logoneu

Willkommen Ostdeutsche Museen - Aktuelles Aktueller Bericht § 96 BVFG  -Neue § 96-KonzeptionOstpreußisches Landesmuseum Westpreußisches Landesmuseum - Kulturreferat Regionalmuseum Krockow Donauschwäbisches Zentralmuseum  Schlesisches Museum Pommersches Landesmuseum Ostdeutsche Galerie Links Impressum

Ostpreußisches Landesmuseum
Ausstellungen

Museumsveranstaltungen

Kontakte

Sammlungen

DIE DAUERAUSSTELLUNGflugmodell

In seiner Dauerausstellung zeigt das Ostpreußische Landesmuseum in mehreren fachmännisch gestalteten Dioramen ostpreußischen Landschaften mit Jagd- und Forstgeschichte. Die Landesgeschichte wird vom 13. Jahrhundert bis zum Jahr 1945 dargestellt. Dazu gehören Landwirtschaft, Tierzucht und Fischerei genauso wie Wißenschaft, Bildung und Literatur. Ein Schwerpunkt im Museum ist zweifelsohne seine reiche Bernsteinsammlung, zu der sich sich Silber- und Zinnarbeiten sowie keramische Zeugnisse des Landes gesellen. Sehenswert sind die Zeugnisse der Bildenden Kunst in der Dauerausstellung. Zahlreiche, immer wieder neu konzipierte Sonder- und Kabinettausstellungen, oftmals gemeinsamen erarbeitet mit befreundeten Museum unserer östlichen Nachbarländer ergänzen die ständige Ausstellung und tragen mit dazu bei, ein lebendiges Bild von der reichen Kultur Ostpreußens zu vermitteln. Nebenstehende Abbildung verweist auf eine Ausstellung zur Sportfliegerei im Vorkriegsostpreußen. Mit dieser Retrospektive auf Vorkriegsaktivitäten konnten zahlreiche interessierte Besucher angesprochen  werden. Sie waren von der Qualität der Exponate und der Ausstellung begeistert.

Programm des Ostpreußischen Landesmuseums mit deutschbaltischer Abteilung im museumsmarktNovember

  • Wie immer startet der November mit dem beliebten Museumsmarkt. Gleich an diesem Wochenende können Sie auf dem traditionsreichen Kunsthandwerkermarkt bei gemütlich-sinnlicher Atmosphäre ein buntes und kreatives Treiben erleben. Sie finden sicherlich das ein oder andere besondere Weihnachtsgeschenk – oder vielleicht auch eine Kleinigkeit, um sich selbst zu verwöhnen?
    Der Museumsmarkt ist jedoch nicht das einzige Highlight im November
  • Am 9. November können Sie einen Vortrag zu 250 Jahre der 1. Teilung Polen-Litauens besuchen.
  • Unser Kurator Dr. Tim Kunze stellt am 15.11. den ersten "Feministen" Deutschlands vor: Theodor Gottlieb v. Hippel.
  • Mit der Künstlerin Elena Steinke können Sie am 19. und 20. November in die Porträtkunst eintauchen.
  • Im SCALA Programmkino erwartet Sie am 22.11. in der Reihe "Nordöstliche Spuren im Kino" der Film "Seestück" von Volker Koepp über die Ostsee und das Leben am und mit dem Meer.
  • Am letzten Novemberwochenende findet eine ganz besondere Veranstaltung bei uns im Museum statt: Das Malinconia-Ensembles Stuttgart unter der Leitung von Helmut Scheunchen spielt Stücke aus drei Jahrhunderten Deutschbaltischer Musikgeschichte.
  • Wer in oder rund um Hannover wohnt und sonst eher keine Gelegenheit hat, an unseren Abendveranstaltungen teilzunehmen, bekommt am 8. November die einmalige Gelegenheit, den Vortrag "Das Lehndorffsche Schloß Steinort in Masuren - Ein schwieriges Erbe und Zukunftsperspektiven" im Niedersächsischen Landesarchiv zu besuchen (der Vortrag kann auch online angeschaut werden).

Weitere Informationen zu unseren Veranstaltungen finden Sie unten oder auf unser Website www.ostpreussisches-landesmuseum.de.

Seit dem 1. November hat das Ostpreußische Landesmuseum verkürzte Öffnungszeiten, Besuche sind täglich außer montags von 10.00 bis 17.00 Uhr möglich. Das Brauereimuseum wird ab Dezember bis zum 28. Februar ganz geschlossen bleiben. Führungen sind jedoch auf Anfrage möglich.

