zehn Jahre in dem renommierten Haus in Königswinter. Die Ausschreibung der Leitungsstelle im Westpreußischen Landesmuseum sah Hyss als Chance, er bewarb sich auf diesen Dienstposten und war erfolgreich.

Hans-Jürgen Schuch hatte kurz nach der Wende die erste Kooperation mit einem polnischen Museum, dem Muzeum Okręgowe w Toruniu/Bezirksmuseum Thorn
begonnen. Gezeigt wurde in Wolbeck die Ausstellung Thorn/Toruń – Alte Ansichten der Stadt. Diese Verbindung zu polnischen Museen an der unteren Weichsel wurde in der Folge zur Leidenschaft von Lothar Hyss. Über Kooperationsverträge baute er die Verbindung zu polnischen Museen systematisch aus. Zu den wichtigsten Kooperationspartnern des Westpreußischen Landesmuseums (in der Folge: WLM) gehören u. a.:

  • Das Nationalmuseum in Danzig / Muzeum Narodowe w Gdańsku
  • Das Historische Museum der Stadt Danzig / Muzeum Historyczne Miasta Gdańska
  • Das Schlossmuseum in Marienburg / Muzeum Zamkowe w Malborku
  • Das Diözesanmuseum in Pelplin / Muzeum Diecezjalne w Pelplinie 
  • Das Museum in Graudenz / Museum w Grudziądzu
  • Das Museum in Preußisch Stargard / Muzeum w Starogardzie Gdańskim

Ein besonderes Anliegen des WLM und von Lothar Hyss war seit 1999 die Errichtung und der Betrieb einer Außenstelle in Krockow/Krokowa, unweit von Danzig. Sie dient der Erforschung und Darstellung der regionalen Geschichte und Kultur von Polen, Deutschen und Kaschuben. Dies gelang über eine enge Zusammenarbeit mit der Stiftung Europäische Begegnung/Kaschubisches Kulturzentrum in Krockow/Krokowa, dem Regionalmuseum Krockow/Muzeum Regionalne w Krokowej und der Gemeinde Krokowa. Besonders in Krockow hat sich Lothar Hyss große Verdienste erworben.

Die Sammlungsbestände im Drostenhof erweiterte Hyss zügig mit Hilfe privater Zustiftungen, aber vor allem mit großzügig bemessenen Projektmitteln des Bundes. Das Museum wurde mit interessanten Sonderausstellungen sowie Vortragsveranstaltungen zum „großen“ Thema Westpreußen und vor allem mit sommerlichen Festlichkeiten vom Publikum angenommen. Doch bald zeigte sich, daß der Drostenhof als Sitz des Museums dem ICOM-Standard nicht mehr genügte. Er bedurfte einer grundlegenden Renovierung mit energetischen Sofortmaßnahmen. Es fehlten Ausstellungsflächen und die notwendige Barrierefreiheit. Um die geplante Modernisierung sicherzustellen, konnte das nur über einen 25jährigen Mietvertrag erreicht werden. Dazu sah sich der Vermieter nicht in der Lage. Lothar Hyss nutzte daher seine guten Kontakte zur Unternehmerfamilie Horstmann. Sie hatte das Warendorfer Franziskanerkloster erworben, und Hyss gelang es, dieses spätmittelalterliche Klosterensemble nach einem entsprechenden Umbau langfristig für das WLM als neuen Museumsstandort anzumieten. Der Umzug von Wolbeck nach Warendorf folgte 2013; schließlich: Am 5. Dezember 2014 wurde das WLM in den historischen Klostermauern in Warendorf wieder eröffnet.
Das WLM präsentierte nach der Wiedereröffnung spektakuläre Sonderausstellungen mit inhaltsreichen Begleitveranstaltungen, die auf nachhaltiges Publikumsinteresse stießen. Einige wesentliche Ausstellungen seien genannt:

  • Das Niegehörte sichtbar machen – Die Bilderwelten des Günter Grass (25.06.-30.10.2016)
  • Das Nationalmuseum Danzig zu Gast in Warendorf – Schätze aus der Gemäldesammlung (01.06.-15.10.2017)
  • Auf beiden Seiten der Barrikade: Fotografie und Kriegsberichtserstattung im Warschauer Aufstand 1944 (21.11.2019-08.03.2020)
  • 1920 – eine Provinz verschwindet (25.06.-18.10.2020)
  • Vergessen, aber nicht verloren – Deutsche Künstler und Künstlerinnen im Exil 1933 – 1945 (10.12.2020-11.04.2021)
  • Inmitten der Corona-Pandemie präsentiert das WLM seine Schätze mittels virtuell gestalteter Rundgänge

