logoneu

Willkommen Ostdeutsche Museen - Aktuelles Neue § 96-KonzeptionOstpreußisches Landesmuseum Westpreußisches Landesmuseum - Kulturreferat Regionalmuseum Krockow Donauschwäbisches Zentralmuseum Siebenbürgisches Museum   Schlesisches Museum Pommersches Landesmuseum Ostdeutsche Galerie Links Impressum

Veranstaltungen im Schlesischen Museum
 von April bis Juni 2019

AUSSTELLUNGEN

geld_ausstellung0419

Kopf und Zahl. Geschichte des Geldes in Schlesien

5. Mai 2019 bis 23. Februar 2020
Eröffnung am Sonntag, 5. Mai 2019 um 11.00 Uhr

Allgemein gilt, daß man nicht darüber spricht: das liebe Geld. Dabei gibt es so viel Interessantes über Geld zu sagen! Das Schlesische Museum zu Görlitz wird erstmals seinen reichen Schatz an Münzen und Medaillen aus acht Jahrhunderten in den Mittelpunkt einer Ausstellung rücken und dabei politische, wirtschaftliche und kulturhistorische Aspekte des Geldes auffächern.
Am Anfang steht die Frage: Wer macht Geld und was macht es „echt”? Die Münzprägung war ein begehrtes Privileg, das vom König vergeben wurde. In Schlesien prägten bis ins 18. Jahrhundert hinein neben dem böhmischen König die schlesischen Fürsten, Bischöfe von Breslau und Ständegemeinschaften eigene Münzen. Der Münzherr ließ sich in der Regel mit seinem Kopf auf der Vorderseite des Geldstückes verewigen. Neben der wichtigsten schlesischen Münzstätte in Breslau wurde Geld auch in Städten wie Liegnitz, Oppeln oder Glatz hergestellt.
Dabei war Geld nicht gleich Geld! In Schlesien wurden vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert neben regionalen Münzen auch überregionale Einheiten gehandelt. Sehr verbreitet war der Prager Groschen des böhmischen Königs. Ob das Geldstück dann auch das wert war, was die Zahl vorgab, mußte manchmal auf Schrot und Korn geprüft werden. Das Verhältnis von Feingehalt eines Edelmetalls (Korn) zum Gesamtgewicht (Schrot) einer Münze wurde bis ins 19. Jahrhundert durch einen sogenannten Münzfuß definiert.
Die Entwicklung des Papiergeldes und Notzeiten brachten aber andere Materialien mit in den Umlauf.
Über Jahrhunderte hinweg dienten Münzen und Scheine jedoch nicht nur als Tauschobjekte, sondern waren wegen ihrer kunstvollen Gestaltung und imposanten Motive begehrt. Geld diente gleichzeitig als Repräsentationsmittel und wurde als Sammlerstück geschätzt — so sehr, daß es manchmal kunsthandwerklich weiterverarbeitet wurde. Ein Beispiel dafür sind Humpen, in deren Wandung hochwertige Münzen eingefaßt sind. Aus der Kunst der Geldprägung entwickelte sich schließlich die Medaillenkunst. Die entstandenen Werke bestechen durch ihren ideellen Wert und spiegeln die Repräsentations- und Erinnerungskultur ihrer jeweiligen Epoche wider.
Wenn man schon über altes Geld spricht, darf ein Schatz nicht fehlen! Das Glanzstück der Ausstellung im Schlesischen Museum ist der große Münzfund von D
ębrznik/Krausendorf, der im Muzeum Tkactwa w Kamiennej Górze/Webereimuseum in Landeshut i. S. aufbewahrt wird. Der aus über 6000 Münzen des 15. und 16. Jahrhunderts bestehende Fund kann dank der Förderung durch den Kleinprojektefond von INTERREG Polen-Sachsen 2014-2020 zu einem bedeutenden Teil konserviert und präsentiert werden.
Auch wenn das Schlesische Museum die Münzen nicht aus der Hand geben darf, hofft es doch, Geld unter die Leute zu bringen!

Vergessene Opfer der NS-”Euthanasie”
Die Ermordung schlesischer Anstaltspatienten 1940-1945

4. Mai bis 30 Juni 2019
Eröffnung am Freitag, 3. Mai 2019 um 19.00 Uhr

Die Ausstellung der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein beleuchtet ein dunkles, bislang unbekanntes Kapitel der schlesischen Geschichte: die Ermordung von psychisch Kranken und geistig Behinderten aus Schlesien in der NS-Diktatur. Sie wurden als „lebensunwert” stigmatisiert, zwangsweise unfruchtbar gemacht und ab 1940 systematisch ermordet. Die Mordtaten wurden zumeist in Sachsen begangen. Allein 1575 schlesische Patienten kamen 1941 in der Gaskammer der Tötungsanstalt Pirna-Sonnen-stein ums Leben. Mehrere Hundert starben bis zum Kriegsende 1945 in sächsischen Heil- und Pflegeanstalten an Hunger oder überdosierten Medikamenten. Aber auch in Schlesien selbst kam es zu Krankenmorden. In den „Kinderfachabteilungen" in Breslau und Loben wurden Kinder und jugendliche, die als nicht entwicklungsfähig galten, von Ärzten getötet. Aus den Konzentrationslagern in Auschwitz und Groß- Rosen wurden arbeitsunfähige Häftlinge selektiert und in den Tötungsanstalten Pirna-Sonnenstein und Bernburg ermordet.
Die Ausstellung ist Teil eines von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft” finanzierten Projekts und war schon in der Gedenkstätte Pirna- Sonnenstein, im Sächsischen Verbindungsbüro in Breslau und im Museum Groß-Rosen/Rogo
źnica zu sehen. Zur Ausstellung erschien ein Sammelband mit wissenschaftlichen Aufsätzen.