Aktuelle Ausstellungen

Sonderausstellung: "Verschwunden - Orte, die es nicht mehr gibt"
Laufzeit: 19.11.22-19.3.23
Ausstellungseröffnung: Freitag, 18. November 2022, 18.30 Uhr, Eintritt frei!

Eine Ausstellung des Bundes der Vertriebenen (BdV) und des Zentrums gegen Vertreibungen (ZgV)
In den Gebieten, die bis zur Flucht und Vertreibung am Ende des Zweiten Weltkrieges von Deutschen besiedelt waren, befinden sich zahlreiche Orte, in denen heute keine Menschen mehr leben. Sie liegen vor allem im heutigen Polen, Rußland und Tschechien. Neben völlig verschwundenen Ortschaften sind aber auch zahlreiche Kulturzeugnisse untergegangen oder bewußt zerstört worden.
Der Untergang dieser Orte und Kulturstätten hatte v. a. demografische, aber auch ideologische, ökonomische oder soziale Gründe. Es ist das Anliegen dieser Ausstellung, in einer „historischen Spurensuche“ ihrem Schicksal exemplarisch nachzuspüren.

Kabinettausstellung: "Romantische Augen-Blicke. Gemälde und Zeichnungen deutschbaltischer Kunst des 19. Jahrhunderts aus einer Privatsammlung"
Noch bis 29.1.2023

Erstmals werden 40 Gemälde und Zeichnungen deutschbaltischer Provenienz aus der Ostdeutschen Studiensammlung des Sammlers Helmut Scheunchen präsentiert. Gezeigt wird eine Auswahl von Zeichnungen, Aquarellen, Druckgrafiken und Gemälden deutschbaltischer Künstlerinnen und Künstler oder solchen, die in den Ostseeprovinzen des Russischen Reiches im 19. Jahrhundert gearbeitet haben. Diese ermöglicht einen aufschlußreichen Einblick in die kunstgeschichtliche Situation dieser Region und die damalige künstlerische Erlebniswelt.
Es sind alle bedeutenden Bildgattungen in dieser Präsentation vertreten: das Porträt, die Landschaft, das Genrebild, das Historienbild oder auch das mythologische Bild. Darunter für das Baltikum so bedeutende Künstler wie Carl Gotthard Graß (1767-1814), Woldemar Hau (1816-1895), Otto Friedrich Ignatius (1794-1824) oder Gerhard von Kügelgen (1772-1820).

Veranstaltungen im November 2022

  • Museumsmarkt 2022 – Tradition trifft Modernes
    Eröffnung: Freitag, 4. November 2022, 18.30 Uhr, Eintritt frei! Samstag und Sonntag 5. und 6. November 2022, 10.00 bis 18.00 Uhr, Eintritt: € 2,50
    Die lebendige Präsentation von traditionellem Handwerk und modernem Design lockt in diesem Jahr wieder am ersten Novemberwochenende auf den beliebten Museumsmarkt des Ostpreußischen Landesmuseums mit Deutschbaltischer Abteilung. Es gibt nicht nur Originelles und Köstliches zum Mitnehmen, mit dem ostpreußischen Antiquariat kommen auch enthusiastische Bücherwürmer auf ihre Kosten. Geboten wird ein bunter, kreativer Markt, dessen Kunsthandwerkerstände in der gesamten Dauerausstellung verteilt sind, so daß viel Platz und Luft zum vergnüglichen Wandeln bleibt. In dieser gemütlich-sinnlichen Atmosphäre kann das eine oder andere besondere Geschenk oder auch schon Adventliches gekauft werden.

    Für eine Verschnaufpause oder um den kleinen Hunger zu stillen, bietet das MuseumsCafé Bernstein einiges an Auswahl.
     
  • Dienstag, 8. November, 18.30 Uhr, Eintritt frei!
    Das Lehndorffsche Schloß Steinort in Masuren - Ein schwieriges Erbe und Zukunftsperspektiven

