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Veranstaltungen im Schlesischen Museum
 von Juli bis September 2019

AUSSTELLUNGEN

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Kopf und Zahl. Geschichte des Geldes in Schlesien

5. Mai 2019 bis 23. Februar 2020
Am Sonntag, 5. Mai 2019 um 11.00 Uhr, wurde die Ausstellung eröffnet.

Die Ausstellung präsentiert rund 1300 Objekte: Münzen aus neun Jahrhunderten, Geldscheine bis in Milliardenhöhe und Medaillen, die sich durch ihre künstlerische Gestaltung und ideellen Wert auszeichnen. Leihgeber aus Polen und Deutschland haben eindrucksvolle Münzfunde, Kunsthandwerk, Prägestempel und numismatische Enzyklopädien zur Verfügung gestellt.
Zu den beeindruckendsten Leihgaben zählt der „Schatz des Jahrtausends", ein Münzfund aus Breslau. Er wird  im Ossoliński-Nationalinsstitut in Breslau/Wrocław aufbewahrt. Im Jahr 2000 entdeckte man den Schatz bei Bauarbeiten auf der Ulica Kazimierz Wielki in der Altstadt. Er stellt ein eigenartiges Gebilde dar: ein 34,5 Kilogramm schwerer Münzklumpen, teilweise umfaßt von einem stark gerissenen Tongefäß. Der Klumpen besteht aus etwa 100.000 Münzen, die miteinander verklebt und verschmolzen sind.
Die starke Korrosion der Münzen ist durch ihren hohen Kupfergehalt verursacht. Identifiziert wurden Denare der polnischen KönigeWładysław II. Jagiełło und Władysław III. aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Manches Rätsel dieses imposanten Münzklumpens konnte gelöst werden — zum Beispiel sein Metallgehalt, die Münzherren und somit die Datierung. Warum aber einst so eine große Zahl an minderwertigen Münzen beiseite geschafft wurde, bleibt offen.
Im Spätsommer wird eine Broschüre zur Ausstellung erscheinen. Führungen finden an den Sonntagen 21.7., 18.8. und 8.9., jeweils 15.00 Uhr, statt und können gebucht werden bei: Dr. Martina Pietsch, Telefon +49 3581 8791-132,mpietsch@schlesisches-rnuseum.de.

Führungen und Ferienveranstaltungen zur Ausstellung „Kopf und Zahl”

Ausstellungsführungen mit Wolf-Dieter Fiedler
- an den Sonntagen 21. Juli, 18. August und 8. September, jeweils 15.00 Uhr
- Teilnahme: 5 Euro, ermäßigt 4,5o Euro

Ferienveranstaltung „Euro mit Kopf und Zahl" mit Matthias Voigt
- an jedem Ferienmittwoch 10.7,17.7., 24.7., 31.7., 7.8., 14.8., jeweils 10.00 Uhr
- für Kinder ab 7 Jahren
- Dauer: 60 - 75 Minuten
- Teilnahme:  € 2,00 pro Kind

In unserer Sonderausstellung sind Hunderte alter Münzen aus Schlesien zu sehen - wir wollen aber auch das heutige Geld unter die Lupe nehmen und auf Euro-Reise gehen! Auf Euro-Reise? Ja, bringt eine Euromünze aus einem anderen Land mit, und wir wollen schauen, was sie uns alles erzählen kann. Außerdem werden wir testen, ob man ein Geldstück am Klang erkennen kann oder wie man verschiedene Eurostücke im Dunkeln bestimmt
- Information und weitere Terminanfragen: Matthias Voigt, +49 3581 8791-128,museumsbildung@schlesisches-museum.de

