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Ostpreußisches Landesmuseum
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flugmodellDIE DAUERAUSSTELLUNG

In seiner Dauerausstellung zeigt das Ostpreußische Landesmuseum in mehreren fachmännisch gestalteten Dioramen ostpreußischen Landschaften mit Jagd- und Forstgeschichte. Die Landesgeschichte wird vom 13. Jahrhundert bis zum Jahr 1945 dargestellt. Dazu gehören Landwirtschaft, Tierzucht und Fischerei genauso wie Wissenschaft, Bildung und Literatur. Ein Schwerpunkt im Museum ist zweifelsohne seine reiche Bernsteinsammlung, zu der sich sich Silber- und Zinnarbeiten sowie keramische Zeugnisse des Landes gesellen. Sehenswert sind die Zeugnisse der Bildenden Kunst in der Dauerausstellung. Zahlreiche, immer wieder neu konzipierte Sonder- und Kabinettausstellungen, oftmals gemeinsamen erarbeitet mit befreundeten Museum unserer östlichen Nachbarländer ergänzen die ständige Ausstellung und tragen mit dazu bei, ein lebendiges Bild von der reichen Kultur Ostpreußens zu vermitteln. Nebenstehende Abbildung verweist auf eine Ausstellung zur Sportfliegerei im Vorkriegsostpreußen. Mit dieser Retrospektive auf Vorkriegsaktivitäten konnten zahlreiche interessierte Besucher angesprochen  werden. Sie waren von der Qualität der Exponate und der Ausstellung begeistert.

Zum Programmangebot für September 2021 informiert das Ostpreußische Landesmuseum wie folgt:

Aktuelle Ausstellungen

Sonderausstellung vom 03.07. - 24.10.2021

Zwischen Lettland und Deutschland - der baltische Künstler Johann Walter-Kurau
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Im Rahmen der Sonderausstellung werden Werke des baltischen Künstlers Walter-Kurau (lettisch: Janis Valters / 1869-1932) vorgestellt. Er gehört zu den Begründern der Moderne in der lettischen Malerei und zählt zu einem ihrer bekanntesten Vertreter. Die Ölbilder geben einen reichen Einblick in den ab 1906 in Deutschland entstandenen Teil des Oeuvres. Kuratorin der Ausstellung ist die Kunsthistorikerin Dr. Kristiana Abele von der Lettischen Kunstakademie in Riga. Alle gezeigten Arbeiten entstammen der Privatsammlung Peteris Šmidre. Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Botschaft der Republik Lettland im Rahmen des Jubiläums „Hundert Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Lettland und Deutschland” präsentiert.

ol_ausstg1Kabinettausstellung vom 19.06. - 26.09.2021

Walkürenhauch an der Ostsee. Nationalismus und Romantik in der Literatur Ostpreußens

Vor 150 Jahren entstand mit dem Kaiserreich erstmals ein deutscher Nationalstaat. Als Bindeglied für seine Bewohner wurden Traditionslinien einer "deutschen" Geschichte aus Mittelalter und Antike konstruiert, die auf Bilder und Erzählungen der Romantik zurückgriffen; zugleich suchte man sich von seinen Nachbarn mit nationalem Pathos abzusetzen. Die Ausstellung begibt sich an Beispielen aus Ostpreußen auf eine assoziative Spurensuche.
Foto: "Walküre" (Holzstich nach einem Gemälde von H. Knackfuss, um 1890)

Veranstaltungen im September 2021

Besonders hinzuweisen ist auf dieTagung (Jahrestagung der Historischen Kommission für ost-  und westpreußische Landesforschung - öffentliche Veranstaltung)
Immanuel Kant und sein Wirkungsort Königsberg - Universität, Geschichte und Erinnerung heute
vom 30.09. bis zum 02.10.2021
Veranstaltungsort:
Ostpreußisches Landesmuseum
Das aktuelle Tagungsprogramm finden Sie unter nachstehendem Link:

 Faltblatt_Kanttagung

Donnerstag, 2. September 2021, 18.30 Uhr
Können Kriege gerecht sein?
Vortrag von Dr. Sigurd Rink
Eintritt: € 5,00
In den achtziger Jahren demonstrierte Sigurd Rink als überzeugter Pazifist gegen den Nato-Doppelbeschluss. Der Völkermord in Ruanda brachte ihn dazu, seine Überzeugungen grundsätzlich in Frage zu stellen. Als erster hauptamtlicher Militärbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland reiste der Theologe in Krisengebiete wie Afghanistan, Mali oder Syrien. Er erlebte hautnah, wie gefährlich und seelisch belastend ein Militäreinsatz ist: Eine moralische Herausforderung, mit der Soldatinnen und Soldaten, aber auch Seelsorger konfrontiert werden.
In seinem Buch setzt sich der Autor mit den ethischen und humanistischen Aspekten militärischer Konflikte auseinander.
Aufgrund der begrenzten Personenzahl  ist eine Anmeldung unterinfo@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 Voraussetzung.