    Ein Themenabend rund um Steinort/Sztynort mit Ulla Lachauer, Agata Kern und Dr. Uwe Heckert
    Veranstaltungsort: Niedersächsischen Landesarchiv in Hannover, Am Archiv 1
    Das Steinorter Schloß in Masuren war seit dem Mittelalter der Stammsitz der traditionsreichen ostpreußischen Adelsfamilie von Lehndorff. Sein letzter Besitzer, Heinrich Graf von Lehndorff, war einer der Verschwörer des 20. Juli 1944. Nach dem mißlungenen Attentat auf Hitler in der „Wolfsschanze“ wurde er verhaftet, zum Tode verurteilt und im September 1944 hingerichtet. Seine Familie wurde enteignet und aus Steinort verjagt. Steinort, seit 1945 Sztynort, ist von Kriegszerstörungen verschont geblieben. Nach längerer Besetzung durch die Rote Armee war das Schloß ab den 1950er Jahren Sitz einer landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft. In den 1990er Jahren haben die Besitzer mehrmals gewechselt und ließen das Schloß stark verfallen. Seit 2009 gehört es der polnisch-deutschen Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz, die sich um seine Rettung bemüht.
    In der Veranstaltung im Niedersächsischen Landesarchiv in Hannover führt Agata Kern, Kulturreferentin am Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg und gebürtige Steinorterin, in das Thema ein. Die Autorin Ulla Lachauer liest Auszüge aus Biografien, die sie im Rahmen des Projekts „Steinorter/Sztynorter Migrationsgeschichten“ für das neue Osteuropaportal „Copernico“ geschrieben hat. Sie erzählen vom Schicksal der Grafenfamilie von Lehndorff und Dorfbewohnern, Deutschen, Polen, Ukrainern und Belarusen, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ein neues Leben aufbauen mußten. Sowie von Enthusiasten, die sich seit vielen Jahren für die Rettung des Schlosses einsetzen. Dazu gehört Dr. Uwe Heckert von der Lehndorff-Gesellschaft. Er wird vom aktuellen Stand der Rettungsbemühungen und Konzepten für die künftige Nutzung des Schlosses erzählen. Als Archivar hat er sich auch mit den Hinterlassenschaften der Lehndorffs und ihren Spuren in Hannover beschäftigt. Aus vielen verschiedenen Perspektiven werden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Steinorts lebendig.

    Anmeldung unter hannover@nla.niedersachsen.de. Sie haben die Möglichkeit, an der Veranstaltung persönlich oder online teilzunehmen. Mit Ihrer Anmeldebestätigung erhalten Sie die genaue Wegbeschreibung (bei persönlicher Teilnahme) oder den Streaminglink (wenn Sie online teilnehmen).

    Veranstalter: Niedersächsisches Landesarchiv Hannover, Kulturreferat am Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg und Lehndorff-Gesellschaft Steinort e.V.
     
  • Mittwoch, 9. November 2022, 18.30 Uhr, Eintritt: € 5,00
    250 Jahre Teilungen Polen-Litauens – Das Ereignis und seine Folgen für die Geschichte Preußens
    Vortrag von Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg (Gießen)
    Die Teilungen Polen-Litauens 1772 – 1793 und 1795, die die polnischen und litauischen Staatlichkeiten für mehr als 120 Jahre von der europäischen Landkarte tilgten und stattdessen eine Dominanz Preußens und Rußlands festschrieben, jähren sich 2022 zum 250. Mal. Welche Folgen besaß die Erste Teilung 1772 für die preußische und ostpreußische Geschichte, welche neuen Institutionen und Eliten bestimmten die Geschichte der Region? Wie sah das neu entstandene preußisch-polnisch-litauische Verhältnis aus? Inwieweit schufen Begriffe wie „Polnische Wirtschaft“, die im Gefolge der Teilungen entstanden, langfristig lastende Stereotype? In welchem Maße können wir von preußischer Geopolitik, ja von preußischem Kolonialismus in Ostmitteleuropa sprechen? Kann man die Teilungen in eine lange Geschichte einer preußisch(deutsch)-polnischen Verfeindung einordnen, die erst 1945/47 mit der Auflösung Preußens und Ostpreußens endete? Der Vortrag diskutiert aus Anlaß des 250. Jahrestages diese und andere Fragen.
    Hans-Jürgen Bömelburg ist seit 2007 Professor für Ostmitteleuropäische Geschichte an der Justus-Liebig- Universität Gießen. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Nordost-Institut Lüneburg und am Deutschen Historischen Institut Warschau, dessen stellvertretender Direktor er von 1999 bis 2002 war. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte der Frühen Neuzeit Ostmitteleuropas, die deutsch- polnischen Beziehungen wie auch Regional- und Stadtgeschichte im östlichen Europa. Darüber hinaus setzt er sich auch mit zeithistorischen Fragestellungen Ostmitteleuropas auseinander.

    Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder Email: info@ol-lg.de ist erforderlich.
     
