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Ostpreußisches Landesmuseum
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DIE DAUERAUSSTELLUNG

In seiner Dauerausstellung zeigt das Ostpreußische Landesmuseum in mehreren fachmännisch gestalteten Dioramen ostpreußischen Landschaften mit Jagd- und Forstgeschichte. Die Landesgeschichtflugmodelle wird vom 13. Jahrhundert bis zum Jahr 1945 dargestellt. Dazu gehören Landwirtschaft, Tierzucht und Fischerei genauso wie Wißenschaft, Bildung und Literatur. Ein Schwerpunkt im Museum ist zweifelsohne seine reiche Bernsteinsammlung, zu der sich sich Silber- und Zinnarbeiten sowie keramische Zeugnisse des Landes gesellen. Sehenswert sind die Zeugnisse der Bildenden Kunst in der Dauerausstellung. Zahlreiche, immer wieder neu konzipierte Sonder- und Kabinettausstellungen, oftmals gemeinsamen erarbeitet mit befreundeten Museum unserer östlichen Nachbarländer ergänzen die ständige Ausstellung und tragen mit dazu bei, ein lebendiges Bild von der reichen Kultur Ostpreußens zu vermitteln. Nebenstehende Abbildung verweist auf eine Ausstellung zur Sportfliegerei im Vorkriegsostpreußen. Mit dieser Retrospektive auf Vorkriegsaktivitäten konnten zahlreiche interessierte Besucher angesprochen  werden. Sie waren von der Qualität der Exponate und der Ausstellung begeistert.

Programm des OL im Mai

Der Mai ist angekommen – und mit ihm zeigt sich der Frühling nun in voller Blüte. Die Natur steht im satten Grün, überall wird es lebendig, und die längeren Tage laden dazu ein, wieder mehr Zeit draußen zu verbringen. Mit zwei langen Wochenenden lädt der Monat ein zu kleinen Ausflügen und neuen Eindrücken.
Das OL lädt herzlich ein, das Museum als Ort der Inspiration und des Austauschs zu erleben. Ob ein spontaner Besuch zu den Feiertagen oder eine gezielte Veranstaltung am Abend – das Programm bietet wieder vielfältige Gelegenheiten, Kultur und Geschichte zu entdecken und gemeinsam zu erleben. Und natürlich lohnt sich auch ein Besuch im Museumscafé: Bei schönem Wetter lädt die Terrasse zum Verweilen ein.
Im neuen Kant-Museum widmet man sich dem Leben und Denken von Immanuel Kant. Die Ausstellung macht zentrale Ideen der Aufklärung auf anschauliche Weise erfahrbar und zeigt, wie aktuell Kants Fragen nach Vernunft, Freiheit und Verantwortung bis heute geblieben sind. Historische Objekte, moderne Vermittlungsformen und interaktive Elemente eröffnen dabei neue Zugänge zu einem der bedeutendsten Denker der europäischen Geistesgeschichte.