Avantgarde in Breslau 1919-1933

13. September 2019 bis 23. Februar 2020
Ausstellungseröffnung: 12. September 2019,19 Uhr

Anläßlich des „Bauhaus-Jahres” 2019 zeigt das Schlesische Museum eine Sonderausstellung, die Breslau als Treffunkt der internationalen Moderne und wichtigen Impulsgeber neben dem Bauhaus in Weimar und Dessau vorstellt. Vor allem die Breslauer Akademie für Kunst und Kunstgewerbe entwickelte sich in den 1920er-Jahren unter der Direktion von Oskar Moll zu einer Institution mit europäischer Strahlkraft und zog für ein Jahrzehnt herausragende Vertreter der Klassischen Moderne an, darunter auch Künstler des Bauhauses wie Oskar Schlemmer und Georg Muche.
Die Ausstellung entwirft ein Bild vom vielfältigen Experimentierfeld der Kunst- und Kulturschaffenden in Breslau: Sie zeigt den Aufbruch der jungen Generation im Zeichen des Expressionismus und vermittelt die Vielfalt des künstlerischen Schaffens durch die damals zum Teil sehr umstrittenen „Prominenten” der Akademie: Otto Mueller, Oskar und Marg Moll, Alexander Kanoldt, Carlo Mense, Johannes Molzahn und die ehemaligen Bauhaus- Meister Schlemmer und Muche. Der Blick richtet sich zugleich auf die Modernisierung der Stadt unter dem Einfluß renommierter Vertreter des sog. Neuen Bauens wie Erich Mendelsohn, Adolf Rading und Hans Scharoun. Abgerundet wird die Ausstellung mit Stimmen von Literaten, darunter Texte von Kurt Tucholsky, Klabund und Max Hermann-Neiße, die Breslaus Verwandlung von einer biederen Provinzhauptstadt zu einer aufstrebenden Kulturmetropole interessiert aber auch kritisch kommentierten.

FONTANE - JAHR 2019

Theodor Fontane im Riesengebirge

2019 jährt sich zum 200. Mal Theodor Fontanes Geburtstag (18191898). Unter dem Titel „fontane.200” würdigt das Land Brandenburg vom 30. März bis zu Fontanes Geburtstag am 30. Dezember den großen Autor.
Das Schlesische Museum zu Görlitz beteiligt sich am Jubiläumsprogramm mit zwei Beiträgen zum Thema „Theodor Fontane im Riesengebirge": einem Vortrag am 16. August und einer Exkursion am 17. August (siehe Hinweise im “Terminkalender”).
Der „märkische Dichter" besuchte Schlesiens höchste Berge in den Jahren 1868-1892 insgesamt zehnmal. Er war aber kein versierter Bergwanderer. Seine Sommerfrischen in Erdmannsdorf (Mysłakowice), Hermsdorf (Sobieszów), Krummhübel (Karpacz) und Brückenberg (Karpacz Górny) nutzte er vor allem zur literarischen Arbeit. Riesengebirgsmotive tauchen auch in seinen Werken auf, zum Beispiel im Roman „Quitt" und in einigen Kurzgeschichten.
Unter den Orten und Landschaften, die in seinem belletristischen Werk und auch in seinen Briefen teilweise ausführlich Erwähnung gefunden haben, nimmt Krummhübel einen besonderen Platz ein. Hier hat sich Fontane besonders gern aufgehalten. Krummhübel war auch der Hauptort der sogenannten Laboranten, Laienapotheker, die den dortigen Reichtum an Kräutern zur Herstellung von Arzneien nutzten. Diesem Thema widmete sich ebenfalls Theodor Fontane, der von Beruf Apotheker war und sich sehr für die alte Kräuter-Medizin interessierte.