  • Donnerstag, 10. November 2022, 15.00-17.00 Uhr, Eintritt frei!
    Mit Fischotter Ingo auf Entdeckungstour durchs Museum
    Kinderclub mit Eric Neubert
    Mit dem Museumsrucksack und einem Rätselheft geht es auf eine spannende Erkundungstour durch das ganze Museum. Fischotter Ingo, unser Museumsmaskottchen, wird die jungen Museumsbesucher dabei begleiten.

    Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von 7 bis 12 Jahren statt. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de jederzeit möglich.
     
  • Dienstag, 15. November 2022, 14.30 Uhr, € 3,00 zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)
    In der Reihe Museum Erleben: Hippel - Deutschlands erster Feminist
    Vortrag von Dr. Tim Kunze
    Theodor Gottlieb von Hippel (1741-96) ist der vergessene Feminist der Aufklärung. Der Vortrag von Dr. Tim Kunze stellt den Königsberger Bürgermeister und Kantfreund vor und verortet seine revolutionäre Forderung nach Gleichberechtigung der Geschlechter im Kontext der Aufklärung.
    Museum Erleben ist eine Veranstaltungsreihe, die dazu einlädt, das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung auf besondere Weise zu entdecken. Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat, nachmittags ab 14.30 Uhr, kann man an interessanten Ausstellungsrundgängen, Vorträgen, Filmen und weiteren besonderen Angeboten teilnehmen. Anschließend gibt es bei Kaffee und Gebäck ein gemütliches Beisammensein und die Möglichkeit, sich über das Erlebte auszutauschen.
    Eine Anmeldung unter info@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 ist erforderlich.
     
  • Samstag, 19. November und Sonntag, 20. November 2022, tgl. 11.00 bis 17.00 Uhr, € 120,00 (zzgl. € 20,00 Material)
    Kunstworkshop: Porträtkunst im Wandel der Zeit mit der Künstlerin Elena Steinke

    Das Porträt gehört zu den faszinierendsten Genres der Kunst. Wir leben in einer Zeit, in der Menschenbildnisse von der Antike durch alle Kunstepochen hindurch bis in die Gegenwart präsent sind. Sie bieten eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Der Workshop gibt Gelegenheit, sich mit der Geschichte der Porträtkunst auseinanderzusetzen und sich von den Bildnissen aus der Kabinett-Ausstellung „Romantische Augen-Blicke. Gemälde und Zeichnungen deutschbaltischer Kunst des 19. Jahrhunderts“ anregen zu lassen.

    Die Künstlerin Elena Steinke bietet in diesem Wochenendworkshop professionelle Begleitung an, um einen eigenen Zugang zum Porträt-Genre zu finden. Die Wahl der technischen Ausführung zwischen Aquarell, Gouache oder Temperafarben steht den Teilnehmenden frei.
    Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de ist erforderlich.
     
  • Dienstag, 22. November 2022, 19.30 Uhr, Eintritt: € 9,00
    Programmkino Scala, Apothekenstraße 17, 21335 Lüneburg
    "Seestück" (2018)
    Filmvorführung mit einer Einführung von Regisseur Volker Koepp
    Im Rahmen der Filmreihe „Nordöstliche Spuren im Kino“, die das Kulturreferat am Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg, das Nordost-Institut (IKGN e.V.) Lüneburg sowie das Programmkino „Scala“ im Jahr 2016 ins Leben gerufen haben, zeigt das Scala am 22.11.2022 einen Film von Volker Koepp „Seestück“.
    Die Ostsee in ihren jahreszeitlichen Stimmungen, das helle Licht und die Luftspiegelungen, die Wolken am hohen Himmel, die Vögel im Sturm über den Wellen. Vor der magischen Naturkulisse begegnet man Menschen, die an den Rändern der Ostseeländer leben: auf der Insel Usedom und an den polnischen Stränden, an den baltischen Küsten und den nördlichen Schären in Schweden. Fischer und Wissenschaftler, Seeleute und junge Menschen erzählen von ihrem Leben im Einklang mit der alle verbindenden Meereslandschaft, von ihrer Arbeit, ihren Erinnerungen und Hoffnungen. Sie entwerfen aber auch das Bild eines Alltags, in dem ökologische Probleme, politische Ost-West-Konflikte und nationale Egoismen allgegenwärtig sind. „Seestück“ ist ein Film über die Ostsee, über das Leben am Meer und mit dem Meer.

