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Donauschwäbisches Zentralmuseum
Veranstaltungen

In der Dauerausstellung wird eine “Reise entlang der Donau” als Multivisionsschau animiert. Gezeigt wird die deutsche Migration nach Ungarn und Südosteuropa im 18. Jahrhundert. Die Museumsbesucher erfahren Einzelheiten aus dem Leben und der Arbeit der Neusiedler in einer multiethnischen Region.
Zum Tragen kommt die Kultur der Donauschwaben in ihren Dörfern und Städten und das Verhältnis zu den Nachbarn. Gezeigt werden Modernisierung und Industrialisierung. Die Zwischenkriegszeit wird ebenso behandelt wie Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg. Auch die Folgen mit Flucht, Vertreibung und Deportationen finden ebenso ihre museale Darstellung wie das Eingehen auf die Staaten Ungarn, Rumänien und Jugoslawien zwischen 1945 bis 1989.
Ein Schwerpunkt des Museums ist die Behandlung Südosteuropas nach 1989. Nicht zuletzt sind aus diesen Intentionen die zahllosen Kontakte zu und die Zusammenarbeit mit Museen in Ungarn, Rumänien und den Nachfolgeländern Jugoslawiens abzuleiten.
Begleitet und ergänzt wird die Dauerausstellung von einer Reihe qualitätvoller Sonderausstellungen wie beispielsweise die vom rumänischen Kulturministerium preisgekrönte Ausstellung Hausgeschichten. Deutsche Spuren in den Danauländern
.


MUSEUMSPROGRAMM VON  SEPTEMBER BIS DEZEMBER 2017
 

TERMINE

SEPTEMBER

So., 03.09.

14.00 Uhr

Öffentliche Schauspielführung durchs Museum

So., 10.09.

 

Tag des offenen Denkmals

 

11.00 Uhr

Führung durch das Festungsgebäude

 

14.00 Uhr

Öffentliche Führung „Flucht vor der Reformation”

Sa., 16.09.

18.00 - 24.00 Uhr

Kulturnacht

So., 17.09..

14.00 Uhr

Öffentliche Führung durchs Museum

Do., 21.09.

19.00 Uhr

Lesung Nick Thorpe „Die Donau"

So., 24.09.

14.00 Uhr

Öffentliche Führung durchs Museum

OKTOBER

So., 01.10.

14.00 Uhr

Öffentliche Führung durchs Museum

Di., 03.10.

11.00 - 17.00 Uhr

Tag der Deutschen Einheit: Museum geöffnet

Do., 05.10.

19.00 Uhr

Vortrag Juliane Brandt „Martin Zeiller”

So., 08.10.

14.00 Uhr

Öffentliche Führung „Flucht vor der Reformation”

So., 15.10.

14.00 Uhr

Öffentliche Führung durchs Museum

Di., 17.10.

19.00 Uhr

Lesung Heide Scherer „Wer Beine hat, der laufe” (vh Ulm, Club Orange)

Do., 19.10.

19.00 Uhr

Lesung Jelena Volid und Christian Schünemann „Maiglöckchenweiß. Ein Fall für Milena Lukin”

So., 22.10.

14.00 - 17.00 Uhr

Gruselnachmittag für Kinder „Auf Draculas Schloß”

Sa., 28.10.

17.00 - 19.00 Uhr

Memento mori — Totengedenken rund um die Welt

So., 29.10.

14.00 Uhr

Öffentliche Führung durchs Museum

Di., 31.10.

11.00 - 17.00 Uhr

Reformationstag: Museum geöffnet

NOVEMBER

Mi., 01.11.

11.00 - 17.00 Uhr

Allerheiligen: Museum geöffnet

Fr., 03.11.

17.00 - 21.00 Uhr

Weintage der Wein-Bastion

Sa., 04.11.

17.00 - 21.00 Uhr

Weintage der Wein-Bastion

So., 05.11.

14.00 Uhr

Öffentliche Führung „Flucht vor der Reformation”

Mi., 08.11

19.00 Uhr

Lesung Attila Bartis “Das Ende”

Do., 09.11.

19.00 Uhr

Lesung Melinda Nadj Abonji „Schildkrötensoldat" (Pfleghofsaal Langenau)

So., 12.11..

14.00 Uhr

Öffentliche Schauspielführung durchs Museum

Do., 16.11.