Ganz viel zu entdecken gibt es auch in der Kabinettausstellung „Der kleine Herr Jakob. Die Bilderwelt des Hans Jürgen Press“. Hier wird es spielerisch, spannend und manchmal auch ein bißchen knifflig: Die berühmten Suchbilder und Rätselgeschichten laden Kinder und Erwachsene gleichermaßen dazu ein, genau hinzuschauen und selbst auf Entdeckungsreise zu gehen. Mit viel Witz, Liebe zum Detail und einer großen Portion Fantasie hat Press kleine Bildwelten geschaffen, in denen man immer wieder Neues findet – egal ob beim ersten oder beim fünften Blick.
Originalzeichnungen zeigen dabei, wie aus einfachen Szenen kleine Geschichten und ganze Abenteuer entstehen.
Ein besonderer Höhepunkt ist die neue Sonderausstellung „The Seen and the Unseen“. Die Arbeiten des Künstlerduos Holger Trülzsch und Vera Lehndorff verbinden Körper, Farbe und Landschaft zu eindrucksvollen Bildkompositionen, in denen Realität und Illusion ineinander übergehen. Die frühen Bodypainting-Fotografien wirken dabei ebenso experimentell wie zeitlos und eröffnen einen ungewöhnlichen Blick auf die Verbindung von Mensch und Umgebung.
Darüber hinaus erwarten Sie im Mai wieder abwechslungsreiche Vorträge, Lesungen und Veranstaltungen:
Am 5. Mai nimmt Julian Press die Besucherinnen und Besucher mit in die Bilderwelt seines Vaters Hans Jürgen Press und zeigt anhand bislang unveröffentlichter Originalzeichnungen, wie mit feinem Humor und erzählerischer Fantasie jene Figuren und Geschichten entstanden sind, die bis heute Generationen von Leserinnen und Lesern begeistern.
Ebenfalls am 5. Mai wird im Scala Programmkino Michelangelo Antonionis „Blow up” gezeigt, der in das vibrierende London der 1960er Jahre entführt und von einem Fotografen erzählt, dessen scheinbar zufällige Bilder plötzlich eine verstörende Realität andeuten – mit einem ikonischen Auftritt von Vera Lehndorff (Veruschka) in einer der bekanntesten Szenen der Filmgeschichte.
Am Internationalen Museumstag, den 17. Mai 2026, lädt das OL unter dem Motto „Museums uniting a divided world“ dazu ein, Museen als Orte des Dialogs und der Begegnung zu erleben – mit Führungen im neuen Kant-Museum und mit einem Augenzwinkern im Brauereimuseum, wo Bier als jahrhundertealte Kultur des Miteinanders in den Blick rückt.
Am 20. Mai erinnern wir an Jürgen Habermas. Prof. Dr. Detlef Horster zeichnet in seinem Vortrag nach, wie Habermas Denken aus der Tradition der Aufklärung heraus zentrale gesellschaftliche Debatten der Bundesrepublik geprägt hat
Am 28. Mai stellt schließlich Dr. Jörn Barfod anlässlich des 100. Geburtstags von Anneliese Konrat-Staschus das eindrucksvolle und vielschichtige Werk der Textilkünstlerin vor.
Auch für unsere kleinen Gäste gibt es wieder viel zu entdecken: Zwei Kinderclubs laden dazu ein, selbst kreativ zu werden und spielerisch in die Welt von Kunst, Geschichte und Museum einzutauchen – mit Raum für eigene Ideen, Fantasie und jede Menge Spaß beim gemeinsamen Ausprobieren.
Weitere und ausführliche Informationen zu den Veranstaltungen des OL finden Sie unten.

