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Schlesisches Museum
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Veranstaltungen im Schlesischen Museum
von Januar bis März 2020

AUSSTELLUNGEN

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Glas der Firma Heckert 1866-1923

7. April bis 2. August 2020
Eröffnung am 5. April, 15.00 Uhr


Im Jahre 1863 gründete der aus Halle an der Saale stammende Kaufmann Friedrich Wilhelm Heckert (1837-1887) im schlesischen Petersdorf/Piechowice eine „Glasraffinerie". Das neue Unternehmen bezog Gläser von der nahe gelegenen Josephinenhütte in Schreiberhau/Szklarska Poręba und veredelte die Ware mit aufwändigen Dekoren. Schon bald hatte die Fa. Heckert großen Erfolg. Besonders Gläser im Stil des Historismus waren im Deutschland der Gründerzeit, aber auch international gefragt.
Ab 1889 stellte die Firma das Glas in einer neu erbauten Hütte selbst her. Zu dem breiten Sortiment gehörten farbenfrohe, orientalisch geprägte Gläser, irisierende Gläser oder Überfang-Gläser. Dann nahm die Produktion mit Jugendstil-Glas nochmals Aufschwung. Man hatte Mut zu unkonventionellen Formen und Farbgestaltungen und wurde dabei von bedeutenden Entwerfern wie Max Rade in Dresden oder Ludwig Sütterlin unterstützt. 1918 wurde die Firma schließlich von der Josephinenhütte übernommen.
Mit etwa 200 gläsernen Exponaten bietet die Ausstellung einen repräsentativen Überblick über die Produktion der Fa. Heckert, die bis 1918 zu den führenden deutschen Herstellern von Kunst- und Zierglas zählte und international erfolgreich war.
Kern der Ausstellung ist die Privatsammlung von Eike Gelfort in Köln; sie wird mit zahlreichen Leihgaben aus dem Muzeum Karkonoskie w Jeleniej Górze/Riesengebirgsmuseum in Hirschberg ergänzt. Ein weiterer Partner ist die Glasfabrik „Huta Julia" in Petersdorf/Piechowice, die heute am alten Standort der Fa. Heckert produziert.

Nieswojość / Unheimisch
Fotografien aus Niederschlesien von Agata Pankiewiz und Michał Przybyłko

7. Februar bis 30. April 2020,
Montag bis Freitag 11.00 - 18.00 Uhr, Samstag 13.00 - 18.00 Uhr,
Galerie Brüderstraße 9 (neben dem Schönhof)
Eintritt frei
Eröffnung am 6. Februar, 17.00 Uhr

Die Fotoausstellung über Niederschlesien nach 1945 thematisiert das Phänomen der Region Polens, in der es einen beinahe vollständigen Bevölkerungswechsel gab, und veranlaßt erneut, über die kulturellen Folgen dieses Prozesses nachzudenken. Die neuere Geschichte hat ihre teilweise brutalen Spuren in der Architektur und Landschaft Niederschlesiens hinterlassen.
Die Fotografien von Agata Pankiewicz und Michał Przybyłko wecken Gefühle des Unbehagens, der Verwunderung und auch des Mitleids mit der alten Bausubstanz. Es entsteht eine Ahnung, wie unheimisch sich die neuen Bewohner Niederschlesiens in der neuen Heimat gefühlt haben mußten, wo sie den Propagandaparolen von den „wiedergewonnenen Gebieten” folgten, aber mit dem Vorgefundenen wenig anfangen konnten, wo sie den Boden als ihr Terrain, aber die Bauten nicht als Zuhause empfanden.
Der Ausstellung liegt eine gleichnamige polnische Publikation zugrunde, die im Dezember 2019 von der Kunstakademie Krakau(Akademia Sztuk Pięknych w Krakowie) und dem Verlag Wydawnictwo Warstwy am Breslauer Literaturhaus (Wrocławski Dom Literatury) herausgegeben wurde. Neben den Fotos sind Essays von 12 Autorinnen und Autoren (unter anderem Olga Tokarczuk, Ziemowit Szczerek, Ilona Witkowska) aufgenommen, in denen sie über die kulturellen Folgen des Bevölkerungsaustausches nach 1945 in der geistigen und sichtbaren Landschaft Niederschlesiens reflektieren.

Die Ausstellung wird vom Kulturreferat am Schlesischen Museum zu Görlitz in Kooperation mit der Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH organisiert.

Religiöse Volkskunst aus Schlesien
Präsentation der neu erworbenen Sammlung Heidi und Fritz Helle

4. Dezember bis 20. Dezember 2019 und 8. Januar bis 28. Februar 2020,
Mittwoch bis Freitag 13-16 Uhr, Untermarkt 4,
Eintritt frei


