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Veranstaltungen im Schlesischen Museum
 von Januar bis März 2019

AUSSTELLUNGEN

Alexander Camaro und Breslau - Eine Hommage

Eine Ausstellung des Schlesischen Museums zu Görlitz in Zusammenarbeit mit der Alexander und Renata Camaro Stiftung Berlin vom
19. Oktober 2018 bis 10. März 2019
Eröffnung am Donnerstag, 18. Oktober 2018, 19.00 Uhr

Das Museum widmet seine neue Sonderausstellung dem Künstler Alexander Camaro (1901 Breslau-1992 Berlin). Er gilt heute als einer der wichtigsten Absolventen der ehemaligen Breslauer Akademie und bedeutendster Schüler des legendären Expressionisten Otto Mueller. Es lag daher nahe, Camaros Schaffen ergänzend zu der parallel in Berlin und Breslau 2018/19 gezeigten Otto-Mueller-Ausstellung zu würdigen.
Im Mittelpunkt steht die besondere Beziehung des Künstlers zu seiner Heimatstadt, der er sich zeitlebens eng verbunden fühlte. Hier verbrachte er eine glückliche Kindheit im ländlichen Vorort Morgenau, einem beliebten Ausflugsziel mit Gaststätten, Tanzsälen und anderen Vergnügungsstätten. Aus diesen Jahre blieben ihm intensive Erinnerungen an die besondere Atmosphäre der wasserreichen Niederung zwischen Oder und Ohle sowie an die bunte Welt der Schausteller und Artisten. Mit 16 Jahren wurde er vorübergehend Mitglied einer wandernden Artistengruppe und arbeitete als Clown und Hochseilläufer.
Nach dem Ersten Weltkrieg wandte sich Camaro der bildenden Kunst zu und verfolgte fasziniert den künstlerischen Aufbruch der 1920er Jahre. Breslau blieb für ihn stets verbunden mit der Erinnerung an „eine überaus fruchtbare kulturelle Epoche und eine geistig aufgeschlossene Stadt [...] eine Konzentrierung, eine glückliche Kombination eines Kreises von schöpferischen Menschen, die selten sich ergibt.” Nicht nur an der Akademie bei Otto Mueller, auch in der Welt der Musik, der Literatur und der Bühne fand er entscheidende, wegweisende Anregungen für sein späteres Schaffen. Nach 1945 führte ihn sein Weg nach West-Berlin, wo er als Maler, Literat, Bühnenkünstler und Filmemacher großen Einfluß auf die Kunstszene der Nachkriegszeit hatte.
Die Ausstellung wurde von der Berliner Camaro Stiftung initiiert und gemeinsam erarbeitet. Zu sehen sind rund 3o Bildwerke, dazu Texte, Fotos und kurze Filmsequenzen. Gezeigt wird die Schau anschließend noch in abgewandelter Form in Berlin (Camaro Haus, 5. April bis 29. Juni 2019) und in Breslau (Stadtschloß, 2. August bis 6. Oktober 2019).
Die Ausstellung wird begleitet durch eine reich bebilderte zweisprachige Publikation (deutsch-polnisch), Preis: € 20,00

Der Breslauer Psalter

Die Vernissage am 2. November fand großen Anklang, und der Vortragssaal war fast bis auf den letzten Platz besetzt.  Dr. Ralf Lütztelschwab, Freie Universität Berlin, führte kenntnisreich in die Geschichte der mittelalterlichen Psalterhandschriften ein.

Glanzlicht europäischer Buchkunst
Faksimile-Ausstellung des Quaternio Verlags Luzern vom
3. bis 25. November 2018, anschließend in der Dauerausstellung
Eröffnung am Freitag, 2. November 2018, 19.00 Uhr

Mit einpsalter1er Präsentation im Schlesischen Museum stellt der Quaternio Verlag Luzern erstmals in Deutschland seine neueste Faksimile-Edition vor: den kostbaren Breslauer Psalter. Die um 1265 entstandene Handschrift aus dem berühmten Fitzwilliam Museum in Cambridge (UK) begeistert durch ihre überaus prächtige und erzählfreudige Ausstattung. Für die 147 Blätter wurden insgesamt 36 Kalenderbilder, 28 ganzseitige Miniaturen, 10 ganzseitige Zierinpsalter3itialen, 168 Miniaturen auf den Seitenrändern und zahllose andere Schmuckelemente geschaffen - alles in leuchtenden Farben und vieles auf funkelndem Goldgrund.
Auftraggeberin der Handschrift war vermutlich Anna von Böhmen (1201/04-1265), die Schwiegertochter der HI. Hedwig. Der Anlaß könnte die Heirat Heinrichs III. von Schlesien-Breslau mit Helene von Sachsen gewesen sein. Der wahrscheinlich im Kloster Leubus angefertigte Psalter ist ein eindrucksvolles Zeugnis für den kulturellen Austausch zwischen Ost und West, Süd und Nord, denn hier verbinden sich Schmuckformen aus sächsischen, thüringischen und fränkischen Handschriften mit französischen und italienischen Gestaltungen.
Die Ausstellung bietet Gelegenheit, die Seiten der Handschrift mit ihren vielen Details aus nächster Nähe zu betrachten und im originalgetreuen Faksimile-Band zu blättern. Umrahmt wird die Schau mit fachkundigen Informationen der beteiligten Wissenschaftler. Dank einer großzügigen Schenkung des Quaternio Verlags Luzern kann der faksimilierte Breslauer Psalter im Anschluß in der Dauerausstellung des Museums besichtigt werden.