Die aktuellen Ausstellungen

Seit dem 12. März 2026
Das Kant-Museum im Ostpreußischen Landesmuseum
Das neue Kant-Museum ist die erste Dauerausstellung in der Bundesrepublik Deutschland zu Immanuel Kant, dem revolutionären Denker der Aufklärung. Einzigartige Objekte zeigen den Menschen Kant; im Zentrum stehen aber seine Ideen und ihr Einfluß auf unsere heutige Welt.
Die Ausstellung macht seine Philosophie durch Inszenierungen und interaktive Stationen einem breiten Publikum zugänglich und regt – ganz im Sinne Kants – zum „Selberdenken" an. Entdecken Sie die Welt des großen Aufklärers aus Königsberg.
Nach einem biographischen Einstieg gliedert sich die Ausstellung in drei große Bereiche: Erkenntnis, Moral und Politik. Immer wieder wird gefragt: Wie wirkt Kants Denken heute? Wie können wir ihn kritisch weiterdenken? Erkunden Sie die Vielfalt der einzelnen Stationen und wählen Sie Ihren Fokus

Kabinettausstellung

28. März bis 16. August 2026
Der kleine Herr Jakob. Die Bilderwelten des Hans Jürgen Press
In dieser Kabinettausstellung würdigt das Ostpreußische Landesmuseum den Karikaturisten, Illustrator und Kinderbuchautor Hans-Jürgen Press, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.
Hans-Jürgen Press wurde in Klein Konopken in Masuren geboren. Ab 1953 arbeitet er für das „Sternchen“, die Kinderbeilage des „Stern“. Dort veröffentlichte er zunächst Suchbilder, Spiel- und Basteltipps sowie kleine Experimente und naturkundliche Beiträge. Große Bekanntheit erlangten „Die Abenteuer der ‚schwarzen hand‘“ – Fortsetzungsgeschichten mit Text-Bild-Rätseln – und der „Kleine Herr Jakob“, eine Comicfigur mit Schnauzbart und Melone, die zunächst wortlos, später mit gereimtem Text alltägliche Abenteuer erlebte. Press gilt als einer der Wegbereiter der Wimmelbilder. Seine zahlreichen Werke wurden in über 60 Sprachen übersetzt.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Sohn des Künstlers, Julian Press. Noch  nie gezeigte Originalzeichnungen zeigen den Entstehungsprozeß der beliebten Figuren und Reihen. Sie werden durch eine Vielzahl von gedruckten Werken ergänzt.

Sonderausstellung

 25. April bis 18. Oktober 2026
The Seen and the Unseen. Holger Trülzsch & Vera Lehndorff (Veruschka)
In Kooperation mit Holger Trülzsch, Fotograf und künstlerischer Weggefährte von Vera von Lehndorff, präsentiert das Ostpreußisches Landesmuseum eine Sonderausstellung ausgewählter, als fotografische Performances konzipierte Bodypainting-Fotografien.
Vera von Lehndorff wurde 1939 in Königsberg geboren und wuchs auf Schloß Steinort auf. Ihr Vater war als Gutsherr in das Attentat vom 20. Juli 1944 involviert und wurde im Herbst desselben Jahres von den Nationalsozialisten hingerichtet. In den 1960er-Jahren wurde sie als Fotomodell entdeckt und erlangte unter dem Namen „Veruschka“ internationale Berühmtheit. Mit ihrer Rolle im Film „Blow-Up“ von Michelangelo Antonioni etablierte sie sich auch als Schauspielerin. Sie gilt als eine der Ikonen der 1960er- und 1970er-Jahre und als erstes deutsches Supermodel.
Zusammen mit Holger Trülzsch schuf sie in den 1970er und 1980er Jahren unterschiedliche Foto-Projekte, in deren Mittelpunkt die Inszenierung und künstlerische Verfremdung ihres Körpers mittels Bodypainting stand. Sie sind damit frühe Pioniere der Kunst der Körperbemalung. Ihre Werke wurden bereits in den renommiertesten Museen in den USA und Europa gezeigt, unter anderem in New York, Paris und Mailand.

Veranskanttaltungen im Mai 2026

Sonntag, 3. Mai 2026, 14.00 Uhr, € 2,50 (zzgl. Museumseintritt)
Kant entdecken
Öffentliche Sonntagsführung durch das neue Kant-Museum
Wer war Immanuel Kant? Die Führung durch das Kant-Museum stellt den Philosophen als Menschen vor und öffnet einen Zugang zu seiner Gedankenwelt. Wie wurde der Handwerkersohn zum weltberühmten Philosophen? Einzigartige Objekte vermitteln einen Eindruck von seinem Alltag in Königsberg. Seine zentralen Ideen wie der kategorische Imperativ und seine Konzeption für einen dauerhaften Frieden haben nichts von ihrer Aktualität verloren.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de ist erforderlich.

Dienstag, 5. Mai 2026, 14.30 Uhr, Eintritt: € 9,00 (inkl. Eintritt, Kaffee, Tee und Gebäck)
Hans Jürgen Press (1926-2002) und seine Bilderwelt
Vortrag von Julian Press im Rahmen der Reihe „Museum Erleben“
Julian Press, Buchillustrator und freier Künstler, führt durch die Kabinettausstellung „Der kleine Herr Jakob. Die Bilderwelt des Hans Jürgen Press“ und gibt Einblicke in das Leben seines Vaters und seine weitreichende, auch internationale Schaffenskraft in Wort und Bild. Anhand unveröffentlichter Originalzeichnungen beleuchtet er den Entstehungsprozeß der beliebten Figuren und Bildergeschichten.
Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder  info@ol-lg.de ist erforderlich.