19.00 Uhr

Vortrag Wolfgang Schöllkopf „Fromm und fleißig! Fröhlich und frei? Die Schwaben und der Pietismus”

So., 19.11

14.00 Uhr

Öffentliche Führung durchs Museum

So., 26.11.

14.00 Uhr

Öffentliche Führung „Flucht vor der Reformation”

Do., 30.11.

19.00 Uhr

Lesung mit Musik „Das rote Akkordeon”

DEZEMBER

So., 03.12.

14.00 Uhr

Öffentliche Schauspielführung durchs Museum

Do., 07.12.

19.00 Uhr

Vortrag Halrun Reinholz: „Maria Theresia”

So., 10.12..

14.00 Uhr

Öffentliche Führung „Flucht vor der Reformation”

So., 17.12.

14.00 Uhr

Öffentliche Führung durchs Museum

So., 24.02.

 

Heiligabend:  Museum geschlossen

Mo., 25.12.

 

1. Weihnachtstag: Museum geschlossen

Di., 26.12.

11.00 - 17.00 Uhr

2. Weihnachtstag geöffnet

So., 31.12.

 

Silvester: Museum geschlossen

JANUAR 2018

Mo., 01.01

11.00 - 17.00 Uhr

Neujahr: Museum geöffnet

Sa., 06.01.

11.00 - 17.00 Uhr

HI. Drei Könige: Museum geöffnet

So., 07.01.

14.00 Uhr

Öffentliche Führung „Flucht vor der Reformation”

SONDERAUSSTELLUNGEN

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7. Juli 2017 bis 7. Januar 2018

Flucht vor der Reformation
Täufer, Schwenckfelder und Pietisten zwischen dem deutschen Südwesten und dem östlichen Europa

Bis sich die neue Glaubenslehre der Reformation endgültig etablierte, tobten heftige Auseinandersetzungen. Für Andersgläubige gab es als Ausweg oft nur Anpassung, Märtyrertod oder Emigration. Die Ausstellung konzentriert sich auf drei Beispiele.
Die wortgetreue, kompromißlose Umsetzung des Bibeltextes im täglichen Leben bildete für die südwestdeutschen Täufer den Kern ihres Glaubens. Damit stellten sie Grundpfeiler des damaligen Rechts- und Sozialsystems in Frage. Vielen blieb nur die Flucht in das vergleichsweise sichere Mähren, um dort die Utopie einer Gemeinschaft ohne Familienstruktur und ohne Privateigentum zu realisieren. Caspar Schwenckfeld von Ossig floh nach dem Bruch mit seiner Heimat Schlesien und kam in den deutschen Südwesten. Hier förderten Angehörige des Adels und Bürger aus Städten wie Ulm und Augsburg den Flüchtling. Rund 300 Jahre nach Reformationsbeginn wandten sich württembergische Pietisten von der Staatskirche ab. Sie gerieten ins Visier behördlicher Überwachung. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entschlossen sich etwa 5.000 Pietisten zur Auswanderung in den Kaukasus.
Eine zusätzliche, der Ausstellung voran gestellte Ergänzung des DZM thematisiert Verfolgung und Vertreibung aus religiösen Motiven. Glaubenspredigt Migration oder Verfolgung reicht weit in die Geschichte der Menschheit zurück — und bleibt dabei doch bestürzend aktuell.
Die Ausstellung wurde konzipiert vom Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg in Stuttgart und steht unter der Schirmherrschaft des Ministers für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl.

BEGLEITPROGRAMM

DONNERSTAG, 5. OKTOBER, 19.00 UHR

DER ULMER AUTOR UND VERLEGER MARTIN ZEILLER - EIN RELIGIONSFLÜCHTLING DES 17. JAHRHUNDERT IN UNGARN
Bildervortrag mit Juliane Brandt

Martin Zedier (1589-1661) kam nach Ulm, weil sein Vater als Protestant die Steiermark verlassen mußte. Nach einem nicht ganz einfachen Bildungsweg, wurde er ein erfolgreicher Reiseschriftsteller und Verfasser von Nachschlagewerken und Wissenskompendien. 1646 erschien in Ulm Zeillers Lexikon "Descriptio Hungariae oder Beschreibung des Königreichs Ungarn”.
Juliane Brandt ist Historikerin und Hungarologin am Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS), München.
Eine Kooperation mit dem IKGS, München, dem Haus der Stadtgeschichte und dem Verein für Kunst und Altertum, Ulm.