Angebote zur Ausstellung “Kopf und Zahl”

Handeln und schieben, wippen und kippenmünzen_0419
Im Mittelpunkt der Sonderausstellung stehen jahrhundertealte Münzen und es gibt dabei einen wahren Schatz zu entdecken. Doch warum gibt man sich bei der Herstellung von Geld so viel Mühe? Nicht nur durch das verwendete Material werden Münzen wertvoll. Entscheidend ist auch, daß sie oft sehr aufwendig gestaltet sind. Münzen geben beim genauen Betrachten eine ganze Menge preis: Symbole, Köpfe von bedeutenden Personen, Wappentiere und Schrift. Das alles hat eine Bedeutung und somit auch einen Wert. In einem Programm für Kinder dreht sich alles um das sogenannte liebe Geld. Auch in Märchen oder Sprichwörtern begegnen wir oft dem Thema Geld: wie man es bekommt, es behält und wie es mehr werden kann. Und um was es unter dem Motto „handeln und schieben, wippen und kippen" geht, erfahrt Ihr bei einem spannenden Quiz ebenso wie das Geheimnis, daß Menschen ohne Sehkraft beim Einkaufen richtig bezahlen können.
- Schülerinnen Klasse 3 bis 7
- Dauer: 60 bis 75 Minuten
- Kosten: € 25,00 pro Führung
- Terminvereinbarungen über Matthias Voigt, +49 3581 8791-128 (Dienstag und Freitag), museumsbildung@schlesisches-museum.de

EXTERNE VERANSTALTUNGEN

Schlesisches Nachtlesen -Śłąski Wieczór Literacki

6. April   2019, 17.00 bis 22.00 Uhr, Görlitz/Zgorzelec

Herzlich willkommen zum literarischen Stadtspaziergang der besonderen Art!
Die Route des 10. Schlesischen Nachtlesens führt Sie in bewährter Weise an Orte in Görlitz-Zgorzelec, die diese Stadt besonders prägen, bereichern und lebenswert machen. An jedem Ort werden von 17 bis 22 Uhr zur jeweils vollen und halben Stunde Texte schlesischer Autoren oder über Schlesien, die Lausitz und die Europastadt zu Gehör gebracht. Als Vorlesende erleben Sie Menschen, die sich mit ihrem kulturellen und gesellschaftlichen Engagement auf ganz unterschiedliche Weise für Stadt und Region einsetzen. Die Kombination von Ort, Text und Persönlichkeit bietet dabei Gelegenheit, vergnüglich einzutauchen in einen inspirierenden Kosmos literarischer Verbindungen zwischen gestern, heute und morgen.
Auch für kleine und angehende Bücherwürmer gibt es Programm an diesen Nachmittag. Die Stadtbibliothek Görlitz und die Stadtbibliothek Zgorzelec laden von 16 bis 17 Uhr zum Vorlesen für Familien mit Kindern an zwei Orten ein: In Jakobs Enkel (Jakobstraße 5 in Görlitz) und im Jacob-Böhme-Haus (ul. Daszyń
skiego 12 in Zgorzelec) werden Sagen über den Berggeist Rübezahl und andere Geschichten als Bilderbuchkino und Kamishibai-Erzähltheater dargeboten. Der Eintritt ist an beiden Orten frei.
Ab 22 Uhr lassen wir das Jubiläum mit Live-Musik und Leseperformance im Generalkonsulat der Serenissima Repubblica di San Marco (Atelier Kremser, Hartmannstraße 4) ausklingen.
Das große Literaturfest in Görlitz-Zgorzelec ist eine Veranstaltung des Kulturreferates für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz und findet seit 2017 als Biennale in den ungeraden Jahren statt. Zur Jubiläumsausgabe kommen alle früheren Kultureferenten für Schlesien und lesen an ihrem ehemaligen Arbeitsort, im Haus zum Goldenen Baum, Untermarkt 4.
- Für weitere und immer aktuelle Informationen besuchen Sie die Facebook-Seite des Schlesischen Nachtlesens!
- Im Vorverkauf kostet der Eintritt € 7,00/5,00, am Tag der Veranstaltung € 10,00/7,00. Kartenvorverkauf bis 5. April nur im Schlesischen Museum zu Görlitz

Ausstellung

Emil Krebs. An den Grenzen der Genialität

2. bis 29. Mai 2019, Annenkapelle Görlitz, Annengasse/Steinstraße
Eröffnung am Donnerstag, 2. Mai 2019 um 15.00 Uhr

Im Jahr 1922 versicherte Emil Krebs seinem Dienstherrn, dem Auswärtigen Amt, handschriftlich, daß er von 34 Sprachen „korrekte Übersetzungen ins Deutsche liefern" könne. Davor stand der Jurist und Sinologe fast ein Vierteljahrhundert seines Lebens im Dienst der Kaiserlichen Gesandtschaft in China, wo er sich den Ruf einer hervorragenden Autorität für chinesische Sprache und chinesisches Recht erwarb. Als „eine polyglotte Berühmtheit" mit Kontakten bis in das chinesische Kaiserhaus bezeichnete ihn der damalige Botschafter, Otto von Hentig, in seinen Erinnerungen. Nach Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen dem deutschen Kaiserreich und China kehrte Krebs 1917 nach Berlin zurück und arbeitete als Übersetzter im Sprachendienst des Auswärtigen Amtes. „Krebs ersetzt uns 30 Außendienstmitarbeiter!”, erklärte sein damaliger Leiter Paul Gautier.
Bis heute gilt der aus Niederschlesien stammende Emil Krebs (1867-1930) als eines der größten Sprachwunder der Menschheitsgeschichte. Er beherrschte über 60 Sprachen und Dialekte, seine Bibliothek umfaßte Bücher in über 100 Sprachen. Mit seiner Sprachgenialität beeindruckte er die Zeitgenossen so sehr, daß ihm nach seinem Tod das Gehirn zu Forschungszwecken entnommen und mehrmals untersucht wurde.
Die deutsch-polnische Ausstellung wurde von Eckhard Hoffmann, dem Großneffen von Emil Krebs, und der Stadtbibliothek Schweidnitz erarbeitet und wird vom Kulturreferat für Schlesien am Schlesischen Museum in Kooperation mit dem Augustum-Annen-Gymnasium in der Annenkapelle vom 2. bis 29. Mai 2019 präsentiert. Das Begleitprogramm zur Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Volkshochschule Görlitz und dem Förderverein des Augustum- Annen-Gymnasiums.
-
Öffnungszeiten: täglich von 12.00 bis 18.00 Uhr, Eintritt frei