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Silber aus Schlesien - Tafelsilber der Firma Lemor in Breslau

Ausstellung vom 8. Dezember 2018 bis 10. März 2019
Eröffnung am Freitag, 7. Dezember 2018, 19.00 Uhr

Keulenhalter, Hummergabeln, Gebäckzangen, Teesiebe, Spargelheber, Obstmesser, Zuckerzangen oder Sardinenheber bilden nur eine kleine Auswahl von Spezialbestecken, die von der Firma Julius Lemor in Breslau hergestellt wurden. Ein Musterblatt aus den 1920er Jahren zeigt über 7o solcher besonderen Besteckteile für die festliche Tafel, auf der neben dem Silberbesteck auch silberne Objekte wie Leuchter, Terrinen oder Kaffee-  und Teekannen standen. Eine solche umfassende Ausstattung an Tafelsilber gehörte schon immer zu einem adeligen Haushalt. Seit den 1860er Jahren finden sich solche Gegenstände zunehmend auch in bürgerlichen Häusern. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch den Wirtschaftsboom der Gründerzeit und dem seit 1871 sehr günstigen Preis für Rohsilber. Von der wachsenden Nachfrage profitierten wiederum die Silberwarenhersteller, die ihr Angebot an Bestecken und silbernem Tafelgeschirr ständig erweiterten.
Unter den zahlreichen schlesischen Silberwarenherstellern nahm die 1818 gegründete Firma Julius Lemor unangefochten die führende Position ein. Sie war bis 1945 der größte Silberwarenproduzent Ostdeutschlands. Das Unternehmen blieb seit seiner Gründung durch den aus Unterfranken stammenden Johann Adam Lemor immer in Familienbesitz. Von Beginn an waren Bestecke der wichtigste Produktionszweig, da sie kontinuierlich Absatz fanden.
Neben zahlreichen klassischen Besteckmustern wurden auch modische Varianten hergestellt und den Kunden über Jahrzehnte hinweg angeboten. Ein Silberbesteck für zwölf oder mehr Personen war eine Anschaffung für das ganze Leben. In vielen Familien erwarb man für die Töchter schon ab dem Kindesalter einzelne Besteckteile, so daß bis zur Hochzeit die Aussteuer komplett war. Die Firma Lemor bot Anfang des 20. Jahrhunderts ca.100 verschiedene Bestecke an und dehnte ihr Angebot bis 1945 noch weiter aus.
Rainer Lemor, ein Nachfahre von einem der letzten Firmenmitinhaber, hat die Geschichte des Unternehmens erforscht und über Jahrzehnte hinweg seine Produkte gesammelt. So trug er über 2500 Besteckteile sowie ca. 250 Silberwaren zusammen. Dazu zählen zum Beispiel Leuchter, Kaffee- und Teeservice, Terrinen, Saucieren, Schalen oder Schreibtischgarnituren, aber auch Tabletts und Teller oder Kleinsilberwaren wie Etuis und Dosen aller Art. Diese umfangreiche Sammlung - sicherlich die größte Kollektion schlesischen Silbers des 19./20. Jahrhunderts überhaupt - übergab Rainer Lemor dem Schlesischen Museum zu Görlitz als Dauerleihgabe. Sie wird nun in großen Teilen ausgestellt.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation über die Entwicklung der Besteckproduktion der Firma Lemor. Vielzählige Abbildungen der hergestellten Besteckmuster sind für Sammler eine wertvolle Bestimmungshilfe. Ergänzt wird die Publikation durch einen Beitrag über die Silberpunzierung der Stadt Breslau von 1818 bis 1945 mit Abbildung aller Marken dieser Zeit.

MUSEUM FÜR KINDER UND JUGENDLICHE

Alles digital, oder was? Geschichte 2.0

„Museum macht stark" heißt ein Projekt der kulturellen Bildung, das helfen soll, Jugendlichen das Museum als Spiel- und Lernraum zu eröffnen. Die teilnehmenden Jugendlichen setzen sich im Schlesischen Museum mit selbst ausgewählten Objekten auseinander und fragen sich: Was interessiert mich daran? Wer könnte dazu befragt werden? Welche Aspekte würde ich Gleichaltrigen gern mitteilen, wenn ich entscheiden dürfte? Wie könnten diese Aspekte digital in Szene gesetzt werden? Welche digitalen Vermittlungsmöglichkeiten gibt es?
In einem lokalen Bündnis zwischen dem Schlesischen Museum zu Görlitz, Second Attempt e.V. und der Evangelischen Stadtjugendarbeit Görlitz e.V. arbeitete eine Gruppe Jugendlicher an Nachmittagen, Ferien- und Feiertagen zwischen September und Dezember 2018 an einer digitalen Rallye durch das Museum. Sie sind „PeerTeamer*innen", d.h. sie haben die Rallye für Gleichaltrige entworfen. Zunächst wurden Schüler der Oberschule Innenstadt Görlitz zum Mitmachen eingeladen. Später soll die Rallye allen jugendlichen Museumsbesuchern zur Verfügung stehen.
Gefördert wurde dieses Projekt der kulturellen Bildung durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Angebote zu unseren Sonderausstellungen
-
Terminvereinbarung und Information: Sylvia Wackernagel, +49 35818791-128, swackernagel@schlesisches-museum.de