Dienstag, 5. Mai 2026, 19.30 Uhr, Eintritt: € 10,00
„Blow Up” von Michelangelo Antonioni mit Vera von Lehndorff (Veruschka)
Filmvorführung in der Reihe „Nordöstliche Spuren im Kino“ im Programmkino SCALA, Apothekenstraße 17, 21335 Lüneburg
Einführung: Jan Rüttinger, Ostpreußisches Landesmuseum

London, 1966. Die Stadt pulsiert im Rhythmus der Swinging Sixties. Mode, Musik und ein Hauch von Exzess bestimmen das Lebensgefühl einer Generation. Mittendrin: Der Starfotograf Thomas, ein Getriebener zwischen Studio-Glamour und existenzieller Leere. Auf der Suche nach authentischen Motiven fotografiert Thomas heimlich ein Paar in einem Park. Erst beim späteren Vergrößern der Aufnahmen – dem „Blow Up“ – macht er eine verstörende Entdeckung: Verbirgt sich dort im Gebüsch ein Mörder mit einer Pistole?
Ein besonderer Höhepunkt des Films ist der legendäre Auftritt von Vera von Lehndorff, bekannt als Veruschka. In einer der ikonischsten Szenen der Filmgeschichte begegnen sich Model und Fotograf im Studio: Dabei verschmelzen Körper und Kamera fast zu einer Einheit. Veruschka wirkt.

Sonntag, 17. Mavernunfti 2026, freier Eintritt!
Internationaler Museumstag im OstpreußischenLandesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung und Kant-Museum
Unter dem diesjährigen Motto „Museums uniting a divided world“ rückt der Internationale Museumstag die besondere gesellschaftliche Rolle von Museen in den Mittelpunkt. In Zeiten globaler Herausforderungen und zunehmender Polarisierung schaffen Museen Räume für Austausch und Vielfalt.
Auch das Ostpreußisches Landesmuseum beteiligt sich am Internationalen Museumstag mit einem spannenden Programm, das Dialog fördert.
Im Zentrum steht das neue Kant-Museum, das sich bewusst als Ort des „Selberdenkens“ versteht. Es regt zum Dialog an, ermutigt zum reflektierten Umgang mit Wissen und stärkt damit demokratische Werte. Um 12.00 Uhr und 15.00 Uhr laden Führungen unter dem Titel „Kant entdecken“ dazu ein, das Denken von Immanuel Kant kennenzulernen und gemeinsam weiterzudenken.
Und dann wäre da noch etwas, das Menschen seit Jahrhunderten verbindet und zum geselligen Beisammensein einlädt: Bier.
Um 11.00 Uhr und 14.00 Uhr bieten wir unsere beliebten Führungen durch das Brauereimuseum an. Mit einem Augenzwinkern wird eine Kulturpraxis vorgestellt, die Gemeinschaft stiftet – beim Brauen ebenso wie beim gemeinsamen Genießen.
 Keine Sorge – auch unsere kleinen Gäste kommen nicht zu kurz! Das Kinderprogramm lädt zum Mitmachen, Entdecken und kreativen Gestalten ein. 

Programmübersicht: 

Führung: Kant entdecken um 12.00 Uhr und 15.00 Uhr
Wer war Immanuel Kant? Die Führung durch das Kant-Museum stellt den Philosophen als Menschen vor und öffnet einen Zugang zu seiner Gedankenwelt. Wie wurde der Handwerkersohn zum weltberühmten Philosophen? Einzigartige Objekte vermitteln einen Eindruck von seinem Alltag in Königsberg. Seine zentralen Ideen wie der kategorische Imperativ und seine Konzeption für einen dauerhaften Frieden haben nichts von ihrer Aktualität verloren.

Führung: Die Geschichte des Bierbrauens  um 11.00 Uhr und 14.00 Uhr
Tauchen Sie ein in die Welt des Bierbrauens. Die Führung präsentiert Ihnen die Geschichte des Bieres und Brauens in der Hansestadt Lüneburg, mit besonderem Schwerpunkt auf der Lüneburger Kronenbrauerei. In deren historischem Sudhaus, in dem heute das Brauereimuseum untergebracht ist, können alle wichtigen Prozesse des Brauens und die damit verbundene kulturgeschichtliche Bedeutung in der Stadt von „Salz und Malz“ erfaßt werden. 