DONNERSTAG, 16. NOVEMBER, 19.00 UHR

FROMM UND FLEISSIG! FRÖHLICH UND FREI? DIE SCHWABEN UND DER PIETISMUS
Vortrag mit Pfarrer Dr. Wolfgang Schöllkopf

Zu den prägenden Frömmigkeitsbewegungen in Württemberg gehört der Pietismus. Seit dem Aufkommen der Bewegung im 17. Jahrhundert gab es unterschiedliche Strömungen des Pietismus, der von der Kirche erst verfolgt, später aber domestiziert und integriert wurde.
Die Anfänge und Wandlungen der Frömmigkeitsbewegung werden aufgezeigt, Hauptgestalten und Hauptthemen wie Bibel und Gebet, Diakonie und Mission vorgestellt. Dabei werden auch Gefährdungen und Irrwege sichtbar sowie die große Vielfalt, die unter dem Sammelbegriff Pietismus zusammengefaßt wird und in seinen Wirkungen bis heute prägend ist.

ÖFFENTLICHE FUHRUNGEN
jeweils sonntags um 14.00 Uhr
am 9.7., 23.7., 13.8., 27.8., 10.9., 24.9., 8.10., 22.10., 5.11., 26.11., 10.12., 7.1.

Gruppenführungen
auf Anfrage unter Telefon 0731/ 96254 -105

10. Juli bis zum 19. Februar 2018

Museum machen - eine Ausstellung über das Ausstellen
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Kabinettausstellung
Wie werden Ausstellungsstücke gesammelt? Welche Aufgaben hat das Museum? Wie funktioniert Öffentlichkeitsarbeit? Die kleine Kabinettausstellung wirft einen Blick hinter die Kulissen des Museums. Sie zeigt den Weg eines Objekts von der Entdeckung bis zur Präsentation und lüftet Geheimnisse rund um die Museumsarbeit.
In einem Rundgang durch die verschiedenen Abteilungen eines Museums wird vermittelt, was den Augen der Besucher normaler-weise verborgen bleibt. Am Beispiel einiger Familien aus dem Dorf Gakowa (heute Serbien) werden zudem Objekte vorgestellt, die einen Einblick in den damaligen Alltag sowie Flucht und Vertreibung geben.
Konzipiert und gestaltet wurde die Ausstellung von den Kriegsfreiwilligen Ronja Kieft und Fabian Unsöld. Während ihres freiwilligen Jahres hier im Museum haben die beiden einen intensiven Einblick in die Arbeit des Museums und in die Arbeit der Kulturreferentin erhalten.
Eintritt frei!

VERANSTALTUNGEN

SONNTAG, 10. SEPTEMBER, 11.00 - 17.00 UHR

Tag des offenen Denkmal
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Das Reduit der Oberen Donaubastion wurde 1855 fertiggestellt und steht seit 1974 unter Denkmalschutz. Das als Defensivkaserne (Reduit) angelegte Gebäude sollte Soldaten und Kanonen aufnehmen, um die Stadt gegen Angreifer zu verteidigen. In der über 150-jährigen Geschichte ist aus dem fast 140 Meter langen Militärbau jedoch kein einziger Schuß gefallen. Seit 2000 nutzt das Donauschwäbische Zentralmuseum die Flächen im Erdgeschoß und im ersten Obergeschoß der ehemaligen Kaserne.

11.00 Uhr: Führung durch das Festungsgebäude
14.00 Uhr: Führung durch die Ausstellung „Flucht vor der Reformation”

Eintritt und Führungen frei

SONNABEND, 16. SEPTEMBER, 18.00 - 24.00 UHR

Kultur in der Donaubastion Kulturnacht Ulm/Neu-Ulm

18.00 Uhr: Flucht vor der Reformation
Führung durch die aktuelle Sonderausstellung

19.00/20.30/21.45/23.00 Uhr: Musik mit Brekkie's Inn
Schwäbisch-alemannischer Zigeunerfolk und andere Weltmusik: Für gute Stimmung sorgen Brekkie's Inn - Claudia Bertele (Gesang), Thomas Linder (Saiteninstrumente, Harp, Gesang), Moni Bothe (Akkordeon) und Andieh Merk (Perc., Sax, Querflöte).

