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Veranstaltungen im Schlesischen Museum
 von Oktober bis Dezember 2018

AUSSTELLUNGEN

Alexander Camaro und Breslau - Eine Hommage

Eine Ausstellung des Schlesischen Museums zu Görlitz in Zusammenarbeit mit der Alexander und Renata Camaro Stiftung Berlin vom
19. Oktober 2018 bis 10. März 2019
Eröffnung am Donnerstag, 18. Oktober 2018, 19.00 Uhr

Das Museum widmet seine neue Sonderausstellung dem Künstler Alexander Camaro (1901 Breslau-1992 Berlin). Er gilt heute als einer der wichtigsten Absolventen der ehemaligen Breslauer Akademie und bedeutendster Schüler des legendären Expressionisten Otto Mueller. Es lag daher nahe, Camaros Schaffen ergänzend zu der parallel in Berlin und Breslau 2018/19 gezeigten Otto-Mueller-Ausstellung zu würdigen.
Im Mittelpunkt steht die besondere Beziehung des Künstlers zu seiner Heimatstadt, der er sich zeitlebens eng verbunden fühlte. Hier verbrachte er eine glückliche Kindheit im ländlichen Vorort Morgenau, einem beliebten Ausflugsziel mit Gaststätten, Tanzsälen und anderen Vergnügungsstätten. Aus diesen Jahre blieben ihm intensive Erinnerungen an die besondere Atmosphäre der wasserreichen Niederung zwischen Oder und Ohle sowie an die bunte Welt der Schausteller und Artisten. Mit 16 Jahren wurde er vorübergehend Mitglied einer wandernden Artistengruppe und arbeitete als Clown und Hochseilläufer.
Nach dem Ersten Weltkrieg wandte sich Camaro der bildenden Kunst zu und verfolgte fasziniert den künstlerischen Aufbruch der 1920er Jahre. Breslau blieb für ihn stets verbunden mit der Erinnerung an „eine überaus fruchtbare kulturelle Epoche und eine geistig aufgeschlossene Stadt [...] eine Konzentrierung, eine glückliche Kombination eines Kreises von schöpferischen Menschen, die selten sich ergibt.” Nicht nur an der Akademie bei Otto Mueller, auch in der Welt der Musik, der Literatur und der Bühne fand er entscheidende, wegweisende Anregungen für sein späteres Schaffen. Nach 1945 führte ihn sein Weg nach West-Berlin, wo er als Maler, Literat, Bühnenkünstler und Filmemacher großen Einfluß auf die Kunstszene der Nachkriegszeit hatte.
Die Ausstellung wurde von der Berliner Camaro Stiftung initiiert und gemeinsam erarbeitet. Zu sehen sind rund 3o Bildwerke, dazu Texte, Fotos und kurze Filmsequenzen. Gezeigt wird die Schau anschließend noch in abgewandelter Form in Berlin (Camaro Haus, 5. April bis 29. Juni 2019) und in Breslau (Stadtschloß, 2. August bis 6. Oktober 2019).
Die Ausstellung wird begleitet durch eine reich bebilderte zweisprachige Publikation (deutsch-polnisch), Preis: € 20,00

Der Breslauer Psalter

Die Vernissage am 2. November fand großen Anklang, und der Vortragssaal war fast bis auf den letzten Platz besetzt.  Dr. Ralf Lütztelschwab, Freie Universität Berlin, führte kenntnisreich in die Geschichte der mittelalterlichen Psalterhandschriften ein.

Glanzlicht europäischer Buchkunst
Faksimile-Ausstellung des Quaternio Verlags Luzern vom
3. bis 25. November 2018, anschließend in der Dauerausstellung
Eröffnung am Freitag, 2. November 2018, 19.00 Uhr