Bereits 2010 hatte das Sammlerehepaar Heidi und Fritz Helle dem SMG eine Sammlung von 120 Hinterglasbildern aus Kaiserswalde/Lasówka in der Grafschaft Glatz überlassen: 60 Bilder konnten käuflich erworben werden, weitere 60 Bilder schenkte das Ehepaar dem Museum. Sie waren in der Ausstellung „Heilige auf Glas” zu bewundern und werden seither zum Teil ständig präsentiert.
Heidi und Fritz Helle blieben leidenschaftliche Sammler und trugen weitere Hinterglasbilder aus Kaiserswalde zusammen — und zwar mit der Absicht, auch diese Neuerwerbungen dem SMG zu übergeben. Die Bilder zeigen bekannte Motive in neuen Variationen oder auch bisher nicht in der Sammlung vertretene Motive. Nach dem plötzlichen Ableben von Heidi Helle Ende 2018 hat Fritz Helle nun dem Museum 58 Hinterglasbilder geschenkt. Außerdem übergab er 33 farbig gefaßte Holzskulpturen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Diese Figuren sind Kopien der Gnadenbilder von verschiedenen Wallfahrtsorten und wurden wie die Hinterglasbilder als Andenken erworben. In der Stube oder dem Schlafzimmer aufgehängt und aufgestellt, sollten sie die Familie, Haus, Hof und Vieh vor Unheil schützen.
Das Schlesische Museum ist überaus dankbar für diese großzügigen Schenkungen. Seine Sammlung an Zeugnissen der religiösen Volkskunst hat damit erheblich an Umfang und Bedeutung gewonnen. Nur im Muzeum Karkonoskie w Jeleniej Górrze/Riesengebirge in Hirschberg befindet sich ein größerer Bestand schlesischer Hinterglasbilder
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Avantgarde in Breslau 1919-1933

13. September 2019 bis 23. Februar 2020
Ausstellungseröffnung: 12. September 2019, 19.00 Uhr


Anläßlich des „Bauhaus-Jahres" 2019 zeigt das Schlesische Museum eine Sonderausstellung, die Breslau als Treffpunkt der internationalen Moderne und wichtigen Impulsgeber neben dem Bauhaus in Weimar und Dessau vorstellt. Vor allem die Breslauer Akademie für Kunst und Kunstgewerbe entwickelte sich in den 1920er-Jahren unter der Direktion von Oskar Moll zu einer Institution mit europäischer Strahlkraft und zog für ein Jahrzehnt herausragende Vertreter der Klassischen Moderne an, darunter auch Künstler des Bauhauses wie Oskar Schlemmer und Georg Muche.
Die Ausstellung skizziert das vielfältige Experimentierfeld der Kunst- und Kulturschaffenden in Breslau: Sie zeigt den Aufbruch der jungen Generation kurz nach dem Ersten Weltkrieg unter dem Einfluß des Expressionismus, der unter anderem von Protagonisten wie dem bekannten Otto Mueller nach Breslau vermittelt wurde. Breiten Raum nimmt zugleich das vielfältige Schaffen der Avantgarde-Künstler ein, die Oskar Moll für sein auf künstlerische Vielfalt angelegtes Lehrkonzept an die Breslauer Akademie holte: Alexander Kanoldt und Carlo Mense als wichtige Vertreter der Neuen Sachlichkeit, der geniale Zeichner Paul Holz als Reformer des Kunstunterrichts, Johannes Molzahn und die ehemaligen Bauhaus-Meister Schlemmer und Muche als Ideengeber für Wege in die Abstraktion.
Ein wichtiger Aspekt der Ausstellung ist außerdem die Modernisierung der Stadt unter dem Einfluß renommierter Architekten des sog. Neuen Bauens - genannt seien hier nur Erich Mendelsohn, Adolf Rading und Hans Scharoun -, die eine ganze Generation von Architekten prägten. Aber nicht nur bildende Künstler und Architekten zog es an die Oder. Auch Tänzer wie Mary Wigman traten in Breslau auf und Literaten wie Kurt Tucholsky, Klabund oder Max Herrmann-Neiße kamen zu Lesungen oder waren hier anderweitig tätig. Zu hören sind kurze Ausschnitte aus dem Hörspiel „Leben in dieser Zeit" (1929) von Erich Kästner, das 1929 von der Schlesischen Funkstunde gesendet wurde, einem der ersten und innovativsten Rundfunksender der 1920er- Jahre.
Im Herbst wird eine Begleitbroschüre zur Ausstellung erscheinen.

Kopf und Zahl. Geschichte des Geldes in Schlesien

5. Mai 2019 bis 1. Juni 2020
Am Sonntag,smg_1.31019 5. Mai 2019 um 11.00 Uhr, wurde die Ausstellung geöffnet.

Die Ausstellung präsentiert rund 1300 Objekte: Münzen aus neun Jahrhunderten, Geldscheine bis in Milliardenhöhe und Medaillen, die sich durch ihre künstlerische Gestaltung und ideellen Wert auszeichnen. Leihgeber aus Polen und Deutschland haben eindrucksvolle Münzfunde, Kunsthandwerk, Prägestempel und numismatische Enzyklopädien zur Verfolgung gestellt.
Zu den beeindruckendsten Leihgaben zählt der „Schatz des Jahrtausends”, ein Münzfund aus Breslau. Er wird  im Ossoliński-Nationalinsstitut in Breslau/Wrocław aufbewahrt. Im Jahr 2000 entdeckte man den Schatz bei Bauarbeiten auf der Ulica Kazimierz Wielki in der Altstadt. Er stellt ein eigenartiges Gebilde dar: ein 34,5 Kilogramm schwerer Münzklumpen, teilweise umfaßt von einem stark gerissenen Tongefäß. Der Klumpen besteht aus etwa 100.000 Münzen, die miteinander verklebt und verschmolzen sind.
Die starke Korrosion der Münzen ist durch ihren hohen Kupfergehalt verursacht. Identifiziert wurden Denare der polnischen Könige Władysław II. Jagiełło und Władysław III. aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Manches Rätsel dieses imposanten Münzklumpens konnte gelöst werden — zum Beispiel sein Metallgehalt, die Münzherren und somit die Datierung. Warum aber einst so eine große Zahl an minderwertigen Münzen beiseite geschafft wurde, bleibt offen.
Im Spätsommer wird eine Broschüre zur Ausstellung erscheinen. Führungen finden an den Sonntagen 21.7., 18.8. und 8.9., jeweils 15.00 Uhr, statt und können gebucht werden bei: Dr. Martina Pietsch, Telefon +49 3581 8791-132,mpietsch@schlesisches-museum.de