19.45/21.15/22.30 Uhr: Schönes und Böses zur Guten Nacht
Geschichtenerzählerin Tine Mehls erzählt spannende Märchen und Geschichten für Erwachsene. (jeweils 30 min)

Für trockene Gaumen und leere Mägen bieten wir Weine aus den Donauländern und Langosch. Außerdem zeigen wir Bilder der Malerin Alojzija Stupar, die am Projekt „Migration verbindet" teilgenommen hat
.
DONNERSTAG, 21. SEPTEMBER, 19.00 Uhr

Die Donau. Eine Reise gegen den Strom Lesung mit Nick Thorpe
„Hier an den ausfransenden Rändern Europas beginne ich meine Donaureise.” Nick Thorpe hat seine Einleitung „Die Lippen der Donau” überschrieben. Und so beginnt, recht ungewöhnlich, sein Reisebericht am Donaudelta („Der Beginn der Welt”) und endet im Kapitel über den „Schneider von Ulm”. Der BBC-Mitteleuropa-Korrespondent ist nicht nur ein exzellenter Donaukenner — er lebt seit 1986 in Budapest -, sondern auch ein Beobachter und Menschenfreund: „Bei allem nötigen Respekt für die Verdienste vorhergegangener Autoren: Ich glaube etwas anderes anbieten zu können. (...) Zumindest ein Mann verstand meine Reise. Ilije Sidurenko, ein pensionierter Fischer am südlichsten Ende der Donau, war begeistert, als ich ihm von meinem Plan erzählte. ,Sie werden wie der Stör sein' lachte er. Flußaufwärts schwimmen, um zu laichen.”

Eintritt: € 5,00
In Kooperation mit der Buchhandlung Mahr, Langenau

MITTWOCH, 27. SEPTEMBER, 14.00 UHR

Sonderführung durch die Ausstellung „Flucht vor der Reformation"
Für Teilnehmer der Herbstakademie des ZaVViW

Anmeldung nur über das Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW), Tel. 0731/5026601

DONNERSTAG, 5. OKTOBER, 19.00 UHR

Der Ulmer Autor und Verleger Martin Zeiller, ein Religionsflüchtling des 17. Jh., und Ungarn
Vortrag mit Juliane Brandt

Martin Zeiller (1589-1661) kam nach Ulm, weil sein Vater als Protestant die Steiermark verlassen mußte. Nach einem nicht ganz einfachen Bildungsweg, als Tutor junger Adliger an Universitäten und auf Bildungsreisen wurde er ein erfolgreicher Reiseschriftsteller und Verfasser von Nachschlagewerken und Wissenskompendien. 1646 erschien in Ulm Zeillers Lexikon „Descriptio Hungariae oder Beschreibung des Königreichs Ungarn".
Juliane Brandt ist Historikerin und Hungarologin am Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS), München.

Eintritt: € 5,00
Kooperation mit dem IKGS, München, dem Haus der Stadtgeschichte und dem Verein für Kunst und Altertum, Ulm

DIENSTAG, 17. OKTOBER, 19.00 UHR
Ort: vh Ulm, EinsteinHaus, Club Orange

Wer Beine hat, der laufe — Geschichten von deutscher Flucht und Vertreibung
Lesung mit Herausgeberin Heide Scherer

Die Flüchtlingskatastrophe im Sommer 2015 rief bei vielen Menschen in Deutschland tiefe Erinnerungen wach. Ihre Bilder sind 70 Jahre alt: Endlose Kolonnen flüchtender Frauen und Kinder, Trecks auf eisigen Straßen und Wegen, überladene Schiffe, Trümmerwüsten. 14 Millionen Menschen flüchteten im Winter 1945 in den Westen Deutschlands. Von diesen existentiellen Erschütterungen erzählen uns Kriegsmütter und Kriegskinder, die Heide Scherer interviewt hat.
 
Eintritt:  € 6,00, € 4,00
In Kooperation mit der vh Ulm

DONNERSTAG, 19. OKTOBER, 19.00 UHR

Maiglöckchenweiß. Ein Fall für Milena Lukin (Belgrad-Krimi)
Autorenlesung mit Jelena Volid und Christian Schünemann

Maiglöckchen stehen an der Belgrader Straße, wo einst ein kleiner Roma-Junge von zwei Jugendlichen zu Tode geprügelt wurde. Einer der beiden Täter kam damals in Haft, der andere konnte fliehen. Nach fünfundzwanzig Jahren kehrt der Geflüchtete nach Belgrad zurück, stellt sich seiner Vergangenheit und wird kurz darauf tot an der Donau aufgefunden. Selbstmord, behauptet die Polizei und stellt die Ermittlungen ein. Der Anwalt des Toten und die Kriminologin Milena Lukin stehen vor einem Rätsel. Bis sie auf, ein Indiz stoßen, das sie zu einem Mord führt, der einst das Schicksal eines ganzen Landes bestimmte.