MUSEUM FÜR KINDER UND JUGENDLICHE

Alles digital, oder was? Geschichte 2.0

„Museum macht stark" heißt ein Projekt der kulturellen Bildung, das helfen soll, Jugendlichen das Museum als Spiel- und Lernraum zu eröffnen. Die teilnehmenden Jugendlichen setzen sich im Schlesischen Museum mit selbst ausgewählten Objekten auseinander und fragen sich: Was interessiert mich daran? Wer könnte dazu befragt werden? Welche Aspekte würde ich Gleichaltrigen gern mitteilen, wenn ich entscheiden dürfte? Wie könnten diese Aspekte digital in Szene gesetzt werden? Welche digitalen Vermittlungsmöglichkeiten gibt es?
In einem lokalen Bündnis zwischen dem Schlesischen Museum zu Görlitz, Second Attempt e.V. und der Evangelischen Stadtjugendarbeit Görlitz e.V. arbeitete eine Gruppe Jugendlicher an Nachmittagen, Ferien- und Feiertagen zwischen September und Dezember 2018 an einer digitalen Rallye durch das Museum. Sie sind „PeerTeamer*innen", d.h. sie haben die Rallye für Gleichaltrige entworfen. Zunächst wurden Schüler der Oberschule Innenstadt Görlitz zum Mitmachen eingeladen. Später soll die Rallye allen jugendlichen Museumsbesuchern zur Verfügung stehen.
Gefördert wurde dieses Projekt der kulturellen Bildung durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

INKLUSIVE KUNST-  UND KUNSTVERMITTLUNG

Mal wieder unterwegs - Frohes Schaffen
Teilhabeorientierte Führungen für Menschen mit Demenz und ihre Begleitung

Studierende der Sozialen Arbeit an der Hochschule Zittau/Görlitz haben sich zum Ziel gesetzt, das Projekt „Kultur und Demenz” in Kooperation mit dem Schlesischen Museum zu Görlitz und der Landesinitiative Demenz Sachsen e.V. weiterzuführen. Dabei möchten sie Menschen mit einer Demenz die Teilhabe an Kunst und Kultur ermöglichen.
Bei einer teilhabeorientierten Führung durch das Schlesische Museum werden in einer Gruppe mit bis zu 7 Personen und ihrer Begleitung verschiedene Kunstwerke betrachtet. Wertschätzend und anerkennend wird eine Unterhaltung eingeleitet, bei der die individuellen Impulse aller Teilnehmer die bedeutende Rolle spielen.
Das Angebot richtet sich an alle ambulant, teilstationär, stationär oder durch Angehörige betreuten Menschen mit einer Demenz.
- Termine für Oktober und November 2018 können ab sofort vereinbart werden:  kultur-und-demenz@hszg.de

PROJEKTE

Neue Gedenktafel erinnert an die Deportation der schlesischen Juden 1941-1944

Fünfzehn Jahre lang hat Rita Kratzenberg daran gearbeitet, ein Familienvermächtnis zu erfüllen: Am Odertorbahnhof in Breslau sollte eine Gedenktafel an die Deportation der Breslauer Juden in der NS-Zeit erinnern. Auch Frau Kratzenbergs Großeltern waten darunter. Ihre Mutter, selbst keine Jüdin, hat die Deportation mitangesehen. Die schrecklichen Szenen ließen sie zeit ihres Lebens nicht mehr los.
Am 13. April 2018 war es endlich soweit - die Gedenktafel timt Odertorbahnhof wurde eingeweiht. Das Schlesische Museum zu Görlitz hatte die Initiative dazu ergriffen und führte gemeinsam mit dem Muzeum MiejskieWrocławia/Städtisches Museum in Breslau und der dortigen Jüdischen Gemeinde das Projekt durch. Die Tafel wurde vom Breslauer BildhauerStanisław Wysocki gestaltet. Bei der Enthüllung sprachen Maria Bering als Vertreterin der Kulturbeauftragten derBundesregierung (die das Projekt finanziert hat), und Jacek Ossowski, Vorsitzender des Breslauer Stadtrats.
Bei einem anschließenden Empfang im Breslauer Rathaus trat die jüdisch-norwegische Sängerin Bente Kahan auf. Ihre Stiftung hatte wesentlichen Anteil am Gelingen des Vorhabens. Aus Israel war Dr. Tamar Cohn-Gazit angereist. Die Tagebücher ihres Großvaters, des Breslauer Historikers Willy Cohn, gehören zu den eindrücklichsten Zeugnissen der Judenverfolgung in NS-Deutschland. Willy Cohn und seine Familie waren unter den ersten, die vom  Odertorbahnhof deportiert und anschließend ermordet wurden. Über 7.000 Menschen, Juden aus Breslau und anderen niederschlesischen Städten, wurden von hier in Güterzügen in die Lager und Vernichtungsstätten im Osten verbracht. Kaum einer hat überlebt
.

APRIL

Mittwoch,03.04.2019
15.00 Uhr
Eintritt: € 10,00 (inkl. Kaffee und Kuchen)
Reservierung:
+49 3581 8791-0
kontakt@schlesisches-museum.de

Kaffee & Kultur - natürlich schlesisch

Schlesischer Vorlesenachmittag zum Mitmachen
Drei Tage vor dem Schlesischen Nachtlesen lädt Agnieszka Bormann alle Gäste herzlich ein, kurze Lesestücke ihrer Wahl mitzubringen und vorzutragen oder anderen einfach zuzuhören. Eigene Texte sind besonders willkommen. Alle Vorlesenden erhalten eine Eintrittskarte zum Schlesischen Nachtlesen am 6. April 2019.