    Volker Koepp wurde 1944 in Stettin geboren und wuchs in Berlin und Dresden auf. Nach einer Ausbildung als Maschinenschlosser studierte er an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Babelsberg. Ein wichtiges, immer wiederkehrendes Thema seiner Filme sind Regionen im östlichen Europa, die er wie Johannes Bobrowski »sarmatische Landschaften« nennt: Pommern, West- und Ostpreußen, Galizien. Volker Koepp wurde 2005 mit dem Georg Dehio-Kulturpreis ausgezeichnet.
     
  • Donnerstag, 24. November 2022, 15.00-17.00 Uhr, Eintritt frei!
    Geschichten von Bier, Tee und Saft
    Kinderclub mit Erik Neubert
    Immer nur Wasser zu trinken, das war den Menschen seit jeher zu langweilig. Oder steckt da vielleicht mehr dahinter? Die Kinder finden heraus, wie und warum Bier, Tee und Saft zu beliebten Getränken der Deutschen wurden. Im Mittelalter gab es in Lüneburg 80 Bierbrauereien, dazu gibt es Interessantes im Brauereimuseum zu entdecken. Später wurden Getränke wie Kaffee, Tee und Kakao modern. Durch Kochen wurde auch unsauberes Wasser genießbar gemacht. Gemeinsam werden die Kinder ausprobieren, was für tolle Getränke sie zaubern können – natürlich ohne Alkohol!

    Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von 7 bis 12 Jahren statt. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de jederzeit möglich.
     
  • Samstag, 26. November 2022, 19.30 Uhr, Eintritt: € 8,00
    Kammerkonzert: Einblicke in drei Jahrhunderte Deutschbaltische Musikgeschichte
    Kammerkonzert des Malinconia-Ensembles Stuttgart. Das Abendkonzert wird von dem ausgewiesenen Kenner, dem Kammermusiker Helmut Scheunchen – selbst Teil des Ensembles – als Gesprächskonzert moderiert.

    Gespielt werden Werke des 1701 auch in Lüneburg tätig gewesenen Kurländischen Kapellmeisters Johann Fischer (1646-1717) aus Mitau (Jelgava) – Suite für Violine und Generalbaß – sowie des Organisten an der Olai-Kirche in Reval (Tallinn) Heinrich Stiehl (1829-1886): Grand Trio B-Dur op. 36 für Violine, Violoncello und Klavier. Abgerundet wird der Einblick durch das Klaviertrio op. 18 (1944) des Rigensers Gerhart von Westermann (1894-1693.
    Eine Veranstaltung des Kulturreferats für Ostpreußen und das Baltikum und der Deutschbaltischen Abteilung im Ostpreußischen Landesmuseum mit freundlicher Unterstützung der Stiftung des Verbandes der Baltischen Ritterschaften e.V.
    Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder Email: bildung@ol-lg.de ist erforderlich.

    Vorschau auf die Veranstaltungen im Dezember 2022
  • Dienstag, 6. Dezember 2022, 14.30 Uhr, € 3,00 zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)
    In der Reihe Museum Erleben: Winter in Ostpreußen
    Vortrag mit Dr. Christoph Hinkelmann juliusfreymuth_22
    Die langen und harten Winter in Ostpreußen sind legendär, sie prägten das Land und die Menschen. In der nordöstlichsten Region des damaligen Deutschlands begann er bereits im Oktober und wirkte sich bis in den Mai hinein aus, auch wurden hier die tiefsten Temperaturen des Landes gemessen.
    Die Menschen paßten sich dem Rhythmus der Natur an und nutzten die Vorteile des Winters auf ihre Weise. Die vereisten Wasserflächen ermöglichten die Klapper- oder Eisfischerei, im 20. Jahrhundert wurden Eishockey und Eissegeln beliebt. Nehrungsfischer nutzten die Zeit, um ihre kunstvollen Bootswimpel zu schnitzen. In der Landwirtschaft kehrte Ruhe ein, im Wald wurde Holz eingeschlagen. Der Winter war die Zeit großer Gesellschaftsjagden und rauschender Feste. Traditionelles, z.T. aus prußischer Zeit stammendes Brauchtum wurde mit christlichen Elementen vermischt und auf dem Land gepflegt. Beliebt-berüchtigt war z. B. der Schimmelreiterzug in den „Twelvten“, den heiligen 12 Tagen um das Weihnachtsfest.