Eintritt: €  5,00
In Kooperation mit der Buchhandlung Mahr, Langenau
 

SONNABEND, 28. OKTOBER, 17.00 - 19.00 UHR

Memento mori — Totengedenken rund um die Welt
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Allerheiligen, Allerseelen, Totensonntag, Buß- und Bettag und Volkstrauertag — der November ist der Monat der Einkehr und des Gedenkens. Hierzulande begehen wir diese Tage still und andächtig. In Mexiko hingegen feiert man laut und farbenfroh mit den Toten das Leben.
Wie bestatten und betrauern wir unsere Toten, wie setzen wir ihnen Zeichen? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es dabei rund um den Globus? Und wie war es bei den Donauschwaben daheim? Das internationale Team „Migration verbindet” lädt Familien zu einem Nachmittag über Vergänglichkeit, Tod und Totengedenken ein: Lernen Sie andere Kulturen aus einer ganz neuen Perspektive kennen. Erraten Sie in einem Quiz für Jung und Alt, was es mit dem donauschwäbischen Brauch „Tellerjetrooge" auf sich hat! Allerhand Erstaunliches aus unseren Depots kommt für kurze Zeit ans Tageslicht und auch für das leibliche Wohl der Lebenden wird gesorgt sein.

Eintritt frei!

FREITAG / SONNABEND,  3. UND 4. NOVEMBER, 17.00 - 21.00 UHR

Weintage der Wein-Bastion

Einmal jährlich veranstaltet die Wein-Bastion ihre traditionelle Hausmesse im Donauschwäbischen Zentralmuseum.
Informationen unter www.wein-bastion.de

MITTWOCH, 8. NOVEMBER, 19.00 UHR

Das Ende
Lesung mit Autor Attila Bartis

Seinen ersten Roman. „Die Ruhe” feierten die Feuilletons: „atemberaubende Stilsicherheit (Zeit), „Leichtigkeit im Umgang mit der Last der Geschichte” (Neue Zürcher Zeitung), „schöner hat lange niemand mehr von der Düsternis erzählt" (Frankfurter Rundschau).
Nun erscheint das neue Werk des ungarischen Autors und Fotografen — sein opus magnum, hochkarätig übersetzt von Terzia Mora. Ein Künstlerroman um den Fotografen Andräs Szabad, der mit unerbittlicher Genauigkeit von erotischer Abhängigkeit, Lüge und Erpressung erzählt.

Eintritt: € 5,00
In Kooperation mit der Buchhandlung Mahr, Langenau

DONNERSTAG, 9. NOVEMBER , 20.00 UHR
Ort: Pfleghofsaal, Langenau

Schildkrötensoldat
Lesung mit Autorin Melinda Nadj Abonji

Nein, ein braver Soldat Schwejk ist Melinda Nadj Abonjis Schildkrötensoldat keineswegs. Dafür hat das Kind einer Tagelöhnerin und eines „Halbzigeuners" zu viel erdulden müssen. Zoltan Kertesz ist ein Sonderling, einst in brausender Fahrt von Vaters Motorrad gestürzt und vom Bäcker in der Lehrzeit ständig geschlagen, zieht er sich zurück in sein Land der Phantasie. Ausgerechnet dieser Taugenichts soll nun beim Militär Karriere machen, in einer Armee, die sich gerade anschickt, den grausamen Bürgerkrieg in Jugoslawien anzuzetteln. Doch als Zoldans einziger Freund die Schinderei der Ausbildung mit dem Leben bezahlt, beginnt sich unser Held mit der Kraft der Phantasie zu wehren. Die ausgezeichnete Schweizer Autorin hält mit ihrem neuen Roman dem Weltbild des militärischen Befehlens das vogelwilde Denken der Freiheit entgegen.