Kinderprogramm: Philosophie für Kinder von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Was ist Glück? Was bedeutet Freundschaft? In unserem kreativen Kinderprogramm entdecken Kinder spielerisch erste philosophische Ideen und lernen auch Immanuel Kant kindgerecht kennen. Mit einem kleinen Quiz und dem Gestalten von Freundschaftsarmbändern können Kinder selbst aktiv und kreativ werden! Dienstag, 19. Mai 2026, 14.30 Uhr, Eintritt: 9,00 € (inkl. Eintritt, Kaffee, Tee und Gebäck)

Dienstag, 19. Mai 2026, 14.30 Uhr, Eintritt: 9,00 € (inkl. Eintritt, Kaffee, Tee und Gebäck)
The Seen and the Unseen. Holger Trülzsch & Vera Lehndorff
Führung mit dem Kurator Jan Rüttinger im Rahmen der Reihe „Museum Erleben”
Die Führung durch die Sonderausstellung gibt einen Einblick in das Werk und die Arbeitsweise von Holger Trülzsch und Vera Lehndorff. Das Künstlerduo schuf eine Reihe von Bodypainting- und Performance-Arbeiten, die heute als bedeutender Beitrag zur Body Art sowie zur konzeptuellen und skulpturalen Fotografie gelten. Im Zentrum steht der menschliche Körper als Bildträger und Ort künstlerischer Transformation.
Eine Anmeldung unter Tel. 04131 75990oder info@ol-lg.de  ist erforderlich.

Mittwoch, 20. Mai 2026, 18.30 Uhr, Eintritt: 5,00 €
Habermas – in memoriamhabermas
Vortrag von Prof. Dr. Detlef Horster
Der kürzlich im Alter von 96 verstorbene Jürgen Habermas galt als der einflussreichste Philosoph und Soziologe der Gegenwart und prägte zahlreiche Debatten der Bundesrepublik. Sein Denken war wesentlich auch von den Ideen der Aufklärung geprägt; Habermas ging u.a. der Frage nach, warum das von Immanuel Kant mitentwickelte Modell des öffentlichen Vernunftgebrauchs angesichts der nationalsozialistischen Verbrechen scheiterte, ohne jedoch wie seine Lehrer Adorno und Horkheimer die Konzepte von Aufklärung und Fortschritt vorrangig negativ zu interpretieren. Der bis 2007 in Hannover lehrende Horster ist ein Vertreter des moralischen Realismus und gilt als einer der führenden Habermas-Experten.
Eine Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung; eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.

Donnerstag, 28. Mai 2026, von 15.00 bis 17.00 Uhr, Eintritt frei!
Netze knüpfen
Kinderclub mit Iwona Krüger
Das alte Handwerk des Netzeknüpfens gibt es schon seit Jahrtausenden. Menschen, die am Wasser lebten, wie im seenreichen Ostpreußen, konnten damit Fische fangen und so ihre Ernährung und Existenz sichern. In der Dauerausstellung suchen wir nach Ideen für unsere Netze, die wir auf unsere Art und Weise interpretieren und anschließend knüpfen wollen.
 Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von 6 bis 12 Jahren statt. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder bildung@ol-lg.de jederzeit möglich.

Donnerstag, 28. Mai 2026 um 18:30 Uhr, Eintritt: 6,00 €
Der lebendige Faden – Anneliese Konrat-Stalschus zum 100. Geburtstag
 Vortrag von Dr. Jörn Barfod
Zum 100. Geburtstag der noch lebenden, renommierten Textilkünstlerin stellt Dr. Jörn Barfod ihr Leben und Werk in einem Abendvortrag vor.
Ein breites Spektrum an Techniken und Materialien umfasst das künstlerische Schaffen von Anneliese Konrat-Staschus. Geboren 1926 im ostpreußischen Goldap, wurde sie schon als Kind mit den klassischen textilen Techniken vertraut. Nach der Flucht stand sie zunächst allein im zerstörten Nachkriegsberlin und begann eine Lehrerausbildung.
Nach 30-jähriger Tätigkeit als Lehrerin und ihrem Studium der Bildwirkerei an der Berliner Hochschule der Künste war sie ab 1979 freischaffende Textilkünstlerin. Von Tapisserie bis zu selbst entwickelten Bearbeitungsverfahren für Stoffe reicht ihr Werk. Es zeigt einen großen Ideenreichtum und eine eindringliche Sprache der Themen. Anneliese Konrat-Stalschus nimmt in vielen Arbeiten Stellung zu politischen Geschehen und verarbeitet autobiografische Momente.
Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder info@ol-lg.de ist erforderlich.