Donnerstag, 04.04.2019
18.00 Uhr
Eingang Fischmarkt 5
Eintritt: € 3,00

Kulturreferentin

Vortrag

SCHLESIEN ERFAHREN #4
Marcin Makuch: Der Mythos der Schlacht von Wahlstatt
Der Leiter des Kupfermuseums in Liegnitz, zu dem seit 1961 das„Museum der Schlacht von Wahlstatt" gehört, berichtet über dieMongolenschlacht 1241 und den später entstandenen Mythosvon Wahlstatt, der Schlesien zum Bollwerk gegen alle Bedrohungen
aus dem Osten stilisierte.

Sonnabend, 06.04.2019
17.00 bis 22.00 Uhr

Kulturreferentin

Schlesisches Nachtlesen - Śłąski Spacer Literacki
Ein literarischer Spaziergang durch Görlitz-Zgorzelec.
Kartenvorverkauf bis 5. April im Schlesischen Museum.

Mittwoch, 10.04.2019
18.00 Uhr
Fischmarkt 5
-
Veranstaltung in Kooperation mit dem Edytor Verlag (Legnica)
- Eintritt: € 5,00, ermäßigt € 3,00

Kulturreferentin

Buchpräsentation

Jürgen Gretschels Schlesisches Himmelreich”
Dr. Magdalena Maruck beschreibt die bewegte Lebensgeschichte von Jürgen Gretschel (1941-2016), einem herausragenden Vertreter der deutschen Minderheit in Niederschlesien. Da Gretschel auch ein leidenschaftlicher Koch war, gibt es eine gastronomische Überraschung zur Veranstaltung.

Sonnabend, 19.04.2019

Kulturreferentin

Exkursion

SCHLESIEN ERFAHREN #4
Auf den Spuren der HI. Hedwig in Schlesien
Fahrt zum 1202 von der Hl. Hedwig gegründeten ersten Frauenkloster inTrebnitz/Trzebnica bei Breslau/Wroc
ław einem bedeutenden Wallfahrtsort, sowie zum Kloster in Wahlstatt/Legnickie Poleauf dem Schauplatz der Mongolenschlacht von 1241.
- Veranstaltung in Kooperation mit Görlitz-Tourist
- Reiseleitung: Andrzej Paczos
-
Information / Anmeldung: +49 3581 764747, m.buchwald@goerlitz-tourist.de

Mittwoch, 17.04.2019
17.00 Uhr
Eintritt: € 6,50

Vortrag

Wie kam das Schlesische Museum nach Görlitz?
Museumsdirektor Markus Bauer berichtet von der Entstehung des Schlesischen Museums und der langen Vorgeschichte. Diese reicht zurück in das Westdeutschland der 1970er und 1980er Jahre und erfuhr die entscheidende Wendung in den turbulenten Jahren nach der Wiedervereinigung in Görlitz. Die politischen Ereignisse haben auf die inhaltliche Konzeption des Museums erhebliche Auswirkungen gehabt.
- Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule Görlitz
- An
meldung über VHS: +49 3581 420980, info@vhs-goerlitz.de

Freitag, 26.04.2019
10.00 bis 18.00 Uhr

Komm´ rum-Tag ZVON

Komm' rum nach Schlesien!
Schlesien hat seit Jahrhunderten Kurgäste und Touristen angezogen. Um 11.00 Uhr und 15.00 Uhr sind kleine und große Reiselustige eingeladen, bei einem Ausstellungsrundgang Naturreichtümer, Kurorte und Sehenswürdigkeiten kennenzulernen (ohne Aufpreis).
Bei Vorlage eines gültigen KOMM' RUM-Tickets erhalten Besucher ermäßigten Eintritt. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben freien Eintritt.

MAI

Donnerstag, 02.05.2019
15.00 Uhr
Annenkaelle, Annengasse/Sternstraße

Kulturreferentin

Ausstellungseröffnung

Emil Krebs. An den Grenzen der Genialität
Zur Eröffnung der Ausstellung hält Eckehard Hoffmann, Kurator der Ausstellung, einen Vortrag über das Leben und Wirken von Emil Krebs. Gunnar Hille, Leiter des Sprachendienstes des Auswärtigen Amtes, spricht ein Grußwort.

Freitag, 03.05.2019
19.00 Uhr

Ausstellungseröffnung

Vergessene Opfer der NS-„Euthanasie"
Eine Ausstellung der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein über die Ermordungschlesischer Anstaltspatienten 1940-1945.

Sonntag, 05.05.2019
11.00 Uhr
Eintritt frei (ganztags)

Ausstellungseröffnung und Führung

Kopf und Zahl. Geschichte des Geldes in Schlesien
Die Ausstellung zeigt die Entwicklung des Münzgeldes und der Medaillenkunst in Schlesien anhand von Schätzen des Schlesischen Museums und von Leihgebern aus Deutschland und Polen. Zur Vernissage wird Magier Ralph Kunze Geld präsentieren - natürlich auf geheimnisvolle Weise!
Um 15.00 Uhr Führung durch die Ausstellung „Kopf und Zahl” mit Wolf-Dieter Fiedler

Mittwoch, 15.05.2019
17.00 Uhr
Eintritt: € 6,50

Vortrag

Auf der Jagd nach den Schätzen Schlesiens: Wie das Schlesische Museum seine Exponate findet
Der Vortrag enthüllt Erwerbsstrategien des Museums, berichtet von Auktionserfolgen, habgierigen Kunsthändlern, großzügigen Sammlern und erzählt die Geschichte einiger besonders interessanter Sammlungsstücke.
Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule Görlitz
Anmeldung über VHS: +49 3581 420980,info@vhs-goerlitz.de

Freitag, 17.05.2019
18.00 Uhr
Eintritt: € 5,00; erm. € 3,00

Kulturreferentin

Buchpräsentation

Alfred Jäschke (1886-1953) - Görlitzer Fotopionier und Hauptmann-Porträtist”