Mit einpsalter1er Präsentation im Schlesischen Museum stellt der Quaternio Verlag Luzern erstmals in Deutschland seine neueste Faksimile-Edition vor: den kostbaren Breslauer Psalter. Die um 1265 entstandene Handschrift aus dem berühmten Fitzwilliam Museum in Cambridge (UK) begeistert durch ihre überaus prächtige und erzählfreudige Ausstattung. Für die 147 Blätter wurden insgesamt 36 Kalenderbilder, 28 ganzseitige Miniaturen, 10 ganzseitige Zierinpsalter3itialen, 168 Miniaturen auf den Seitenrändern und zahllose andere Schmuckelemente geschaffen - alles in leuchtenden Farben und vieles auf funkelndem Goldgrund.
Auftraggeberin der Handschrift war vermutlich Anna von Böhmen (1201/04-1265), die Schwiegertochter der HI. Hedwig. Der Anlaß könnte die Heirat Heinrichs III. von Schlesien-Breslau mit Helene von Sachsen gewesen sein. Der wahrscheinlich im Kloster Leubus angefertigte Psalter ist ein eindrucksvolles Zeugnis für den kulturellen Austausch zwischen Ost und West, Süd und Nord, denn hier verbinden sich Schmuckformen aus sächsischen, thüringischen und fränkischen Handschriften mit französischen und italienischen Gestaltungen.
Die Ausstellung bietet Gelegenheit, die Seiten der Handschrift mit ihren vielen Details aus nächster Nähe zu betrachten und im originalgetreuen Faksimile-Band zu blättern. Umrahmt wird die Schau mit fachkundigen Informationen der beteiligten Wissenschaftler. Dank einer großzügigen Schenkung des Quaternio Verlags Luzern kann der faksimilierte Breslauer Psalter im Anschluß in der Dauerausstellung des Museums besichtigt werden.

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Silber aus Schlesien - Tafelsilber der Firma Lemor in Breslau

Ausstellung vom 8. Dezember 2018 bis 10. März 2019
Eröffnung am Freitag, 7. Dezember 2018, 19.00 Uhr

Im Jahr 1818 erwarb der aus Unterfranken stammende Theodor Lemor das Bürgerrecht der Stadt Breslau und gründete eine kleine Silberschmiedewerkstatt. Er konnte nicht ahnen, daß sich hieraus die größte Silberwarenfabrik Ostdeutschlands entwickeln würde, die bis 1945 in Breslau edles Tafelsilber produzierte. Zum Sortiment gehörten alle Arten von Korpuswaren wie Leuchter und Service, Flachwaren wie Tabletts und Teller sowie Kleinsilberwaren wie Etuis und Dosen. Berühmt wurde die Firma aber vor allem wegen ihres breiten Angebotes an Silberbestecken. Seit der Reichsgründung 1871 und in einer Zeit sinkender Silberpreise wurden solche Bestecke auch für weite bürgerliche Kreise erschwinglich und die Auswahl an Besteckmustern kontinuierlich erweitert. Auch funktionale Neuheiten kamen auf den Markt: zum Beispiel Orangenschäler, Sardinenheber, Tomatenmesser, Keulenhalter, Gebäckzangen, Spargelzangen, Hummergabeln, spezielle Fischbestecke und vielfältige Vorlegebestecke.
Der Firmengeschichte hat Rainer Lemor, ein Sohn des letzten Inhabers, jahrzehntelang nachgespürt und eine umfangreiche Silbersammlung zusammengetragen, darunter über 2500 Besteckteile. Diese Kollektion übergab er dem Schlesischen Museum als Dauerleihgabe, die nun in großen Teilen ausgestellt wird.
Es erscheint eine Publikation, in der Rainer Lemor rund 140 Besteckmuster der Firma Lemor identifiziert. Damit ist Sammlern eine wertvolle Bestimmungshilfe geboten. Ergänzt wird die Publikation durch einen Beitrag über die Silberpunzierung der Stadt Breslau von 1818 bis 1945 mit Abbildung aller Marken dieser Zeit.

MUSEUM FÜR KINDER UND JUGENDLICHE

Angebote zu unseren Sonderausstellungen
-
Terminvereinbarung und Information: Sylvia Wackernagel, +49 35818791-128, swackernagel@schlesisches-museum.de

Clownerie und Seiltanz in der Kunst - So ein Zirkus!
Dialogische Führung durch die Ausstellung „Alexander Camaro und Breslau" mit einer Portion Akrobatik

Der Künstler Camaro schloß sich in jungen Jahren einem Wanderzirkus an. So verwundert es kaum, daß sich Eindrücke aus der Zirkuswelt in vielen seinen Bildern wiederfinden. Welche diese sind, schauen wir uns genau an. Vielleicht schaffen wir es sogar, einige Werke mit akrobatischen Übungen zum Leben zu erwecken.
- für die Klassenstufen 3 bis 5
- Kosten: € 2,00 pro Kind

Die Kraft der Bilder - Buchkunst aus dem Mittelalter
Dialogischer Rundgang durch die Ausstellung Breslauer Psalter mit Kreativwerkstatt

Stellt Euch vor, Ihr müßtet jede einzelne Seite eines Buches selbst herstellen und kunstvoll schmücken. In der Zeit des Mittelalters war dies völlig normal, doch es kostete unglaublich viel Mühe. Wie kam das Gold auf die einzelnen Seiten und mit welchen Hilfsmitteln wurde überhaupt geschrieben? Entdecken wir gemeinsam, welche Bilder sich besonders gut zur Verzierung eigneten und wie Anfangsbuchstaben verschönert wurden. Vielleicht habt Ihr dann genügend Inspiration, um Euer eigenes Lesezeichen zu entwerfen. Wer Lust hat, darf auch mit einer Gänsefeder schreiben.
- für die Klassenstufen 2 bis 6
Kosten: € 2,00 pro Kind