NEUER MITARBEITER IM MUSEUM

Der neue Museumspädagoge am Schlesischen Museum, Matthias Voigt, stellt sich vor:

Das Schlesische Museum wurde seit seiner Eröffnung im Mai 2006 schnell zu einer festen Größe in meinem Lebensalltag in Görlitz. Von Beginn an erhielt ich hier die Möglichkeit, als freier Mitarbeiter Gäste durch die Dauerausstellung zu führen. Das war einem Zufall zu verdanken, hatte ichvoigt doch im selben Jahr eine kurze Begegnung mit Johanna Kutschera, der damaligen Museumspädagogin am Haus. Sie warb für diese Arbeit und ich war von Anfang an mit Begeisterung und Engagement dabei. In der Folge übernahm ich auch andere Formate für das Publikum: Führungen durch Sonderausstellungen, Vorträge im Rahmen des Schlesischen Kaffeetrinkens bis hin zu einer kleinen Sonderausstellung am Jahresende 2009, welche ich selbst kuratierte.
Meinen beruflichen Qualifikationen entsprechend war ich bis jetzt in den Bereichen der Pädagogik, Beratung und Betreuung tätig. Ob das Unterrichten Auszubildender, die Betreuung von Kindern und Jugendlichen, von Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen, die Altenarbeit mit dem Themenschwerpunkt Demenz, die Integrationsarbeit für geflüchtete Menschen oder zuletzt die Beratung für  Familien in herausfordernden Lebenssituationen. Derzeit belege ich ein berufsbegleitendes Studium an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn. Hier belege ich im Aufbaumaster das Fach Politisch-historische Studien, in welchem auch der Bereich der professionellen Museumsarbeit eine tragende Rolle spielt.
Den pädagogischen Auftrag in der Museumsbildung sehe ich darin, herausfordernde und komplexe Themen verständlich und zielgruppengerecht darzustellen. Mein Ziel ist es, den Besuchenden das Museum als einen Erlebnisort für Erkenntnis und Wissenserweiterung anzubieten. Der gesellschaftliche Wandel betrifft natürlich auch die Bildungsarbeit der Museen, Zielgruppen verändern sich kontinuierlich. Die so genannte Erlebnisgeneration, die mit unserem Thema Schlesien biografisch und emotional verbunden ist, wird kleiner. Deshalb müssen die nachfolgenden Generationen auf neue Weise angesprochen und gewonnen werden. Eine wichtige Aufgabe und Chance ist es, wenn Familienbiografien, die mit Schlesien verbunden sind, erfragt und weiter erforscht werden können. Eine lebendige Zusammenarbeit mit den vielfältigen Bildungseinrichtungen, anderen Museen in der Region und weiteren soziokulturellen Institutionen ist mir besonders wichtig.

Matthias Voig

MUSEUM FÜR KINDER UND JUGENDLICHE

Alles digital, oder was? Geschichte 2.0

„Museum macht stark" heißt ein Projekt der kulturellen Bildung, das helfen soll, Jugendlichen das Museum als Spiel- und Lernraum zu eröffnen. Die teilnehmenden Jugendlichen setzen sich im Schlesischen Museum mit selbst ausgewählten Objekten auseinander und fragen sich: Was interessiert mich daran? Wer könnte dazu befragt werden? Welche Aspekte würde ich Gleichaltrigen gern mitteilen, wenn ich entscheiden dürfte? Wie könnten diese Aspekte digital in Szene gesetzt werden? Welche digitalen Vermittlungsmöglichkeiten gibt es?
In einem lokalen Bündnis zwischen dem Schlesischen Museum zu Görlitz, Second Attempt e.V. und der Evangelischen Stadtjugendarbeit Görlitz e.V. arbeitete eine Gruppe Jugendlicher an Nachmittagen, Ferien- und Feiertagen zwischen September und Dezember 2018 an einer digitalen Rallye durch das Museum. Sie sind „PeerTeamer*innen", d.h. sie haben die Rallye für Gleichaltrige entworfen. Zunächst wurden Schüler der Oberschule Innenstadt Görlitz zum Mitmachen eingeladen. Später soll die Rallye allen jugendlichen Museumsbesuchern zur Verfügung stehen.
Gefördert wurde dieses Projekt der kulturellen Bildung durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