Vorschau auf  Veranstaltungen im Juni 2026

Dienstag, 2. Juni 2026, 14.30 Uhr, Eintritt: € 9,00 (inkl. Eintritt, Kaffee, Tee und Gebäck)
„Wie wir sie fanden“ – die Flüchtlingssuchkartei Kopenhagen-Stade
Vortrag von Dr. Christina Deggim im Rahmen der Reihe „Museum Erleben“
1945 wurde in Dänemark die Flygtningeadministrationens Kartotek aufgebaut, ein Register der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs internierten, überwiegend deutschen, Flüchtlinge in Dänemark. Die Kartei mit über 100 Mitarbeitenden entwickelte sich bald zu einem innovativen, effektiven und international arbeitenden Suchdienst, der viele durch Krieg und Flucht auseinandergerissene Familien wieder vereinigte und half, Schicksale zu klären. Nach Auflösung der dänischen Internierungslager kam die Kartei mit den letzten deutschen Flüchtlingen 1949 nach Stade, wo sie mit hochmotivierten Mitarbeitenden unter der Schirmherrschaft des Dänischen Roten Kreuzes mit großen Erfolgen ihre Arbeit fortsetzte, bis die Bundesregierung ihre Auflösung beschloß. Mit Billigung des Stader Regierungspräsidenten arbeitete die Stader Suchkartei zunächst „illegal“ weiter. Gezeigt wird die Geschichte der Kartei und die unermüdlichen Bemühungen um ihren Erhalt.
Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oder
info@ol-lg.de ist erforderlich.

Donnerstag, 4. Juni 2026, 16.00 Uhr, Eintritt frei!
Lüneburg liest!  Mitmach-Lesung mit Julian Press
Begleitend zu der Ausstellung „Der kleine Herr Jakob. Hans Jürgen Press und seine Bilderwelt“ im Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg hält sein Sohn Julian Press eine interaktive Lesung zum Mitraten vor Ort. Als Autor, Illustrator und Künstler präsentiert er Kriminalgeschichten aus seiner Buchreihe „Finde den Täter“ sowie spannende Detektivgeschichten und raffinierte, wimmelige Rätselbilder seines Vaters für junge findige Spürnasen von 7 bis 13 Jahren.
Eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oderinfo@ol-lg.de ist erforderlich.

Sonntag, 7. Juni 2026, 14.00 Uhr, 2,50 € (zzgl. Museumseintritt)
Hans Jürgen Press (1926-2002) und seine Bilderwelt
Öffentliche Sonntagsführung mit Julian Press durch die Kabinettausstellung
Julian Press, Buchillustrator und freier Künstler, führt durch die Kabinettausstellung „Der kleine Herr Jakob. Die Bilderwelt des Hans Jürgen Press“ und gibt Einblicke in das Leben seines Vaters und seine weitreichende, auch internationale Schaffenskraft in Wort und Bild. Anhand unveröffentlichter Originalzeichnungen beleuchtet er den Entstehungsprozesß der beliebten Figuren und Bildergeschichten.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Tel. 04131 759950 oderbildung@ol-lg.de ist erforderlich.