INKLUSIVE KUNST-  UND KUNSTVERMITTLUNG

Mal wieder unterwegs - Frohes Schaffen
Teilhabeorientierte Führungen für Menschen mit Demenz und ihre Begleitung

Studierende der Sozialen Arbeit an der Hochschule Zittau/Görlitz haben sich zum Ziel gesetzt, das Projekt „Kultur und Demenz” in Kooperation mit dem Schlesischen Museum zu Görlitz und der Landesinitiative Demenz Sachsen e.V. weiterzuführen. Dabei möchten sie Menschen mit einer Demenz die Teilhabe an Kunst und Kultur ermöglichen.
Bei einer teilhabeorientierten Führung durch das Schlesische Museum werden in einer Gruppe mit bis zu 7 Personen und ihrer Begleitung verschiedene Kunstwerke betrachtet. Wertschätzend und anerkennend wird eine Unterhaltung eingeleitet, bei der die individuellen Impulse aller Teilnehmer die bedeutende Rolle spielen.
Das Angebot richtet sich an alle ambulant, teilstationär, stationär oder durch Angehörige betreuten Menschen mit einer Demenz.
- Termine für Oktober und November 2018 können ab sofort vereinbart werden:  kultur-und-demenz@hszg.de

PROJEKTE

Neue Gedenktafel erinnert an die Deportation der schlesischen Juden 1941-1944

Fünfzehn Jahre lang hat Rita Kratzenberg daran gearbeitet, ein Familienvermächtnis zu erfüllen: Am Odertorbahnhof in Breslau sollte eine Gedenktafel an die Deportation der Breslauer Juden in der NS-Zeit erinnern. Auch Frau Kratzenbergs Großeltern waten darunter. Ihre Mutter, selbst keine Jüdin, hat die Deportation mitangesehen. Die schrecklichen Szenen ließen sie zeit ihres Lebens nicht mehr los.
Am 13. April 2018 war es endlich soweit - die Gedenktafel timt Odertorbahnhof wurde eingeweiht. Das Schlesische Museum zu Görlitz hatte die Initiative dazu ergriffen und führte gemeinsam mit dem Muzeum MiejskieWrocławia/Städtisches Museum in Breslau und der dortigen Jüdischen Gemeinde das Projekt durch. Die Tafel wurde vom Breslauer BildhauerStanisław Wysocki gestaltet. Bei der Enthüllung sprachen Maria Bering als Vertreterin der Kulturbeauftragten derBundesregierung (die das Projekt finanziert hat), und Jacek Ossowski, Vorsitzender des Breslauer Stadtrats.
Bei einem anschließenden Empfang im Breslauer Rathaus trat die jüdisch-norwegische Sängerin Bente Kahan auf. Ihre Stiftung hatte wesentlichen Anteil am Gelingen des Vorhabens. Aus Israel war Dr. Tamar Cohn-Gazit angereist. Die Tagebücher ihres Großvaters, des Breslauer Historikers Willy Cohn, gehören zu den eindrücklichsten Zeugnissen der Judenverfolgung in NS-Deutschland. Willy Cohn und seine Familie waren unter den ersten, die vom  Odertorbahnhof deportiert und anschließend ermordet wurden. Über 7.000 Menschen, Juden aus Breslau und anderen niederschlesischen Städten, wurden von hier in Güterzügen in die Lager und Vernichtungsstätten im Osten verbracht. Kaum einer hat überlebt
.

OKTOBER

Mittwoch, 10.10.2018
15.00 Uhr
Eintritt: € 10,00 (inkl. Kaffee und Kuchen)
Reservierung:
+49 3581 8791-0
kontakt@schlesisches-museum.de

Kaffee & Kultur - natürlich schlesisch

Alexander Camaros poetische Bildwelten

Vor Eröffnung der neuen Sonderausstellung stellt KuratorinDr. Johanna Brade die ungewöhnliche Biographie und das künstlerische Schaffen Alexander Camaros vor.

