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Siebenbürgisches Museum
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Die Sammlung des Siebenbürgischen Museum umfaßt etwa 16.000 Objekte aus dem ländlichen wie aus dem städtischen Umfeld. Die Bestände der siebenbürgisch- sächsischen Kultur bilden einen deutlichen Schwerpunkt. Die Sachkultur der anderen Ethnien Siebenbürgens (Rumänen, Ungarn, Szekjler, Landler etc.) sind im A nsatz vertreten.
Ein besonders wichtiger Sammlungs- und Dokumentationsbereich ist die Abteilung für Kleidung und Heimtextilien. Sie macht die etwa die Hälfte des musealen Gesamtbestandes aus. Die Identität der Ethnien sind eng mit ihren Trachten verknüpft, besonders in ihrer festlichen Ausprägung. Deshalb kommt den Trachten und Trachtenteilen nicht nur quantitativ eine entscheidende Bedeutung zu. Die Alltags- und Festkleidung der Kinder, Frauen und Männer, jeweils in der Winter- oder Sommerausführung, veranschaulicht die Entwicklung der Tracht, aber auch die vielfältigen äußeren Einflüsse sowie das jeweilige Warenangebot. Da Kleidung und Heimtextilien überwiegend in Heimarbeit gefertigt  wurden, spiegeln sie das extrem breitgefächerte handwerkliche Können der Frauen wider. Sie verstanden es, den Textilien ihre unverwechselbare Note zu geben.
Ähnlich wie bei den einzelnen Kleidungsstücken geben auch die Stick- und Webmuster der Heimtextilien auch unmittelbare Hinweise auf die vielfältigen Einflüsse der im Umfeld der  siebenbürger Sachsen lebenden Ethnien. Innerhalb der Kleidungsbestands bilden die von Weißkürschnern gefertigten Kirchenpelze (bestickte Schaffellmäntel) und Brustpelze (Lammfellwesten) einen wesentlichen Schwerpunkt.  Gold- und Silberwaren waren wichtige Wirtschafts- und Exportfaktoren Siebenbürgens. Dem Gold- und Silberhandwerk kamen die reichen Goldlagerstätten vor allem der Westkarpaten (Rosia Montana) zugute. Der Grundstock der Silbersammlung ist der zur Festtracht getragene Schmuck (sog. "Trachten- schmuck"). Besonders in den letzten zehn Jahren hat die Bundesrepublik Deutschland dem Siebenbürgischen Museum anspruchsvolle Goldschmiedearbeiten aus dem 16. - 18. Jahrhundert als Dauerleihgaben zur Verfügung gestellt. Dazu gehören eine reiche Auswahl von teilvergoldeten Kluft- oder Sockelbecher, vergoldete Deckelkannen mit üppig getriebener Mantelverzierung und vollplastischen Deckelbekrönungen, Kaffeekannen, Zuckerdosen, eine Stutzuhr in Vasenform von 1600, eine mit eingelegten Münzen verzierte Hochzeits-Weinschale u.a.m.
Die Gemälde- und Graphiksammlung hat sich zu einer wichtigen Komponente des Museums mit integrierender Funktion entwickelt.
Durch gezieltes Sammeln ließen sich viele Lücken schließen. Das Museum besitzt überdies fast komplette Nachlässe von Künstlern wie Fritz Kimm oder Hermann Konnerth sowie repräsentative Werkbestände weiterer siebenbürgischer Künstler wie Grete Csaki-Copony, Henri Nouveau, Walter Widmann  u. a.