Eine ganz spezielle Ausstellung, die mit dem Titel Quis ut Deus 2000 und 2001 im Ostpreußischen Landesmuseum und im WLM gezeigt wurde, sei noch erwähnt. Pater Roman Ciecholewski, Direktor des Pelpliner Diözesanmuseums, zeigte erstmals im westlichen Ausland etwa 70 Prozent seiner sakralen, unschätzbaren, aus der Zeit des Deutschen Ordens stammenden Kunstwerke der Region. In der Vorbereitung dieser Präsentation fand ein Besuch bei Pater Ciecholewski in seinem unter dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. errichteten Kanonikerhaus statt. Eine Episode bleibt unvergeßlich: Pater Ciecholewski umarmte Lothar Hyss und sprach von seinem jungen deutschen Freund; zugleich erwähnte er die von ihm geschätzte deutsche Sprache, die er immer dann nutze, wenn es darum gehe, komplizierte Sachverhalte zu formulieren.
Es darf festgehalten werden, daß Lothar Hyss und sein Museumsteam den ihnen gestellten Auftrag, das kulturelle Erbe der Region Westpreußen am Unterlauf der Weichsel der breiten Öffentlichkeit in der Bundesrepublik Deutschland und in Europa sowohl im Wolbecker Drostenhof als auch im früheren Franziskanerkloster in Warendorf zu vermitteln, mit großer Leidenschaft und Engagement in der Vergangenheit bis heute erfüllt haben und auch weiterhin erfüllen. Daß diese Aufgabenerfüllung nachhaltig von der am WLM seit 2005 tätigen Kulturreferentin Magdalena Oxfort unterstützt wird, darf nicht unerwähnt bleiben.
Für seine außerordentlichen Leistungen im und für das Museum, aber auch für seine Leistungen zum Erhalt der Kultur Westpreußen gilt Lothar Hyss ein herzlicher und aufrichtiger Dank all derer, denen Westpreußen eine Herzensangelegenheit geworden ist. Seine Freunde wünschen ihm Gesundheit und für seinen dritten Lebensabschnitt außerhalb beruflicher Zwänge alles erdenklich Gute.
Ad multos annos!
Es ist erstaunlich, ja geradezu unfaßbar, daß der Museumsträger – die Kulturstiftung Westpreußen – den Museumsleiter Lothar Hyss weder anläßlich seines 60. Geburtstages am 5. März 2020 noch anläßlich seines 20jährigen Dienstjubiläums am 1. April 2018 gewürdigt hat. Die Stiftung überging schweigend diese Jubiläen – ein einmaliger Vorgang! Auch daß Hyss zum April 2021 aus gesundheitlichen Gründen das Leitungsamt im WLM aufgab, übergingen sowohl Landsmannschaft wie auch die Kulturstiftung als Träger. Kein Wort des Dankes und der Anerkennung für den mehr als 20jährigen Dienst im WLM und Einsatz für Westpreußen. Ganz anders agierte die Stiftung Schlesisches Museum zu Görlitz. Via Telefonkonferenz wurde am 6. Mai 2021 Direktor Dr, Markus Bauer in einer eindrucksvollen Feierstunde aus seinem Amt verabschiedet und seine Nachfolgerin eingeführt. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer
hatte es sich nehmen lassen und nahm an der Feierlichkeit mit einem Grußwort teil.
Nachfolgend einige Bemerkungen zum Verhältnis des Museums zu seiner Trägerstiftung:
Bis 2013 war das Verhältnis zwischen Träger und Museum absolut ungetrübt. In den Anfangsjahren des Museums war es die Stiftung, die einen Großteil der finanziellen Lasten trug. Das änderte sich, als der Bund die Finanzierung des Museums mit der institutionelle Förderung 1990/91 übernahm. Ende 2013 berief die Landsmannschaft Westpreußen für die Stiftung einen neuen Vorstandsvorsitzenden, Der pensionierte Bonner Musikwissenschaftler Professor Dr. Erik Fischer wurde eingeführt. Er hatte in der bis dato fast 40jährigen Geschichte des WML mit dieser musealen Einrichtung nie etwas zu tun gehabt. Er trat im Vorstand rasch autoritär und undemokratisch auf. Kritiker im Vorstand wurden eliminiert und von einer ihm ergebenen Klientel ersetzt. Im übrigen tat Fischer alles, um das Wirken des Museumsleiters und seines Teams nachhaltig zu erschweren - vorsichtig formuliert. Beschriftungstexte und Erläuterungen für die Dauerausstellung entzog Fischer dem Museumsteam und stellte es so dar, als sei das Team der Aufgabe nicht gewachsen, Auch ein Ukas aus Bonn, das Museum sei für die Betextung verantwortlich, half wenig. Der Vorbereitung der Ausstellungseröffnung Ende 2014 war das nicht förderlich! Die gesundheitlichen Probleme Lothar Hyss´ begannen und verstärkten sich, als Fischer 2016 Hyss aus dem Rat der Stiftung Europäische Begegnung/Kaschubisches Kulturzentrum, dem er von Anfang an – auch wegen seiner hervorragenden polnischen Sprachkenntnisse – abberief und sich selbst als deutscher Vertreter in der polnischen Stiftung - wohlgemerkt ohne Kenntnis der polnischen Sprache -  in Szene setzte. Es folgten Abmahnungen des Museumsleiters, die er jedoch ohne Probleme als gegenstandslos zurückweisen konnte. Diese Vorgehensweise der Trägerstiftung hat maßgeblich dazu beigetragen, daß Hyss auf striktes ärztliches Anraten Ende 2020 die vorzeitige Zurruhesetzung beantragte und mit Wirkung 1. April 2021 seine bisherige Wirkungsstätte verließ.