NEUER MITARBEITER IM MUSEUM

Museumspädagoge Matthias Voigt

Das Schlesische Museum wurde seit seiner Eröffnung im Mai 2006 schnell zu einer festen Größe in meinem Lebensalltag in Görlitz. Von Beginn an erhielt ich hier die Möglichkeit, als freier Mitarbeiter Gäste durch die Dauerausstellung zu führen. Das war einem Zufall zu verdanken, hatte ich doch im sevoigtlben Jahr eine kurze Begegnung mit Johanna Kutschera, der damaligen Museumspädagogin am Haus. Sie warb für diese Arbeit und ich war von Anfang an mit Begeisterung und Engagement dabei. In der Folge übernahm ich auch andere Formate für das Publikum: Führungen durch Sonderausstellungen, Vorträge im Rahmen des Schlesischen Kaffeetrinkens bis hin zu einer kleinen Sonderausstellung am Jahresende 2009, welche ich selbst kuratierte.
Meinen beruflichen Qualifikationen entsprechend war ich bis jetzt in den Bereichen der Pädagogik, Beratung und Betreuung tätig. Ob das Unterrichten Auszubildender, die Betreuung von Kindern und Jugendlichen, von Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen, die Altenarbeit mit dem Themenschwerpunkt Demenz, die Integrationsarbeit für geflüchtete Menschen oder zuletzt die Beratung für  Familien in herausfordernden Lebenssituationen. Derzeit belege ich ein berufsbegleitendes Studium an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn. Hier belege ich im Aufbaumaster das Fach Politisch-historische Studien, in welchem auch der Bereich der professionellen Museumsarbeit eine tragende Rolle spielt.
Den pädagogischen Auftrag in der Museumsbildung sehe ich darin, herausfordernde und komplexe Themen verständlich und zielgruppengerecht darzustellen. Mein Ziel ist es, den Besuchenden das Museum als einen Erlebnisort für Erkenntnis und Wissenserweiterung anzubieten. Der gesellschaftliche Wandel betrifft natürlich auch die Bildungsarbeit der Museen, Zielgruppen verändern sich kontinuierlich. Die so genannte Erlebnisgeneration, die mit unserem Thema Schlesien biografisch und emotional verbunden ist, wird kleiner. Deshalb müssen die nachfolgenden Generationen auf neue Weise angesprochen und gewonnen werden. Eine wichtige Aufgabe und Chance ist es, wenn Familienbiografien, die mit Schlesien verbunden sind, erfragt und weiter erforscht werden können. Eine lebendige Zusammenarbeit mit den vielfältigen Bildungseinrichtungen, anderen Museen in der Region und weiteren soziokulturellen Institutionen ist mir besonders wichtig.

Friedrich Wilhelm Szopny

Erst Schlesien und dann vielleicht die Welt entdecken
Wer seit dem 1. September 2019 das Schlesische Museum zu Gölitz besucht hat, traf eventuell schon auf mich. Mein Name ist Friedrich Wilhelm Szopny, ich wurde 2002 geboren, und ich bin der neue Bundesfreiwillige am Museum.
In meiner Familie wird über das Thema Schlesien sehr viel gesprochen. So begann ich mich mit diesem Land im Herzen von Europa zu beschäftigen und lernte vieles über seine Geschichte, die Bewohner, mythische Gestalten und Städte kennen. Mich zog es nicht in die Ferne, sondern in das von Görlitz aus nahe Schlesien. Sehr gern gehe ich im Riesengebirge wandern. Inzwischen beschäftige ich mich gezielter mit der Geschichte Schlesiens, entdecke Parallelen zwischen Vergangenheit und Gegenwart oder sehe Ver bindungen zur europäischen Geschichte.
Als ich im Frühjahr 2019 kurz vor meinem Realschulabschluß stand, motivierten mich diese Liebe und der Wunsch, noch mehr über die Landschaft zu lernen, dazu, mich im Schlesischen Museum für den Bundesfreiwilligendienst zu bewerben. Es hat geklappt! Ich bin in den Bereichen Museumspädagogik und Verwaltung tätig und unterstütze Dr. Martin Kügler bei den Vorbereitungen zur Ausstellung „Glas der Firma Heckert”. Im Laufe des Jahres werde ich selbstständig ein Projekt entwickeln und durchführen.
Was ich nach dem Bundesfreiwiligendienst machen werde, kann ich im Moment noch nicht sagen. Sollte mir nicht so schnell ein Berufswunsch einfallen, werde ich die Welt für mich entdecken!

MUSEUM FÜR KINDER UND JUGENDLICHE

Alles digital, oder was? Geschichte 2.0

„Museum macht stark” heißt ein Projekt der kulturellen Bildung, das helfen soll, Jugendlichen das Museum als Spiel- und Lernraum zu eröffnen. Die teilnehmenden Jugendlichen setzen sich im Schlesischen Museum mit selbst ausgewählten Objekten auseinander und fragen sich: Was interessiert mich daran? Wer könnte dazu befragt werden? Welche Aspekte würde ich Gleichaltrigen gern mitteilen, wenn ich entscheiden dürfte? Wie könnten diese Aspekte digital in Szene gesetzt werden? Welche digitalen Vermittlungsmöglichkeiten gibt es?
In einem lokalen Bündnis zwischen dem Schlesischen Museum zu Görlitz, Second Attempt e.V. und der Evangelischen Stadtjugendarbeit Görlitz e.V. arbeitete eine Gruppe Jugendlicher an Nachmittagen, Ferien- und Feiertagen zwischen September und Dezember 2018 an einer digitalen Rallye durch das Museum. Sie sind „PeerTeamer*innen", d.h. sie haben die Rallye für Gleichaltrige entworfen. Zunächst wurden Schüler der Oberschule Innenstadt Görlitz zum Mitmachen eingeladen. Später soll die Rallye allen jugendlichen Museumsbesuchern zur Verfügung stehen.
Gefördert wurde dieses Projekt der kulturellen Bildung durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Programmangebote zu den Sonderausstellungen