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The Seen und the Unseen. Holger Trülzsch und Vera Lehndorff

Sichtbar und nahezu unsichtbar, präsent und die Wahrnehmung zugleich irritierend - mit dieser Idee nähern sich Holger Trülzsch (*1939) und Vera Lehndorff (*1939) mittels Malerei auf dem Körper Lehndorffs einer Verschränkung von Wirklichkeit und Illusion.
Vera Lehndorff, bis zum 20. Juli 1944 im ostpreußischen Steinort aufgewachsen, wurde zunächst international als Model unter dem Namen Veruschka bekannt. Mit ihrer außergewöhnlichen Erscheinung prägte sie die Modefotografie der 1960er Jahre und arbeitete mit zahlreichen Fotografen, internationalen Modemagazinen sowie Künstlern wie Andy Warhol und Salvador Dali zusammen.
Holger Trülzsch, Künstler, Percussionist, Videast und Fotograf, war Mitbegründer der elektronischen Musikgruppe Popol Vuh und arbeitete unter anderem mit Werner Herzog. Anfang der 1970er-Jahre begegneten sich Trülzsch und Lehndorff in der „Künstlerkolonie Peterskirchen".
Aus dieser Begegnung entstand eine Reihe von Body-painting- und Performance-Arbeiten, die heute als bedeutender Beitrag zur Body Art sowie zur konzeptuellen und skulpturalen Fotografie gelten. Im Zentrum steht der menschliche Körper als Bildträger und Ort künstlerischer Transformation.
In einem präzisen malerischen Prozeß in der Technik der Anamorphose wird Lehndorffs Körper gestaltet. Strukturen von Mauern, Baumrinden, Beton oder Metall werden auf die Haut übertragen und lassen Körper und Raum ineinander übergehen.
Erst die fotografische Aufnahme und der Film fixieren diesen flüchtigen Moment. Sie halten die temporäre Verbindung von Körper, Malerei und Umgebung fest und überführen den performativen Akt in ein dauerhaftes Bild sowie in die gefilmte Performance. Fotografie und Film fungieren dabei nicht nur als Dokumentation, sondern als eigenständige künstlerische Medien.
Die Arbeiten von Trülzsch und Lehndorff zählen heute zu den ikonischen Positionen der experimentellen Kunst der 1970er und 1980er Jahre.
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Künstler Holger Trülzsch
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Vernissage

Das OL lädt seine Freunde herzlich ein zur Ausstellungseröffnung am Freitag, 24. April 2026, 18.30 Uhr.

Eintritt frei!

Programm
Begrüßung:
Dr. Joachim Mähnert, Direktor des Ostpreußischen Landesmuseums mit Deutschbaltischer Abteilung
Grußwort: Hiltrud Lotze, Bürgermeisterin Hansestadt Lüneburg
Zur Kunst: Holger Trülzsch, Künstler
Einführung: Jan Rüttinger, Kurator der Ausstellung

In Anwesenheit der Künstler

Musikalische Begleitung: „JustFriends“ - Uwe Friedrich (Saxophon) und Martin Dohrmann (Gitarre)

Eine Anmeldung für diese Veranstaltung unter Tel. +49 (0) 4131 75 99 50 oder E-Mail: info@ol-lg.de
ist erforderlich.

Begleitprogramm

Filmvorführung im Programmkino Scala:
„Blow Up” von Michelangelo Antonioni mitVera Lehndorff (Veruschka)
Dienstag, 5. Mai 2026, 19.30 Uhr, Eintritt: € 10,00

Museum Erleben mit Jan Rüttinger:
The Seen and the Unseen. Holger Trülzsch & Vera Lehndorff
Dienstag, 19. Mai 2026, 14.30 Uhr, € 9,00 (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: info@ol-lg.de

Sonntagsführung mit dem Kurator Jan Rüttinger:
The Seen and the Unseen.Holger Trülzsch & Vera Lehndorff
Sonntag, 5. Juli 2026, 14.00 Uhr, € 2,50 zzgl. Eintritt
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: info@ol-lg.de

Ferienprogramm für Kinder von 6 bis 10 Jahren:
Bodypainting — wenn deine Arme und Hände zu einem Kunstwerk werden
Donnerstag, 9. Juli 2026, 9.00 bis 13.00 Uhr, Kosten: € 8,00
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: bildung@ol-lg.de

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Die Bilderwelt des Hans Jürgen Press
Kabinettausstellung vom 28.03. bis 16.08.2026