Es ist hier nicht der Ort, auf das nachnachhaltig gestörte Verhältnis des Museumsträgers Kulturstiftung Westpreußen und des WLM näher einzugehen. Doch muß noch sowohl zur Verdeutlichung dieses Problems auf die Präambel des Evaluationsberichts des Vorstands der Kulturstiftung Westpreußen – der unter Federführung von Erik Fischer zustande kam – vom 18.02.2017 verwiesen werden wie auch auf die Stellungnahme des WLM vom 25.04.2017 (den Gründen, weshalb der Evaluationsbericht und die Stellungnahme des WLM gefertigt wurden, ist hier nicht nachzugehen; betont sei aber, daß insbesondere das Museum für seine Stellungnahme wertvolle Synergien einsetzte, die sinnvoller für Ausstellungs- und Katalogtätikeiten hätten genutzt werden müssen).
Der Evaluationsbericht hält u. a. fest, dem Direktor und seinem Team [sei] die Möglichkeit zu geben, nicht nur die zuvor entstandenen erheblichen Zweifel an der Leistungsfähigkeit und der Förderungswürdigkeit des Hauses auszuräumen [Hervorhebung nicht im Original],… Auf diese schwerwiegende und unbewiesene Behauptung reagierte das Museum in seiner Stellungnahme abschließend: Aufgrund seiner durchgängig persönlich geprägten Aussagen, seiner methodischen Mängel sowie der teilweise herabwürdigenden Beurteilungen spricht das WLM diesem Bericht die Seriosität und eine Einstufung als Evaluationsbericht ab. Es ist ein absolut inakzeptabler Vorgang, dass die Kulturstiftung Westpreußen durch diesen Bericht die Förderfähigkeit und letztlich die Existenzberechtigung des von ihr getragenen Museums in Frage stellt. Warum der Stiftungsvorstand, statt einen langen Evaluationsbericht zu fertigen, sich nicht mit dem Museumsteam zusammensetzte, um vermeintliche Mißhelligkeiten gemeinsam zu erörtern und auszuräumen, bleibt unerfindlich.
Bei dieser Konstellation wird es ein Nachfolger Lothar Hyss´ im Amt nicht leicht haben. Die öffentliche Hand – der Anteil des Bundes beträgt rd. 85% – fördert das Museum zu hundert Prozent. Der Beitrag, den Trägerstiftung wie auch Landsmannschaft zusammen leisten, tendiert gegen Null. Gleichwohl ist der landsmannschaftliche Einfluß in den Stiftungsgremien übermächtig. Vorstandsvorsitz und Ratsvorsitz werden von der Landsmannschaft besetzt; zudem kann die Landsmannschaft im Stiftungsrat bei insgesamt 11 Beisitzern, von denen auf die öffentliche Hand 4 Beisitzer entfallen, relativ leicht Abstimmungen zu ihren Gunsten lenken.
Wie problematisch beispielsweise sich das Einwirken des amtierenden Stiftungsvorstands auswirken kann, sind Anweisungen an die Museumsverwaltung – zuständig für die Vereinnahmung und Verausgabung der öffentlichen Mittel – etwa Auszahlungen vorzunehmen. Im Fall der Verweigerung wird mit Abmahnung und Verlust des Arbeitsplatzes gedroht. Dieser Eingriff in die Verwaltungsautonomie des Museums ist durch die Stiftungssatzung nicht gedeckt und daher illegal. Die Museumsverwaltung ist für die Erstellung des jährlichen Verwendungsnachweises, der vom Bundesverwaltungsamt geprüft wird, verantwortlich und nicht der Stiftungsvorstand – auch nicht der ihm angehörende Stiftungsschatzmeister. Für ihn sind keine Zuständigkeiten hinsichtlich der öffentlichen Mittel gegeben. 
Der neue Museumsleiter muß von Anfang an dafür Sorge tragen, im Benehmen mit den öffentlichen Zuwendern die Trägerstiftung aus ihrer engen landsmannschaftlichen Bindung herauszulösen. Die öffentliche Hand – vor allem der Bund mit seinem rd. 85prozentigen Förderanteil am jährlichen Etat des Museums – muß künftig die Stiftung dominieren – möglichst in einer eigens errichteten Museumsstiftung. Auch die Position des Museumsleiters in der Trägerstiftung verlangt eine Aufwertung. Er darf nicht länger als Vorstandsmitglied minderen Rechts dem aus vier Mitgliedern bestehenden Vorstand angehören. Legt doch die Satzung ausdrücklich fest, der Direktor des WLM gehöre dem Vorstand als Mitglied zwar an, er könne jedoch nicht Vorsitzender des Vorstands sein. Diese Diskriminierung sollten die öffentlichen Förderer beenden.
Als Muster für eine zukünftige Museumsstiftung Westpreußen können die Museumsstiftungen des Schlesischen Museums zu Görlitz, des Pommerschen Landesmuseums Greifswald oder des Donauschwäbischen Zentralmuseums in Ulm dienen.