Eintritt: € 10,00, ermäßigt € 6,00
In Kooperation mit der Buchhhandlung Mahr, Langenau

DONNERSTAG, 16. NOVEMBER, 19.00 UHR

Fromm und fleißig! Fröhlich und frei? Die Schwaben und der Pietismus
Vortrag mit Dr. Wolfgang Schöllkop

Zu den prägenden Frömmigkeitsbewegungen in Württemberg gehört der Pietismus. Seit dem Aufkommen der Bewegung im 17. Jahrhundert gab es unterschiedliche Strömungen des Pietismus, der von der Kirche erst verfolgt, später aber domestiziert und integriert wurde.
Die Anfänge und Wandlungen der Frömmigkeitsbewegung werden aufgezeigt, Hauptgestalten und Hauptthemen, wie Bibel und Gebet, Diakonie und Mission vorgestellt. Dabei werden auch Gefährdungen und Irrwege sichtbar sowie die große Vielfalt, die unter dem Sammelbegriff Pietismus zusammengefaßt wird, der in seinen Wirkungen bis heute prägend ist.

Eintritt: € 5,00

 

DONNERSTAG, 30. NOVEMBER, 19.00 UHR

Das rote Akkordeon
Lesung und Musik mit Autor Balthasar Waitz (Temeswar) und Musiker Anton Bleiziffer (Freiburg/Sanktanna)
Moderation: Dr. Ingeborg Szöllösi

Balthasar Waitz, geb. 1950 in Nitzkydorf/Nitchidorf (Rumänien), lebt als Schriftsteller und Redakteur der Banater Zeitung in Temeswar. Er ist einer der wenigen Schriftsteller der rumäniendeutschen Literatur, die in Rumänien verblieben und nicht in die Bundesrepublik Deutschland auswanderten. Waitz liest aus seinem neuen, noch im Entstehen begriffenen Roman „Das rote Akkordeon”, in dem er aus der Perspektive eines Kindes über die Kindheit in einem banatschwäbischen Dorf erzählt und zugleich das Panorama einer Dorfwelt im Absurdistan des Kommunismus zeichnet.
Vom Akkordeonspieler und Musikethnologe Anton Bleiziffer hat das DZM eine Ziehharmonika erhalten, die er vor 1970 im Dorf Sanktanna im Banat erworben hat. Er wird die Lesung musikalisch begleiten.

Die Moderatorin Dr. Ingeborg Szöllösi leitet das Länderreferat Südosteuropa bei unserem Kooperationspartner.

Eintritt € 5,00
In Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, Potsdam

DONNERSTAG, 7. DEZEMBER, 19.00 UHR

Maria Theresia und die Schwaben
Vortrag mit Halrun Reinholz

Vor 300 Jahren wurde „Kaiserin” Maria Theresia geboren, die einzige Frau auf dem Thron der Habsburger. Sie übernahm von ihrem Vater Karl Vl. ein ausgedehntes Reich, das über die österreichischen Kerngebiete hinaus mit den vorderösterreichischen Territorien bis nach Schwaben, Württemberg und ins Breisgau reichte. Gleichzeitig lagen nach den Türkenkriegen im Osten des Reiches dünn besiedelte Gebiete, die für die Landwirtschaft erschlossen werden sollten. Die gezielte Besiedlungspolitik in Pannonien erreichte unter Maria Theresia ihren Höhepunkt. Rund 150.000 Siedler aus dem Westen des Heiligen Römischen Reiches gelangten im 18. (und auch noch im 19.) Jahrhundert meist ab Ulm mit Donauschiffen („Ulmer Schachteln") nach Pannonien und gingen unter dem Namen „Donauschwaben" in die Bevölkerungsgeschichte Europas ein.

Eintritt frei
In Kooperation mit dem Kultur- und Dokumentationszentrum der Banater Schwaben

MUSEUMSPÄDAGOGIK

SONNTAG, 22. OKTOBER, 14.00  -  17.00 UHR

Auf Dracdzm100917eulas Schloß
Ein Gruselnachmittag für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren

„Willkommen auf Draculas Schloß!” heißt es am Sonntag vor Halloween im DZM. Auf der Suche nach der Wahrheit über Graf Dracula erwartet unsere mutigen Besucher ein unheimlicher Nachmittag. Es gibt Gruselgeschichten und schaurige Spiele und es können furchterregender Schmuck gebastelt und Spinnen und Fledermäuse verspeist werden. Doch Vorsicht vor den Vampiren!