PROJEKTE

Neue Gedenktafel erinnert an die Deportation der schlesischen Juden 1941-1944

Fünfzehn Jahre lang hat Rita Kratzenberg daran gearbeitet, ein Familienvermächtnis zu erfüllen: Am Odertorbahnhof in Breslau sollte eine Gedenktafel an die Deportation der Breslauer Juden in der NS-Zeit erinnern. Auch Frau Kratzenbergs Großeltern waten darunter. Ihre Mutter, selbst keine Jüdin, hat die Deportation mitangesehen. Die schrecklichen Szenen ließen sie zeit ihres Lebens nicht mehr los.
Am 13. April 2018 war es endlich soweit - die Gedenktafel timt Odertorbahnhof wurde eingeweiht. Das Schlesische Museum zu Görlitz hatte die Initiative dazu ergriffen und führte gemeinsam mit dem Muzeum MiejskieWrocławia/Städtisches Museum in Breslau und der dortigen Jüdischen Gemeinde das Projekt durch. Die Tafel wurde vom Breslauer BildhauerStanisław Wysocki gestaltet. Bei der Enthüllung sprachen Maria Bering als Vertreterin der Kulturbeauftragten derBundesregierung (die das Projekt finanziert hat), und Jacek Ossowski, Vorsitzender des Breslauer Stadtrats.
Bei einem anschließenden Empfang im Breslauer Rathaus trat die jüdisch-norwegische Sängerin Bente Kahan auf. Ihre Stiftung hatte wesentlichen Anteil am Gelingen des Vorhabens. Aus Israel war Dr. Tamar Cohn-Gazit angereist. Die Tagebücher ihres Großvaters, des Breslauer Historikers Willy Cohn, gehören zu den eindrücklichsten Zeugnissen der Judenverfolgung in NS-Deutschland. Willy Cohn und seine Familie waren unter den ersten, die vom  Odertorbahnhof deportiert und anschließend ermordet wurden. Über 7.000 Menschen, Juden aus Breslau und anderen niederschlesischen Städten, wurden von hier in Güterzügen in die Lager und Vernichtungsstätten im Osten verbracht. Kaum einer hat überlebt
.

JULI

Mittwoch,03.07.2019
15.00 Uhr
Eintritt: € 10,00 (inkl. Kaffee und Kuchen)
Reservierung:
+49 3581 8791-0
kontakt@schlesisches-museum.de

Kaffee & Kultur - natürlich schlesisch

Aurora, Jacek und Thomas

Ein Jahreskalender verzeichnet auch Namenstage, die sich aber nach Ländern und Kirchen unterscheiden. Dr. Martina Pietsch stellt einige Namensträger zum 3. Juli vor.

AUGUST

Mittwoch, 03.07.2019
15.00 Uhr
Eintritt: € 10,00 (inkl. Kaffee und Kuchen)
Reservierung:
+49 3581 8791-0
kontakt@schlesisches-museum.de

Kaffee & Kultur - natürlich schlesisch

Man sollte genau auf's Geld schauen

... besonders in unserer Ausstellung „Kopf und Zahl!”
Wolf-Dieter Fiedler lädt zu einem Rundgang ein.

Freitag, 16.08.2019
18.00 Uhr
Eintritt: € 3,00

Kulturreferentin

Vortrag

Dr. Jan Pacholski: Fontane im Riesengebirge
Der bilderreiche Vortrag zeigt das Riesengebirge als Fontanes inspirierenden Zufluchts- und Arbeitsort, den er in seinem literarischen Werk und in Briefen mehrmals porträtierte. Dr. Pacholski ist Dozent an der Universität Breslau und Leiter der Polnischen Sektion der Theodor Fontane Gesellschaft e.V.

Donnerstag, 22.08.2019
18.00 Uhr
Eintritt: € 3,00

Eingang Fischmarkt 5

Kulturreferentin

Vortrag

Andrzej Paczos: Im Durchbruchtal des Oueis
Der Geograf und Reiseleiter Andrzej Paczos berichtet über die landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten im Durchbruchtaldes Queis, gelegen zwischen Greiffenberg (Gryfów Śł) und Marklissa (Leśna).