Sonntag, 5. September 2021, 14.00 Uhr
Spurensuche - Das Schicksal von Flüchtlingskindern am Ende des Zweiten Weltkriegs
Sonntagsführung mit Vera Thiel
€ 1,50 zzgl. Eintritt
Ostpreußen im Januar 1945: Die Flucht mit dem Treck über das zugefrorene Frische Haff oder mit einem Schiff über die Ostsee war für viele Menschen die letzte Möglichkeit, um der gefürchteten sowjetischen Armee zu entkommen, deren Großoffensive auf Ostpreußen am 12. Januar begonnen hatte. Wie konnte oder durfte sich die Zivilbevölkerung auf diese Situation überhaupt vorbereiten? Was bedeutete es für Frauen, alte Menschen und vor allem aber für die Kinder, ihre Heimat fluchtartig verlassen zu müssen, von dort vertrieben zu werden? Welche Strapazen und Schicksalswege standen den Menschen bevor? Anhand einiger Zeitzeugenberichte soll diesen Fragen im Rahmen einer Führung mit Vera Thiel durch die Abteilung Flucht, Vertreibung und Ankommen nachgegangen werden.
Aufgrund der begrenzten Personenzahl ist eine Anmeldung unter bildung@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 Voraussetzung.
Foto: Stofftier aus einem Flüchtlingslager in Dänemark © Ostpreußisches Landesmuseum

Dienstag, 7. September 2021, 14.30 Uhr
In der Reihe Museum erleben:
Das Porträt in der Kunst am Beispiel von Johann Walter-Kurau

Führung mit Dr. Gisela Aye
€ 3,00  zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)
Die Porträtmalerei ist eine der ältesten Kunstgattungen. Schon immer waren Menschen von der Darstellung anderer Personen und deren Persönlichkeit fasziniert. Jede Kunstepoche beeinflusste die Darstellung von Porträts. Dieser „Faszination Porträt“ widmet sich die Führung in der beliebten Reihe „Museum erleben“. Was macht Porträtkunst aus? Wie verstand es der baltische Maler Johann Walter-Kurau seine Mitmenschen abzubilden?
Dr. Gisela Aye führt durch die Sonderausstellung "Zwischen Lettland und Deutschland. Der baltische Künstler Johann Walter-Kurau". Sie legt dabei den Fokus auf seine Porträts im Vergleich mit Arbeiten anderer Künstler.
Aufgrund der begrenzten Personenzahl ist eine Anmeldung unter bildung@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 Voraussetzung.

Donnerstag, 9. September 2021, 15.00 bis 17.00 Uhr
Leben auf einer mittelalterlichen Burg
mit Jenke Eichhorn
Eintritt frei!
Wie lebten die Menschen im Mittelalter? Wer bewohnte mittelalterliche Burgen und wie sind diese aufgebaut? Im Museum können die Kinder die Antworten auf diese interessanten Fragen herausfinden. Sie tauchen ein in ein anderes Zeitalter und machen sich mit den Gewohnheiten des mittelalterlichen Lebens vertraut.
Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von 6 bis 12 Jahren statt. Der Kinderclub ist für alle Kinder, die Lust haben, regelmäßig zweimal im Monat einen spannenden Nachmittag im Museum zu erleben. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung jederzeit möglich.
Anmeldung unter 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de

Sonntag, 12. September 2021, ganztägig
Tag des Offenen Denkmals
Eintritt frei!
In diesem Jahr steht der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Schein und Sein“. Besonders hervorgehoben wird dabei der Bezug zur Hansestadt Lüneburg. Das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung und das Brauereimuseum gehen diesem Leitthema auf den Grund.
Neben freiem Eintritt bieten beide Museen kostenlose Führungen zu den Themen:
11.00 Uhr: Die neue Heimat: Vertrieben und Angekommen in Lüneburg
13.00 Uhr: Die Lüneburger Kronenbrauerei und ihre Geschichte
15.00 Uhr: Die Hanse im Ostseeraum und ihre Verbindungen zu Lüneburg