Clownerie und Seiltanz in der Kunst - So ein Zirkus!
Dialogische Führung durch die Ausstellung „Alexander Camaro und Breslau" mit einer Portion Akrobatik

Der Künstler Camaro schloß sich in jungen Jahren einem Wanderzirkus an. So verwundert es kaum, daß sich Eindrücke aus der Zirkuswelt in vielen seinen Bildern wiederfinden. Welche diese sind, schauen wir uns genau an. Vielleicht schaffen wir es sogar, einige Werke mit akrobatischen Übungen zum Leben zu erwecken.
- für die Klassenstufen 3 bis 5
- Kosten: € 2,00 pro Kind

Die Kraft der Bilder - Buchkunst aus dem Mittelalter
Dialogischer Rundgang durch die Ausstellung Breslauer Psalter mit Kreativwerkstatt

Stellt Euch vor, Ihr müßtet jede einzelne Seite eines Buches selbst herstellen und kunstvoll schmücken. In der Zeit des Mittelalters war dies völlig normal, doch es kostete unglaublich viel Mühe. Wie kam das Gold auf die einzelnen Seiten und mit welchen Hilfsmitteln wurde überhaupt geschrieben? Entdecken wir gemeinsam, welche Bilder sich besonders gut zur Verzierung eigneten und wie Anfangsbuchstaben verschönert wurden. Vielleicht habt Ihr dann genügend Inspiration, um Euer eigenes Lesezeichen zu entwerfen. Wer Lust hat, darf auch mit einer Gänsefeder schreiben.
- für die Klassenstufen 2 bis 6
Kosten: € 2,00 pro Kind

münzeKopf und Zahl. Geschichte des Geldes in Schlesien
3. April 2019 bis 23. Februar 2020

Das Schlesische Museum wird erstmals seinen reichen Schatz an Münzen und Medaillen aus acht Jahrhunderten in den Mittelpunkt einer Ausstellung rücken und dabei politische, wirtschaftliche und kulturhistorische Aspekte des Geldes auffächern.
Eine Attraktion der Schau wird der große Münzfund von
Dębrznik/Krausendorf sein, der im Muzeum Tkactwa w Kamiennej Górze/Webereimuseum in Landeshut i.S. aufbewahrt wird. Der aus über 6000 Münzen des 15. und 16. Jahrhunderts bestehende Fund kann Dank der Förderung durch den Kleinprojektefond von INTERREG Polen-Sachsen 2014 - 2020 zu einem bedeutenden Teil konserviert und präsentiert werden.

Vergessene Opfer der NS-„Euthanasie” -Die Ermordung schlesischer Anstaltspatienten 1940 - 1945
3. Mai bis 30. Juni 2019

Die Ausstellung der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein beleuchtet ein dunkles, bislang unbekanntes Kapitel der schlesischen Geschichte: die Ermordung von psychisch Kranken und geistig Behinderten aus Schlesien in der NS-Diktatur. Die Mordtaten wurden zumeist in Sachsen begangen. Schlesische Patienten kamen in der Gaskammer der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein ums Leben oder starben in sächsischen Heil- und Pflegeanstalten an Hunger oder überdosierten Medikamenten. Aber auch in Schlesien selbst kam es zu Krankenmorden.
Die Ausstellung ist Teil eines von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft” finanzierten Projekts und war schon in Breslau und im Museum Groß- Rosen/
Rogo
źnica zu sehen.

INKLUSIVE KUNST-  UND KUNSTVERMITTLUNG

Mal wieder unterwegs - Frohes Schaffen
Teilhabeorientierte Führungen für Menschen mit Demenz und ihre Begleitung

Studierende der Sozialen Arbeit an der Hochschule Zittau/Görlitz haben sich zum Ziel gesetzt, das Projekt „Kultur und Demenz” in Kooperation mit dem Schlesischen Museum zu Görlitz und der Landesinitiative Demenz Sachsen e.V. weiterzuführen. Dabei möchten sie Menschen mit einer Demenz die Teilhabe an Kunst und Kultur ermöglichen.
Bei einer teilhabeorientierten Führung durch das Schlesische Museum werden in einer Gruppe mit bis zu 7 Personen und ihrer Begleitung verschiedene Kunstwerke betrachtet. Wertschätzend und anerkennend wird eine Unterhaltung eingeleitet, bei der die individuellen Impulse aller Teilnehmer die bedeutende Rolle spielen.
Das Angebot richtet sich an alle ambulant, teilstationär, stationär oder durch Angehörige betreuten Menschen mit einer Demenz.
- Termine für Oktober und November 2018 können ab sofort vereinbart werden:  kultur-und-demenz@hszg.de