Donnerstag, 18.10.2018
19.00 Uhr

Ausstellungseröffnung

Alexander Camaro und Breslau - Eine Hommage
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Alexander und Renata Camaro Stiftung (Berlin)

Sonnabend, 20.10.2018
11.00 bis 12.00 Uhr
Eintritt: Kinder € 2,00 (bis 6 Jahre kostenfrei), Erwachsene € 4,00, Familien € 8,00

Musikalisches Mitmachtheater für Kinder

Mit dem Berggeist um die Welt
Rübezahl und seine Freunde begeben sich auf eine Reise in ferne Länder. Im Gepäck haben sie viele Kinderlieder in unterschiedlichen Sprachen. Doch stets treffen die Reisenden auf den griesgrämigen Satero, der keine Musik mag! Ob der Berggeist das ändern kann?
Eine Produktion des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau
- ab 4 Jahren

Sonntag, 21.10.2018
11.00 bis 12.00 Uhr
Teilnahme: € 6,00, Begleitpersonen haben freien Eintritt

Museumsrundgang für Menschen mit Demenz

Immer wieder Sonntag!
Bei einem moderierten Museumsbesuch in angenehmer Atmosphäre werden anhand der Exponate viele Anregungen gegeben, Erfahrungen, Gedanken und Gefühle zu äußern. Keine Sorge — niemand muß, aber alle sind herzlich eingeladen teilzuhaben. Sitzgelegenheiten sind vorhanden, genügend Zeit und Pausen eingeplant.In Kooperation mit der VHS Görlitz
- Voranmeldung erbeten: Telefon +49 3581 8791-0, kontakt@schlesisches-museum.de

Sonntag, 21.10.2018
15.00 Uhr
Teilnahme: € 5,00, ermäßigt € 4,50

Führung

Führung durch die Kunstausstellung „Alexander Camaro und Breslau - Eine Hommage" mit Kuratorin Dr. Johanna Brade

Donnerstag, 25.10.2018
15.00 Uhr
Eintritt: € 3,00

Buchpremiere

Robert Lorenz: Schlesische Metamorphosen
Nach 1990 erlebte das Bekenntnis zu einer schlesischen Identität in Görlitz und seinem Umland großen Zuspruch. In der östlichen Oberlausitz entstand zeitweilig eine schlesische politische Bewegung. Geschichte und Perspektiven des Schlesischen wurden diskutiert — mit überregionaler Ausstrahlung. Der Ethnologe und Autor Robert Lorenz stammt aus der Oberlausitz und hat nun seine Forschungsergebnisse veröffentlicht.
In Kooperation mit dem Domowina-Verlag Bautzen

Sonnabend, 27.10.2018
14.00 Uhr
Kosten. € 2,00

Schlesischer SaTOURday für Kinder

Clownerie und Seiltanz in der Kunst - So ein Zirkus!
Der Künstler Alexander Camaro hat auf vielen Bildern die Zirkuswelt dargestellt. Bei einem Rundgang durch die Sonderausstellung wollen wir uns diese Werke genauer anschauen und vielleicht sogar mit einer Portion Akrobatik zum Leben erwecken!
- ab 7 Jahren

NOVEMBER

Freitag, 02.11.2018
19.00
 

Ausstellungseröffnung

Der Breslauer Psalter
Erstmals stellt der Quaternio Verlag Luzern in Deutschland seine neueste Faksimile-Edition vor: den kostbaren, um 1265 entstandenen Breslauer Psalter.

Sonntag, 04.11.2018
15.00 Uhr
Eintritt frei

Vortrag und Gespräch

Zwischen Engeln und Drachen
Die Entstehungsgeschichte und die Bild-Welt des Breslauer Psalters werden von Dr. Johanna Brade näher erläutert. Anschließend besteht Gelegenheit zum Gespräch bei der Betrachtung der Faksimile- Ausstellung.

Mittwoch, 10.10.2018
15.00 Uhr
Eintritt: € 10,00 (inkl. Kaffee und Kuchen)
Reservierung:
+49 3581 8791-0
kontakt@schlesisches-museum.de

Kaffee & Kultur - natürlich schlesisch

Zur Entstehung des Breslauer Psalters

Dr. Johanna Brade führt in die Welt der mittelalterlichen Schreibwerkstätten ein. Sie schildert die Hintergründe für die Beauftragung von Handschriften und die Arbeitsschritte zu ihrer Realisierung.