Eintritt: € 3,00

KULTURREFERENTIN

Die vom Bund geförderte Kulturreferentin ist für die kulturelle Breitenarbeit nach § 96 BVFG zuständig. Ziel dieser Tätigkeit ist die Vermittlung der deutschen Kultur und Geschichte im östlichen Europa im In- und Ausland.
Die Kulturreferentin organisiert Veranstaltungen, führt Maßnahmen der Bildungs- und Jugendarbeit sowie Kooperationsprojekte mit in- und ausländischen Partnern durch und sie fördert Projekte Dritter.
Mehr Informationen unter Tel, 0731/96254-115

18. BIS 22. SEPTEMBER
in Wien

Junge Donaubrücken

Fast 3.000 km lang ist die Donau, über die 350 Brücken führen. Eine weitere Brücke wollen wir bei der Veranstaltung in Wien bauen. Von den 115 Millionen Bewohnern des Donauraumes werden 40 junge Erwachsene aus den Donauländern eingeladen, denn es wird diese Generation sein, die in den nächsten Jahrzehnten darüber mitbe¬stimmt, wie der Donauraum aussehen wird.
Die EU-Strategie für den Donauraum und seine Einwohner bietet die einzigartige Gelegenheit, grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern und die nachhaltige wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung Zentral- und Osteuropas zu beschleunigen. In diesem Rahmen versucht das Projekt, Schülerinnen und Schüler aus den Donauländern vor allem für die politische Entwicklung Europas zu begeistern. Die Donaustrategie und die Entwicklung des Donauraumes stehen dabei im Vordergrund.

11. BIS 13. OKTOBER
in Pécs (Ungarn)

Fünfte Donau Kulturkonferenz in Pécs/Ungarn

Die Donau Kulturkonferenzen sind eine Initiative des Landes Baden-Württemberg in Anlehnung an die EUSDR. Die erste Konferenz fand 2013 in Ulm statt - gefolgt von Novi Sad (2014), Temeswar (2015) und Ruse (2016), überall in erfolgreicher Zusammenarbeit mit den Städten. Das Hauptziel der Konferenzen ist der Austausch von Erfahrungen in der Kulturarbeit in den Donau-Anrainerstaaten, die Vorstellung von Projekten, die Erörterung von kulturpolitischen Fragen und die Stärkung der Chancen dieser kulturell äußerst vielfältigen Makroregion. Mit dem Ziel der internationalen Vernetzung von Kunst, Kultur und Politik im südosteuropäischen Raum werden Vertreter der Donauregion aus den verschiedensten kulturvermittelnden, künstlerischen und kulturpolitischen Arbeitsbereichen eingeladen.
Die Donau Kulturkonferenz des Jahres 2017 wird in der südungarischen Stadt Pécs wieder mit Unterstützung der Kulturreferentin für Südosteuropa am DZM stattfinden.
 
 

FREITAG, 10 NOVEMBER, 17.00 - 21.00 UHR
Haus der Donau, Kronengasse 4/3,89073 Ulm

Die Donau-Regionen Ruse und Giurgiu

Die Veranstaltungsreihe Donausalon geht weiter auf Erkundungsreise: von der Mündung der Donau bis zu ihrer Quelle sollen verschiedene Donauregionen vorgestellt und stärker in unseren Blickpunkt gerückt werden.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Donausalons stehen die Städte Ruse in Bulgarien und Giurgiu in Rumänien. Getrennt werden die beiden Städte durch die Donau, die auch die Landesgrenze darstellt. Aus Mitteln der Europäischen Union wurde die „Freundschaftsbrücke" gebaut, die heute beide Städte und Länder miteinander verbindet. Wir wollen einen Blick auf die historischen, 'kulturellen, sozialen und politischen Entwicklungen dieser beiden Städte werfen. Im Fokus steht dabei die Frage, wie die heutige soziale und politische Lebenswirklichkeit in den Städten aussieht und welche Auswirkungen die zehnjährige Mitgliedschaft in der Europäischen Union auf beide Städte mit sich gebracht hat. Neben Vorträgen und politischen Gesprächsrunden erwarten Sie auch kulturelle und kulinarische Beiträge.
Die Veranstaltungsreihe Balkansalon/Donausalon wird durchgeführt vom Donaubüro Ulm/Neu-Ulm, der Europäischen Donau-Akademie, der Internationalen Stadt Ulm, der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, der Ulmer Volkshochschule, der Kulturreferentin für Südosteuropa am DZM, dem europäischen Bildungsnetzwerk DANET e.V., dem Institut für virtuelles und reales Lernen in der Erwachsenenbildung an der Universität Ulm e.V. (ILEU) und dem Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW) im Rahmen des studium generale der Universität Ulm.