    Museum erleben ist unsere Veranstaltungsreihe, die dazu einlädt, das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung auf besondere Weise zu entdecken. Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat, nachmittags ab 14:30 Uhr, kann man an interessanten Ausstellungsrundgängen, Vorträgen, Filmen und weiteren besonderen Angeboten teilnehmen.
    Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.
  • Dienstag, 6. Dezember 2022, 19.30 Uhr, Eintritt: € 9,00 Programmkino Scala, Apothekenstraße 17, 21335 Lüneburg
    "Die Drei von der Tankstelle"
    Filmvorführung mit einer Einführung von Dr. Jörn Barfod
    Im Rahmen der Filmreihe „Nordöstliche Spuren im Kino“, die das Kulturreferat am Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg, das Nordost-Institut (IKGN e.V.) Lüneburg sowie das Programmkino „Scala“ im Jahr 2016 ins Leben gerufen haben, zeigt das Scala am 6.12.2022 den erfolgreichen Filmklassiker „Die drei von der Tankstelle“.
    Die Freunde Willy, Kurt und Hans kehren von einer dreimonatigen Reise zurück. Zu Hause angekommen, müssen sie überrascht feststellen, daß sie pleite sind: Überall klebt der "Kuckuck" im trauten Heim. Nur der Hund und das Auto sind ihr ganzes Eigentum. Vom Erlös des Wagens entsteht ihre neue Existenz: Die Tankstelle "Zum Kuckuck", die sie nun zu dritt betreiben. Eine ihrer besten Kundinnen ist die junge und reiche Lilian Coßmann, in die sie sich alle drei verlieben. Auch bei der jungen Dame hat es gefunkt, sie weiß nur nicht, für wen sie sich entscheiden soll…

    „Die Drei von der Tankstelle“ ist eine deutsche Tonfilmoperette aus dem Jahr 1930. Die Musik ist von Werner Richard Heymann, der 1896 in Königsberg geboren wurde. Er war der bekannteste Musikkomponist der Weimarer Republik. Von ihm stammen Filmschlager wie „Das gibt’s nur einmal“, „Ein Freund, ein guter Freund“ und „Irgendwo auf der Welt“. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung floh er im April 1933 nach Paris und 1936 nach Hollywood, wo er die Musik zu über 50 Filmen schrieb. Er wurde mehrmals für den Oscar nominiert.

    Vor dem Film gibt es eine kurze Einführung von Dr. Jörn Barfod, der über 30 Jahre im Ostpreußischen Landesmuseum als Kustos und stellvertretender Direktor tätig war.
der_elch_ol

DER ELCH

Klischee und Wirklichkeit eines Symboltiers

Der Elch ist die größte Hirschart der Welt und ein in Europa heimisches Wildtier. Seine besondere Geweihform, die große Nase, sein staksiger Gang und die Fähigkeit, sich schon in lichter Vegetation fast unsichtbar zu machen, ließen die Menschen eine besondere Beziehung zum Elch entwickeln.
Elche waren Mythos, eine Verbindung zu den Göttern, aber auch ein wertvolles Reservoir für Nahrung und Gebrauchsgegenstände aller Art. Sie sind seit Jahrhunderten beliebte Motive in der Kunst. Heute werden Elche durchweg positiv gesehen und zählen zu den am häufigsten in der Werbung eingesetzten Tieren. Auch humoristische Bezüge lassen sich belegen: vielleicht nicht zufällig erhielt ein bekannter Satirepreis seinen Namen nach ihnen.
Elche bevorzugen halboffene Lebensräume mit guten Rückzugsmöglichkeiten und einem vielseitigen Bewuchs. Besonders gern fressen sie frische Triebe an Bäumen und Sträuchern. Wasserflächen dienen ihnen zur Nahrungssuche und zum Schutz vor Feinden und Parasiten. Ihre Lebensräume wurden bevorzugt vom Menschen besiedelt und die Elche zurückgedrängt. Zum Ende des 18. Jahrhunderts waren sie aus fast ganz Mitteleuropa verschwunden.
Vor 1945 war Ostpreußen das einzige deutsche Land, in dem Elche vorkamen. So verwundert es nicht, daß sie oder ihr markantes Geweih zum Symbol wurden, z. B. im Brandzeichen der Trakehner Pferde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Elch neben dem Weißstorch das Symboltier für Ostpreußen schlechthin.
Seit einigen Jahren kommen immer wieder Elche über die Grenzen im Osten und Südosten. Können sie in Deutschland heimisch werden?

Abbildungen aus den aktuellen Informationen des Ostpreußischen Landesmuseums