Vortrag von Christian Henke mit Präsentation der Original-Apparate von Jäschke sowie einem fiktiven Gespräch zwischen einer Reporterin (Dr. Magdalena Maruck) und Alfred Jäschke (Michael Prochnow).
- Veranstaltung in Kooperation mit dem Neisse Verlag Dresdenund der Volkshochschule Görlitz

Sonntag, 19.05.2019
10.00 bis 18.00 Uhr
Eintritt frei zu Ausstellungen. Führung und Vortrag

Führung und Vortrag

Internationaler Museumstag
15.00 Uhr: Führung mit Wolf-Dieter Fiedler durch die Ausstellung„Kopf und Zahl”
16:30 Uhr: Vortrag von Lars-Gunter Schier über das einst berühmteWasserschlebensche Münz- und Medaillenkabinett zu Görlitz

Montag, 20.05.2019
18.00 Uhr
Eintritt frei
Ort; St. Annenkapelle -Annengasse/Steinstraße

Kulturreferentin

Vortrag

Mehrsprachigkeit und Vorteile beim Sprachenlernen
Vortrag von Prof. Dr. Grit Mehlhorn zur Ausstellung über Emil Krebs.
Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule Görlitz

Sonnabend, 25.05.2019

Kulturreferentin

Exkursion

SCHLESIEN ERFAHREN #5
Auf den Spuren von Emil Krebs
Exkursion zu den Lebensorten des Sprachgenies Emil Krebs:Freiburg in Schlesien/
Świebodzice, Schweidnitz/Świdnica
undEsdorf/Opoczka.
- Veranstaltung zur Ausstellung in der Görlitzer Annenkapellein Kooperation mit Senfkorn Reisen
- Reiseleitung: Iza Liwacz
- Informationen/Anmeldung: +49 3581400520,info@senfkornreisen.de

JUNI

Sonnabend, 01.06.2019
10.00 Uhr
Eintritt für Familien frei

Internationaler Kindertag

Euro mit Kopf und Zahl
Am Kindertag wollen wir testen, ob man ein Geldstück am Klang erkennen kann, oder wie man verschiedene Eurostücke im Dunkeln bestimmt. Auch gehen wir gemeinsam auf Euro-Reise: Bringt eine Euromünze aus einem anderen Land mit, wir schauen mal, was sie uns alles verrät außer Kopf oder Zahl.
- für Kinder ab 7 Jahren

Mittwoch, 05.06.2019
15.00 Uhr
Eintritt: € 10,00 (inkl. Kaffee und Kuchen)
Reservierung:
+49 3581 8791-0
kontakt@schlesisches-museum.de

Kaffee & Kultur - natürlich schlesisch

Gerhart Hauptmann - Der schlesische Literatur-Nobelpreisträger auf Medaillen
Wolf-Dieter Fiedler stellt die zahlreichen Medaillen vor, die zu Ehren des Schriftstellers, vor allem zu verschiedenen Jubiläen, entstanden sind.

Mittwoch, 12.06.03.2019
17.00 Uhr
Eintritt: €
6,50

Vortrag

Die Sehnsucht nach dem „Schönen Blick” - Reisen in Schlesien im 19. Jahrhundert
Anhand von Ansichten des 19. Jahrhunderts beleuchtet Dr. Johanna Brade die Anfänge des bürgerlichen Reisens.
- Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule Görlitz
- Anmeldung über VHS: +49 3581420980,
info@vhs-goerlitz.de

Donnerstag, 13.06.2019
18.00 Uhr
Eintritt: € 3,00
Eingang: Fischmarkt 5

Kulturreferentin

Vortrag

SCHLESIEN ERFAHREN #6
Marcin
Jaśkiewicz: Schlesien - ein Land der erloschenen Vulkane?
Der Geologe Marcin Jaśkiewicz vom Geozentrum in Klein Helmsdorf/Dobków stellt Schlesien als Schauplatz gebirgsbildender Prozesse und vulkanischer Tätigkeit vor und beleuchtet denZusammenhang mit der wirtschaftlichen und touristischen Entwicklung der Region.

Sonntag, 10.03.2019
15.00 Uhr
Teilnahme: € 5,00; erm. € 4,50

FührungLetzte Führung durch die Kunstausstellung

„Alexander Camaro und Breslau - Eine Hommage”
mit Kuratorin Dr. Johanna Brade

Sonnabend, 22.06.2019

Kulturreferentin

Exkursion

SCHLESIEN ERFAHREN #6
Im Land der erloschenen Vulkane
Die Exkursion führt in das kulturell und naturkundlich interessante Bober-Katzbach-Gebirge mit seinen malerischen Orten: Goldberg/Z
łotoryja, Klein Helmsdorf/Dobków, Wilenberg/Wielisław Złotoryjski, Hohenliebental/Lubiechowa, Lähn/Wleń

Veranstaltung in Kooperation mit Görlitz-Tourist
Reiseleitung: Andrzej Paczos
Information / Anmeldung: +49 3581 764747, m.buchwald@goerlitz-tourist.de

Mittwoch, 26.06.2019
18.00 Uhr
Eingang Fischmarkt 5
Eintritt: € 3,00

Kulturreferentin

Vortrag

SCHLESIEN ERFAHREN #7
Andrzej Paczos: Taigalandschaften im Isergebirge
Der Vortrag bietet eine Entdeckungsreise in den polnischen und tschechischen Teil des wenig bekannten Isergebirges mit seinen interessanten geologischen, meteorologischen und botanischen Besonderheiten.