Freitag, 30.08.2019
19.00 Uhr
-
Karten: nur bei Jakobs Söhne,
€ 45,00 (VVK)/€ 49,00 (AK)
- Reservierung:
hallo@jakobssoehne.de
Telefon 0151-25228985
-
Teilnehmerzahl auf 3o Personen begrenzt.

Ein Angebot des Kulturreferats und des Weinhauses Krüger

Trinken Lernen WEIN mit Michał Pajdosz
Wein aus Schlesien hat nicht nur eine lange Geschichte - er hat vor allem Zukunft. Erstmalig bei Axel Krügers Weinabend gibt es schlesischen Wein. Der jüngste und schon preisgekrönte schlesische Winzer Michał Pajdosz aus dem Weinberg Winnica Jakubów präsentiert seine Weine des sonnigen Jahrgangs 2018 zum Menü des Küchenchefs Tom Hockauf. Die Kulturgeschichte des Weinanbaus in Schlesien wird eingangs von der Kulturreferentin Agnieszka Bormann skizziert.

SEPTEMBER

Mittwoch, 04.09.2019
15.00 Uhr
Eintritt: € 10,00 (inkl. Kaffee und Kuchen)
Reservierung:
+49 3581 8791-0
kontakt@schlesisches-museum.de

Kaffee & Kultur - natürlich schlesisch

Blühende Landschaften in der Görlitzer Stadthalle

Von 1992 bis 1998 wurden jeweils im winterlichen Februar üppige Gartenausstellungen in der Stadthalle gezeigt, die in wenigen Tagen bis zu 30.000 Besucher anzogen. Die Garten- und Landschaftsarchitektin Heiderose Starke hat die Ausstellungen damals mit viel Leidenschaft organisiert, die ihr auch heute noch bei ihren Berichten anzumerken ist.

Freitag, 06.09.2019
18.00 Uhr
Eintritt: €
5,00, erm. € 3,00

Vortrag

Wolf-Dieter Fiedler: Die Befreiungskriege gegen Napoleon auf Münzen und Medaillen
Wolf-Dieter Fiedler stellt Münzen und Medaillen vor, die bedeutende Persönlichkeiten und Ereignisse in Schlesien während der Befreiungskriege zeigen. Dargestellt sind zum Beispiel Generalfeldmarschall von Blücher und die Schlacht an der Katzbach am 26. August 1813, in der unter seinem Oberbefehl die preußisch-russischen Truppen siegten.

Sonntag, 08.09.2019
10.00 - 18.00 Uhr
Eintritt: ganztags frei

Tag des offenen Denkmals

Wir laden in den Schönhof und das Haus zum Goldenen Baum ein!

Der Schönhof ist das bedeutendste Bürgerhaus der Renaissance in Görlitz. Im heutigen Museumsgebäude beeindrucken vor allem die Decken- und Wandmalereien des 16. Jahrhunderts. Im Haus zum Goldenen Baum, heute Verwaltungsgebäude, ist die Struktur der spätgotischen Hallenhäuser erkennbar. Das Netzrippengewölbe der Zentralhalle stammt aus der Zeit um 1500.

- 15.00 Uhr: Führung durch die Ausstellung „Kopf und Zahl" mit Wolf-Dieter Fiedler

Montag, 09.09.2019
09.30 Uhr
Eintritt frei

Eingang Fischmarkt 5

Vortrag

Stiftungsdirektorin Dr. Ursula Bavendamm:Für Zeitzeugen und Nachgeborene. Auftrag und Bedeutung der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung (Berlin)
Öffentlicher Vortrag im Rahmen des Jahrestreffens der Gemeinschaft evangelischer Schlesier (Hilfskomitee) e.V.; Kooperationsveranstaltung mit dem Schlesischen Museum und der Görlitzer Vormittagsakademie.

Donnerstag, 12.09.2019
19.00 Uhr

Ausstellungseröffnung

Avantgarde in Breslau 1919-1933
Anläßlich des „Bauhaus-Jahres" 2019 zeigt das Schlesische Museum eine Sonderausstellung, die Breslau als Treffunkt der internationalen Moderne und wichtigen Impulsgeber vorstellt.