Der schöne Schein
Wer hat sich nicht schon mal gewünscht, reich zu sein! Scheinbar ermöglicht uns Geld ein gutes und sorgenfreies Leben. In der Sonderausstellung „Kopf und Zahl” wollen wir das „Zaubermittel" Geld erst einmal unter die Lupe nehmen. Was macht Geld eigentlich zu Geld und wer darf es herstellen? Wie wurden Münzen zum Zahlungsmittel und seit wann gibt es Geldscheine? Und warum legen wir unser Vermögen nicht unter das Kopfkissen, sondern auf ein Bankkonto?
„Zauberkathrin” und der Museumsschatzmeister möchten diese Fragen mit Euch ergründen. Sie werden auch versuchen, Geld durch Magie zu vermehren. Aber Achtung! Es kann auch zwischen den Fingen zerrinnen und es bleibt nur ein schöner Schein ...
- ab Klassenstufe 2

Avantgarde in Breslau
Nach dem Ersten Weltkrieg gab es Brüche in allen Bereichen des Lebens: eine neue Gesellschaftsform, ein neues Frauenbild, neue Ideen in Architektur und Kunst brachen sich Bahn. Das hat auch Künstler in Breslau inspiriert. Zwischen der sogenannten Avantgarde der Künstlerwelt und dem Alltag gab es dabei mehr Verbindungen als vermutet.
Eintauchen in eine dynamische Zeit, Nachvollziehen der Veränderungen und deren starker Wirkung auf die Gesellschaft - dazu lädt unser Programm zur Sonderausstellung besonders Jugendliche ein.
-ab Klassenstufe 8
-Information/Terminvereinbarung: Matthias Voigt, +49 3581 8791-128,museumsbildung@schlesisches-museum.de
Teilnahme: € 2,00 pro Person, Dauer: 45 bis 60 Minuten

FORTBILDUNG

Fortbildung und Qualifizierung zum Museumsführer

Schlesien im Museum
Das Schlesische Museum und die Volkshochschule Görlitz laden die Görlitzer Gästeführer*innen und andere Interessierte ein, das Museum und die Geschichte Schlesiens umfassender kennenzulernen. In drei Informationsveranstaltungen führen die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen des Museums durch die ständige Ausstellung, stellen Exponate vor und erläutern historische Zusammenhänge. Das Museum würde sich freuen, wenn sich Teilnehmer dieser Fortbildung für eine Tätigkeit als Museumsführer bewerben.

Dienstag, 17. März, 17 Uhr
Museumsdirektor Dr. Markus Bauer: Die Entstehung und Aufgaben des Schlesischen Museums. Ausstellungsrundgang zur schlesischen Geschichte vom Mittelalter bis Ende des 18. Jahrhunderts.

Dienstag, 31. März, 117 Uhr
Kunsthistorikerin Dr. Johanna Brade und Historikerin Dr. Martina Pietsch: Ausstellungsrundgang zur Geschichte Schlesiens im 19. und 20. Jahrhundert. Es werden die politische und wirtschaftliche Entwicklung des Landes bis 1945 beleuchtet sowie Grafiken und Kunstwerke, insbesondere der Breslauer Akademie für Kunst und Kunstgewerbe, vorgestellt.

Dienstag, 28. April, 17 Uhr
Volkskundler Dr. Martin Kügler: im Museum kann alte Handwerkskunst bewundert werden — Goldschmiedearbeiten aus Breslau, Prunkglas aus den Hütten des Riesengebirges, Eisenkunstguß, Keramik aus Bunzlau und Porzellan aus dem Waldenburger Land.

- Teilnahme pro Veranstaltung: € 6,50
- Weitere Veranstaltungen zum Kulturhistorischen Museum Görlitz, Gesamtkurs ab 10. März 2020 mit 10 Terminen für € 68,00.

- Anmeldung über VHS: +49 3581420980,Fortbildung und Qualifizierung zum Museumsführer
Schlesien im Museum
Das Schlesische Museum und die Volkshochschule Görlitz laden die Görlitzer Gästeführer*innen und andere Interessierte ein, das Museum und die Geschichte Schlesiens umfassender kennenzulernen. In drei Informationsveranstaltungen führen die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen des Museums durch die ständige Ausstellung, stellen Exponate vor und erläutern historische Zusammenhänge. Das Museum würde sich freuen, wenn sich Teilnehmer dieser Fortbildung für eine Tätigkeit als Museumsführer bewerben.
Dienstag, 17. März, 17 Uhr
Museumsdirektor Dr. Markus Bauer: Die Entstehung und Aufgaben des Schlesischen Museums. Ausstellungsrundgang zur schlesischen Geschichte vom Mittelalter bis Ende des 18. Jahrhunderts.
Dienstag, 31. März, 117 Uhr
Kunsthistorikerin Dr. Johanna Brade und Historikerin Dr. Martina Pietsch: Ausstellungsrundgang zur Geschichte Schlesiens im 19. und 20. Jahrhundert. Es werden die politische und wirtschaftliche Entwicklung des Landes bis 1945 beleuchtet sowie Grafiken und Kunstwerke, insbesondere der Breslauer Akademie für Kunst und Kunstgewerbe, vorgestellt.
Dienstag, 28. April, 17 Uhr
Volkskundler Dr. Martin Kügler: im Museum kann alte Handwerkskunst bewundert werden — Goldschmiedearbeiten aus Breslau, Prunkglas aus den Hütten des Riesengebirges, Eisenkunstguß, Keramik aus Bunzlau und Porzellan aus dem Waldenburger Land.
- Teilnahme pro Veranstaltung: € 6,50
- Weitere Veranstaltungen zum Kulturhistorischen Museum Görlitz, Gesamtkurs ab 10. März 2020 mit 10 Terminen für € 68,00
- Anmeldung über VHS: +49 3581420980, info@vhs-goerlitz.de