Donnerstag, 27.06.2019
18.00 Uhr
Eintritt frei
Ort: Dom Kultury Zgorzelec

Kulturreferentin

Konzert

Wiener Klassik aus dem Osten Europas
Deutsch-polnisch moderiertes Konzert zum 250. Geburtstag des Komponisten Joseph Elsner (1769- 1854) aus dem schlesischen Grottkau/Grodków. Das Hoffmeister-Quartett spielt Streichquartette von Anton Ferdinand Titz, Josef Elsner und Josef Haydn.
- Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europain Kooperation mit dem Kulturreferat für Schlesien amSchlesischen Museum zu Görlitz und dem Miejski Dom Kultury(Kulturhaus), Zgorzelec

NEUER MITARBEITERIN IM MUSEUM

Seit dem 1. September 2018 arbeitet Frau Luise-Kathrin Krause im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes im Schlesischen Museum.
Nachstehend der Wortlaut der Vorstellung von Frau Krause:

Im vergangenen Sommer habe ich mein Abitur am Augustum-Annen-Gymnasium in Görlitz abgelegt. Da ich noch keine genauen Vorstellungen hatte, welchen beruflichen Weg ich danach einschlagen sollte, habe ich mich zunächst für den Bundesfreiwilligendienst entschieden. Außerdem wollte ich gern noch ein Jahr in Görlitz bleiben. Durch die Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen e.V., die Freiwilligendienste vermittelt, bin ich auf das Schlesische Museum aufmerksam geworden und habe mich sofort beworben. Da ich großes Interesse an Geschichte habe, war ich glücklich, als die Zusage für die Stelle kam.
In den ersten Wochen prasselten viele neue Informationen auf mich ein. Es zeigte sich schnell, dass hinter einem Museum und einer Ausstellung mehr steckt, als man von außen sieht. Doch nun, nach den ersten Monaten, kann ich sagen, dass ich meine Entscheidung nicht bereue. Es lohnt sich, hier so viel wie möglich Erfahrungen zu sammeln. Derzeit arbeite ich mit dem Kurator Dr. Martin Kügler an der Ausstellung “Silber von Lemor in Breslau 1818-1945”. Dabei kümmere ich mich um Fragen der Ausstellungsgestaltung und der Präsentation der Objekte.
Ich freue mich auf die nächsten Monate im Schlesischen Museum und hoffe, dass mir diese Zeit bei meiner Zukunftsplanung behilflich ist.

KULTURREFERENTIN

Mit Ablauf des Monats Juli 2018 beendetDr. Annemarie Franke als Kuturreferentin am Schlesischen Museum zu Görlitzihre erfolgreiche, auf fünf Jahre angelegte Tätigkeit. Die Nachfolgerin wird Agnieszka Bormann.
Sie ist die erste Kulturreferentin mit polnischer Herkunft und zugleich starker lokaler Verankerung und von Beruf Germanistin und Kulturmanagerin. Ursprünglich kommt Agnieszka Bormann aus der Region um Kielce in Polen. 2005 hat sie Görlitz zu ihrer Wahlheimat auserkoren. Durch Studium, Arbeit, Familie und doppelte Staats-bürgerschaft in Deutschland und Polen gleichermaßen zu Hause, ist ihr Alltag von gelebter Bikulturalität geprägt.
Aufbauend auf ihren Erfahrungen im Projektmanagement und in deutsch-polnischen Kooperationen möchte sie mit ihrem breiten Netzwerk an regionalen und internationalen Kontakten eine nachhaltig wirksame Vermittlungsarbeit leisten, deutsch¬polnische Begegnung ermöglichen, Wissensaustausch fördern und auch Projekte Dritter fachlich begleiten. Sie will dabei die zahlreichen Facetten der Vergangenheit und noch mehr der Gegenwart Schlesiens vorstellen und insbesondere seine heutigen Bewohner ihre Geschichten erzählen lassen. Am meisten interessiert sie die kleinen Orte des ländlich geprägten Schlesiens mit ihren häufig noch versteckten Perlen der Kulturgeschichte, mit ihren Menschen, die oft ein altes Haus oder Handwerk wiederbeleben, die deutsche Vergangenheit ihres Ortes pflegen, aufarbeiten und schließlich als Element der eigenen Identität begreifen.
Viel Erfolg mit der Arbeit am Schlesischen Museum!

BESONDERE VERANSTALTUNGEN DER KULTURREFERENTIN

Alfred Jäschke - Görlitzer Fotopionier
Buchpremiere mit Christian Henke am 17.05.2019, 18:00, Schlesisches Museum zu Görlitz, Eingang Fischmarkt 5

“Görlitzer Lichtbildner und Gerhart-Hauptmann-Fotograf

Nicht wenige Görlitzer werden beim Blättern in den überlieferten Familien-Fotoalben Aufnahmen aus dem Fotohaus von Alfred Jäschke vorfinden. Der Buchautor b

jaeschke_170519

Foto: Alfred Jäschke. Quelle: Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften, Görlitz

egab sich auf Spurensuche zu Leben und Werk des prominenten Lichtbildners und bekennenden Schlesiers. Alfred Jäschke leistete Pionierarbeit bei der Anwendung und Propagierung neuer technischer Möglichkeiten im Foto- und Filmbereich sowie der Sammlung fotohistorischer Artefakte. Seit 1939 gehörte er zur ersten Garnitur der Hausfotografen des Literatur-Nobelpreisträgers Gerhart Hauptmann. Seine aktive Betätigung in Görlitzer Vereinen spiegelt zudem ein lebendiges Kaleidoskop des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Stadt wider.
Der mit vielen Fotos und Dokumenten angereicherte Vortrag des Buchautors Christian Henke wird ergänzt mit einer Ausstellung von Original-Apparaten des Meisterfotografen und einem inszenierten Gespräch zwischen einer Reporterin (Dr. Magdalena Maruck) und Alfred Jäschke (Michael Prochnow).
Christian Henke, geb. 1948 in Nieder Seifersdorf, Altkreis Niesky, studierte Ingenieurökonomie in Plauen/Vogtland. Dem Studium folgte langjährige Berufstätigkeit im Finanz- und Controllingbereich des Waggonbau Niesky. Seit 2006 schreibt er als freier Journalist für die Nachbarlandseite der "Sächsischen Zeitung" (Polen/Tschechien). In den Jahren 2015-2017 erschienen im Neisse Verlag drei Bücher von Christian Henke zu Johannes Maximilian Avenarius: „Heimat, halte Du mich! Johannes Maximilian Avenarius und Görlitz“ (2015), „Moritz Griess - Gib deine ganze Kraft! Ein Kapitel aus dem Lebensbuch von Joh. M.  Avenarius“ (2016) und „Schöpse-Christel. Ein schlesischer Bekenntnis- und Entwicklungsroman von Johannes Maximilian Avenarius“ (2017). Aktuell ist noch bis Ende Oktober 2019 in der Nikolaikirche in Görlitz die Ausstellung „Das Paradies“ über den Künstler Avenarius zu sehen, an derer Entstehung u.a. Christian Henke beteiligt war.
Die Buchvorstellung ist eine Veranstaltung des Kulturreferats für Schlesien am Schlesischen Museum in Kooperation mit dem Neisse Verlag Dresden und der Volkshochschule Görli tz
Eintritt: € 5,00, ermäßigt € 3,00o, für VHS-Card Besitzer Eintritt frei.