Dienstag, 21. September 2021, 14.30 Uhr
In der Reihe Museum erleben:
Wildtierfotografie in Ostrpeußen vor 1945

Vortrag von Kurator Dr. Christoph Hinkelmann
€ 3,00 zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)
Wildtierfotografie war vor 1945 ein aufwendiges, teures und strapazenreiches Anliegen. In Ostpreußen mit seinem Tier- und Artenreichtum lohnte sich diese Mühe. Dr. Christoph Hinkelmann, Kurator für die naturkundlichen Bereiche, stellt einige begeisterte Naturforscher und Beispiele für ihr Werk vor.
Aufgrund der begrenzten Personenzahl ist eine Anmeldung unterbildung@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 Voraussetzung.

Mittwoch, 22. September 2021, 18.30 Uhr
Der Künstler Johann Walter-Kurau als Lehrer
Vortrag von Kurator Dr. Ralf Hartmann
€ 5,00 zzgl. Eintritt
In seinem Vortrag stellt der Künstlerische Leiter der Zitadelle Spandau, Dr. Ralf F. Hartmann, den Künstler Walter-Kurau als Lehrer vor. Dieser betrieb seit 1906 in Dresden und später in Berlin erfolgreiche Malschulen. Insbesondere Malerinnen, die bis 1919 die deutschen Kunst-Akademien nicht besuchen durften, zählten zu Walter-Kuraus bekanntem Schülerkreis.
Aufgrund der begrenzten Personenzahl ist eine Anmeldung unter bildung@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 Voraussetzung.

Donnerstag, 23. September 2021, 15.00 bis 17.00 Uhr
Ein buntes Stillleben mit Pastellfarben zum Erntedank
mit Luisa Schubert
Eintritt frei!
Wenn die Felder wieder brachliegen und die Blätter sich gelb und rot färben, steht der Herbst vor der Tür und somit auch das Erntedankfest. Es ist eines der ältesten religiösen Feste. Im Christentum danken die Gläubigen Gott für die Ernte des Jahres. Zu den geernteten Lebensmitteln aus der Landwirtschaft gehören Kürbisse, Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Pflaumen, Trauben, Kartoffeln, Zwiebeln, Mais, Weizen und Roggen. Früchte und Getreide werden auf einem Tisch präsentiert und als Vorlage genutzt für ein buntes Stillleben, welches die Kinder mit Pastellkreiden malen können. Danach wird Essbares selbst genossen oder verschenkt.
Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von 6 bis 12 Jahren statt. Der Kinderclub ist für alle Kinder, die Lust haben, regelmäßig zweimal im Monat einen spannenden Nachmittag im Museum zu erleben. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung jederzeit möglich.
Anmeldung unter 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de

Donnerstag 30. September bis Samstag, 2. Oktober 2021
Tagung: Immanuel Kant und sein Wirkungsort Königsberg - Universität, Geschichte und Erinnerung heute
Tagungsgebühr 10 € (für ganze Tagung), Studierende frei
Jahrestagung der Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung in Lüneburg, Veranstaltungsort: Museum Lüneburg
2024 jährt sich zum 300. Mal der Geburtstag von Immanuel Kant – der fraglos bekanntesten Persönlichkeit Ostpreußens. In Vorbereitung darauf thematisiert die vom Ostpreußischen Landesmuseum ausgerichtete Tagung Leben und Umfeld des Königsberger Philosophen. Ein besonderer Fokus liegt auf seiner Wirkstätte, der Albertus-Universität, vorgestellt werden außerdem seine Nachwirkung und Aktivitäten zum Kant-Jubiläum 2024. Eingeladen sind Kantexperten und Historiker aus Russland und Deutschland.
Das vollständige Tagungsprogramm finden Sie auf der Webseite des Ostpreußischen Landesmuseums. Anmeldungen bitte unter Tel. 04131 7599 510 oder info@ol-lg.de.