Freitag, 30.,11.2018

Kulturreferentin

Exkursion

Meister und Schüler - Tagesfahrt zu zwei Ausstellungen in Berlin
Während das Schlesische Museum Werke des Künstlers Alexander Camaro zeigt, wird in Berlin sein großer Meister, der legendäre Expressionist und Dozent an der Breslauer Kunstakademie, Otto Mueller (1874-1930) präsentiert. Wir besichtigen die Ausstellungen „Maler. Mentor. Magier. Otto Mueller und sein Netzwerk in Breslau” im Hamburger Bahnhof sowie „Das hölzerne Theater. Alexander Camaro und die Bühne” im Camaro-Haus.
- Fachliche Begleitung: Dr. Johanna Brade
In Kooperation mit Görlitz-Tourist
Anmeldung/Information: Telefon +49 3581 764747, m.buchwald@goerlitz-tourist.de

DEZEMBER

30.11. bis 16.12.2018
täglich von 12.00 bis 19.00 Uhr
Eintritt zum Handwerkermarkt frei

Handwerkermarkt

Kunst und Handwerk im Museum
Handwerker und Künstler aus Deutschland, Polen und Tschechien bieten im Schönhof ihre Arbeiten an: Schnitzereien, Bleiglas, verzierte Pfefferkuchen, Klöppelarbeiten, Korbwaren, Schmuck, Textilien, Patchwork, Grafik, Fotografien und vieles mehr.

Sonnabend, 01.12.2018
14.00 bis 16.30 Uhr
Kosten: € 3,00

Schlesischer SaTOURday für Kinder

Spiegelverkehrt schick! Heilige hinter Glas
Habt Ihr schon einmal spiegelverkehrt und noch dazu auf einer Glasscheibe gemalt? In unserem Museum könnt Ihr die schlesische Hinterglasmalerei kennenlernen und ausprobieren. Und da der Nikolaustag bevorsteht, erfahrt Ihr dabei auch Wissenswertes über den Heiligen Nikolaus.
- ab 8 Jahren
- In Kooperation mit der VHS Görlitz

Mittwoch, 10.10.2018
15.00 Uhr
Eintritt: € 10,00 (inkl. Kaffee und Kuchen)
Reservierung:
+49 3581 8791-0
kontakt@schlesisches-museum.de

Kaffee & Kultur - natürlich schlesisch

Weihnachten auf Schlesisch

Sie erleben die Vielfalt der schlesischen Mundarten! Gedichte und Prosastücke werden vorgetragen von Doris Stempowska aus Waldenburg (Wałbrzych) und Marianne Scholz-Paul aus Königshain. Dabei ist auch die aus Oberschlesien stammende Übersetzerin Christine Ettrich, die sich für den Erhalt schlesischer Mundarten engagiert.

Freitag, 07.12.2018
19.00 Uhr

Ausstellungseröffnung

Silber aus Schlesien - Tafelsilber der Firma Lemor in Breslau
Die Sammlung von Rainer Lemor repräsentiert das Sortiment der vor 200 Jahren gegründeten bedeutenden Silberschmiedemanufaktur Lemor.

VORTRAGSREIHEN

Vortragsreihe I

1918 und die Folgen: Unabhängigkeit Polens und Zweite Republik
Deutsche und Polen verbinden mit dem Jahr 1918 höchst unterschiedliche Erinnerungen. Während man in Deutschland vor allem an die militärische Niederlage im Ersten Weltkrieg und den Zusammenbruch der Monarchie denkt, ist für die meisten Polen 1918 das Jahr, in dem ihr Land als selbständiger Staat wieder erstand nach über 120 Jahren der Teilung und Unfreiheit. Die Vortragsreihe beleuchtet die Ereignisse in Polen im Herbst 1918, ihre Vorgeschichte und Folgen sowie die Auswirkungen auf Schlesien.

Donnerstag, 11. Oktober, 19.00 Uhr
Dr. Sławomir Tryc, Hochschule Zittau-Görlitz:Die Gründung des neuen polnischen Staates 1918 und ihre Vorgeschichte
Seit 1795 war Polen als selbständiger Staat von der Landkarte Europas verschwunden, aufgeteilt zwischen Preußen, Rußland und Österreich. Der Kampf um die nationale Unabhängigkeit prägte Polens Geschichte im 19. Jahrhundert. Die Ereignisse in den letzten Wochen des Ersten Weltkriegs führten zur Proklamierung der Zweiten Polnischen Republik am 11.11.1918.
Eintritt: € 5,00, ermäßigt € 3,00 (Eingang Fischmarkt 5)

Mittwoch, 28. November, 19.00 Uhr
Prof. Dr. Werner Benecke, Viadrina Frankfurt (Oder): Neue Grenzen - neue Gräben. Polen nach dem Ersten Weltkrieg und sein brisantes Minderheitenproblem
Im wiederentstandenen Polen machten nationale Minderheiten mehr als 3o Prozent der Bevölkerung aus, was innen- wie außenpolitisch zu erheblichen Problemen führte. Der Vortrag wird die Konflikte sowie - gewaltsame und friedliche - Lösungsansätze zwischen 1917 und 1926 in den Fokus nehmen.
Eintritt: € 5,00, ermäßigt € 3,00 (Eingang Fischmarkt 5)

Mittwoch, 12. Dezember, 17.00 Uhr
Dr. Martina Pietsch: Schlesien 1918 bis 1939 - Vom Friedensschluß zum Beginn des Zweiten Weltkrieges
Nach dem Ersten Weltkrieg mußte Deutschland die Abtretung Ost-Oberschlesiens an Polen hinnehmen. Daraus entstand für die Weimarer Republik innen- und außenpolitischer Zündstoff.