Emil Krebs. An den Grenzen der Genialität
 Ausstellung in der Annenkapelle Görlitz, bis 29.05.2019,
 geöffnet täglich von 12 bis 18 Uhr
mit Begleitprogramm

Die deutsch-polnische Ausstellung in der Annenkapelle porträtiert das Sprachgenie Emil Krebs (1867-1930) und weist gleichzeitig auf die Phänomene Sprachenvielfalt und Sprachenlernen hin – Themen von besonderer Brisanz in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec und im Dreiländereck.

Im Begleitprogramm zur Ausstellung stehen folgende Angebote:

13.05, 18:00 Uhr: Annenkapelle: Wie funktioniert eigentlich Hebräisch? – Schnupperkurs mit Petrus Snoeijer (Veranstaltung der VHS Görlitz)
Eintritt: € 3,00

20.05, 18:00 Uhr: Annenkapelle: Mehrsprachigkeit und Vorteile beim Sprachenlernen – Vortrag von Prof. Dr. Grit Mehlhorn von der Uni Leipzig (in Kooperation mit der VHS Görlitz), Details unter www.schlesisches-museum.de,
Eintritt frei

25.05, 08:00-18:00 Uhr: Exkursion (in Kooperation mit Senfkorn-Reisen) - Auf den Spuren von Emil Krebs in Schlesien
Details unter
www.schlesisches-museum.de

NEUERSCHEINUNGEN

Neuerscheinungen
Die Publikationen des Schlesischen Museums widmen sich zwei historischen Themenkreisen, die bisher nicht zusammenhängend erforscht und publiziert worden sind. Beide Neuerscheinungen sind im Museumsladen erhältlich.
Mit der Publikation „Heimat und Fremde” gab Martina Pietsch fünfzehn Beiträge einer Tagung vom Februar 2009 heraus, die sich mit Migration, Bevölkerungswandel und Städtebau in Görlitz/Zgorzelec seit 1933 befaßten.
Es ist ein Kompendium zur jüngsten Geschichte der deutsch-polnischen Doppelstadt entstanden.
Kulturreferent Maximilian Eiden publizierte unter dem Titel „Von Schlesien nach Israel” eine Vortragsreihe, die in den Jahren 2008 bis 2009 am Schlesischen Museum stattfand. Acht Autoren gehen dem Schicksal jener jüdischen Schlesier nach, denen die Flucht vor dem Holocaust nach Israel gelang. Es wird ihr Beitrag zum sozialen und kulturellen Leben ihrer neuen Heimat, des Staates Israel sichtbar.

Martina Pietsch (Hg.): Heimat und Fremde. Migration und Stadtentwicklung in Görlitz und Zgorzelec seit 1933. 164 Seiten, Abbildungen und Diagramme, Preis: € 13,90

Maximilian Eiden (Hg.): Von Schlesien nach Israel. Juden aus einer deutschen Provinz zwischen Verfolgung und Neuanfang. 112 Seiten, Abbildungen, Preis: € 12,80

Barockes Glas aus Schlesien
[Die Publikation erscheint anläßlich der Ausstellung “Barockes Glas aus Schlesien/Śląskie szkło barokow”, 11.06.-31.07.2016 Muzeum Karkonoskie w Jeleniej Górze, 20.08.-20.11.2016 Schlesisches Museum zu Görlitz]
Verlag Gunter Oettel
ISBN 978-3-944560-28-1
Preis: € 17,00

NEUERWERBUNGEN

Ein Kubikmeter Hirschberger Spitzen

Dank der großzügigen Unterstützung von Familie Dr. Hans-Joachim Vits konnte kürzlich eine besonders umfangreiche Sammlung Hirschberger Spitzen erworben werden — in zwölf Koffern und Kisten befindet sich fast ein Kubikmeter dieser feinen Textilien!smg072015b
Die Spitzen sind in den 1920er und 1930er Jahren in Hirschberg und Umgebung angefertigt worden. Sie stammen aus dem Besitz von Hedwig Freiin von Dobeneck (1877-1956). Zusammen mit Margarete Bardt hatte sie 1906 in Hirschberg die privaten „Schulen für künstlerische Nadelarbeiten" gegründet. Von 1911 bis 1922/23 übernahm Fürstin Mary Teresia (Daisy) von Pless die Werkstätten, die in diesen Jahren als „Spitzenschulen der Fürstin von Pless" firmierten. Die ehemaligen Eigentümerinnen leiteten weiterhin die Schulen. Später wurden sie wieder durch Hedwig von Dobeneck übernommen, mußten aber 1935 infolge wirtschaftlicher Schwierigkeiten geschlossen werden.
Die weit mehr als eintausend Einzelstücke sind in verschiedenen Techniken ausgeführt und meist von sehr guter Qualität. Es handelt es sich dabei um Bänder und Borten, Applikationen (Kragen, Rüschen), Hauben, Schleier, Taschentücher sowie Platzdeckchen und Untersetzer. Auch eine spitzenbesetzte Taufgarnitur (Kleid, Haube, Kissen) ist darunter. Die Sammlung stammt aus Restbeständen früherer Verkaufs stellen in Hirschberg und Warmbrunn. An vielen Arbeiten sind noch die Etiketten mit Muster- bzw. Modellnummern und Preisen befestigt.