Sonntag, 15.09.2019
15.00 Uhr
Teilnahme: € 5,00; erm. € 4,50

Führung

Breslau - ein Ort der Moderne?
Führung durch die neue Kunstausstellung „Avantgarde in Breslau 1919-1933" mit Kuratorin Dr. Johanna Brade

KULTURREFERENTIN

Mit Ablauf des Monats Juli 2018 beendetDr. Annemarie Franke als Kuturreferentin am Schlesischen Museum zu Görlitzihre erfolgreiche, auf fünf Jahre angelegte Tätigkeit. Die Nachfolgerin wird Agnieszka Bormann.
Sie ist die erste Kulturreferentin mit polnischer Herkunft und zugleich starker lokaler Verankerung und von Beruf Germanistin und Kulturmanagerin. Ursprünglich kommt Agnieszka Bormann aus der Region um Kielce in Polen. 2005 hat sie Görlitz zu ihrer Wahlheimat auserkoren. Durch Studium, Arbeit, Familie und doppelte Staats-bürgerschaft in Deutschland und Polen gleichermaßen zu Hause, ist ihr Alltag von gelebter Bikulturalität geprägt.
Aufbauend auf ihren Erfahrungen im Projektmanagement und in deutsch-polnischen Kooperationen möchte sie mit ihrem breiten Netzwerk an regionalen und internationalen Kontakten eine nachhaltig wirksame Vermittlungsarbeit leisten, deutsch¬polnische Begegnung ermöglichen, Wissensaustausch fördern und auch Projekte Dritter fachlich begleiten. Sie will dabei die zahlreichen Facetten der Vergangenheit und noch mehr der Gegenwart Schlesiens vorstellen und insbesondere seine heutigen Bewohner ihre Geschichten erzählen lassen. Am meisten interessiert sie die kleinen Orte des ländlich geprägten Schlesiens mit ihren häufig noch versteckten Perlen der Kulturgeschichte, mit ihren Menschen, die oft ein altes Haus oder Handwerk wiederbeleben, die deutsche Vergangenheit ihres Ortes pflegen, aufarbeiten und schließlich als Element der eigenen Identität begreifen.
Viel Erfolg mit der Arbeit am Schlesischen Museum!

NEUERSCHEINUNGEN

Neuerscheinungen
Die Publikationen des Schlesischen Museums widmen sich zwei historischen Themenkreisen, die bisher nicht zusammenhängend erforscht und publiziert worden sind. Beide Neuerscheinungen sind im Museumsladen erhältlich.
Mit der Publikation „Heimat und Fremde” gab Martina Pietsch fünfzehn Beiträge einer Tagung vom Februar 2009 heraus, die sich mit Migration, Bevölkerungswandel und Städtebau in Görlitz/Zgorzelec seit 1933 befaßten.
Es ist ein Kompendium zur jüngsten Geschichte der deutsch-polnischen Doppelstadt entstanden.
Kulturreferent Maximilian Eiden publizierte unter dem Titel „Von Schlesien nach Israel” eine Vortragsreihe, die in den Jahren 2008 bis 2009 am Schlesischen Museum stattfand. Acht Autoren gehen dem Schicksal jener jüdischen Schlesier nach, denen die Flucht vor dem Holocaust nach Israel gelang. Es wird ihr Beitrag zum sozialen und kulturellen Leben ihrer neuen Heimat, des Staates Israel sichtbar.