Vorschau auf Veranstaltungen im Oktober 2021

Sonntag, 3. Oktober 2021, 14.00 Uhr
Erntedank - die Bedeutung der Landwirtschaft für Ostpreußen
Sonntagsführung mit Vera Thiel
€ 1,50 zzgl. Eintritt
Herbstliche Dekoration in christlichen Kirchen, darunter der mit Obst und Gemüse kunstvoll geschmückte Altar – das Erntedankfest wird jedes Jahr im Herbst in Deutschland gefeiert. Viele Kulturen und Religionen kennen Dankesfeste für die Ernte, aber es gibt aufgrund unterschiedlicher Klimazonen keinen einheitlichen Feiertag. Ostpreußen wurde früher auch als die Kornkammer Deutschlands bezeichnet. Es war ein ausgesprochenes Agrarland. Der Boden bildete die Grundlage der Wirtschaft. Über achtzig Prozent war landwirtschaftliche Nutzfläche. Der Anbau sämtlicher Feldfrüchte war möglich. Aber auch die Kartoffel-Saatzucht war berühmt, und der Tilsiter Käse ist bis heute bekannt. Vera Thiel führt durch die landwirtschaftliche Abteilung und berichtet über zahlreiche überlieferte Bräuche rund um das Erntefest.
Anmeldung unter 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de

Dienstag, 5. Oktober 2021, 18.30 Uhr
Auf den Spuren Walter-Kuraus. Als Sammler zwischen Riga und Usedom
Vortrag von Jürgen Lüder-Lühr
Eintritt: 5,00 €
Viele der Gemälde des Künstlers Johann Walter-Kurau, die heute in der Sonderausstellung des Ostpreußischen Landesmuseums mit Deutschbaltischer Abteilung oder im Lettischen Nationalmuseum in Riga hängen, gingen durch seine Hände: Jürgen Lüder-Lühr. Der Kunstsammler und Walter-Kurau Spezialist führte die umfangreiche, von seinem Vater nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaute Sammlung mit Werken des deutsch-baltischen Malers fort. Er kann als Sammler Spannendes über den zum Teil die Systemgrenzen im Kalten Krieg überwindenden Handel mit den Bildern berichten und verfolgt die Spuren des Malers anhand einzelner Werke, die in Riga, Dresden oder Berlin entstanden waren. Wenigen ist zudem bekannt, dass Walter-Kurau mit den Anfängen der Usedomer Malerei eng verbunden ist – Zusammenhänge, die der Autor Lüder-Lühr in seinem großen Werk „Usedomer Maler des 20. Jahrhunderts“ thematisiert und im Vortrag selbst aufzeigen wird.
Anmeldung unter 04131 759950 oder info@ol-lg.de

In seinem ersten Newsletter 2021
schreibt das Ostpreußische Landesmuseum an seine Freunde und Unterstützer Folgendes:

Jahresrückblick des Ostpreußischen Landesmuseums: Das "verrückte" Museumsjahr 2020