PROJEKTE

Neue Gedenktafel erinnert an die Deportation der schlesischen Juden 1941-1944

Fünfzehn Jahre lang hat Rita Kratzenberg daran gearbeitet, ein Familienvermächtnis zu erfüllen: Am Odertorbahnhof in Breslau sollte eine Gedenktafel an die Deportation der Breslauer Juden in der NS-Zeit erinnern. Auch Frau Kratzenbergs Großeltern waten darunter. Ihre Mutter, selbst keine Jüdin, hat die Deportation mitangesehen. Die schrecklichen Szenen ließen sie zeit ihres Lebens nicht mehr los.
Am 13. April 2018 war es endlich soweit - die Gedenktafel timt Odertorbahnhof wurde eingeweiht. Das Schlesische Museum zu Görlitz hatte die Initiative dazu ergriffen und führte gemeinsam mit dem Muzeum MiejskieWrocławia/Städtisches Museum in Breslau und der dortigen Jüdischen Gemeinde das Projekt durch. Die Tafel wurde vom Breslauer BildhauerStanisław Wysocki gestaltet. Bei der Enthüllung sprachen Maria Bering als Vertreterin der Kulturbeauftragten derBundesregierung (die das Projekt finanziert hat), und Jacek Ossowski, Vorsitzender des Breslauer Stadtrats.
Bei einem anschließenden Empfang im Breslauer Rathaus trat die jüdisch-norwegische Sängerin Bente Kahan auf. Ihre Stiftung hatte wesentlichen Anteil am Gelingen des Vorhabens. Aus Israel war Dr. Tamar Cohn-Gazit angereist. Die Tagebücher ihres Großvaters, des Breslauer Historikers Willy Cohn, gehören zu den eindrücklichsten Zeugnissen der Judenverfolgung in NS-Deutschland. Willy Cohn und seine Familie waren unter den ersten, die vom  Odertorbahnhof deportiert und anschließend ermordet wurden. Über 7.000 Menschen, Juden aus Breslau und anderen niederschlesischen Städten, wurden von hier in Güterzügen in die Lager und Vernichtungsstätten im Osten verbracht. Kaum einer hat überlebt
.

JANUAR

Mittwoch, 09.01.2019
17.00 Uhr
Eingang Fischmarkt 5
Eintritt: € 6,50

Vortrag

Dr. Johanna Brade: Friedenssehnsucht. Bildbotschaften der Künstler aus der Zeit des Ersten Weltkriegs
Der Vortrag thematisiert die Haltung bildender Künstler zum Kriegsgeschehen. Viele begrüßten den Krieg 1914 als Ausweg aus der Enge der wilhelminischen Gesellschaft. Andere Künstler versuchten, mit schockierenden Bildern gegen die Kriegseuphorie zu wirken. Anti-Kriegsbilder mit religiösen Motiven wurden als Bilder des Trostes und Aufforderung zum Neuanfang geschaffen.
Anmeldung über VHS: Telefon +49 3581420980, info@vhs-goerlitz.de

Donnerstag, 10.01.2019
18.00 Uhr
Eingang Fischmarkt 5
Eintritt: € 3,00

Kulturreferentin

Vortrag

SCHLESIEN ERFAHREN
Andrzej Paczos: Zur Kur nach Schlesien. Die Entwicklung des Kurtourismus in Bad Flinsberg
(Świeradów-Zdrój) und Bad Warmbrunn (Cieplice Śląskie-Zdrój)
In einem kulturgeschichtlichen Vortrag stellt Andrzej Paczos die Geschichte der größten Kurorte der Westsudeten vor. Hier wurden die besonderen Quellen bereits im 13. Jahrhundert entdeckt. Der Kurtourismus entwickelte sich seit dem 16. Jahrhundert zunächst langsam und erlebte im 19. Jahrhundert schnellen Aufschwung. Wie man hier heutzutage kurt, können sie bei der darauffolgenden Exkursion am 12. Januar kennenlernen.

Sonnabend, 12.01.2019

Kulturreferentin

Exkursion

SCHLESIEN ERFAHREN
Tagesfahrt nach Bad Flinsberg und Bad Warmbrunn
Der Winter ist die beste Jahreszeit, um sich von der Wärme der Warmbrunner Quellen am eigenen Körper zu überzeugen! Reiseleitung: Andrzej Paczos.

Sonntag, 20.01.2019
10.00 bis 16.00 Uhr
Freier Eintritt für Großeltern mit Enkeln (unter 16 Jahren)

Großeltern-Enkel-Tag

Mit Oma und Opa ins Museum
Wir laden Großeltern mit ihren Enkeln zu einem kostenlosen Museumsbesuch ein! In der Sonderausstellung „Silber von Lemor in Breslau" werden elegantes Tafelsilber und Bestecke gezeigt. Sie sind nicht nur schön anzuschauen, sondern machen vielleicht sogar Appetit. Doch Genießen will gelernt sein! Die Gäste sind eingeladen, über manches Spezialbesteck zu rätseln oder den Tisch für ein mehrgängiges Menü zu decken. Außerdem lohnt sich ein Blick in die Kunstausstellung mit Werken von Alexander Camaro ein Künstler mit vielen Talenten!

Mittwoch, 23.01.2019
17.00 Uhr
Eingang: Fischmarkt 5
Eintritt
: € 5,00, ermäßigt € 3,00

Kulturreferentin

Vortrag und Ausstellung

Der Große Krieg im Schatten des Riesengebirges. Deutsches und polnisches materielles Erbe in Hirschberg (Jelenia Góra) und Umgebung
Ivo
Łaborewicz, Leiter der Filiale Hirschberg des Staatsarchivs Breslau (Wrocław), und Janusz Skowroński, Direktor des Gerhart-Hauptmann-Hauses in Agnetendorf(Jagniątków), berichten über die Orte des Gedenkens an den Ersten Weltkrieg im Hirschberger Tal. Diese werden begleitend in einer dokumentarischen Ausstellung veranschaulicht.