PROJEKTE

Nationalpark Riesengebirge und Schlesisches Museum zu Görlitz starten gemeinsames Projekt

Am 21. Oktober 2019 unterzeichneten der Direktor des Nationalparks Riesengebirge, Dr. Andrzej Raj, und der Direktor des Schlesischen Museums zu Görlitz, Dr. Markus Bauer, in Hermsdorf/Sobieszów einen Partnerschaftsvertrag, um ein gemeinsames Projekt im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG Polen-Sachsen zu realisieren. Das Vorhaben unter dem Titel „Schlesien — gemeinsames Natur- und Kulturerbe” wird mit insgesamt 2,3 Millionen Euro gefördert und hat eine Laufzeit von 22 Monaten. Die Rolle des Leadpartners nimmt der Nationalpark Riesengebirge (Karkonoski Park Narodowy) ein, eine dem Umweltministerium in Warschau unterstehende Institution mit Sitz in Hirschberg/Jelenia Góra.
Mit dem Partnerschaftsvertrag begann die Arbeit für mehrere Vorhaben: So erarbeitet das Schlesische Museum eine Sonderausstellung „Kunst im Riesengebirge” und eine Präsentation zur Geschichte Schlesiens nach 1945 als Ergänzung seiner ständigen Ausstellung. Auf der polnischen Seite entsteht ein Informationsund Dokumentationszentrum zur Natur und Kulturgeschichte des Riesengebirges am künftigen Verwaltungssitz des Nationalparks, dem ehemaligen Schaffgotsch'schen Amtsschloß in Hermsdorf/ Sobieszów. Die Partner wollen sich bei ihren jeweiligen Vorhaben beraten und wechselseitig logistische Unterstützung bieten sowie eine Vielzahl von Veranstaltungen (Tagungen, Workshops, Vorträge, Exkursionen und Schülerprojekte) gemeinsam planen und durchführen.
Das Projekt „Schlesien — gemeinsames Natur- und Kulturerbe" wird realisiert im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020.

TERMINE IM JANUAR BIS MÄRZ 2020

JANUAR

Samstag, 05.01.20200
15.00 Uhr
Teilnahme:  € 2,00

Führung

Gold und Gaben

Die Heiligen Drei Könige brachten dem Jesuskind Weihrauch, Myrrhe und Gold dar, um dem neugeborenen König zu huldigen. In unserer Ausstellung „Kopf und Zahl” erwartet Sie Kuratorin Michalina Cieslicki zu Betrachtungen über Gold, Geschenke und Werte.

Sonntag, 19.01.2020
10.00 - 17.00 Uhr
Eintritt frei

Großeltern-Enkel-Tag
Wir laden Großeltern mit ihren Enkeln (bis 16 Jahre) zu einem gemeinsamen Museumsbesuch ein! In der Ausstellung „Kopf und Zahl" ist um 11 Uhr und 15 Uhr Zauberkathrin anzutreffen. Sie kann Geld durch Magie vermehren oder aber verschwinden lassen. Ob sie es jenen recht macht, bei denen sich alles um den schönen (Geld-)Schein dreht? (ca. 90 Min.)

Donnerstag, 23.01.2020
14.00 - 18.00 Uhr
Freitag, 24.01.2020
10.00 - 14.00 Uhr

Teilnahme kostenlos

Tagung

Chancen und Grenzen
Die Nutzung eines repräsentativen Bauwerks aus früheren Jahrhunderten wirft zahlreiche Probleme auf. Die historische Struktur und Gestalt der Gebäude geraten schnell in Konflikt mit modernen Ansprüchen und Standards. Es liegt nahe, an eine öffentliche Nutzung zu denken: als Museum, Dokumentationszentrum, Gedenk- oder Begegnungsstätte.
Die Tagung mit Denkmalpflegern, Museumsmitarbeitern und Baufachleuten aus Deutschland und Polen steht im Zusammenhang mit der Errichtung eines Informations- und Bildungszentrums am neuen Sitz des Nationalparks Riesengebirge im ehemaligen Schaffgotsch'schen Amtßchloß Sobieszów/Hermsdorf. Sie ist Bestandteil des INTERREG-Projekts „Schlesien — gemeinsames Natur- und Kulturerbe”.
- Anmeldung: +49 3581 8791-0, kontakt@schlesisches-museum.de
- Gefördert aus Mitteln des Kooperationsprogramms INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020
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Donnerstag, 30.01.2020
18.00 Uhr
Eintritt: € 3,00

Kulturreferat
Vortrag

SCHLESIEN ERFAHREN
Prof. Dr. Matthias Hardt: Schlesien im Mittelalter. Zwischen Polen und Böhmen, Goldener Horde und Landesausbau
Der Vortrag schildert die Entwicklung Schlesiens unter der Herrschaft der Piasten, als Teil des Königreiches Polen und seit dem frühen 14. Jahrhundert als Nebenland der böhmischen Krone. Bis dahin nahm durch westliche, meist deutsche Zuwanderer der Landesausbau starken Aufschwung. Eine Zäsur war die Verwüstung des Landes durch mongolische Heere im Jahr1241.