Dauerausstellung

Begegnungen mit einer deutsch-polnischen Kulturlandschaft

Im Museum fühDanzigzimmerrt ein historischer Parcours durch Stationen der westpreußischen Geschichte. Er beleuchtet die kulturelle und politische Bedeutung des Deutschen Ordens und zeigt, wie später der florierende Ostseehandel für Hansestädte wie Danzig oder Elbing zur Grundlage großen Wohlstands wurde. Der Pfad führt weiter zu Friedrich dem Großen, der die Provinz 1772 seinem Herrschaftsbereich eingliederte, und über die für die Region besonders einschneidenden Regelungen des Versailler Vertrages bis zum nationalsozialistischen Vernichtungskrieg und – als einer seiner verheerenden Konsequenzen – zur Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung. Im Anschluss an diese scharfe Zäsur berührt der geschichtliche Weg die Stationen der Eingliederung, der spezifischen Erinnerungskultur sowie der landsmannschaftlichen Aktivitäten, bevor er mit der Vorstellung eines zukunftsweisenden Projekts deutsch-polnischer Partnerschaft, der Außenstelle des Westpreußischen Landesmuseums im Muzeum Regionalne w Krokowej, sein Ziel findet.

Das Westpreußische Landesmuseum erhält ein Gemälde für die Dauerausstellung

Ein großer Tag für das Westpreußische Landesmuseum: Berta Alexandrowna Kolde und Katharina Kolde stiften für die Sammlung ein Gemälde von Alexander Kolde (1886 [Neuhaldensleben] - 1963 [Flensburg]). Das Gemälde entstand 1959 in Öl und zeigt die Eisenbahnbrücke bei Dirschau/Westpr. Das Gemälde ist ab sofort in der Dauerausstellung zu sehen.
Über die großzügige Stiftung ist das Westpreußische Landesmuseum sehr erfreut und bedankt sich bei den Stiftern herzlich.

kolde

Förderverein für das Westpreußische Landesmuseum gegründet
26. Juli 2018

Seit langem geplant, nunmehr gegründet.
Am 26. Juli 2018 trafen sich im Westpreußischen Landesmuseum 13 mit dem Museum eng verbundene Persönlichkeiten, um einen Förderverein auf den Weg zu bringen. am Gründungstag wurden die Satzung beschlossen, die vier Vorstandsmitglieder gewählt und der Jahresbeitrag festgelegt. Zweck
des Vereins ist die Beschaffung von Mitteln, die dem ständigen Ausbau des Westpreußischen Landesmuseums in Warendorf dienen. Der Verein unterstützt das Museum bei der Erfüllung seiner Aufgaben und wird in der Öffentlichkeit für dessen Ziele und Zwecke werbend tätig. Darüber hinaus fördert der Verein fdie Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Kreis Warendorf, wie auch mit allen kulturellen Einrichtungen der Region und darüber hinausgehend.
Ausführlich berichtete das Warendorfer Tageblatt “Die Glocke” in seiner Ausgabe vom 28. Juli 2018 nachstehend über den Gründungsakt.

Spendenzahlungen zur Unterstützung des Westpreußischen Landesmuseums beim Erwerb von Exponaten oder auch der Restaurierung von Kulturgut können auf das Konto

DE77 4126 2501 6404 0001 00

bei der Volksbank Warendorf

BIC: GENODEM1AHL

geleistet werden.

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Wiedereröffnung des Westpreußischen LandesmuseumswlmB061214

Heureka wargrütters061214 man versucht, am 6. Dezember 2014 auszurufen. Die zentrale museale Einrichtung der Westpreußen, nunmehr in ihrem neuen Domizil, dem aus der Mitte des 17. Jahrhunderts herrührenden ehemaligen Franziskanerkloster in Warendorf, ist wiedergefunden worden. Nachdem das Museum über mehr als zwei Jahre für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich war, wird sie es ab dem 9. Dezember wieder besuchen können. In neuen Räumlichkeiten und mit einer grundlegend geänderten Ausstellungskonzeption werden sich die Besucher an den zahlreichen Kostbarkeiten des Museums  erfreuen dürfen. Darauf verwiesen nicht zuletzt Frau Staatsminister Professor Monika Grütters, MdB, und der Bürgermeister der Stadt Warendorf, Jochen Walter,  in ihren Grußworten. Auch Frau Dr. Barbara Rüschoff-Thale, die Kulturdezernentin des LWL, und der Landrat des Kreises Warendorf, Dr. Olaf Gericke, betonten in ihren Grußworten die Bedeutung des WestpreußwlmG061214ischen Landesmuseums an seinem neuen Standort und wünschten ihm und dem gesamten Museumsteam Glück und Erfolg.
Die Beauftragrütters2-061214gte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Frau Staatsminister Professor Monika Grütters, erwähnte in ihrem Grußwort im Gegensatz zur landsmannschaftlichen Seite  nicht nur den erkrankten Museumsleiter Dr. Lothar Hyss und begrüßte auch explizit die aus Polen angereiste Museumsleiterin des Regionalmuseums Krockow - zugleich Außenstelle des Westpreußischen Landesmuseums -, Frau Grazyna Patryn, sondern sie erweiterte das auf den offiziellen Verlautbarungen wiedergegebene Motto des Museums „Begegnungen mit  einer deutsch-polnischen Kulturregion“ um die ganz wesentliche kaschubische Komponente. Ohne die Erwähnung der Kaschubei würde ein ganz wesentlicher Aspekt der musealen  Außenstelle in Krockow/Krokowa fehlen.
Ein Wermutstropfen bei dieser gelungenen Eröffnungsfeier in der klösterlichen Kirche uwlmE061214nd in den Museumsräumen ist zweifellos das Fehlen einer neuen Internetpräsenz des Museums; dem Vernehmen nach soll die museale Website ab dem 15. Dezember 2014 bereitstehen.
Ein herzlicher Dank gebührt dem Museumsleiter Dr. Lothar Hyss: Seinem ganz persönlichen Engagement und seinen ausgesprochen guten Kontakten zu der Mäzenatenfamilie Horstmann ist es zu verdanken, daß das Westpreußische Landesmuseum seine neue Heimat im Warendorfer Franzikanerkloster erhielt. Bedauerlicherweise waren  bei dieser denkwürdigen Eröffnung die zahlreichen polnischen Freunde und Partner nicht anwesend. Wegen der kurzfristig ausgesprochene Einladung war es ihnen nicht möglich, die weite Reise rechtzeitig anzutreten
.