Die Teilnahme ist kostenlos.

RUND UMS MUSEUM

+++ Neue Mitglieder im Stiftungsrat: Für die laufende Amtsperiode hat die Landsmannschaft der Ungarndeutschen den Bundesvorsitzenden Joschi Ament entsandt. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien wird durch Dr. Britta Bopf vertreten, Referatsleiterin Museen und kulturelle Vermittlung nach § 96 B VFG. Zum Vorsitzenden des Stiftungsrats wurde Ministerialdirektor Julian Würtenberger (im Bild links mit Museumsdirektor Christian Glass) gewählt. Der Vertreter des Landes ist Amtschef des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration.

+++ Der kulturpunkt ulm ist das Erkennungszeichen und die Dach¬marke von über zwanzig Ulmer Kultureinrichtungen, darunter das DZM. Seit kurzem sind die Ulmer Kulturpunkte auch im sozialen Netzwerk Instagram sichtbar. Reinschauen lohnt sich!
#kulturpunktulm #donauschwäbischeszentralmuseum #dzm

+++ Mehr Musik im Museum! Fast ein Jahrhundert Banater Musikgeschichte (1860 — 1950) zeigen die historischen Instrumente, die das DZM aus einer Privatsammlung erworben hat. Außerdem kamen ein Tambourstock, Notenständer, Stimmgabel, Notenhefte, Fotografien und Dokumente in unsere Sammlung.

+++ .Ein mehrjähriges Forschungsprojekt der Stadt Ulm ist beendet:Der Historiker Tobias Ranker hat die Zuwanderung nach Ulm von 1945 bis heute untersucht. Fachlich begleitet wurde das Projekt vom Kulturamt, dem Stadtarchiv/Haus der Stadtgeschichte, der Koordinierungsstelle Internationale Stadt und dem DZM. Ergebnis ist das Buch „Auf dem Weg zur internationalen Stadt — Migration nach Ulm seit 1945”. Ende Januar 2018 wird es im Haus der Stadt¬geschichte vorgestellt. Zwei Kapitel darin widmen sich Heimatvertriebenen und Flüchtlingen sowie (Spät)Aussiedlern, zu denen auch viele Donauschwaben zählten.

NEUERSCHEINUNGEN

Unter Anderen - Donauschwaben im südöstlichen Europa heute

Fotografische Momentaufnahmen von Dragoljub Zamuroviæ
Bildband zur Ausstellung, Ulm 2016. Dt./engl., 184 Seiten mit ca. 100 Farbfotografien, Verlag Klemm + Oelschläger, ISBN 978-3-86281-099-4.
€ 19,80 unteranderen102016a
Zu beziehen über den Buchhandel oder im Museumsshop

Donaublicke
Ungarische Kunst aus Szentendre

Aus der gleichnamigen Ausstellung im DZM ist ein Bildband entstanden. Damit liegt erstmals eindeutschsprachiger Überblick über den „Montmartre der Donau” (Claudio Magris) vor. Als Keimzelle der modernen ungarischen Kunst und bis heute lebendige Künstlerkolonie verbindet das Städtchen Szentendre 90 Jahre künstlerischen Schaffens in Europas Mitte. Aus der breiten Palette dort entstandener Werke wählt der Band diejenigen aus, die sich mit der Stadt und der nahen Donau auseinandersetzen.
Zu diesen Bildern traten während der Ausstellung in Ulm drei Gegenwartskünstler (Lajos Csontó, Kamilla Szij, Ottó Vincze) in einen Dialog. Ihre künstlerischen Interventionen erzeugten - wie der Band dokumentiert - eine flirrende Spannung zwischen Heute und Gestern und ermöglichten den Besuchern neue Perspektiven.
Ergänzt wird dieses Wechselspiel um die „Donauwelten” betitelten Arbeiten Ulmer Schülerinnen und Schüler, die während der Ausstellungsdauer entstanden. Ihre frischen und kreativen Zugänge schlagen mühelos einen Bogen zwischen Ulm und dem 1.000 Flußkilometer entfernten Szentendre.
Das Buch ist für 12,90 Euro im Museumsshop erhältlich. Es umfaßt 116 Seiten mit 112 Farbabbildungen und Beiträgen von János S. Nagy, Andrea Vándor, Regina Hellwig-Schmid und József Mélyi.

Text und Abbildungen aus der aktuellen Museumsinformation