Die Kabinettausstellung mit zahlreichen Originalzeichnungen und Exponaten würdigt das Leben und Schaffen des Karikaturisten, Illustrators und Kinderbuchautors Hans Jürgen Press, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Press zählt zu den prägenden Künstlern der deutschen Kinder- und Jugendbuchillustration des 20. Jahrhunderts. Seine  Kindheit verbrachte er im masurischen Klein Konopken. Nach kurzem Wehrdienst und Kriegsgefangenschaft in den USA studierte er an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Sein beruflicher Werdegang begann mit Humor- und Rätselzeichnungen für Zeitungen und Zeitschriften, u. a. die „Rasselbande”. In der Zeit des Aufbruchs folgten Werbeaufträge für tesa, rotring und Philips. Anschließend begann Hans Jürgen Press 1953 seine Arbeit für das „sternchen”, die Kinderbeilage des Magazins „stern”.
Große Popularität erlangte er mit den Fortsetzungsgeschichten „Die Abenteuer der ,schwarzen hand’”, die Text- und Bildrätsel auf innovative Weise verbanden. Mit den Bildergeschichten „Der kleinen Herr Jakob” schuf er eine unverkennbare Comicfigur mit Schnurrbart und Melone, die zunächst wortlos, später in gereimten Texten von ihren alltäglichen Abenteuern erzählte.
Hans Jürgen Press gilt als einer der Wegbereiter der Wimmelbilder. Seine Werke wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt und begeistern bis heute Generationen von Leserinnen und Lesern weltweit.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Sohn des Künstlers, Julian Press. Erstmals werden bislang unveröffentlichte Originalzeichnungen gezeigt, die Einblicke in den Entstehungsprozess der beliebten Figuren und Bildgeschichten geben. Interaktive Elemente erlauben auch, die Rätsel selbst auszuprobieren und zu lösen.

Begleitprogramm
Museum Erleben mit Julian Press:
Hans Jürgen Press (1926-2022) und seine Bilderwelt
Dienstag, 5. Mai 2026, 14.30 Uhr, € 9,00 (inkl. Kaffee, Tee und Gebäck)
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50,

“Lüneburg liest!” für Kinder von 6 bis 10 Jahren:
Mitmach-Lesung mit Julian Press
Donnerstag, 4. Juni 2026, 16.00 Uhr, Eintritt frei!
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: info@ol-lg.de

Sonntagsführung mit Julian Press:
Hans Jürgen Press (1926-2022) und seine Bilderwelt
Sonntag, 7. Juni 2026, 14.00 Uhr, Preis: € 2,50 zzgl. Eintritt
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail: info@ol-lg.de

Sommerferientag für Kinder von 6 bis 10 Jahren:
Die rätselhafte und wimmelige Welt von Hans Jürgen Press — ein interaktiver und kreativer Ferientag
Donnerstag, 2. Juli 2026, 9.00 bis 13,00 Uhr, Kosten: € 6,00
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail:
info@ol-lg.de

Vortrag von Ulrich Störiko-Blume:
Der feine Herr Press - mit Hans Jürgen Press der Naturauf der Spur
Dienstag, 7. Juli 2026, 18.30 Uhr, Eintritt: € 5,00 Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail:
info@ol-lg.de

Sommerferientag für Kinder von 6 bis 10 Jahren: Die Abenteuer der „schwarzen hand”:Wo hat sich Ingo versteckt?
Dienstag, 11. August 2026, 9.00 bis 13.00 Uhr, Kosten: € 6,00
Anmeldung unter: +49 (0) 4131 75 99 50, E-Mail:
info@ol-lg.de

Vernissage
Das Ostpreußische Landesmuseum lädt
herzlich ein zur Ausstellungseröffnung am

Freitag, 27. März 2026, 18.30 Uhr,
Eintritt frei!

Programm
Begrüßung: Dr. Joachim Mähnert,Direktor des Ostpreußischen Landesmuseums mit Deutschbaltischer Abteilung

Einführung
Julian Press,Sohn des Künstlers

Eröffnung
Hannah Janowitz,Kuratorin der Ausstellung

Musikalische Begleitung
durch Kristina Mohr (Saxophon)

Anmeldung erforderlich unterTel. +49 (0) 4131 75 99 50 , E-Mail:
info@ol-lg.de

Abbildungen und Text aus den aktuellen Informationen des Ostpreußischen Landesmuseums