Eine Auswahl der „Spitzenwerke" stellt das Museum zeitweilig im Nordhof vor.
- 23. Juni bis 16. Juli, Eintritt: € 1,00 bzw. Museumsticket

Doppelte Freude über geteilte Keramiksammlung

Seit über 50 Jahren sammeln Hans-Martin Kühn und seine Frau Bunzlauer Keramik. Dabei bevorzugten sie handgefertigte Produkte aus der Oberlausitz und dem Bezirk Bunzlau; serielle Fabrikware erwarben sie hingegen nur zu Vergleichszwecken. Es entstand eine Sammlung von rund 800 Keramiken, die die Entwicklung vomsmg072015a einfachen Braungeschirr zu der bunt dekorierten Keramik Bunzlauer Art in der Zeit von etwa 1900 bis 1945 dokumentiert.
Das Ehepaar Kühn mußte sich nun aus Platzgründen von einem großen Teil der Sammlung trennen. Sie boten die Kollektion dem Muzeum Ceramiki w Boles
ławcu (Keramikmuseum Bunzlau) an, wo man einer Übernahme gern zustimmte. Direktorin Anna Bober-Tubaj schlug ihrerseits dem Schlesischen Museum vor, sich die Sammlung zu teilen. Dieses großzügige Angebot ist ein Zeichen für die seit mehreren Jahren bestehende gute und freundschaftliche Kooperation der beiden Museen und wurde von Görlitzer Seite sehr gern angenommen.
Somit kehrt ein Teil der Keramiken nach Bunzlau zurück, der andere kommt nach Görlitz. Dank der wißenschaftlichen Aufarbeitung und Inventarisierung der Sammlung durch das Ehepaar Kühn ist es beiden Museen möglich, jeweils einen Überblick über den gesamten Bestand zu haben und sich bei Bedarf gegenseitig Stücke auszuleihen.

Einen Einblick in die Produktvielfalt bietet unsere Präsentation im Nordhof, die anläßlich des Schlesischen Tippelmarktes eingerichtet wird.
- 17. Juli bis 28. August, Eintritt: € 1,00 bzw. Museumsticket, das während des Tippelmarktes (18./19. Juli) ermäßigt ist.

Texte sind den aktuellen Museumsinformationen entnommen!

DER FÖRDERVEREIN DES SCHLESISCHEN MUSEUMS

Verein der Freunde und Förderer des Schlesischen Museums zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e. V.

In Deutschland wächst das Interesse an Kultur und Geschichte Schlesiens. Schlesien war und ist eine Kulturregion von hohem Rang. Dies überzeugend darzustellen und zur Geltung zu bringen, ist im Schlesischen Museum zu Görlitz gelungen. Das Museum will außer den heimatvertriebenen Schlesiern und deren Nachkommen selbstverständlich auch Menschen ansprechen, die keinen persönlichen Bezug zu Schlesien haben. Der Verein der Freunde und Förderer möchte das Museum weithin bekannt machen, um viele Menschen auf dieses, wie Johann Wolfgang von Goethe sich ausdrückte, „zehnfach intereßante Land” hinzuweisen. Die Mitglieder des Vereins, gleichsam die Botschafter des Museums, erhalten durch die „Mitteilungen aus dem Schlesischen Museum zu Görlitz” Informationen über das Geschehen im Museum. Der Verein veranstaltet in Görlitz Vortragsabende unter dem Titel „Das besondere Objekt”. Durch Spenden ermöglicht er dem Museum das Erwerben weiterer intereßanter Objekte. Das Museum mit finanziellen Mitteln beim Erwerb von dinglichem Kulturgut zu unterstützen, ist eine besonders wichtige Aufgabe des Fördervereins. Schon jetzt sind die Mittel der öffentlichen Hand zum Ankauf von Exponaten zur Verfügung stellt, äußerst gering. Die Haushaltslage macht es nicht wahrscheinlich, daß ich an dieser Situation mittelfristig etwas ändert. Vielmehr steht zu befürchten, daß in den kommenden Jahren keine investiven Mittel mehr bereitgestellt werden. Um so wichtiger ist die Hilfe, die die Freunde des Museums über ihren Förderverein ihrem Schlesischen Museum geben können. Verstärken auch Sie die Wirksamkeit des Fördervereins mit Ihrer Mitgliedschaft und Ihren Spenden. Jeder noch so kleine Betrag ist willkommen.

Der Verein bemüht sich ferner darum, Freunde für das Museum im heute polnischen Schlesien zu gewinnen, etwa durch Vorlesewettbewerbe für Schüler mit dem Fach Deutsch und eine Einladung der Wettbewerbsteilnehmer nach Görlitz.
Der Verein der Freunde und Förderer lädt jeden an der weiteren Entwicklung des Schlesischen Museums Intereßierten ein, Mitglied zu werden. Die Mitgliedschaft kann über die Postanschrift

Schlesisches Museum zu Görlitz
Postfach 300 461
02809 Görlitz

beantragt werden.

Bankverbindung für Spenden

Kontonummer: 40 550 / IBAN: DE65850501000000040550
BLZ: 850 501 00 / BIC: WELADED1GRL
Sparkaße Oberlausitz-Niederschlesien

Zur Vereinfachung der Korrespondenz mit den Mitgliedern, aber auch zur Einsparung von Portoauslagen werden die Vereinsmitglieder herzlich gebeten, ihr Emailadressen - soweit vorhanden - dem Vereinsvorsitzenden Dr. Klaus Schneider, Oskar-Schlemmer-Straße 5/645, 70191 Stuttgart, oder k.schneider-glogau at t-online.de mitzuteilen