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Herr Jochen Walter, der Bürgermeister der Stadt Warendorf, die die neue Heimat des Westpreußischen Landesmuseums geworden ist, hielt am 6. Dezember 2014, dem Tag der Wiederöffnung des Museums, in der Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters nachstehendes Grußwort. Dieser ungewöhnlich herzliche Willkommensgruß der Stadt Warendorf an das Museum ist Anlaß zu großer Freude und macht deutlich, daß der Schritt, in dieser wundersschönen Kreisstadt die musealen Pforten wieder zu eröffnen, sich als zukunftsweisend auswirken wird.


Anreden

Dieser 6. Dezember 2014 ist ein guter Tag für Warendorf. Ein kulturhistorischer Schatz von allergrößtem und vielfältigem Wert zieht ein in unsere Stadt. Im Namen des Rates und der Bürgerinnen und Bürger Warendorfs heiße ich das Westpreußische Landesmuseum herzlich willkommen.
Der Schatz zieht ein in dieses Klostergebäude, das als Kloster der Franziskaner seit dem Jahr 1652 die Geschichte dieser Stadt bis in die jüngste Vergangenheit mitgeprägt hat. Er wird hier große Wirkung entfalten, ohne jedoch den Geist der Franziskaner endgültig vertreiben zu können und zu wollen.
Das Thema diesewalter061214r unserer Bereicherung ist nicht beliebig:
Die Geschichte Westpreußens in Zeugnissen der Kultur zu bewahren, zu dokumentieren und zu präsentieren ist eine Aufgabe von hohem Wert. Sie schlägt die Brücke von der Erinnerungskultur einer Geschichtsepoche hin zu den zukunftsorientierten Werten eines zusammenwachsenden Europas und leistet damit einen Beitrag zur Aussöhnung, zur Völkerverständigung und zur Friedenssicherung.
Und das an diesem Ort hier in Warendorf. Als im Jahre 2006 die letzten Franziskanermönche dieses Kloster verließen, stellte sich uns die bange Frage: Wie geht es jetzt hier weiter? Nach einer Phase besorgten Wartens machte sich schließlich der neue Eigentümer, das Ehepaar Horstmann aus Münster, daran, das Klostergelände umzugestalten. Natürlich mussten dabei kaufmännische Gesichtspunkte wesentliche Maßstäbe setzen. Gleichermaßen war das neue Klosterkonzept von Respekt und Verbundenheit vor bzw. mit der Geschichte dieses Klosters geprägt. Die Klosterkirche blieb als Ort sakraler Einkehr und geistlicher Kultur erhalten. Das Klostergebäude präsentiert sich so, wie es in Jahrhunderten gewachsen ist. Mit Freude und Dankbarkeit nehmen wir dies hier in Warendorf wahr.r
Der Einzug des Westpreußischen Landesmuseum in den Haupttrakt des Klosters ist nun auch unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten ein ganz besonderer Glücksfall. Die innenarchitektonischen Anpassungen für die museale Nutzung konnten vergleichsweise gering gehalten werden. Und als Museum präsentiert sich das Kloster als für jedermann zugängliches Denkmal. Auch blieb noch eine kleine Fläche, auf der in Erinnerungsstücken an die Geschichte der Franziskaner in Warendorf erinnert wird. Besser hätte es nicht kommen können!
Mit dem Westpreußischen Landesmuseum erfährt das Kulturleben in unserer Stadt eine großartige Bereicherung. Vernetzung mit den hier schon in Warendorf ansässigen Museen, Zusammenarbeit im Kulturbetrieb mit der Stadt und dem Kreis Warendorf, dem ehrenamtlich arbeitenden Kunstkreis und anderen Organisationen werden die nächsten Schritte sein, auf die wir neugierig sind und auf die wir uns freuen. Warendorf ist eine Stadt der Schulen. Schülerinnen und Schüler erhalten nun die Chance unmittelbar vor Ort, auf hohem Niveau und – im besten Sinne des Wortes – anschaulich auf kulturhistorischer Basis ein Stück Deutsche Geschichte nacherleben zu können.
Mir ist es wichtig, meine sehr geehrte Damen und Herren, dass Sie nachempfinden, dass diese Stadt heute an diesem Eröffnungstag nicht abseits steht. Im Gegenteil: Sie öffnet die Arme zum Empfang des Westpreußischen Landesmuseums und nimmt es auf in ihre Kulturlandschaft in partnerschaftlicher und herzlicher Verbundenheit.
Warendorf ist und bleibt die Stadt des Pferdes und einer auch im weiteren Umfeld einzigartigen historischen Altstadt. Aber es schmückt sie jetzt auch, Standort des Westpreußischen Landesmuseums sein zu dürfen. Wann immer und wo immer wir für diese Stadt werben, werden wir dieses gerne und mit Selbstbewusstsein herausstellen.