Dieser Vortrag ist auch Teil der Vortragsreihe II. Beginn 17.00 Uhr
Anmeldung über VHS: +49 3581 420980,info@vhs-goerlitz.de
Eintritt: € 6,50

VORTRAGSREIHE II

„Mehr denn ganz verheeret”, Krieg und Frieden in der Geschichte Schlesiens
Das Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren hatte für Schlesien dramatische Veränderungen zur Folge. Dies gibt Anlaß, über die Bedeutung von Krieg und Frieden aus regionaler Perspektive nachzudenken: für die politische Geschichte Schlesiens, die Kunst und das Kunsthandwerk. Die Vortragsreihe findet in Kooperation mit der Volkshochschule Görlitz statt. Die Referate werden von den wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen des Schlesischen Museums gehalten.

Mittwoch, 24. Oktober, 17.00 Uhr
Dr. Markus Bauer: Vom Schlachtenlärm und Schweigen der Waffen - Schlesien in Krieg und Frieden

Mittwoch, 14. November, 17.00 Uhr
Michalina Cieslicki: Mittendrin und doch außen vor Schlesien im Dreißigjährigen Krieg

Mittwoch, 12. Dezember, 17.00 Uhr
Dr. Martina Pietsch: Schlesien 1918 bis 1939 - Vom Friedensschluß zum Beginn des Zweiten Weltkrieges

Mittwoch, 9. Januar 2019, 17.00 Uhr
Dr. Johanna Brade: Friedenssehnsucht. Bildbotschaften der Künstler aus der Zeit des Ersten Weltkriegs

Mittwoch, 13. Februar 2019, 17.00 Uhr
Dr. Martin Kügler: Kunsthandwerk unter dem Einfluß von Krieg und Frieden während der Schlesischen Kriege (1740-1763)

Informationen zu den Vorträgen: www.schlesisches-museum.de
Anmeldung über VHS: +49 3581 420980, info@vhs-goerlitz.de
Eintritt: € 6,50

KULTURREFERENTIN

Mit Ablauf des Monats Juli 2018 beendetDr. Annemarie Franke als Kuturreferentin am Schlesischen Museum zu Görlitzihre erfolgreiche, auf fünf Jahre angelegte Tätigkeit. Die Nachfolgerin wird Agnieszka Bormann.
Sie ist die erste Kulturreferentin mit polnischer Herkunft und zugleich starker lokaler Verankerung und von Beruf Germanistin und Kulturmanagerin. Ursprünglich kommt Agnieszka Bormann aus der Region um Kielce in Polen. 2005 hat sie Görlitz zu ihrer Wahlheimat auserkoren. Durch Studium, Arbeit, Familie und doppelte Staats-bürgerschaft in Deutschland und Polen gleichermaßen zu Hause, ist ihr Alltag von gelebter Bikulturalität geprägt.
Aufbauend auf ihren Erfahrungen im Projektmanagement und in deutsch-polnischen Kooperationen möchte sie mit ihrem breiten Netzwerk an regionalen und internationalen Kontakten eine nachhaltig wirksame Vermittlungsarbeit leisten, deutsch¬polnische Begegnung ermöglichen, Wissensaustausch fördern und auch Projekte Dritter fachlich begleiten. Sie will dabei die zahlreichen Facetten der Vergangenheit und noch mehr der Gegenwart Schlesiens vorstellen und insbesondere seine heutigen Bewohner ihre Geschichten erzählen lassen. Am meisten interessiert sie die kleinen Orte des ländlich geprägten Schlesiens mit ihren häufig noch versteckten Perlen der Kulturgeschichte, mit ihren Menschen, die oft ein altes Haus oder Handwerk wiederbeleben, die deutsche Vergangenheit ihres Ortes pflegen, aufarbeiten und schließlich als Element der eigenen Identität begreifen.
Viel Erfolg mit der Arbeit am Schlesischen Museum!