Liebe Freundinnen und Freunde des Ostpreußischen Landesmuseums und unserer Deutschbaltischen Abteilung,
in unserem ersten Newsletter in diesem Jahr wollen wir Ihnen für die kommenden Monate alles Gute und besonders natürlich Gesundheit wünschen! Hoffentlich hatten Sie wie wir einen ungewohnt ruhigen, aber dennoch schönen Start in ein neues Jahr. Aber was sind das für Zeiten! Anstatt Aufbruch und Neuanfang leider eine Verlängerung der Schließung bis mindestens Ende Januar, möglicherweise sogar darüber hinaus… Da wir Ihnen derzeit keine Angebote für Januar anbieten können und auch eine Februaröffnung derzeit noch sehr optimistisch erscheint, nutzen wir die Gelegenheit für einen kurzen Rückblick.
Vor 12 Monaten sah alles noch großartig aus. Wir erhielten vom niedersächsischen Museumsverbol_jahresrückblick_fotoand das Museumsgütesiegel für weitere 7 Jahre, der Minister übergab uns die Urkunde persönlich, verbunden mit vielen anerkennenden Worten. Die Besucherzahlen in den ersten Monaten starteten exzellent und noch mehr stand zu erwarten, denn wir eröffneten zu ihrem 75. Todestag noch eine Ausstellung über die berühmteste Künstlerin Ostpreußens, Käthe Kollwitz. „Die Welt in Schwarz und Weiß“ – ein nahezu prophetischer Titel, denn im März fiel das so gut startende Jahr dann in ein tiefes Loch. Der erste Lockdown, die erste Schließung. Gerade noch konnten wir Anfang März im Auftrag der niedersächsischen Regierung unsere deutschbaltische Kulturarbeit in Tartu/Dorpat im Rahmen des Deutsch-Estnischen Frühlings vorstellen, aber dann ging nichts mehr. Zahlreiche Projekte fielen ins Wasser oder mussten aufwendig umkonzipiert werden. Die so perfekt für Schulklassen und Familien optimierte Ausstellung zum Tierfilmer Heinz Sielmann wurde noch aufgebaut, aber blieb wochenlang den Besuchern verwehrt. Schulklassen konnten dann auch nach Wiedereröffnung leider nicht kommen.
Trotz aller Verunsicherung über die weitere Entwicklung haben wir versucht, das Beste daraus zu machen und bei allem Negativen wenigstens die damit verbundenen Chancen bestmöglich zu nutzen. Technisches Equipment wurde angeschafft und viel Neues ausprobiert und gelernt. Wie viele haben wir die Schleusen unserer digitalen Kanäle weit geöffnet, lauter kleine Filme produziert und auf dem eigenen Youtube-Kanal sowie Facebook und Instagram online veröffentlicht. Natürlich wurde vorbereitend ein Hygienekonzept erarbeitet. Im Mai dann endlich wieder Besucher – und die Rückmeldungen waren großartig! Vielen Dank für Ihre Begeisterung!
Bald durften wir, wenn auch nur mit 10 Personen, auch wieder Führungen anbieten. Im September dann endlich eine Ausstellungseröffnung – „hybrid“, wie es neudeutsch heißt. Zur „Reise um die Welt. Adam Johann von Krusenstern zum 250. Geburtstag“ gab uns der Botschafter der Republik Estland, S.E. Herr Alar Streimann, die Ehre, und reiste extra aus Berlin an – für ein recht kleines Live-Publikum (Abstandsregel!), aber dafür war ein nennenswertes Online-Auditorium zugeschaltet, als wir in unseren Räumen sozusagen die Segel setzten.
Anfang November wurde es wieder still im Museum: Mit Bedauern mussten wir wegen des Infektionsgeschehens wieder unsere Türen schließen, erneut waren viele Projekte und Pläne Makulatur. Stattdessen gab es als adventlichen Trost einen virtuellen Adventskalender, hinter dessen Türchen sich Tag für Tag 24 kleine Geschichten und Exponate rund um unsere Ausstellung und Sammlung verbargen.
Weihnachten, das Fest der Hoffnung, liegt hinter uns, wir blicken nach vorn. Sicherheiten gibt es kaum welche, alle Termine sind mit Unsicherheit behaftet. Dennoch arbeiten wir daran, dass 2021 ein spannendes Museumsjahr der Begegnung und der Vermittlung ostpreußischer und deutschbaltischer Kulturgeschichte wird, digital und hoffentlich auch bald wieder vor Ort. Wir freuen uns jedenfalls auf Sie! Unser (vorläufiges) Jahresprogramm finden Sie hier!
Bis dahin: Bleiben Sie gesund!
Es grüßt Sie herzlich
Ihr Team vom Ostpreußischen Landesmuseum

ÖFFENTLICHE FÜHRUNG
Entdecken Sie das Museum. Jeden ersten Sonntag im Monat in einer Führung zu unterschiedlichen Themen, Beginn: 14 Uhr
€ 1,50 pro Person zzgl. Eintritt

FÜHRUNGEN FÜR GRUPPEN
Mit einer Allgemeinen Führung erleben Sie auf einem Rundgang die Glanzlichter der gesamten Dauerausstellung. Sollten Sie sich für bestimmte Themen besonders interessieren, dann wählen Sie eine Schwerpunktführung aus.
Allgemeine Führung durch die Dauerausstellung (FE 210)
90 Minuten /€  65,00 pro Gruppe zzgl. € 4,00 Eintritt pro Person

THEMENFÜHRUNGEN
60 Minuten / € 50,00 pro Gruppe zzgl. € 4,00  Eintritt pro Person
FE 211 Wild, Wald und Pferde — die reiche Natur Ostpreußens
FE 212 Flucht, Vertreibung und Integration
FE 213 Die Deutschbalten und ihre Geschichte
FE 214 Baltischer Bernstein
FE 215 Schätze aus Kunst und Kultur Ostpreußens
FE 216 Ostpreußen und seine dramatische Geschichte

MUSEUM ERLEBEN ist unsere Veranstaltungsreihe, die Sie einlädt, jeden ersten und dritten Dienstag im Monat das Ostpreußische Landesmuseum auf besondere Weise zu entdecken. Wir bieten Ausstellungsrundgänge, interessante Vorträge und Filme. Anschließend gibt es bei Tee, Kaffee und Gebäck ein gemütliches Beisammensein.
3,00 € zzgl. Eintritt (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)
Eine vorherige Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Platzzahl erforderlich.

INFORMATION UND ANMELDUNG
www.ostpreussisches-landesmuseum.de Telefon: +49 (0) 4131 75 99 50 oder info@ol-lg.de

Text und Bilder aus den aktuellen Museumsinformationen