Mein Dank an dieser Stelle und in dieser Stunde gilt der Kulturstiftung Westpreußen sowie den Fördergebern, hier an erster Stelle dem Beauftragten der Bundesregierung für Kunst und Medien, sowie dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und dem Land Nordrhein-Westfalen, dass diese Standortentscheidung zu Gunsten des Franziskanerklosters in Warendorf herbeigeführt werden konnte. Auch wir als Stadt Warendorf beteiligen uns an der Förderung. Unser Beitrag kann nicht so umfangreich ausfallen wie der der anderen Förderer, er kommt aber in besonderem Maße aus dem Herzen.
Dem Westpreußischen Landesmuseum wünsche ich an seinem neuen Standort einen guten Start und eine erfolgreiche Zukunft.
Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren, danke ich für ihre Aufmerksamkeit.

Am 15. November 2013 berichtete das Warendorfer Tageblatt DIE GLOCKE ausführlich über die neuesten Entwicklungen des Westpreußischen Landesmuseums in Warendorf. Der Umzug ist vollendet, und voller Enthusiasmus stellte der Leiter des Museums, Dr. Lothar Hyss, in einem Interview mit Kai von Stockum, der daraus für seine Zeitung einen spannenden Bericht fertigte, sein Museum in neuer Heimstatt vor.
Auch die Kulturrefentin des Westpreußischen Landesmuseums, Magdalena Oxfort M. A., nahm die Gelegenheit wahr, ihre Diareportage mit dem Thema Westpreußen - Land am Unterlauf der Weichel für Donnerstag, den 21. November 2013
ab 20.00 Uhr, im Alten Lehrerseminar an der Freckenhorster Straße 43 anzukündigen.
Diese Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der VHS. Der Eintritt ist frei! Interessenten haben hier Gelegenheit, sich mit der Thematik Westpreußen vertraut zu machen, die später Mittelpunkt der Museumsausstellung werden wird.

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Das Westpreußische Landesmuseum erhält als Brückenbauer neue Chance

Langfristiger Mietvertrag 26. Januar 2012 unterschrieben!

Im Beisein von Rmietvertragwarend1eferatsleiter Dr. Thomas Lindner (BKM), Bürgermeister Jochen Walter (Warendorf), Frau Gertrud Horstmann, Siegfried Sieg, Vorsitzender des Stiftungsrats der Kulturstiftung Westpreußen, Architektin Andrea Piehl und Museumsleiter Dr. Lothar Hyss unterzeichneten Kai Horstmann (als Vertreter der Eigentümerfamilie) und Dr. Jürgen Martens (als Vertreter der Kulturstiftung Westpreußen) am 26. Januar 2012 den langfristigen Mietvertrag für das ehemalige Kloster Warendorf. In dem einstigen Kloster wird das Westpreußische Landesmuseum auf ca. 1.350 m² ab Mitte 2013 museal neu starten. Damit ist endgültig der Startschuß für das Verlassen des bisherigen Domizils, des Drostenhofs in Wolbeck, gefallen. Hier war es bis zuletzt nicht möglich, eine dringend erforderliche Sanierung parallel zu einer Modernisierung - und das, obwohl die erforderlichen Finanzmittel bereitstanden - durchzuführen.
Nach den Worten Jochen Walters gehört das Kloster zu den Kulturschätzen Warendorfs. Mit dem Museum bleibt es öffentlich zugänglich. “Unsere Möglichkeiten, als Kulturbotschafter zwischen Deutschland und Polen zu wirken, werden sich in Warendorf deutlich verbessern”, freute sich Museumsleiter Dr. Hyss
.

Das Westpreußische Landesmuseum feiert seinen 35. Geburtstag

Am 26. November 2010 feierte das Westpreußische Landesmuseum seinen 35. Geburtstag.
Das Museum setzt die Tradition des 1927 (bis 1945) in Oliva gegründeten Westpreußischen Landesmuseums fort und präsentiert in Wolbeck die Kultur und Geschichte der Menschen und der Region an der unteren Weichsel.
Den Geburtstag feierte des Westpreußische Landesmuseum auf Einladung von Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe im Friedenssaal des Historischen Rathauses. Mit seiner launigen Festansprache wußte der Oberbürgermeister seine Gäste zu begeistern. Er hob das in 35 Jahren gezeigte Engagement der “Museumsleute” für Westpreußen hervor, verband seine Hymne für das Westpreußische Landesmuseum jedoch zugleich mit dem bemünster261110sonderen Einsatz Münsters für dieses Museum und für die Westpreußen.
Ministerialrat Dr. Thomas Lindner vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien stellte in seinem Grußwort - das er im Friedenssaal sprechen durfte, (wo sonst nur der Oberbürgermeister Münsters redet), hebt die Bedeutung dieser Geburtstagsfeier besonders hervor - auf die 35jährige Erfolgsgeschichte des Westpreußischen Landesmuseums ab. Er sah sie gegeben in der Fülle seiner Ausstellungen, seiner wissenschaftlichen Aktivitäten und nicht zuletzt in seiner grenzüberschreitenden Arbeit. Lindner verband seine Grüße mit dem Wunsch auf einer weitere erfolgreiche Zukunft des Museums. Die Zuhören mochten in diesen Glückwünschen erkennen, daß der Bund auch weiterhin zu der Verpflichtung steht, die Arbeit des Museums maßgeblich zu unterstützen.
Nachfolgend der Text des Grußwortes:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Lewe,
sehr geehrter Herr Abgeordneter Prof. Sternberg,
sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter des Rates und der Stadt Münster,
sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Kulturstiftung Westpreußen und der Landsmannschaft Westpreußen,
meine Damen und Herren,