Prof. Dr. Matthias Hardt ist am Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) in Leipzig tätig.

FEBRUAR

Donnerstag, 06.02.2020
17.00 Uhr
Galerie Brüderstraße 9
(neben dem Schönhof)

Kulturreferat
Ausstellungseröffnung

Nieswojość / Unheimisch
Agata Pankiewicz und
Michał Przybyłko zeigen mit ihren Fotos aus Niederschlesien, wie Landschaft und Architektur gezeichnet sind vom Verlassensein durch die alten Bewohner und dem Nichtheimisch-Werden der neuen polnischen Bewohner nach 1945.
- Die Ausstellungseröffnung findet in Anwesenheit der beiden Fotografen statt.

Dienstag-Freitag, 11.-14.02.2020
jeweils 10.00 Uhr

für Kinder ab 7 Jahre
Teilnahme € 2,00/Person

Ferienangebot

Dem Geld(schein) auf der Spur
Wer hat sich nicht schon mal gewünscht, reich zu sein! Mit Zauberkathrin und dem Museumsschatzmeister könnt ihr ergründen, wie man das „Zaubermittel" Geld herstellt.

Sonntag, 16.02.2020
11.00 Uhr

Führung

Treu wie Gold
Brautleute stecken sich Goldringe an, doch sollten in der Ehe nicht alles „auf die Goldwaage legen", um vielleicht einmal Goldene Hochzeit zu feiern. Anläßlich des Valentinstages führt Sie Kuratorin Michalina Cieslicki zu Münzen und Medaillen in der Ausstellung „Kopf und Zahl" und entdeckt mit Ihnen Zusammenhänge zwischen Gold, Geld, Liebe und Ehe.

- Teilnahme von zwei Personen zum Preis für eine: € 5,00

Dienstag-Freitag, 18.-21.02.2020
jeweils 10.00 Uhr
für Kinder ab 7 Jahre
Teilnahme € 2,00/Person

Ferienangebot

Beam dich weg. Eine Zeitreise im Schönhof
Warum hat das Gebäude so viele prächtig ausgestaltete Räume? Wer hat hier gelebt und gearbeitet? Wie wurde geheizt, gekocht, geschlafen und wo hat man sich gewaschen? Viele Fragen und noch mehr Antworten warten auf Euch bei einer Zeitreise im Schönhof. Macht Euch auf den Weg vom Portal bis in den Dachstuhl!

Donnerstag, 20.02.2020
19.00 Uhr
Eingang Fischmarkt 5
Eintritt: € 5,00; erm. € 3,00

Kulturreferat
Film und Gespräch

Als die Gestapo an der Haustür klingelte - Die Familie Michalski und ihre stillen Helden
Die christlich-jüdische Familie Michalski aus Breslau, seit 1934 in Görlitz ansässig, überlebte die Judenverfolgung in der NS-Zeit versteckt und mit Hilfe von Menschen, die ihr eigenes Leben riskierten. Der Dokumentarfilm von Marie Rolshoven begleitet Franz Michalski und seine Frau Petra auf den Stationen ihrer Flucht durch Europa, die immer wieder nach Görlitz führte.
- Das Ehepaar Michalski und die Regisseurin stehen nach der Filmvorführung für ein Gespräch bereit.

- Eine Veranstaltung des Kulturreferats und des Förderkreises Görlitzer Synagoge e.V.

Samstag, 29.02.2020
08.00 - 19.00 Uhr
Eingang Fischmarkt 5
 

Kulturreferat
Exkursion

SCHLESIEN ERFAHREN
Mit der hl. Hedwig durch das mittelalterliche Schlesien

Die Fahrt führt zu den Relikten des Mittelalters auf der Dominselin Breslau/Wrocław(Burganlage und Domizil der hl. Hedwig) und zum 1202 von der hl. Hedwig gegründeten ersten Frauenklosterin Trebnitz/Trzebnica, einem bis heute bedeutenden Wallfahrtsort.

MÄRZ

Donnerstag, 05.03.2020
Eintritt: € 3.00

Kulturreferat
Vortrag

SCHLESIEN ERFAHREN
Andrzej Paczos: Eine Burg auf dem Vulkan. Zur Kulturgeschichte und Geologie im Bober-Katzbach-Gebirge

Große Teile Schlesiens waren vor Millionen Jahren mehrmals Schauplatz gebirgsbildender Prozesse und vulkanischer Tätigkeit. Die komplexe, hochinteressante geologische Beschaffenheit des Gebiets hatte unmittelbaren Einfluß auf die wirtschaftliche, kulturelle und touristische Entwicklung der Region. Als „Land der erloschenen Vulkane” setzt es auf kulturgechichtliche Qualitäten und Geotourismus. Die Gröditzburg auf dem Vulkan verbindet beides.

Samstag, 21.03.2020

Kulturreferat
Exkursion

SCHLESIEN ERFAHREN
Von Vulkan zu Vulkan. Eine Frühlingswanderung von der Gröditzburg zum Probsthainer Spitzberg

Zwischen Goldberg/Złotorya und Löwenberg/Lwówek Śląski liegt die schon im 12. Jahrhundert belegte Gröditzburg auf einem 389 m hohen Basaltkegel, der vor Urzeiten wohl der größte Vulkan Niederschlesiens war. Endpunkt der Wanderung ist der dank seiner regulären Kegelform als „schlesischer Fudschijama” bezeichnete Probsthainer Spitzberg, mit 501 m das höchste Relikt eines tertiären Vulkans in der Bober-Katzbach-Region.