Martina Pietsch (Hg.): Heimat und Fremde. Migration und Stadtentwicklung in Görlitz und Zgorzelec seit 1933. 164 Seiten, Abbildungen und Diagramme, Preis: € 13,90

Maximilian Eiden (Hg.): Von Schlesien nach Israel. Juden aus einer deutschen Provinz zwischen Verfolgung und Neuanfang. 112 Seiten, Abbildungen, Preis: € 12,80

Barockes Glas aus Schlesien
[Die Publikation erscheint anläßlich der Ausstellung “Barockes Glas aus Schlesien/Śląskie szkło barokow”, 11.06.-31.07.2016 Muzeum Karkonoskie w Jeleniej Górze, 20.08.-20.11.2016 Schlesisches Museum zu Görlitz]
Verlag Gunter Oettel
ISBN 978-3-944560-28-1
Preis: € 17,00

NEUERWERBUNGEN

Ein Kubikmeter Hirschberger Spitzen

Dank der großzügigen Unterstützung von Familie Dr. Hans-Joachim Vits konnte kürzlich eine besonders umfangreiche Sammlung Hirschberger Spitzen erworben werden — in zwölf Koffern und Kisten befindet sich fast ein Kubikmeter dieser feinen Textilien!smg072015b
Die Spitzen sind in den 1920er und 1930er Jahren in Hirschberg und Umgebung angefertigt worden. Sie stammen aus dem Besitz von Hedwig Freiin von Dobeneck (1877-1956). Zusammen mit Margarete Bardt hatte sie 1906 in Hirschberg die privaten „Schulen für künstlerische Nadelarbeiten" gegründet. Von 1911 bis 1922/23 übernahm Fürstin Mary Teresia (Daisy) von Pless die Werkstätten, die in diesen Jahren als „Spitzenschulen der Fürstin von Pless" firmierten. Die ehemaligen Eigentümerinnen leiteten weiterhin die Schulen. Später wurden sie wieder durch Hedwig von Dobeneck übernommen, mußten aber 1935 infolge wirtschaftlicher Schwierigkeiten geschlossen werden.
Die weit mehr als eintausend Einzelstücke sind in verschiedenen Techniken ausgeführt und meist von sehr guter Qualität. Es handelt es sich dabei um Bänder und Borten, Applikationen (Kragen, Rüschen), Hauben, Schleier, Taschentücher sowie Platzdeckchen und Untersetzer. Auch eine spitzenbesetzte Taufgarnitur (Kleid, Haube, Kissen) ist darunter. Die Sammlung stammt aus Restbeständen früherer Verkaufs stellen in Hirschberg und Warmbrunn. An vielen Arbeiten sind noch die Etiketten mit Muster- bzw. Modellnummern und Preisen befestigt.

Eine Auswahl der „Spitzenwerke" stellt das Museum zeitweilig im Nordhof vor.
- 23. Juni bis 16. Juli, Eintritt: € 1,00 bzw. Museumsticket

Doppelte Freude über geteilte Keramiksammlung

Seit über 50 Jahren sammeln Hans-Martin Kühn und seine Frau Bunzlauer Keramik. Dabei bevorzugten sie handgefertigte Produkte aus der Oberlausitz und dem Bezirk Bunzlau; serielle Fabrikware erwarben sie hingegen nur zu Vergleichszwecken. Es entstand eine Sammlung von rund 800 Keramiken, die die Entwicklung vomsmg072015a einfachen Braungeschirr zu der bunt dekorierten Keramik Bunzlauer Art in der Zeit von etwa 1900 bis 1945 dokumentiert.
Das Ehepaar Kühn mußte sich nun aus Platzgründen von einem großen Teil der Sammlung trennen. Sie boten die Kollektion dem Muzeum Ceramiki w Boles
ławcu (Keramikmuseum Bunzlau) an, wo man einer Übernahme gern zustimmte. Direktorin Anna Bober-Tubaj schlug ihrerseits dem Schlesischen Museum vor, sich die Sammlung zu teilen. Dieses großzügige Angebot ist ein Zeichen für die seit mehreren Jahren bestehende gute und freundschaftliche Kooperation der beiden Museen und wurde von Görlitzer Seite sehr gern angenommen.
Somit kehrt ein Teil der Keramiken nach Bunzlau zurück, der andere kommt nach Görlitz. Dank der wißenschaftlichen Aufarbeitung und Inventarisierung der Sammlung durch das Ehepaar Kühn ist es beiden Museen möglich, jeweils einen Überblick über den gesamten Bestand zu haben und sich bei Bedarf gegenseitig Stücke auszuleihen.