Freitag, 25.01.2019
19.00 Uhr
Eingang Fischmarkt 5
Eintritt: € 15,00

Weinverkostung

„Silber von Lemor" und Weinverkostung mit Staatsweingut Schloß Wackerbarth
An diesem Abend erleben Sie edles Tafelsilber und edle Weine! Ein kurzweiliger Rundgang durch unsere Sonderausstellung stimmt Sie ein auf die Verkostung von Wein- und Sekterzeugnissen, zu der das Sächsische Staatsweingut in unserem Hause einlädt.

FEBRUAR

Mittwoch, 06.2.2019
15.00 Uhr
Eintritt: € 10,00 (inkl. Kaffee und Kuchen)
Reservierung:
+49 3581 8791-0
kontakt@schlesisches-museum.de

Kaffee & Kultur - natürlich schlesisch

Der Tisch ist gedeckt!
Wir stellen Ihnen Tafelsilber und elegante Bestecke in unserer aktuellen Sonderausstellung vor, berichten über die Geschichte ihrer Produktion und bitten anschließend zu Kaffee und Kuchen an den Tisch!.

Donnerstag, 07.02.2019
18.00 Uhr

Eingang Fischmarkt 5
eintritt: € 3,00

Kulturreferentin

Vortrag

SCHLESIEN ERFAHREN
Margrit Kempgen: Grenz- und Zufluchtskirchen für evangelische Schlesier in der Oberlausitz
Nach dem Dreißigjährigen Krieg und der anschließenden Rekatholisierung mußten die evangelischen Christen in den schlesischen Erbfürstentümern zum Gottesdienst in die benachbarten Länder ziehen. In der Oberlausitz, dicht an der Grenze zu Schlesien, standen Grenz- und Zufluchtskirchen für sie offen. Margrit Kempgen erläutert die historischen Zusammenhänge und stellt Kirchenbauten vor.

Sonnabend, 09.02.2019

Kulturreferentin

Exkursion

SCHLESIEN ERFAHREN
Tagesfahrt zu den Grenz- und Zufluchtskirchenin der Oberlausitz
Eine kulturgeschichtliche Rundfahrt mit Stationen in Pobiedna (Meffersdorf),
Giebułtów (Gebhardsdorf), Wieża (Ober-Wiesa), Biedrzychowice (Friedersdorf),Lubań (Lauban), Zebrzydowa (Siegersdorf) und Tomisław (Thommendorf).
Reiseleitung: Andrzej Paczos.-
In Kooperation mit Görlitz-Tourist
- Anmeldung/Information: Telefon +49 3581 764747,m.buchwaldggoerlitz-tourist.de

Freitag, 15.02.2019
18.00 Uhr
Eingang Fischmarkt 5
eintritt: € 5,00; erm.: € 3,00

Kulturreferentin

Buchvorstellung und Gespräch

Arno Herzig: 900 Jahre jüdisches Leben in Schlesien
Der Historiker Prof. em. Dr. Arno Herzig stellt im Gespräch mit Museumsdirektor Dr. Markus Bauer sein Ende 2018 im Senfkorn-Verlag erschienenes Buch vor. Hier beschreibt er das Leben der jüdischen Bevölkerung in Schlesien vom 13. bis ins 20. Jahrhundert angefangen bei ihrem Anteil an der kolonialen Erschließung Schlesiens im Mittelalter bis zu ihrer Vertreibung und physischen Vernichtung durch die Nationalsozialisten. Nach dem Kriegsende 1945 mußten die überlebenden deutschen Juden wie die übrigen Deutschen das Land verlassen.
In Kooperation mit dem Senfkorn-Verlag

MÄRZ

Sonntag, 03.03.2019
15.00 Uhr
Eintritt frei

Bildvortrag und Gespräch

Artisten und Clowns in der Kunst
Seit der Antike gibt es künstlerische Darstellungen der „Fahrenden". Sie wurden für ihre Künste bewundert und geliebt, waren jedoch als Randgruppe der Gesellschaft zugleich verachtet und stets Gefahren ausgesetzt. Dr. Johanna Brade erläutert, wie sie im Verlauf der Kunstgeschichte zu Sinnbildern des modernen Menschen wurden. Anschließend besteht Gelegenheit zum Gespräch vor den Bildern Alexander Camaros.

Dienstag, 05.03.2019
10.00 bis 11.30 Uhr
Teilnahme kostenfrei

Inklusive Kunstvermittlung

Da bin ich!Eine musikalische Reise durch die Bilderwelt Camaros
Führung durch die Kunstausstellung mit handgemachter Musik für Menschen mit Demenz und ihre Begleitung.
-
In Kooperation mit der Landesinitiative Demenz Sachsen e.V., gefördert vom Landkreis Görlitz
- Anmeldung: Sylvia Wackernagel, Telefon +49 351 810851-22
,  S.wackernagelglandesinitiative- demenz.de

Mittwoch, 06.03.2019
15.00 Uhr
Eintritt: € 10,00 (inkl. Kaffee und Kuchen)
Reservierung:
+49 3581 8791-0
kontakt@schlesisches-museum.de

Kaffee & Kultur - natürlich schlesisch

Aschermittwochblues
Betrachtungen zu Alexander Camaros poetischer Bildwelt zwischen Fröhlichkeit und Melancholie mit Kuratorin Dr. Johanna Brade.