ich freue mich, heute mit Ihnen gemeinsam das 35jährige Bestehen des Westpreußischen Landesmuseums hier in Münster feiern zu können. Zugleich übermittle ich Ihnen herzliche Grüße von Herrn Staatsminister Neumann, der als gebürtiger Elbinger eine besondere Verbundenheit mit dem westpreußischen Kulturerbe empfindet.
Ein ganz besonderer Dank gilt vorab der Stadt Münster und ihrem Oberbürgermeister Markus Lewe für die
Gelegenheit, diesen kleinen Festakt hier im Friedenssaal des Rathauses begehen zu können. An diesem
geschichtsträchtigen Ort den Geburtstag des Westpreußischen Landesmuseums feiern zu dürfen, ehrt die
Einrichtung ebenso wie den Gastgeber.

Seit 1975 besteht das Westpreußische Landesmuseum im Drostenhof zu Münster-Wolbeck, einem der schönsten erhaltenen Herrenhäuser des Münsterlandes. Seitdem schreibt das Haus eine Erfolgsgeschichte, die durch eine Vielzahl beachtlicher Ausstellungen, eine Fülle wissenschaftlicher Aktivitäten und ein reges Besucherinteresse gekennzeichnet ist. Nicht zuletzt fanden und finden die Menschen aus dem Land am Unterlauf der Weichsel in ihrem Museum einen ideellen Bezugspunkt. Die deutsche Siedlungs- und Kulturgeschichte im östlichen und südöstlichen Europa ist Teil des geschichtlichen Erbes aller Deutschen.
Zugleich wirkt sie bis in die Gegenwart in den ehemals deutsch mitgeprägten Herkunftsländern fort. Wenn wir uns also heute mit dem deutschen Kulturerbe der historischen Ost- und Siedlungsgebiete befassen, geht es dabei in erster Linie um einen Brückenschlag zwischen nationaler Identität und europäischem Bewußtsein. Heute leben nur noch Wenige, die eigene Erinnerungen an ihre ehemals deutsch geprägten Herkunftsgebiete haben. Ohne bewußte Förderung und Pflege droht der Erinnerungsschatz der Erlebnisgeneration verloren zu gehen. Deshalb müssen wir die „gelebte Erinnerung“ in dauerhafte Formen der gesellschaftlichen Erinnerung und Wahrnehmung überführen.
Für diesen Erinnerungstransfer sind die vom Bund und den Ländern gemeinsam mit Partnern geförderten Landesmuseen wichtige Katalysatoren. Bei dieser notwendigen geschichtspolitischen Aufgabe kommt dem Westpreußischen Landesmuseum eine bedeutende Rolle zu. Das Museum bewahrt auf wissenschaftlicher
Grundlage das Erbe Westpreußens und schlägt gleichzeitig mit vielfältigen Aktivitäten die Brücke zu unseren
polnischen Nachbarn und in die gemeinsame europäische Gegenwart und Zukunft.
Seit 1999 unterhält das Westpreußische Landesmuseum eine Außenstelle in Krockow unweit von Danzig. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und ein zukunftsgewandtes europäisches Konzept werden hier mit Händen greifbar. Als modernes Museum bewahrt das Westpreußische Landesmuseum Sachzeugen aus der Vergangenheit, wirkt lebendig in der Gegenwart und gestaltet aktiv die Zukunft mit.
Mit einem vielfältigen und erfolgreichen Kulturprogramm nehmen das Museum und die hier beheimatete Kulturreferentin für Westpreußen, das Posener Land, Mittelpolen, Wolhynien und Galizien wichtige Aufgaben im Bereich der kulturellen Bildung und der Information über Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa wahr.
Eine Grundlage des grenzüberschreitenden Wirkens des Museums bilden die partnerschaftlichen Beziehungen mit Museen und Kultureinrichtungen in Polen. Allen Akteuren, die sich für das erfolgreiche Wirken des Westpreußischen Landesmuseums einsetzen – insbesondere dem Museumsteam unter Leitung von Herrn Dr. Lothar Hyss – danke ich für die geleistete Arbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt Herrn Hans- Jürgen Schuch, dem Gründungsdirektor des Museums. Er hat – so darf man ohne Einschränkung formulieren – in vielfältigster Weise sein Leben in den Dienst der westpreußischen Sache gestellt.
Dem Land Nordrhein-Westfalen, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Stadt Münster danke ich für
ihr Engagement bei der gemeinsamen Förderung des Museums. Nicht vergessen möchte ich aber auch die Kulturstiftung Westpreußen sowie die vielen ehrenamtlichen Helfer und Interessierten aus der Region, die immer wieder aktiv ihren Beitrag geleistet haben und weiterhin leisten. Auch Ihnen gilt mein herzlicher Dank.
Wir alle wissen, daß die anstehende Modernisierung des Westpreußischen Landesmuseums alle Beteiligten vor eine große Herausforderung stellt.
Es gilt, die Einrichtung museal, räumlich und technisch fit für die Zukunft zu machen, damit sie in einer multimedial geprägten Informationsgesellschaft mit ihrem wichtigen Anliegen bestehen kann. Ich zähle darauf, daß das Westpreußische Landesmuseum bei dieser anspruchsvollen Aufgabe tatkräftige Unterstützung von möglichst vielen Seiten erfährt.
Bereits heute aber ist das Westpreußische Landesmuseum eine aktive und lebendige Kultureinrichtung, die Geschichte, Kultur,  Landschaft und Lebenswelt der Menschen aus dem Land am Unterlauf der Weichsel im Wortsinne anschaulich werden läßt. Darauf können wir mit Recht stolz sein. Ich gratuliere dem Museum zum 35jährigen Bestehen und wünsche ihm eine erfolgreiche Zukunft und weiterhin zahlreiche Besucher.
Vielen Dank!