- Ein Angebot von Kulturreferat und Görlitz-Tourist.
- Information/Anmeldung: +49 3581 764747,
  m.buchwald@goerlitz-tourist.de

KULTURREFERENTIN MIT IHREN PROJEKTEN

Mit Ablauf des Monats Juli 2018 beendet Dr. Annemarie Franke als Kuturreferentin am Schlesischen Museum zu Görlitz ihre erfolgreiche, auf fünf Jahre angelegte Tätigkeit. Die Nachfolgerin wird Agnieszka Bormann.
Sie ist die erste Kulturreferentin mit polnischer Herkunft und zugleich starker lokaler Verankerung und von Beruf Germanistin und Kulturmanagerin. Ursprünglich kommt Agnieszka Bormann aus der Region um Kielce in Polen. 2005 hat sie Görlitz zu ihrer Wahlheimat auserkoren. Durch Studium, Arbeit, Familie und doppelte Staats-bürgerschaft in Deutschland und Polen gleichermaßen zu Hause, ist ihr Alltag von gelebter Bikulturalität geprägt.
Aufbauend auf ihren Erfahrungen im Projektmanagement und in deutsch-polnischen Kooperationen möchte sie mit ihrem breiten Netzwerk an regionalen und internationalen Kontakten eine nachhaltig wirksame Vermittlungsarbeit leisten, deutsch-polnische Begegnung ermöglichen, Wissensaustausch fördern und auch Projekte Dritter fachlich begleiten. Sie will dabei die zahlreichen Facetten der Vergangenheit und noch mehr der Gegenwart Schlesiens vorstellen und insbesondere seine heutigen Bewohner ihre Geschichten erzählen lassen. Am meisten interessiert sie die kleinen Orte des ländlich geprägten Schlesiens mit ihren häufig noch versteckten Perlen der Kulturgeschichte, mit ihren Menschen, die oft ein altes Haus oder Handwerk wiederbeleben, die deutsche Vergangenheit ihres Ortes pflegen, aufarbeiten und schließlich als Element der eigenen Identität begreifen.
Viel Erfolg mit der Arbeit am Schlesischen Museum
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NEUERSCHEINUNGEN

Die Publikationen des Schlesischen Museums widmen sich zwei historischen Themenkreisen, die bisher nicht zusammenhängend erforscht und publiziert worden sind. Beide Neuerscheinungen sind im Museumsladen erhältlich.

Mit der Publikation „Heimat und Fremde” gab Martina Pietsch fünfzehn Beiträge einer Tagung vom Februar 2009 heraus, die sich mit Migration, Bevölkerungswandel und Städtebau in Görlitz/Zgorzelec seit 1933 befaßten.
Es ist ein Kompendium zur jüngsten Geschichte der deutsch-polnischen Doppelstadt entstanden

Kulturreferent Maximilian Eiden publizierte unter dem Titel „Von Schlesien nach Israel” eine Vortragsreihe, die in den Jahren 2008 bis 2009 am Schlesischen Museum stattfand. Acht Autoren gehen dem Schicksal jener jüdischen Schlesier nach, denen die Flucht vor dem Holocaust nach Israel gelang. Es wird ihr Beitrag zum sozialen und kulturellen Leben ihrer neuen Heimat, des Staates Israel sichtbar.

Martina Pietsch (Hg.): Heimat und Fremde. Migration und Stadtentwicklung in Görlitz und Zgorzelec seit 1933. 164 Seiten, Abbildungen und Diagramme, Preis: € 13,90

Maximilian Eiden (Hg.): Von Schlesien nach Israel. Juden aus einer deutschen Provinz zwischen Verfolgung und Neuanfang. 112 Seiten, Abbildungen, Preis: € 12,80

Barockes Glas aus Schlesien
[Die Publikation erscheint anläßlich der Ausstellung “Barockes Glas aus Schlesien/Śląskie szkło barokow”, 11.06.-31.07.2016 Muzeum Karkonoskie w Jeleniej Górze, 20.08.-20.11.2016 Schlesisches Museum zu Görlitz]
Verlag Gunter Oettel
ISBN 978-3-944560-28-1
Preis: € 17,00

NEUERWERBUNGEN

Ein Kubikmeter Hirschberger Spitzen

Dank der großzügigen Unterstützung von Familie Dr. Hans-Joachim Vits konnte kürzlich eine besonders umfangreiche Sammlung Hirschberger Spitzen erworben werden — in zwölf Koffern und Kisten befindet sich fast ein Kubikmeter dieser feinen Textilien!smg072015b
Die Spitzen sind in den 1920er und 1930er Jahren in Hirschberg und Umgebung angefertigt worden. Sie stammen aus dem Besitz von Hedwig Freiin von Dobeneck (1877-1956). Zusammen mit Margarete Bardt hatte sie 1906 in Hirschberg die privaten „Schulen für künstlerische Nadelarbeiten" gegründet. Von 1911 bis 1922/23 übernahm Fürstin Mary Teresia (Daisy) von Pless die Werkstätten, die in diesen Jahren als „Spitzenschulen der Fürstin von Pless” firmierten. Die ehemaligen Eigentümerinnen leiteten weiterhin die Schulen. Später wurden sie wieder durch Hedwig von Dobeneck übernommen, mußten aber 1935 infolge wirtschaftlicher Schwierigkeiten geschlossen werden.
Die weit mehr als eintausend Einzelstücke sind in verschiedenen Techniken ausgeführt und meist von sehr guter Qualität. Es handelt es sich dabei um Bänder und Borten, Applikationen (Kragen, Rüschen), Hauben, Schleier, Taschentücher sowie Platzdeckchen und Untersetzer. Auch eine spitzenbesetzte Taufgarnitur (Kleid, Haube, Kissen) ist darunter. Die Sammlung stammt aus Restbeständen früherer Verkaufs stellen in Hirschberg und Warmbrunn. An vielen Arbeiten sind noch die Etiketten mit Muster- bzw. Modellnummern und Preisen befestigt.