Sonnabend, 09.03.2019
14.00 Uhr
Teilnahme: € 2,00

Schlesischer SaTOURday für Kinder

Clownerie und Seiltanz in der Kunst - So ein Zirkus!
Interaktive Führung für Kinder von 6 bis 10 Jahre durch die Kunstausstellung „Alexander Camaro und Breslau - Eine Hommage”. Auf vielen Bildern sind Motive aus der Zirkuswelt zu entdecken!
In Kooperation mit der VHS Görlitz

Sonntag, 10.03.2019
15.00 Uhr
Teilnahme: € 5,00; erm. € 4,50

FührungLetzte Führung durch die Kunstausstellung

„Alexander Camaro und Breslau - Eine Hommage”
mit Kuratorin Dr. Johanna Brade

Mittwoch, 20.03.2019
18.00 Uhr
Eingang Fischmarkt 5
Eintritt: € 3,00

Kulturreferentin

Vortrag

SCHLESIEN ERFAHREN
Andrzej Paczos: Kulturlandschaften entlang des Bobers von der Quelle bis nach Hirschberg (Jelenia Góra)
Der Bober entspringt nahe der polnisch-tschechischen Grenze im Rehorngebirge. Nach 20 Kilometern erreicht er Landeshut (Kamienna Góra), einen früheren Standort der Industrie-Weberei. Danach schwingt sich der Flußlauf durch das Hirschberger Tal, vorbei an den Schlössern Rudelstadt (Ciechanowice), Boberstein (Bobrów), Schildau (Wojanów) und Lomnitz
(Łomnica) , bis er die Stadt Hirschberg erreicht.

Sonnabend, 23.03.2019

Kulturreferentin

Exkursion

SCHLESIEN ERFAHREN
Tagesfahrt entlang des Bobers bis nach Hirschberg
Andrzej Paczos führt Sie durch Landschaften, Städte und zu Sehenswürdigkeiten am Bober.
In Kooperation mit Görlitz-Tourist
Anmeldung/Information: Telefon +49 3581 764747, m.buchwald@goerlitz-tourist.de

Freitag, 29.03.2019
19.00 Uhr
Eingang Fischmarkt 5
Eintritt: € 5,00; erm. € 3,00

Kulturreferentin

Buchvorstellung und Gespräch

Uwe Rada: Die vergessene Grenze.Eine deutsch-polnische Spurensuche von Oberschlesien bis zur Ostsee
Zwischen 1918 und 1939 waren Deutschland und Polen durch eine Grenze getrennt, die heute fast vollständig in Vergessenheit geraten ist. Autorinnen und Autoren aus beiden Ländern haben sich auf den Weg gemacht, um nach den Spuren der einst fast 2000 Kilometer langen Grenzlinie in der Landschaft und im kollektiven Gedächtnis zu suchen. Entstanden ist ein Band mit vielen überraschenden Erkenntnissen zur deutsch-polnischen Geschichte, der den Leser auch zu eigenen Entdeckungsreisen einlädt.

VORSCHAU

Sonnabend, 06.04.2019
10.00 bis 22.00 Uhr

10. Schlesisches Nach(t)lesen

Der literarische Spaziergang der besonderen Art führt Sie wieder durch Görlitz und Zgorzelec zu zehn interessanten Orten, an denen ihre Gastgeber oder eingeladene Gäste aus Texten schlesischer Autoren oder über Schlesien vorlesen - zum Lachen, Staunen und Nachdenken.

NEUER MITARBEITERIN IM MUSEUM

Seit dem 1. September 2018 arbeitet Frau Luise-Kathrin Krause im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes im Schlesischen Museum.
Nachstehend der Wortlaut der Vorstellung von Frau Krause:

Im vergangenen Sommer habe ich mein Abitur am Augustum-Annen-Gymnasium in Görlitz abgelegt. Da ich noch keine genauen Vorstellungen hatte, welchen beruflichen Weg ich danach einschlagen sollte, habe ich mich zunächst für den Bundesfreiwilligendienst entschieden. Außerdem wollte ich gern noch ein Jahr in Görlitz bleiben. Durch die Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen e.V., die Freiwilligendienste vermittelt, bin ich auf das Schlesische Museum aufmerksam geworden und habe mich sofort beworben. Da ich großes Interesse an Geschichte habe, war ich glücklich, als die Zusage für die Stelle kam.
In den ersten Wochen prasselten viele neue Informationen auf mich ein. Es zeigte sich schnell, dass hinter einem Museum und einer Ausstellung mehr steckt, als man von außen sieht. Doch nun, nach den ersten Monaten, kann ich sagen, dass ich meine Entscheidung nicht bereue. Es lohnt sich, hier so viel wie möglich Erfahrungen zu sammeln. Derzeit arbeite ich mit dem Kurator Dr. Martin Kügler an der Ausstellung “Silber von Lemor in Breslau 1818-1945”. Dabei kümmere ich mich um Fragen der Ausstellungsgestaltung und der Präsentation der Objekte.
Ich freue mich auf die nächsten Monate im Schlesischen Museum und hoffe, dass mir diese Zeit bei meiner Zukunftsplanung behilflich ist.