Das Westpreußische Landesmuseum in Münster-Wolbeck wird getragen von der Kulturstiftung Westpreußen, einer öffentlichen Stiftung des privaten Rechts. Zu den satzungsmäßigen Aufgaben der Stiftung und somit des Museums gehören Sammeln, Präsentation, Sicherung und Auswertung altpreußischen Kulturgutes, insbesondere aus dem unteren Weichselland, und die Bewahrung dieses Kulturguts im Bewußtsein des deutschen Volkes einschließlich der deutschen Minderheit in diesem Gebiet und des Auslands. Das Verständnis für die Zusammenhänge altpreußischer Geschichte mit der deutschen Kulturentwicklung insgesamt zu wecken und zu pflegen. Förderung von Begegnungen westpreußischer Persönlichkeiten, insbesondere aus Wissenschaft, Bildung, Kunst und Literatur miteinander und mit interessierten Dritten. Durchführung und Förderung wissenschaftlicher Veranstaltungen und Forschungsvorhaben sowie Vergabe von Forschungsaufträgen, soweit sie das westpreußische untere Weichselland einbeziehen. Förderung europäischer Gesinnung im Zeichen von Toleranz auf allen Gebieten der Kultur. Ständige Pflege von Verbindungen und Zusammenarbeit mit kulturellen Institutionen der östlichen Nachbarvölker, insbesondere mit den polnischen im unteren Weichselland. Förderung des Aufbaus und Pflege des Erhalts deutscher Kulturdenkmäler sowie Zusammenarbeit mit den Vereinigungen der deutschen Minderheit in diesem Gebiet. Förderung der Zusammenarbeit mit Vereinigungen und Institutionen ähnlicher Zielsetzungen insbesondere entsprechend dem § 96 des Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetzes. Förderung der Volksbildung, der Jugendpflege und der Völkerverständigung.

Aktuelle Impressionen aus Westpreußen

Am 19. April 2016 berichtete DIE WELT darüber, daß das berühmte, nach Osten gewandte Marienmosaik in der Außenwand der Apsis der Marienburger Schloßkirche (der Marienkirche) wieder in alter Pracht leuchtet. Dieses Marienbildnis, von dem das Westpreußische Landesmuseum einige Mosaiksteinne bewahrt, war am Ende des Zweiten Weltkrieges vollständig zerstört worden.

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Bild links zeigt die Zerstörung der Marienburg im Jahre 1945 von Osten her. Die rote Markierung zeigt die Marienkirche (aus dem Fotoarchiv des Schloßmuseums Marienburg/Malbork). Das Bild rechts zeigt die wieder hergestellte Marienkirche mit Madonna. Bei der Einweihung des Marienbildnisses am 17. April 2016 nahm auch der Hochmeister des Deutschen Ordens, Bruno Plattner O. T., teil. Bei seinem Besuch konnte er zudem die neu erbauten Gewölbe der Marienkirche im Hochschloß bewundern. Lange Zeit war offen, ob es zu einer Rekonstruktion der Gewölbe kommen oder ob man sich für eine Betondecke entscheiden würde. Glücklicherweise fiel die Entscheidung für eine Gewölbekonstruktion.
Das linke untere Bild zeigt die neue Madonna. (Aufnahmen: Tomasz Agejczyk, Malbork)

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Deutschordensburg in Mewe; neben der Marienburg ist die Burg in Mewe die am besten erhaltene Anlage des Deutschen Ordens in Westpreußen

 

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Pfarrkirche St. Nikolaus und Ordensburg in Mewe

 

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Eingang zum Kapitelsaal der Marienburg

 

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Brunnenanlage im Innenhof des Hochmeisterpalais (Marienburg)

 

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Detail der Nikolaus-Kopernikus-Statue am Rathaus in Thorn; Entwurf: F. Tieck, Guß: C. Fischer, 1857

 

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Blick auf die mittelalterliche Thorner Marienkirche

 

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Ruinen der 1454 von den Bürgern zerstörten Ordensburg in Thorn