NEUERSCHEINUNGEN

Neuerscheinungen
Die Publikationen des Schlesischen Museums widmen sich zwei historischen Themenkreisen, die bisher nicht zusammenhängend erforscht und publiziert worden sind. Beide Neuerscheinungen sind im Museumsladen erhältlich.
Mit der Publikation „Heimat und Fremde” gab Martina Pietsch fünfzehn Beiträge einer Tagung vom Februar 2009 heraus, die sich mit Migration, Bevölkerungswandel und Städtebau in Görlitz/Zgorzelec seit 1933 befaßten.
Es ist ein Kompendium zur jüngsten Geschichte der deutsch-polnischen Doppelstadt entstanden.
Kulturreferent Maximilian Eiden publizierte unter dem Titel „Von Schlesien nach Israel” eine Vortragsreihe, die in den Jahren 2008 bis 2009 am Schlesischen Museum stattfand. Acht Autoren gehen dem Schicksal jener jüdischen Schlesier nach, denen die Flucht vor dem Holocaust nach Israel gelang. Es wird ihr Beitrag zum sozialen und kulturellen Leben ihrer neuen Heimat, des Staates Israel sichtbar.

Martina Pietsch (Hg.): Heimat und Fremde. Migration und Stadtentwicklung in Görlitz und Zgorzelec seit 1933. 164 Seiten, Abbildungen und Diagramme, Preis: € 13,90

Maximilian Eiden (Hg.): Von Schlesien nach Israel. Juden aus einer deutschen Provinz zwischen Verfolgung und Neuanfang. 112 Seiten, Abbildungen, Preis: € 12,80

Barockes Glas aus Schlesien
[Die Publikation erscheint anläßlich der Ausstellung “Barockes Glas aus Schlesien/Śląskie szkło barokow”, 11.06.-31.07.2016 Muzeum Karkonoskie w Jeleniej Górze, 20.08.-20.11.2016 Schlesisches Museum zu Görlitz]
Verlag Gunter Oettel
ISBN 978-3-944560-28-1
Preis: € 17,00

NEUERWERBUNGEN

Ein Kubikmeter Hirschberger Spitzen

Dank der großzügigen Unterstützung von Familie Dr. Hans-Joachim Vits konnte kürzlich eine besonders umfangreiche Sammlung Hirschberger Spitzen erworben werden — in zwölf Koffern und Kisten befindet sich fast ein Kubikmeter dieser feinen Textilien!smg072015b
Die Spitzen sind in den 1920er und 1930er Jahren in Hirschberg und Umgebung angefertigt worden. Sie stammen aus dem Besitz von Hedwig Freiin von Dobeneck (1877-1956). Zusammen mit Margarete Bardt hatte sie 1906 in Hirschberg die privaten „Schulen für künstlerische Nadelarbeiten" gegründet. Von 1911 bis 1922/23 übernahm Fürstin Mary Teresia (Daisy) von Pless die Werkstätten, die in diesen Jahren als „Spitzenschulen der Fürstin von Pless" firmierten. Die ehemaligen Eigentümerinnen leiteten weiterhin die Schulen. Später wurden sie wieder durch Hedwig von Dobeneck übernommen, mußten aber 1935 infolge wirtschaftlicher Schwierigkeiten geschlossen werden.
Die weit mehr als eintausend Einzelstücke sind in verschiedenen Techniken ausgeführt und meist von sehr guter Qualität. Es handelt es sich dabei um Bänder und Borten, Applikationen (Kragen, Rüschen), Hauben, Schleier, Taschentücher sowie Platzdeckchen und Untersetzer. Auch eine spitzenbesetzte Taufgarnitur (Kleid, Haube, Kissen) ist darunter. Die Sammlung stammt aus Restbeständen früherer Verkaufs stellen in Hirschberg und Warmbrunn. An vielen Arbeiten sind noch die Etiketten mit Muster- bzw. Modellnummern und Preisen befestigt.

Eine Auswahl der „Spitzenwerke" stellt das Museum zeitweilig im Nordhof vor.
- 23. Juni bis 16. Juli, Eintritt: € 1,00 bzw. Museumsticket