KULTURREFERENTIN

Mit Ablauf des Monats Juli 2018 beendetDr. Annemarie Franke als Kuturreferentin am Schlesischen Museum zu Görlitzihre erfolgreiche, auf fünf Jahre angelegte Tätigkeit. Die Nachfolgerin wird Agnieszka Bormann.
Sie ist die erste Kulturreferentin mit polnischer Herkunft und zugleich starker lokaler Verankerung und von Beruf Germanistin und Kulturmanagerin. Ursprünglich kommt Agnieszka Bormann aus der Region um Kielce in Polen. 2005 hat sie Görlitz zu ihrer Wahlheimat auserkoren. Durch Studium, Arbeit, Familie und doppelte Staats-bürgerschaft in Deutschland und Polen gleichermaßen zu Hause, ist ihr Alltag von gelebter Bikulturalität geprägt.
Aufbauend auf ihren Erfahrungen im Projektmanagement und in deutsch-polnischen Kooperationen möchte sie mit ihrem breiten Netzwerk an regionalen und internationalen Kontakten eine nachhaltig wirksame Vermittlungsarbeit leisten, deutsch¬polnische Begegnung ermöglichen, Wissensaustausch fördern und auch Projekte Dritter fachlich begleiten. Sie will dabei die zahlreichen Facetten der Vergangenheit und noch mehr der Gegenwart Schlesiens vorstellen und insbesondere seine heutigen Bewohner ihre Geschichten erzählen lassen. Am meisten interessiert sie die kleinen Orte des ländlich geprägten Schlesiens mit ihren häufig noch versteckten Perlen der Kulturgeschichte, mit ihren Menschen, die oft ein altes Haus oder Handwerk wiederbeleben, die deutsche Vergangenheit ihres Ortes pflegen, aufarbeiten und schließlich als Element der eigenen Identität begreifen.
Viel Erfolg mit der Arbeit am Schlesischen Museum!

NEUERSCHEINUNGEN

Neuerscheinungen
Die Publikationen des Schlesischen Museums widmen sich zwei historischen Themenkreisen, die bisher nicht zusammenhängend erforscht und publiziert worden sind. Beide Neuerscheinungen sind im Museumsladen erhältlich.
Mit der Publikation „Heimat und Fremde” gab Martina Pietsch fünfzehn Beiträge einer Tagung vom Februar 2009 heraus, die sich mit Migration, Bevölkerungswandel und Städtebau in Görlitz/Zgorzelec seit 1933 befaßten.
Es ist ein Kompendium zur jüngsten Geschichte der deutsch-polnischen Doppelstadt entstanden.
Kulturreferent Maximilian Eiden publizierte unter dem Titel „Von Schlesien nach Israel” eine Vortragsreihe, die in den Jahren 2008 bis 2009 am Schlesischen Museum stattfand. Acht Autoren gehen dem Schicksal jener jüdischen Schlesier nach, denen die Flucht vor dem Holocaust nach Israel gelang. Es wird ihr Beitrag zum sozialen und kulturellen Leben ihrer neuen Heimat, des Staates Israel sichtbar.

Martina Pietsch (Hg.): Heimat und Fremde. Migration und Stadtentwicklung in Görlitz und Zgorzelec seit 1933. 164 Seiten, Abbildungen und Diagramme, Preis: € 13,90

Maximilian Eiden (Hg.): Von Schlesien nach Israel. Juden aus einer deutschen Provinz zwischen Verfolgung und Neuanfang. 112 Seiten, Abbildungen, Preis: € 12,80

Barockes Glas aus Schlesien
[Die Publikation erscheint anläßlich der Ausstellung “Barockes Glas aus Schlesien/Śląskie szkło barokow”, 11.06.-31.07.2016 Muzeum Karkonoskie w Jeleniej Górze, 20.08.-20.11.2016 Schlesisches Museum zu Görlitz]
Verlag Gunter Oettel
ISBN 978-3-944560-28-1
Preis: € 17,00

NEUERWERBUNGEN

Ein Kubikmeter Hirschberger Spitzen

Dank der großzügigen Unterstützung von Familie Dr. Hans-Joachim Vits konnte kürzlich eine besonders umfangreiche Sammlung Hirschberger Spitzen erworben werden — in zwölf Koffern und Kisten befindet sich fast ein Kubikmeter dieser feinen Textilien!smg072015b
Die Spitzen sind in den 1920er und 1930er Jahren in Hirschberg und Umgebung angefertigt worden. Sie stammen aus dem Besitz von Hedwig Freiin von Dobeneck (1877-1956). Zusammen mit Margarete Bardt hatte sie 1906 in Hirschberg die privaten „Schulen für künstlerische Nadelarbeiten" gegründet. Von 1911 bis 1922/23 übernahm Fürstin Mary Teresia (Daisy) von Pless die Werkstätten, die in diesen Jahren als „Spitzenschulen der Fürstin von Pless" firmierten. Die ehemaligen Eigentümerinnen leiteten weiterhin die Schulen. Später wurden sie wieder durch Hedwig von Dobeneck übernommen, mußten aber 1935 infolge wirtschaftlicher Schwierigkeiten geschlossen werden.
Die weit mehr als eintausend Einzelstücke sind in verschiedenen Techniken ausgeführt und meist von sehr guter Qualität. Es handelt es sich dabei um Bänder und Borten, Applikationen (Kragen, Rüschen), Hauben, Schleier, Taschentücher sowie Platzdeckchen und Untersetzer. Auch eine spitzenbesetzte Taufgarnitur (Kleid, Haube, Kissen) ist darunter. Die Sammlung stammt aus Restbeständen früherer Verkaufs stellen in Hirschberg und Warmbrunn. An vielen Arbeiten sind noch die Etiketten mit Muster- bzw. Modellnummern und Preisen befestigt.