Einen Einblick in die Produktvielfalt bietet unsere Präsentation im Nordhof, die anläßlich des Schlesischen Tippelmarktes eingerichtet wird.
- 17. Juli bis 28. August, Eintritt: € 1,00 bzw. Museumsticket, das während des Tippelmarktes (18./19. Juli) ermäßigt ist.

Texte sind den aktuellen Museumsinformationen entnommen!

DER FÖRDERVEREIN DES SCHLESISCHEN MUSEUMS

Verein der Freunde und Förderer des Schlesischen Museums zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e. V.

In Deutschland wächst das Interesse an Kultur und Geschichte Schlesiens. Schlesien war und ist eine Kulturregion von hohem Rang. Dies überzeugend darzustellen und zur Geltung zu bringen, ist im Schlesischen Museum zu Görlitz gelungen. Das Museum will außer den heimatvertriebenen Schlesiern und deren Nachkommen selbstverständlich auch Menschen ansprechen, die keinen persönlichen Bezug zu Schlesien haben. Der Verein der Freunde und Förderer möchte das Museum weithin bekannt machen, um viele Menschen auf dieses, wie Johann Wolfgang von Goethe sich ausdrückte, „zehnfach intereßante Land” hinzuweisen. Die Mitglieder des Vereins, gleichsam die Botschafter des Museums, erhalten durch die „Mitteilungen aus dem Schlesischen Museum zu Görlitz” Informationen über das Geschehen im Museum. Der Verein veranstaltet in Görlitz Vortragsabende unter dem Titel „Das besondere Objekt”. Durch Spenden ermöglicht er dem Museum das Erwerben weiterer intereßanter Objekte. Das Museum mit finanziellen Mitteln beim Erwerb von dinglichem Kulturgut zu unterstützen, ist eine besonders wichtige Aufgabe des Fördervereins. Schon jetzt sind die Mittel der öffentlichen Hand zum Ankauf von Exponaten zur Verfügung stellt, äußerst gering. Die Haushaltslage macht es nicht wahrscheinlich, daß ich an dieser Situation mittelfristig etwas ändert. Vielmehr steht zu befürchten, daß in den kommenden Jahren keine investiven Mittel mehr bereitgestellt werden. Um so wichtiger ist die Hilfe, die die Freunde des Museums über ihren Förderverein ihrem Schlesischen Museum geben können. Verstärken auch Sie die Wirksamkeit des Fördervereins mit Ihrer Mitgliedschaft und Ihren Spenden. Jeder noch so kleine Betrag ist willkommen.

Der Verein bemüht sich ferner darum, Freunde für das Museum im heute polnischen Schlesien zu gewinnen, etwa durch Vorlesewettbewerbe für Schüler mit dem Fach Deutsch und eine Einladung der Wettbewerbsteilnehmer nach Görlitz.
Der Verein der Freunde und Förderer lädt jeden an der weiteren Entwicklung des Schlesischen Museums Intereßierten ein, Mitglied zu werden. Die Mitgliedschaft kann über die Postanschrift

Schlesisches Museum zu Görlitz
Postfach 300 461
02809 Görlitz

beantragt werden.

Bankverbindung für Spenden

Kontonummer: 40 550 / IBAN: DE65850501000000040550
BLZ: 850 501 00 / BIC: WELADED1GRL
Sparkaße Oberlausitz-Niederschlesien

Zur Vereinfachung der Korrespondenz mit den Mitgliedern, aber auch zur Einsparung von Portoauslagen werden die Vereinsmitglieder herzlich gebeten, ihr Emailadressen - soweit vorhanden - dem Vereinsvorsitzenden Dr. Klaus Schneider, Oskar-Schlemmer-Straße 5/645, 70191 Stuttgart, oder k.schneider-glogau at t-online.de mitzuteilen