Doppelte Freude über geteilte Keramiksammlung

Seit über 50 Jahren sammeln Hans-Martin Kühn und seine Frau Bunzlauer Keramik. Dabei bevorzugten sie handgefertigte Produkte aus der Oberlausitz und dem Bezirk Bunzlau; serielle Fabrikware erwarben sie hingegen nur zu Vergleichszwecken. Es entstand eine Sammlung von rund 800 Keramiken, die die Entwicklung vomsmg072015a einfachen Braungeschirr zu der bunt dekorierten Keramik Bunzlauer Art in der Zeit von etwa 1900 bis 1945 dokumentiert.
Das Ehepaar Kühn mußte sich nun aus Platzgründen von einem großen Teil der Sammlung trennen. Sie boten die Kollektion dem Muzeum Ceramiki w Boles
ławcu (Keramikmuseum Bunzlau) an, wo man einer Übernahme gern zustimmte. Direktorin Anna Bober-Tubaj schlug ihrerseits dem Schlesischen Museum vor, sich die Sammlung zu teilen. Dieses großzügige Angebot ist ein Zeichen für die seit mehreren Jahren bestehende gute und freundschaftliche Kooperation der beiden Museen und wurde von Görlitzer Seite sehr gern angenommen.
Somit kehrt ein Teil der Keramiken nach Bunzlau zurück, der andere kommt nach Görlitz. Dank der wißenschaftlichen Aufarbeitung und Inventarisierung der Sammlung durch das Ehepaar Kühn ist es beiden Museen möglich, jeweils einen Überblick über den gesamten Bestand zu haben und sich bei Bedarf gegenseitig Stücke auszuleihen.

Einen Einblick in die Produktvielfalt bietet unsere Präsentation im Nordhof, die anläßlich des Schlesischen Tippelmarktes eingerichtet wird.
- 17. Juli bis 28. August, Eintritt: € 1,00 bzw. Museumsticket, das während des Tippelmarktes (18./19. Juli) ermäßigt ist.

Texte sind den aktuellen Museumsinformationen entnommen!

DER FÖRDERVEREIN DES SCHLESISCHEN MUSEUMS

Verein der Freunde und Förderer des Schlesischen Museums zu Görlitz – Landesmuseum Schlesien e. V.

In Deutschland wächst das Interesse an Kultur und Geschichte Schlesiens. Schlesien war und ist eine Kulturregion von hohem Rang. Dies überzeugend darzustellen und zur Geltung zu bringen, ist im Schlesischen Museum zu Görlitz gelungen. Das Museum will außer den heimatvertriebenen Schlesiern und deren Nachkommen selbstverständlich auch Menschen ansprechen, die keinen persönlichen Bezug zu Schlesien haben. Der Verein der Freunde und Förderer möchte das Museum weithin bekannt machen, um viele Menschen auf dieses, wie Johann Wolfgang von Goethe sich ausdrückte, „zehnfach intereßante Land” hinzuweisen. Die Mitglieder des Vereins, gleichsam die Botschafter des Museums, erhalten durch die „Mitteilungen aus dem Schlesischen Museum zu Görlitz” Informationen über das Geschehen im Museum. Der Verein veranstaltet in Görlitz Vortragsabende unter dem Titel „Das besondere Objekt”. Durch Spenden ermöglicht er dem Museum das Erwerben weiterer intereßanter Objekte. Das Museum mit finanziellen Mitteln beim Erwerb von dinglichem Kulturgut zu unterstützen, ist eine besonders wichtige Aufgabe des Fördervereins. Schon jetzt sind die Mittel der öffentlichen Hand zum Ankauf von Exponaten zur Verfügung stellt, äußerst gering. Die Haushaltslage macht es nicht wahrscheinlich, daß ich an dieser Situation mittelfristig etwas ändert. Vielmehr steht zu befürchten, daß in den kommenden Jahren keine investiven Mittel mehr bereitgestellt werden. Um so wichtiger ist die Hilfe, die die Freunde des Museums über ihren Förderverein ihrem Schlesischen Museum geben können. Verstärken auch Sie die Wirksamkeit des Fördervereins mit Ihrer Mitgliedschaft und Ihren Spenden. Jeder noch so kleine Betrag ist willkommen.

Der Verein bemüht sich ferner darum, Freunde für das Museum im heute polnischen Schlesien zu gewinnen, etwa durch Vorlesewettbewerbe für Schüler mit dem Fach Deutsch und eine Einladung der Wettbewerbsteilnehmer nach Görlitz.
Der Verein der Freunde und Förderer lädt jeden an der weiteren Entwicklung des Schlesischen Museums Intereßierten ein, Mitglied zu werden. Die Mitgliedschaft kann über die Postanschrift

Schlesisches Museum zu Görlitz
Postfach 300 461
02809 Görlitz

beantragt werden.

Bankverbindung für Spenden

Kontonummer: 40 550 / IBAN: DE65850501000000040550
BLZ: 850 501 00 / BIC: WELADED1GRL
Sparkaße Oberlausitz-Niederschlesien

Zur Vereinfachung der Korrespondenz mit den Mitgliedern, aber auch zur Einsparung von Portoauslagen werden die Vereinsmitglieder herzlich gebeten, ihr Emailadressen - soweit vorhanden - dem Vereinsvorsitzenden Dr. Klaus Schneider, Elsterstraße 40, 04109 Leipzig oder
k.schneider-glogau at t-online.de mitzuteilen