Eine Auswahl der „Spitzenwerke" stellt das Museum zeitweilig im Nordhof vor.
- 23. Juni bis 16. Juli, Eintritt: € 1,00 bzw. Museumsticket

Doppelte Freude über geteilte Keramiksammlung

Seit über 50 Jahren sammeln Hans-Martin Kühn und seine Frau Bunzlauer Keramik. Dabei bevorzugten sie handgefertigte Produkte aus der Oberlausitz und dem Bezirk Bunzlau; serielle Fabrikware erwarben sie hingegen nur zu Vergleichszwecken. Es entstand eine Sammlung von rund 800 Keramiken, die die Entwicklung vomsmg072015a einfachen Braungeschirr zu der bunt dekorierten Keramik Bunzlauer Art in der Zeit von etwa 1900 bis 1945 dokumentiert.
Das Ehepaar Kühn mußte sich nun aus Platzgründen von einem großen Teil der Sammlung trennen. Sie boten die Kollektion dem Muzeum Ceramiki w Boles
ławcu (Keramikmuseum Bunzlau) an, wo man einer Übernahme gern zustimmte. Direktorin Anna Bober-Tubaj schlug ihrerseits dem Schlesischen Museum vor, sich die Sammlung zu teilen. Dieses großzügige Angebot ist ein Zeichen für die seit mehreren Jahren bestehende gute und freundschaftliche Kooperation der beiden Museen und wurde von Görlitzer Seite sehr gern angenommen.
Somit kehrt ein Teil der Keramiken nach Bunzlau zurück, der andere kommt nach Görlitz. Dank der wißenschaftlichen Aufarbeitung und Inventarisierung der Sammlung durch das Ehepaar Kühn ist es beiden Museen möglich, jeweils einen Überblick über den gesamten Bestand zu haben und sich bei Bedarf gegenseitig Stücke auszuleihen.

Einen Einblick in die Produktvielfalt bietet unsere Präsentation im Nordhof, die anläßlich des Schlesischen Tippelmarktes eingerichtet wird.
- 17. Juli bis 28. August, Eintritt: € 1,00 bzw. Museumsticket, das während des Tippelmarktes (18./19. Juli) ermäßigt ist.

Texte sind den aktuellen Museumsinformationen entnommen!

DER FÖRDERVEREIN DES SCHLESISCHEN MUSEUMS

Verein der Freunde und Förderer des Schlesischen Museums zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e. V.

In Deutschland wächst das Interesse an Kultur und Geschichte Schlesiens. Schlesien war und ist eine Kulturregion von hohem Rang. Dies überzeugend darzustellen und zur Geltung zu bringen, ist im Schlesischen Museum zu Görlitz gelungen. Das Museum will außer den heimatvertriebenen Schlesiern und deren Nachkommen selbstverständlich auch Menschen ansprechen, die keinen persönlichen Bezug zu Schlesien haben. Der Verein der Freunde und Förderer möchte das Museum weithin bekannt machen, um viele Menschen auf dieses, wie Johann Wolfgang von Goethe sich ausdrückte, „zehnfach intereßante Land” hinzuweisen. Die Mitglieder des Vereins, gleichsam die Botschafter des Museums, erhalten durch die „Mitteilungen aus dem Schlesischen Museum zu Görlitz” Informationen über das Geschehen im Museum. Der Verein veranstaltet in Görlitz Vortragsabende unter dem Titel „Das besondere Objekt”. Durch Spenden ermöglicht er dem Museum das Erwerben weiterer intereßanter Objekte. Das Museum mit finanziellen Mitteln beim Erwerb von dinglichem Kulturgut zu unterstützen, ist eine besonders wichtige Aufgabe des Fördervereins. Schon jetzt sind die Mittel der öffentlichen Hand zum Ankauf von Exponaten zur Verfügung stellt, äußerst gering. Die Haushaltslage macht es nicht wahrscheinlich, daß ich an dieser Situation mittelfristig etwas ändert. Vielmehr steht zu befürchten, daß in den kommenden Jahren keine investiven Mittel mehr bereitgestellt werden. Um so wichtiger ist die Hilfe, die die Freunde des Museums über ihren Förderverein ihrem Schlesischen Museum geben können. Verstärken auch Sie die Wirksamkeit des Fördervereins mit Ihrer Mitgliedschaft und Ihren Spenden. Jeder noch so kleine Betrag ist willkommen.

Der Verein bemüht sich ferner darum, Freunde für das Museum im heute polnischen Schlesien zu gewinnen, etwa durch Vorlesewettbewerbe für Schüler mit dem Fach Deutsch und eine Einladung der Wettbewerbsteilnehmer nach Görlitz.
Der Verein der Freunde und Förderer lädt jeden an der weiteren Entwicklung des Schlesischen Museums Intereßierten ein, Mitglied zu werden. Die Mitgliedschaft kann über die Postanschrift

Schlesisches Museum zu Görlitz
Postfach 300 461
02809 Görlitz

beantragt werden.

Bankverbindung für Spenden

Kontonummer: 40 550 / IBAN: DE65850501000000040550
BLZ: 850 501 00 / BIC: WELADED1GRL
Sparkaße Oberlausitz-Niederschlesien

Zur Vereinfachung der Korrespondenz mit den Mitgliedern, aber auch zur Einsparung von Portoauslagen werden die Vereinsmitglieder herzlich gebeten, ihr Emailadressen - soweit vorhanden - dem Vereinsvorsitzenden Dr. Klaus Schneider, Elsterstraße 40, 04109 Leipzig oder
k.schneider-glogau at t-online.de mitzuteilen