Doppelte Freude über geteilte Keramiksammlung

Seit über 50 smg072015aJahren sammeln Hans-Martin Kühn und seine Frau Bunzlauer Keramik. Dabei bevorzugten sie handgefertigte Produkte aus der Oberlausitz und dem Bezirk Bunzlau; serielle Fabrikware erwarben sie hingegen nur zu Vergleichszwecken. Es entstand eine Sammlung von rund 800 Keramiken, die die Entwicklung vom einfachen Braungeschirr zu der bunt dekorierten Keramik Bunzlauer Art in der Zeit von etwa 1900 bis 1945 dokumentiert.
Das Ehepaar Kühn mußte sich nun aus Platzgründen von einem großen Teil der Sammlung trennen. Sie boten die Kollektion dem Muzeum Ceramiki w Bolesławcu (Keramikmuseum Bunzlau) an, wo man einer Übernahme gern zustimmte. Direktorin Anna Bober-Tubaj schlug ihrerseits dem Schlesischen Museum vor, sich die Sammlung zu teilen. Dieses großzügige Angebot ist ein Zeichen für die seit mehreren Jahren bestehende gute und freundschaftliche Kooperation der beiden Museen und wurde von Görlitzer Seite sehr gern angenommen.
Somit kehrt ein Teil der Keramiken nach Bunzlau zurück, der andere kommt nach Görlitz. Dank der wißenschaftlichen Aufarbeitung und Inventarisierung der Sammlung durch das Ehepaar Kühn ist es beiden Museen möglich, jeweils einen Überblick über den gesamten Bestand zu haben und sich bei Bedarf gegenseitig Stücke auszuleihen.

Texte sind den aktuellen Museumsinformationen entnommen!

DER FÖRDERVEREIN DES SCHLESISCHEN MUSEUMS ZU GÖRLITZ

Verein der Freunde und Förderer des Schlesischen Museums zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e. V.

In Deutschland wächst das Interesse an Kultur und Geschichte Schlesiens. Schlesien war und ist eine Kulturregion von hohem Rang. Dies überzeugend darzustellen und zur Geltung zu bringen, ist im Schlesischen Museum zu Görlitz gelungen. Das Museum will außer den heimatvertriebenen Schlesiern und deren Nachkommen selbstverständlich auch Menschen ansprechen, die keinen persönlichen Bezug zu Schlesien haben. Der Verein der Freunde und Förderer möchte das Museum weithin bekannt machen, um viele Menschen auf dieses, wie Johann Wolfgang von Goethe sich ausdrückte, „zehnfach intereßante Land” hinzuweisen. Die Mitglieder des Vereins, gleichsam die Botschafter des Museums, erhalten durch die „Mitteilungen aus dem Schlesischen Museum zu Görlitz” Informationen über das Geschehen im Museum. Der Verein veranstaltet in Görlitz Vortragsabende unter dem Titel „Das besondere Objekt”. Durch Spenden ermöglicht er dem Museum das Erwerben weiterer intereßanter Objekte. Das Museum mit finanziellen Mitteln beim Erwerb von dinglichem Kulturgut zu unterstützen, ist eine besonders wichtige Aufgabe des Fördervereins. Schon jetzt sind die Mittel der öffentlichen Hand zum Ankauf von Exponaten zur Verfügung stellt, äußerst gering. Die Haushaltslage macht es nicht wahrscheinlich, daß ich an dieser Situation mittelfristig etwas ändert. Vielmehr steht zu befürchten, daß in den kommenden Jahren keine investiven Mittel mehr bereitgestellt werden. Um so wichtiger ist die Hilfe, die die Freunde des Museums über ihren Förderverein ihrem Schlesischen Museum geben können. Verstärken auch Sie die Wirksamkeit des Fördervereins mit Ihrer Mitgliedschaft und Ihren Spenden. Jeder noch so kleine Betrag ist willkommen.

Der Verein bemüht sich ferner darum, Freunde für das Museum im heute polnischen Schlesien zu gewinnen, etwa durch Vorlesewettbewerbe für Schüler mit dem Fach Deutsch und eine Einladung der Wettbewerbsteilnehmer nach Görlitz.
Der Verein der Freunde und Förderer lädt jeden an der weiteren Entwicklung des Schlesischen Museums Intereßierten ein, Mitglied zu werden. Die Mitgliedschaft kann über die Postanschrift

Schlesisches Museum zu Görlitz
Postfach 300 461
02809 Görlitz

beantragt werden.

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Kontonummer: 40 550 / IBAN: DE65850501000000040550
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Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien

Zur Vereinfachung der Korrespondenz mit den Mitgliedern, aber auch zur Einsparung von Portoauslagen werden die Vereinsmitglieder herzlich gebeten, ihr Emailadressen - soweit vorhanden - dem Vereinsvorsitzenden Dr. Klaus Schneider, Oskar-Schlemmer-Straße 5/645, 70191 Stuttgart,
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